Werden wir den Wolf bald hassen?

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Vormund
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Vormund » Sa 7. Okt 2017, 09:10

90 cm reichen - solange es daneben ungeschützte und leichter zu erreichende Beute gibt.
St. Florian läßt grüßen.

Ich schlage immer noch vor, die Wolfszonen dort einzurichten, wo die edlen Tierchen willkommen sind. Die abgehängten Landeier wissen das doch eh' nicht zu schätzen. Aber in Bärlin z.B. könnte sich endlich wieder das vielbeschworene natürliche Gleichgewicht einstellen (die Wildschweine als Beute sind schon da) und das Hundeproblem würde sich en passant auch erledigen...
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

'ne andere Gästin

Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon 'ne andere Gästin » Mi 11. Okt 2017, 14:43

Da waren's nur noch drei Wölfe auf freiem Fuß in Bayern ...

Und wieder:
Beim Aufeinandertreffen mit einem Wolf sollte man dem Tier gegenüber mit Respekt begegnen. Man sollte nicht weglaufen, sondern sich langsam zurückziehen. Sollte einem ein Wolf trotzdem zu nahe kommen, sollte man auf sich aufmerksam machen, laut sprechen, gestikulieren oder sich anderweitig bemerkbar machen. Hunde sollten in jedem Fall angeleint sein. Dem Wolf sollte man weder nachlaufen, noch Futter anbieten oder Fotos machen wollen.

Singen und klatschen ist wohl nicht mehr angesagt ...

Hodenwohl Cochones

Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Hodenwohl Cochones » Do 12. Okt 2017, 11:30

So sieht die juristische Lage für Jäger aus. Krieg das mal alles auf die Reihe, wenn du im Wald auf eine Situation triffst, in der zwei aufgeregte Renter ihren Dackel in 40 Meter Entfernung von zwei Wölfen umkreist sehen und dir nicht mal die Frage beantworten können, ob das nun ihr Hund ist oder nicht...

https://www.jagderleben.de/praxis/konfliktsituationen-zwischen-wolf-mensch-erlaubt

DG ne

Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon DG ne » Do 12. Okt 2017, 12:19

Hodenwohl Cochones hat geschrieben:So sieht die juristische Lage für Jäger aus. Krieg das mal alles auf die Reihe, wenn du im Wald auf eine Situation triffst, in der zwei aufgeregte Renter ihren Dackel in 40 Meter Entfernung von zwei Wölfen umkreist sehen und dir nicht mal die Frage beantworten können, ob das nun ihr Hund ist oder nicht...

https://www.jagderleben.de/praxis/konfliktsituationen-zwischen-wolf-mensch-erlaubt


Jo, da wird man erst mal den Rentnern erklären, dass die warten müssen, bis Waldi tatsächlich angegriffen wird. Und ihnen bis dahin "singen und klatschen" empfehlen. Recht kann so zynisch sein!

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Kassandra
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Kassandra » Do 12. Okt 2017, 12:25

Fazit: Der Revierinhaber (Ausnahme in Sachsen) ist nicht befugt, einen Wolf eigenmächtig von seinen Leiden zu erlösen. Es bedarf der Erlaubnis durch die Naturschutzbehörde (nach § 45 Abs. 7 BNatSchG) oder einer polizeirechtlichen Inanspruchnahme als Notstandspflichtiger. Beides sollte sich der Revierinhaber aber vor seinem Einschreiten schriftlich oder zumindest unter Zeugen bestätigen lassen. Allerdings sollte bei der zunehmenden Zahl von Wölfen aus tierschutzrechtlichen Gründen erwogen werden, den Revierinhabern eine allgemeine Erlaubnis zur Erlösung schwerverletzter Wölfe für bestimmte Fälle zu erteilen – gegebenenfalls unter Auflagen.


Bis dahin ist das arme Vieh längst von alleine abgenippelt.
Das ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.
~ Heinrich Heine ~

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Omnivor
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Omnivor » Mo 16. Okt 2017, 11:38

Gulasch hat geschrieben:Letztens habe ich mich mit meinem finnischen Schwager unterhalten.

Er ist an der finnisch-russischen Grenze aufgewachsen, quasi mitten im Wald.
Um jetzt ab und zu dem Großstadt-Leben zu entfliehen fährt er eben dahin um sich irgendwo im Nirgendwo in völligen Ruhe zu entspannen.
Er schläft dann einfach in irgendwelchen "Hütten" (ein paar behauene Baumstämme aufgeschlichtet, keine Tür zum Schließen).
Der einzige Schutz ist ein Feuer davor.

Meine Frage nach wilden Tieren, speziell Wölfen wurde mit:" Ja, die hört man heulen. Bären gäbe es aber nicht so viele" beantwortet.

Ob er denn keine Angst hätte, wenn das Feuer aus ist und ein Wolfsrudel des Weges kommt, bzw. diese im Winter hungrig sind und die Scheu verlieren?
-"Dann ist das halt so."

Ich weiß nicht, ob das einfach nur Leichtsinn ist oder ob da die Welt wirklich noch sooo in Ordnung ist.


Ein russisches Wanderklo besteht bekanntlich aus zwei Stöcken: einen zum Abstützen und einen zum Vertreiben der Wölfe.

Im Ernst: aus dem Wolf entstand unser Haushund ja nicht ohne Grund. Im Grunde beobachten wir die Anfänge einer Gewöhnung der "scheuen" - aber eben auch intelligenten und neugierigen Wölfe, wie sie schon einmal vor einigen -zigtausend Jahren geschehen ist. Was wir vergessen zu haben scheinen: auch damals war der Umgang mit dem wilden Tier Wolf anfänglich beiderseits ein Balanceakt zwischen Aggression, Vorsicht und Neugier, und erst mit der Domestikation wurde der Wolf zum - für die anderen Nutztiere des Menschen ungefährlichen - Hund. Was die russischen Wölfe mit aller Wahrscheinlichkeit "wissen", ist, dass Menschen nicht weglaufen, sondern sich vehement verteidigen, wenn man sich ihnen nähert - der Mensch ist also noch mehr als das Wisent eine schlechte, weil wehrhafte Beute. Und genau das wird hierzulande in falsch verstandener Tierliebe falsch gemacht, vermutlich werden sogar Wölfe gefüttert.
"Wie heißt der Stand, der der veganen Umstülpung den massivsten Widerstand entgegensetzt?" "Verstand."

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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Quarry » Mo 16. Okt 2017, 14:53

Omnivor hat geschrieben: vermutlich werden sogar Wölfe gefüttert.



http://www.zeit.de/2015/14/tiere-woelfe-bedrohung

und da wohl manche Soldaten Wölfe schon gefüttert haben sollen ...


¯\_(ツ)_/¯
Oh Captain, my Captain.

Andreas Bär Läsker - der Donald Trump des Veganismus. XOND Rocks. :kotz:


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Max P
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Max P » Fr 20. Okt 2017, 20:39

Heribert analysiert: Bei der CDU/CSU genau das gleiche. Die waren mal rechtskonservativ und haben sich dann gewandelt zu einer links/grün angehauchten Hippiepartei.

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BöserWolf
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon BöserWolf » Fr 20. Okt 2017, 21:43

Der arme Schwarzkittel wollte in der Sparkasse nur ein Schwarzgeldkonto eröffnen.
Das Leben ist einfach zu kurz, um es durch Urkost zu verlängern!

Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt. (J.E. Coleridge)

Wer lästert so spät noch in Degerloch: Es ist der Läsker, der lästert noch.

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Max P
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Max P » Fr 20. Okt 2017, 22:21

Hätte er sich nicht benomen wie Sau, wäre es ihm vielleicht sogar gelungem. Aber er hatte wohl falsche Vorstellungen, wie das Schweinesystem funktioniert.
Heribert analysiert: Bei der CDU/CSU genau das gleiche. Die waren mal rechtskonservativ und haben sich dann gewandelt zu einer links/grün angehauchten Hippiepartei.

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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Habra » Fr 20. Okt 2017, 22:40

BöserWolf hat geschrieben:Der arme Schwarzkittel wollte in der Sparkasse nur ein Schwarzgeldkonto eröffnen.


Da war der Schwarzkittel aber schlecht informiert. Ca. 800 - 900 km weiter südlich (z.B. Kleinwalsertal, z.B. Zürich) ist sowas doch wesentlich sinnvoller. :rofl: :devil:
Und wer dahin ausreichend Geld bringt, kann auch eine Wildsau sein, der wird niemals nicht niedergemacht. :devil:


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