Junge stirbt wegen Homöopathie

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Gilles
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Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Gilles » Mi 31. Mai 2017, 03:18

Italien:

http://www.n-tv.de/panorama/Junge-stirb ... 66361.html

Wann wird dieser Scheiss den endlich mal verboten? :mauer:
Andreas Bär Läsker - der Donald Trump des Veganismus

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Plumbum
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Plumbum » Mi 31. Mai 2017, 06:42

Als Francescos Krankheitsbild mit einem schweren Schnupfen und Fieber begann, suchten sie den homöopathischen Arzt auf. Dieser riet den Eltern, das Kind nicht ins Krankenhaus zu bringen


Und das ist das schlimme... die ansicht, dass man möglichst wenig mit antibiotika schießt, ist ja ansich erstmal nicht falsch, homöopathiegläubig zu sein ist weit verbreitet und wird ja durch viele gegebenheiten unterstützt, deswegen müssen die eltern nicht völlig verstrahlt sein... aber sie müssen sich einfach darauf verlassen können, dass ein arzt ihnen sagt, wenn alle "sanfte medizin" nicht mehr hilft und das kind ins krankenhaus muss! Wenn du dann aber einem arzt vertraust, der ja eine approbation besitzt, den du als fachmann annehmen kannst und der trotzdem scheiße baut, hast du als elternteil kaum eine chance. :(

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Quarry
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Quarry » Mi 31. Mai 2017, 07:23

https://www.aerzteblatt-sachsen-anhalt. ... dlung.html
Die Wahl einer geeigneten Methode setzt indes eine Untersuchung und Befunderhebung voraus, die sich am schulmedizinischen Standard orientiert. Insoweit bleibt der Schulmediziner, auch wenn er sich der Homöopathie zuwendet, bei der Befunderhebung Schulmediziner. Die gewissenhafte Versorgung mit einer geeigneten Untersuchungsmethode im Sinne der Berufsordnung erfordert somit stets eine Basisuntersuchung nach dem naturwissenschaftlichen Standard, deren Intensität sich an der Schwere der Krankheit bemisst.
Eine Behandlung ist jedoch nicht mehr von der Therapiefreiheit umfasst, sofern der Arzt eine Behandlungsmethode anwendet, bei der eine Heilung ausgeschlossen bzw. die Maßnahme offensichtlich ungeeignet und aussichtslos ist. Ein homöopathisches Behandlungskonzept ist nur dann berufsrechtlich zulässig, wenn Aussicht auf Heilung besteht oder eine Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes des Patienten zu erwarten ist. Dies setzt voraus, dass der homöopathisch behandelnde Arzt ebenso die Schulmedizin kennt. Darüber hinaus bedarf es einer besonderen Rechtfertigung durch die Abwägung des Risiko-Nutzen-Verhältnisses im Einzelfall, wenn sich die Schulmedizin als die (vermeintlich) überlegenere Therapieform zeigt.

Oh Captain, my Captain.

Andreas Bär Läsker - der Donald Trump des Veganismus. XOND Rocks. :kotz:

DG ne

Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon DG ne » Mi 31. Mai 2017, 08:13

Homöopathie ist keine sanfte Medizin. Sondern gar keine Medizin. Es reiht sich nahtlos in Beobachtungen wie den Placeboeffekt oder Gesundbeterei.

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Plumbum
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Plumbum » Mi 31. Mai 2017, 09:53

Falls du mich meinst... die gänsefüßchen hast du registriert?

DG ne

Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon DG ne » Mi 31. Mai 2017, 13:19

Plumbum hat geschrieben:Falls du mich meinst... die gänsefüßchen hast du registriert?


Nö, war nur ganz allgemein gesprochen. Es gibt ja Leute, die dem Homöopokus tatsächlich heilende Wirkung zubilligen.

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Plumbum
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Plumbum » Mi 31. Mai 2017, 13:29

Jap, sehr viele sogar. Deswegen meinte ich oben...die müssen nichtmal verstrahlt sein.

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Rageboy
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Rageboy » Mi 31. Mai 2017, 18:06

Plumbum hat geschrieben:Jap, sehr viele sogar. Deswegen meinte ich oben...die müssen nichtmal verstrahlt sein.


Doch, das sind sie offenbar. Als Kind hatte ich auch eine Mittelohrentzündung und das ist sehr schmerzhaft. Meine Eltern ließen mich mit Antibiotika behandeln und nach einem Tag waren die Schmerzen weg.
Ein älterer Freund von mir, Bosnier, wurde in seiner Kindheit mit einer Mittelohrentzündung nicht behandelt und ist seitdem schwerhörig, was sein gesamtes Leben (Bildung!) beeinträchtigt hat. Im Alter wird es mit seiner Schwerhörigkeit immer schlimmer, trotz teurer Implantate (die allerdings etwas gebracht haben, denn sonst wäre sein Gehör noch schlechter).

Wer sein Kind mit einer Mittelohrentzündung nicht richtig behandeln lässt, der gehört mit dem Knüppel gehauen, bis er lacht. :aufsmaul:

Natürlich soll man nicht gegen alles und immer Antibiotika nehmen, oft genug würde es auch gar nichts bringen. Aber manchmal muss es eben sein, dafür haben wir diese hervorragenden Medikamente. Ich könnte nicht einmal sagen, ich hätte, in welcher Form auch immer, Nebenwirkungen gehabt und bin auch selten krank. Bei mir ist das in meinem gesamten Leben vielleicht vier oder fünf Mal der Fall gewesen und absolut akzeptierbar.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

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Plumbum
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Plumbum » Mi 31. Mai 2017, 19:42

Wer sein Kind mit einer Mittelohrentzündung nicht richtig behandeln lässt, der gehört mit dem Knüppel gehauen, bis er lacht. :aufsmaul:


Wenn du mit dem kind beim arzt bist und der sagt, dass es ohne antibiotikum geht, dann gehst du davon aus, dass der arzt das korrekt sagt.

Abgesehen davon, hab ich gesagt, dass nicht jeder, der homöopathie für wirksam hält, verstrahlt sein muss.

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Rageboy
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Rageboy » Mi 31. Mai 2017, 20:06

Plumbum hat geschrieben:
Wer sein Kind mit einer Mittelohrentzündung nicht richtig behandeln lässt, der gehört mit dem Knüppel gehauen, bis er lacht. :aufsmaul:


Wenn du mit dem kind beim arzt bist und der sagt, dass es ohne antibiotikum geht, dann gehst du davon aus, dass der arzt das korrekt sagt.

Abgesehen davon, hab ich gesagt, dass nicht jeder, der homöopathie für wirksam hält, verstrahlt sein muss.


Ich weiß Plumbum, das war nicht gegen Dich - mich regt's nur auf. Den Arzt halte ich überdies für fahrlässig, wobei ich nicht weiß, was er gesagt hat. Denn ich war ja nicht dabei. Und wie das von mir geschilderte Beispiel meines älteren Freundes zeigt, kann eine Mittelohrentzündung ja auch schwerwiegende Folgen haben, auch wenn es nicht gleich um das Leben geht.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

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Gulasch
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Gulasch » Mi 31. Mai 2017, 20:42

Der Schritt von ein wenig Globuli zur kompletten Verstrahlung ist nicht groß.

Die Leute "informieren" sich im Netz und werden so Gefangene ihrer eigenen Filterblase.

Ich habe Bekannte, die seit über 20 Jahren so einer post-faschistoiden Ersatzreligion (hier im Osten sehr beliebt...nordische Götter und Kram) anhängen.
Über diese Schiene sind sie auch auf den ganzen Anti-Impf- und Anti-Antibiotika- Quatsch gekommen.
Nachdem sie jetzt auch 2 Kinder haben, werden diese natürlich nur ohne SCHÄMMIE geheilt.
Bei der Kleinsten war das dann so schlimm, dass die Mittelohrentzündung aufgebrochen ist. Das Kind hatte (mit 1 1/2 Jahren) über eine Woche schwerste Schmerzen (denk ich mal),bevor das Ganze dann doch irgendwie selbst geheilt ist - oder waren`s doch die Glaubullli?
Und darauf sind die Vollpfosten noch stolz!
Beide haben einen Job, der mit Technik zu tun hat, sie sogar einen medizinisch-technischen (und das jeweils in "gehobener" Position).

Da hab ich manchmal nur noch Angst... :mauer:
Was lehrt uns das? Das wohl größte ökologische Verdienst des Ernährungsethikers besteht darin, eines schönen Tages den Würmern als Speise dienen zu dürfen. C'est la vie. Mahlzeit! Udo P.

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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Plumbum » Mi 31. Mai 2017, 23:18

Der Schritt von ein wenig Globuli zur kompletten Verstrahlung ist nicht groß.

Die Leute "informieren" sich im Netz und werden so Gefangene ihrer eigenen Filterblase.


Jup. Das gibt es.

Ich denke aber trotzdem, dass die meisten eher von der art sind...nachbarin hat gesagt, dass bei ner leichten mittelohrentzündung otowoven super hilft. Oh, probiere ich auch aus. Ah, wird besser (über zeitfaktor und placebo wird nicht nachgedacht), also es wirkt.

Oder meine freundin, die globuli vor der impfung gibt, weil sie das gefühl hat, dass dann das baby ruhiger ist. Placebo-by-proxy vom feinsten.

Die meisten dieser leute sind ansonsten ganz schulmedizinisch orientiert und unproblematisch... homöopathie wird halt benutzt, wie man die quarkwickel und den zwiebelsaft ausprobiert. Und da es von den krankenkassen bezahlt, in den zeitschriften unkritisch behandelt wird und jeder irgendjemanden mit ner positiven erfahrung kennt...

q111
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon q111 » So 23. Jul 2017, 05:44

Die Kraft der Einbildung hilft manchmal schon, aber trotzdem sind Globuli nun mal KEINE MEDIZIN! Das problem ist viel mehr diejenigen die tonnenweise Geld für Globulis aller art ausgeben;wer mal hinter so einer Globuli-mutter in der apotheke gestanden hat die eine liste runterrasselt mit zahlen und potenzen und dann ein paar hundert euro beim Apotheker für den ganzen mist hinlegt, wird wissen was ich meine.

Aber es gibt Krankheiten die sind nun mal mehr einbildung als realität sind. Dann kann das durchaus von vorteil sein.

Ich bin auch nicht für Antibiotika reinstopfen wann es auch immer geht. Mit Globulis kann man mich jagen, aber das bedeutet nicht dass ich nicht für alternative methoden sind. Bei mir kommt gerne auch mal Naturmedizin ins Haus für leichtere Sachen.

Aber du hast insofern recht: nur weil man globuli einsetzt ist man nicht verstrahlt. Ein Arzt, der aber statt wirksame Medizin Globuli einsetzt ist es aber definitiv, und dieser insbesonders. Mittelohrentzündungen sind keine Bagatelle: es wird gerne als Kinderkrankheit abgetan, aber ohne richtige behandlung ist das eine schwere Krankheit. Nicht nur dass das schnell auch zu einer Gehirnentzündung sich wandeln kann, im Ohr befindet sich nicht nur das Hörzentrum sondern auch das gleichgewichtsorgan; alles was da mit Globuli behandelt wird kann schnell zu einer dauerhaften behinderung werden.

Und wer da wirklich noch denkt: lieber mein Kind dauerhaft schädigen als der pösen pösen schulmedizin und pharmaindustrie zu vertrauen hat echt nicht alle Tassen im Schrank!

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Plumbum
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Plumbum » So 23. Jul 2017, 12:06

Die Kraft der Einbildung hilft manchmal schon, aber trotzdem sind Globuli nun mal KEINE MEDIZIN!


Absolut deiner Meinung.

Bei mir kommt gerne auch mal Naturmedizin ins Haus für leichtere Sachen.


Im gegensatz zu homöopathie haben zwiebelsaft, hühnerbrühe, fencheltee, honig und co. meist ja auch wenigstens eine schwach belegte wirksamkeit.

Ein Arzt, der aber statt wirksame Medizin Globuli einsetzt ist es aber definitiv, und dieser insbesonders.


Jap. Mehr als einmal selbst erlebt. :rolleyes:


Und auch zum Rest +1

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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Plumbum » Di 29. Aug 2017, 11:31

Und wieder mal ein Arzt, der mir Homöopathie verschreiben wollte, was nur rauskam, als ich nach einer bestimmten Kontraindikation gefragt habe.

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Grimm
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Re: Junge stirbt wegen Homöopathie

Beitragvon Grimm » Mo 13. Nov 2017, 22:22

Ist es nicht so bedeutend oder witzig, deswegen in diesem Thread abgeladen: Vergleich Flatearther -- Homöopathen


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