Alles Gute ist Bio

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon DauergrillerIn » Do 14. Jan 2016, 10:53

Westerwaldschrat hat geschrieben:Naja ... jede Menge Wald abholzen geht auch in Deutschland. Ob damit aber wirklich was gewonnen wäre wage ich arg zu bezweifeln. Wald ist ja nun nicht nur der Raum in dem blutrünstige Lodenlümmel ihrem Bambimeuchelhobby nachgehen. Als Wirtschaftsfaktor und Naherholungsgebiet ist der Wald ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Und wem das zu homozentrisch ist ... niedliche Tierlein wohnen da.


Das ist aber eine Endgeile Idee! Möchte die Grünen rotieren sehen, wenn die abwägen sollen zwischen Bäume abholzen (sind ja mit dem angeblichen "Waldsterben" überhaupt erst auf die politische Bühne gespült worden) und Öko-Landwirtschaft :-)
" Leben ohne Tod ist nicht denkbar. Wer das erkennt und das Töten annimmt ist zwar kein besserer Mensch als andere, doch er ist ein mündiger Mensch, ein Erwachsener in der Gesellschaft von Kindern, die den Tod leugnen."
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon DauergrillerIn » Do 14. Jan 2016, 10:55

Zaunkönigleberpastete hat geschrieben:
DauergrillerIn hat geschrieben:Dazu hatte doch schon mal einer eine Idee: "Lebensraum im Osten" ... :muell:

Stimmt, an den hatte ich jetzt gar nicht gedacht. Der hatte ein sehr effektives Mittel, die Weltbevölkerung zu reduzieren. Hätte man den weiter agieren lassen, könnte heute die Weltbevolkerung locker von einer globalen Biolandwirtschaft ernährt werden. Sogar ohne Eintopfsonntag. Vielleicht sogar biovegan. :rolleyes:


Würde auch voll zu seiner Ideologie passen...
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Westerwaldschrat » Do 14. Jan 2016, 10:58

Wir kriegen ja nicht mal mehr genug Volk zusammen um den Lebensraum im eigenen (Nord)Osten zu bevölkern. Damit hat die Volk-ohne-Raum Ideologie eigentlich ausgediehnt. Vielmehr sollten wir überlegen ob eine Rekolonialisierung der Karibik möglich wäre... immerhin sind wir heute ein Volk-ohne-Rum. ;)
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Gästin » Do 21. Jan 2016, 09:48

DauergrillerIn hat geschrieben:
Zaunkönigleberpastete hat geschrieben:
DauergrillerIn hat geschrieben:Dazu hatte doch schon mal einer eine Idee: "Lebensraum im Osten" ... :muell:

Stimmt, an den hatte ich jetzt gar nicht gedacht. Der hatte ein sehr effektives Mittel, die Weltbevölkerung zu reduzieren. Hätte man den weiter agieren lassen, könnte heute die Weltbevolkerung locker von einer globalen Biolandwirtschaft ernährt werden. Sogar ohne Eintopfsonntag. Vielleicht sogar biovegan. :rolleyes:


Würde auch voll zu seiner Ideologie passen...


Hätte er Bär Leckmich gekannt, es wäre alles anders gekommen....

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Westerwaldschrat » Mo 1. Feb 2016, 07:47

Die Unstatistik des Monats (01/2016) befasst sich diesmal mit dem Thema Glyphosat im Urin :shocked: :shocked: :shocked: :shocked: :shocked:

Wie zu erwarten wird die Panikmache Bewertung durch das Umweltbundesamt und die diversen NGO's eher abgeatscht.
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Mo 1. Feb 2016, 16:54

Georg Keckl mit einem bitterbösen Nachruf auf die weiße Weste von Schweisfurths Hermannsdorfer Landwerkstätten:
http://www.animal-health-online.de/gros ... how/30682/

(Wer den Auslöser verpasst hat: MDR FAKT: "Ist Biofleisch eine Illussion?").


Fast könnte man dem Mülln für die Aktion dankb... äh, nö. Der bleibt trotzdem ein Spinner!
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Mo 8. Feb 2016, 11:35

Zaunkönigleberpastete hat geschrieben:Georg Keckl mit einem bitterbösen Nachruf auf die weiße Weste von Schweisfurths Hermannsdorfer Landwerkstätten:
http://www.animal-health-online.de/gros ... how/30682/


http://taz.de/Tierschutzskandal-bei-Her ... /!5272180/
Wie das Bio-Unternehmen mit Kritikern umgeht, zeigt ein Brief, den das Internetportal Animal-Health-online nach einem Artikel über den Skandal erhalten hat. Darin droht ein Anwalt mit juristischen Schritten „gegen rechtswidrige Berichterstattungen“ – prophylaktisch, denn der Brief enthält keine Vorwürfe zu bereits erschienenen Texten. Offenbar weil man wusste, dass solche Drohbriefe nicht imagefördernd sind, endet das Schreiben mit dem fettgedruckten Hinweis, der Text sei nicht zur Veröffentlichung bestimmt.

:devil:
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Di 9. Feb 2016, 16:41

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definiere_gesund
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon definiere_gesund » Mi 17. Feb 2016, 10:19

Frisches Futter: Biomilch enthält gesündere Fettsäuren

und wieder mal:
...Biofleisch und Biomilch enthalten demnach rund 50 Prozent mehr ungesättigte Fettsäuren, die unter anderem den Blutfluss verbessern und die Nerven schützen sollen.

Hätt' ich mal besser das Lesen lassen sollen :gaehn:

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Di 15. Mär 2016, 22:37

https://www.novo-argumente.com/artikel/ ... nd_ist_bio
Eine neue Studie soll die Überlegenheit von Bio-Milch demonstrieren. Das gelingt ihr jedoch nicht. „Grünlandmilch“ enthält zwar mehr Omega-3-Fettsäuren, aber die Bewirtschaftungsform spielt dabei keine Rolle. Der Nutzen von Omega-3-Fettsäuren ist umstritten

Nun haben Forscher unter der Leitung von Carlo Leifert, der an der Universität Newcastle ökologische Landwirtschaft lehrt, einen neuen Versuch unternommen und behaupten, Milch und Rindfleisch aus Biobetrieben seien besser für unsere Gesundheit. Bei Spiegel Online erfahren wir, dass „tierische Bioprodukte eine deutlich gesündere Fettbilanz als ihre konventionellen Pendants“ enthalten. Speziell geht es um den höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und konjugierten Linolsäuren (CLA). [...] Der wesentliche Befund, dass Bio-Milch und Biofleisch bei Omega-3-Fettsäuren besser abschneiden, war auch bisher nicht strittig. Der Unterschied ergibt sich, leicht nachvollziehbar, aus der unterschiedlichen Zusammensetzung des Futters. Bio-Kühe essen durchschnittlich mehr Gras und genau daher stammen auch die ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Das ist in der Milchwirtschaft lange bekannt. [...] Dabei ist die Bewirtschaftungsform (bio oder konventionell) unerheblich.

Aber nehmen wir einmal an, Omega-3-Fettsäuren haben tatsächlich einen schützenden Effekt. Dann wäre es naheliegend, zu schauen, in welchen Lebensmitteln viele von diesen Fettsäuren enthalten sind. Ganz oben auf der Liste stehen fettreiche Kaltwasserfische wie Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch und Sardine. Daher die verbreitete Empfehlung, zweimal die Woche Fisch zu essen. Fisch enthält wirklich substanzielle Mengen, Milch jedoch nicht, auch nicht Bio-Milch. 100 Gramm Lachs enthalten 60- bis 90-mal mehr Omega-3-Fettsäuren, als man durch das Trinken von 200 Milliliter Bio-Milch an zusätzlichem Omega-3-Fettsäuregehalt gegenüber konventioneller Vollmilch zu sich nimmt. Der Beitrag fettarmer Milch zur Omega-3-Versorgung ist vollends vernachlässigbar. Wir haben es also mit einem sehr, sehr kleinen Vorteil zu tun. Schwerer ins Gewicht fällt da schon eher der 43 Prozent geringere Jodgehalt [der "Bio"-Milch], denn Milchprodukte sind in unserer Nahrung die wichtigste Jodquelle (abgesehen von zugefügtem Jod, etwa in Jod-Salz).


Mehr zur Studie des Prof. Leifert et al.: http://www.ncl.ac.uk/press/news/2016/02 ... lkandmeat/
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DauergrillerIn ne

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon DauergrillerIn ne » Di 15. Mär 2016, 23:47

Naja, generell gilt in der Küche: shit in - shit out, während die Ernährungswissenschaft zusammen gefasst werden kann in "nix genaues weiss man nicht".


In sofern erscheint mir schon nachvollziehbar, dass Milch von qualitativ hochwertiger gefütterten Tieren auch qualitativ besser ist. Ob Ernährungswissenschaftler da was rausfinden - ja, mei. Das nächste mal behaupten die ohnehin wieder das Gegenteil.

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Zaunkönigleberpastete
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Mi 16. Mär 2016, 00:20

DauergrillerIn ne hat geschrieben:In sofern erscheint mir schon nachvollziehbar, dass Milch von qualitativ hochwertiger gefütterten Tieren auch qualitativ besser ist.

Eben. Wäre ich Nahrungsphobiker, würde ich Weidemilch meiden und stattdessen die Milch von mit Mais und Kraftfutter gefütterten Kühen bevorzugen. :devil:

Giftiges Wasserkreuzkraut weiter im Vormarsch! Gift gelangt über Kuhmilch in die Nahrung.
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon jac.daco » Mi 16. Mär 2016, 07:41

Milch ist doch so was von baba, wir haben abgestillt.
"Die Franzosen neigen dazu sehr dünne Steaks zu grillieren, die kaum 200 Gramm wiegen. Für mich ist das Aufschnitt."
„›Bekanntlich‹ ist ein Wort, das überall da Anwendung findet, wo man nicht genau Bescheid weiß.“

Otto von Bismark,

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon BöserWolf » Mi 16. Mär 2016, 09:16

Zaunkönigleberpastete hat geschrieben:
DauergrillerIn ne hat geschrieben:In sofern erscheint mir schon nachvollziehbar, dass Milch von qualitativ hochwertiger gefütterten Tieren auch qualitativ besser ist.

Eben. Wäre ich Nahrungsphobiker, würde ich Weidemilch meiden und stattdessen die Milch von mit Mais und Kraftfutter gefütterten Kühen bevorzugen. :devil:

Giftiges Wasserkreuzkraut weiter im Vormarsch! Gift gelangt über Kuhmilch in die Nahrung.


Wie sich die Zeiten ändern. FrüherTM ging man über den Jordan, heute muss es der Bio Grande sein,
Das Leben ist einfach zu kurz, um es durch Urkost zu verlängern!

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Wer lästert so spät noch in Degerloch: Es ist der Läsker, der lästert noch.

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Rageboy » Mi 16. Mär 2016, 12:38



Das ist doch sowieso schon wieder Unfug - einfach deshalb, weil der Gehalt von ungesättigten Fettsäuren sowie Omega-Drei-Fettsäuren in der Milch sowieso gering ist. Der größte Anteil des Milchfetts besteht aus gesättigten oder bestenfalls einfach ungesättigten Fettsäuren.
Sprich: Möchte man die als "gesünder" geltenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu sich nehmen, dann sind tierische Fette, und damit auch Milchfett ohnehin die falsch Wahl.

Tierische Fette sind i.d.R. gesättigte Fette.
Möchte man mehrfach ungesättigte Fette essen, dann muss man pflanzliche Fette zu sich nehmen - und zwar kalt. Denn die Doppelbindungen der Fettsäuren (= ungesättigt) überstehen einen Erhitzungsprozess nicht. Sie werden durch Kochen oder Braten zerstört und zur Einfachbindung (= gesättigt).
Küchentechnisch bedeutet dies dann vereinfacht: Ungesättigte Fette durch kalte Speisen mit Pflanzenölen, z.B.: Salate, Mayonnaisen, Dips o.ä.
Im Übrigen sind auch nicht alle pflanzlichen Fette reich an ungesättigten Fettsäuren. Kokosfett z.B. ist, obwohl pflanzlich, besonders reich an gesättigten Fetten, auch Kakaobutter ist zu mehr als 60% gesättigt.
Gute Quellen für ungesättigte Fettsäuren sind: Distelöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Rapsöl, Kürbiskernöl, Traubenkernöl u.v.a.

Ganz albern:
Unbedingt ein "kalt gepresstes" Pflanzenöl kaufen ("weil's ja so gesund ist"), um es dann zum Braten zu verwenden - dann kann man's auch gleich lassen.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon RächerDerVerderbten » Fr 29. Apr 2016, 12:26

Gestandene Landwirte versuchen der Ilona zu erklären, wasses mit "Zwangsbesamung", "Dauerschwangerschaft", "Anbindehaltung", und dem Unterschied zwischen Meinung und Wissen auf sich hat, ihre Antworten fand ich schon...drollig.

Nachdem Ilona, Königin der Meinung, Kämpferin wider das Wissen, erst mal etliche Behauptungen aufgestellt hatte, und dafür sarkastische Sprüche erntete:

Ilona Wanda
ich geb ja zu, dass ich davon sehr wenig Ahnung habe - ich hab halt meine Meinung. Was ich von Euch allerdings total daneben finde, sind diese überheblichen frechen Äußerungen.
(...)
so ein Quatsch.... ich hab meine Meinung ... und ich trinke keine Milch, nicht aus Verzicht, sondern weil ich die einfach nicht mag.....
(...)
mein Nachbar ist Bauer „wink“-Emoticon Seine Viehaltung ist vorbildlich.... und es gibt Ställe, die sind einfach nur widerlich.... Bei Euch darf man keine Meinung haben... Meinung und Wissen sind übrigens 2 Paar Stiefel .....
(...)
Susanne Günther
Aber Meinung sollte auf Wissen basieren, oder?
· 1 Std

Ilona Wanda
eigentlich nicht... „grin“-Emoticon Eine Meinung ist eine Einstellung....
(...)
mein Denkapparat funktioniert hervorragend... ihr seid alle Pro... ich kontra.... so what ?? So ist das im Leben... nicht alle sind gleicher Meinung.
(...)
und was ist daran abfällig ? Lasst gut sein... ihr kommt mir meiner Meinung nicht klar... ich nicht mit eurem Wissen
(...)


https://www.facebook.com/photo.php?fbid ... 654&type=3

Find die Bauernseiten inzwischen richtig interessant, da echt allgemeinbildungsfördernd, und weil ich ähnlich ignorante Argumentationsmuster von Ex- Kumpels kenne, werd ich da direkt kribbelig. :aufsmaul:
Brennende Fragen der Tierethik: "Dürfen wir Tiere duzen?" Klaus Alfs

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Fr 3. Jun 2016, 16:11

Nach Umstellung auf Bio: Entlassungen bei Wursthersteller kff
Seit der Fuldaer Wurstfabrikant kff auf Bio umgestellt hat, geht es mit den Verkaufszahlen abwärts. Als Konsequenz werden 36 [von rund 200] Mitarbeiter entlassen.


Hmm, ich dachte, der Verbraucher (wer auch immer das ist) will nur noch Bio-Fleisch anstatt des pöhsen Fleisches aus der Massentierhaltung (was auch immer das ist)? Und dann sowas?
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Rageboy » Fr 3. Jun 2016, 16:36

Zaunkönigleberpastete hat geschrieben:Nach Umstellung auf Bio: Entlassungen bei Wursthersteller kff
Seit der Fuldaer Wurstfabrikant kff auf Bio umgestellt hat, geht es mit den Verkaufszahlen abwärts. Als Konsequenz werden 36 [von rund 200] Mitarbeiter entlassen.


Hmm, ich dachte, der Verbraucher (wer auch immer das ist) will nur noch Bio-Fleisch anstatt des pöhsen Fleisches aus der Massentierhaltung (was auch immer das ist)? Und dann sowas?


Eben klassisch auf das falsche Pferd gesetzt. Eine 08/15-Leberwurscht wird nicht gleich dadurch besser, indem man da jetzt "bio" aufdruckt.

Oder anders:
Käme kik auf die Idee, Karl Lagerfeld designt jetzt unsere Hosen, dann würde das auch nicht funktionieren. Die einen würden es nicht kaufen, weil sie nicht bei kik kaufen (und das Label Lagerfeld dann keine Exklusivität mehr hat) und die anderen nicht, weil die Hosen nun das Dreifache kosten (und ihnen das Label Lagerfeld schnurz ist).
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon DG ne » Fr 3. Jun 2016, 22:33

Naja,

Erst hat offenbar der Hauptkunde gekündigt, warum auch immer, dann kam bio, dann viele andere. Mist verkauft sich halt nicht.

Hättense mal auf vegan umgestellt. Die kaufen jeden Dreck.

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Mi 22. Jun 2016, 08:21

Bio boomt auch in den USA, schreibt die Frankfurter Rundschau. Mit mittlerweile sagenhaften 5 % am Gesamtlebensmittelmarkt. Finanziell gesehen. Mengenmäßig dürften es dann noch viel sagenhaftere 2,5 % sein.

Und, oh Schreck: Die USA, weltgrößter Exporteur von Mais und zweitgrößter Exporteur von Soja, muss einen Großteil der Bio-Futtermittel importieren. Aus Rumänien beispielsweise. Oder der Ukraine. Oder Indien.

Der Schuldige ist natürlich gleich ausgemacht: Die pöhse Gentechnik, die alles kontaminiert, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Dass großflächiger Bio-Anbau (für den gerade Mais und Soja wegen der langsamen Jugendentwicklung der Pflanzen denkbar ungeeignet sind) zu marktüblichen Preisen nur mit Schmu funktioniert und sich eben deshalb zunehmend auf Länder konzentriert, in denen es keine Übersetzung des Wortes "Kontrolle" gibt, kann ja gar nicht sein.

http://www.fr-online.de/wirtschaft/-ein ... 87168.html
Nach Zahlen des amerikanischen, auf Öko-Markt-Daten spezialisierten Büros Mercaris mussten die US-Öko-Bauern im vergangenen Jahr 22 Prozent des Bio-Maises und sogar 75 Prozent der Bio-Soja einführen. Tendenz: steigend.
[...]
Und wo kauft der weltweitgrößte Soja-Erzeuger das Tierfutter ein, damit eine wohlhabende Schicht von US-Bürgern Öko-Milch trinken und Öko-Fleisch kauen kann? Mais kommt überwiegend aus Rumänien und der Türkei, Soja aus der Ukraine und Indien.
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Schrauber2 » Mi 22. Jun 2016, 13:39

Mais kommt überwiegend aus Rumänien und der Türkei, Soja aus der Ukraine und Indien.

Bio ist, wo Bio draufsteht. Ist ganz einfach. Den Amis ist das doch völlig Wumpe, Hauptsache es existiert ein Schriebs, den sie vorzeigen können. Kontrolliert doch (dort) eh keiner. Dieser ganze Bio-Schmuh ist eh eine Seuche.

Gästin

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Gästin » Mi 22. Jun 2016, 15:24

Ich denke das hat weniger mit mangelnder Kontrolle zu tun, das klappt ja auch mit chinesischen Produkten, wenn man die entsprechend überwacht und testet und das passiert.

Sicher wird viel Betrogen und ist Bio an sich der größere Betrug, aber trotzdem bin ich sicher das die Labels und Abläufe durchaus eingehalten werden. Auch US BIo wird seine eigenen staatlichen Mindestbiostandarts haben wie die EU und diese kann man schon einhalten und muss das auch. Tests sind nicht so teuer. Es sei denn keiner hätte Interesse etwas zu wissen, dann könnten sie aber gleich US Ware verwenden und ein Phantasielabel nutzen.

Insofern, denke schon das das erstmal koscher läuft, so wie das Siegel es vorgibt. Es geht m. E. nicht um Länder mit weniger Kontrolle, sondern um Länder in denen Arbeitskraft billig ist und insgesamt der Anbau und das Land nix kost, weil nur so Bio möglich ist. Warscheinlich will man auch GMO frei kaufen, das geht dann halt nur noch dort, wo GMO nicht zugelassen ist / nicht angebaut wird. (..btw was machen die eigentlich wenn GMO breitflächig umgesetzt ist ? :grin: )

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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Mi 22. Jun 2016, 18:25

Gästin hat geschrieben:aber trotzdem bin ich sicher das die Labels und Abläufe durchaus eingehalten werden.

Ja, klar.

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-643491.html (12/2011)
Im norditalienischen Verona hat die Polizei 2 500 t falsch deklarierte Öko-Waren wie Weizen, Sojabohnen, Mehl und Obst beschlagnahmt, die nur ein Bruchstück eines neuen Großbetrugs sind. So soll eine Fälscherbande seit 2007 mehr als 700 000 t konventionell hergestellte Lebensmittel umdeklariert und teuer als Bio-Ware exportiert haben, u.a. auch nach Deutschland.


http://www.taz.de/!5069220/ (04/2013)
hat die Staatsanwaltschaft in der mittelitalienischen Stadt Pesaro vergangene Woche stolze 1.500 Tonnen Mais aus der Ukraine und Moldau sowie 30 Tonnen Soja aus Indien, dazu Leinsamen und Weizen beschlagnahmt. Als Bioware waren die vor allem für den Verkauf als Futtermittel vorgesehenen Lieferungen in Italien deklariert worden, waren aber in Wirklichkeit stark pestizidbelastet. Zudem fanden Chemiker in der Ware gentechnisch veränderten Mais.
[...] Das Geschäftsmodell war recht simpel. Vor allem in der Ukraine und Moldau kauften die Importeure die falsche Bioware an; in die EU wurde sie über ein auf Malta tätiges, jedoch von Italienern geführtes Unternehmen geschleust; zwei Kontrollstellen in Fano an der Adriaküste und auf Sardinien sollen dann die falschen Biozertifikate geliefert haben.


http://taz.de/Skandal-um-angebliches-Bi ... /!5027182/ (12/2014)
Zwei Handelsfirmen aus Rumänien haben nach taz-Recherchen rund 5.500 Tonnen konventionelles Getreide und ebensolche Ölsamen als Bio-Ware verkauft – unter anderem nach Deutschland. Das entspricht der Ladung von ca. 220 Lkw-Sattelzügen, die etwa zu Sonnenblumenöl und Mehl verarbeitet wurde.


http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 68362.html (02/2015)
In Italien [...] beschlagnahmte die Polizei mehr als 2 200 t Getreide im Wert von fast 3 Mio Euro und verhaftetet 35 Personen in verschieden Teilen des Landes.
[...] Der Betrügerring hatte vor allem konventionell angebaute Sojabohnen, Mais und Weizen aus Moldau, der Ukraine, Kasachstan und Rumänien importiert und dann als Bioware umdeklariert. Dabei handelte es sich vor allem um Futtermittel, aber auch um einige Chargen für die Lebensmittelproduktion. Die Beschuldigten sollen seit dem Jahr 2010 auf dem italienischen Markt mit großen Mengen an Bioware aufgetreten sein. Von den Falschlieferungen sind laut Coldiretti 45 000 Landwirte betroffen.


http://bio-markt.info/berichte/hunderte ... ttert.html (02/2016)
Bioland/Naturland-QS und Goete haben zusammengezählt, dass Agrocov [Rumänien] 2014 zwischen 8.000 und 10.000 Tonnen Sonnenblumenkerne verkauft haben muss. Ausgewiesen hatte der Erzeuger aber laut den Unterlagen seiner Kontrollstelle nur 2.000 Hektar Anbaufläche. Mit Bio lassen sich solche Menge nicht ernten.
[...]
Ein Vertreter einer Landeskontrollbehörde versteht die Untätigkeit angesichts der offensichtlich voll-konventionellen Produktion nicht und zitiert aus dem Agrocov-Kontrollbericht: „During the opening meeting, the farm manager said to our inspector: "Organic farming without using chemical inputs is not possible. You just have to make sure you use chemicals of low residuality."


Nur so als Beispiele.
Es ist schon eine große Verführung, wenn sich mit einem einfachen Stempel den Wert einer LKW- oder gar einer Schiffsladung mal eben verdoppeln lässt.
»Fleischkonsum macht aggressiv und fördert Verblödung, macht stumpf und hart.« Christian Vagedes

Gästin

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Gästin » Mi 22. Jun 2016, 20:06

Ja, das ist aber nicht der Betrug des Labels sondern das Label Bio selbst wird betrogen - der Bauer schon durch die Futterlieferung abgezockt. Das heißt aber noch lange nicht, das in Bereichen, in denen Bio produziert wird automatisch betrogen wird.

Umdeklarierte Ware gibts ja überall. Billiger Schinken als Parma verkauft oder z.b. Kaffee gepanscht wird. Das betrifft nicht Bio allein. Desto teurer das Lebensmittel, desto warscheinlicher wird man beschissen.

Das Ausmaß würde mich auch mal interessieren. Ob man dazu mal Studien/Daten findet, wieviel % der Bioware tatsächlich Bio ist und wieviel da getürkt sein könnte.

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jac.daco
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Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon jac.daco » Mi 22. Jun 2016, 20:12

Gästin hat geschrieben:Ja, das ist aber nicht der Betrug des Labels sondern das Label Bio selbst wird betrogen - der Bauer schon durch die Futterlieferung abgezockt. Das heißt aber noch lange nicht, das in Bereichen, in denen Bio produziert wird automatisch betrogen wird.

Ich glaube da besteht ein Trugschluß. Die allermeisten Label sind nichts weiter als eine Art von Ablasshandel. Die Vielzahl der Label zeigt nur, daß sich sehr viele an diesen gut gefüllten Trog drängeln.
"Die Franzosen neigen dazu sehr dünne Steaks zu grillieren, die kaum 200 Gramm wiegen. Für mich ist das Aufschnitt."
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