Alles Gute ist Bio

Mythen und Fakten
Forumsregeln
Bitte benehmt euch halbwegs! Wenn ihr einen Beitrag gar nicht ertragen könnt, meldet ihn mit dem Ausrufezeichen rechts oben im Beitrag und begründet, was wieso gelöscht werden soll. Oder schickt uns eine Mail an kontakt at antiveganforum.com..
ActOfGod ne

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon ActOfGod ne » Mi 17. Sep 2014, 15:15

Da fällt mir der alte Witz ein:

Mein Nachbar, der Biobauer, der hat Weizen wie Telegraphenmasten



Nicht so dick aber so weit auseinander.

Benutzerinavatar
tori
Großwildjägerin
Beiträge: 1830
Registriert: Do 21. Nov 2013, 21:58

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon tori » Mi 17. Sep 2014, 15:48

>>>>ich bin nicht Dein Dienstleister und kein TAZ Mitarbeiter, daher frage die TAZ woher sie die Daten hat<<<<

HÄ?
Betreibst Du jetzt Beweislastumkehr? Mal als Hinweis ins schweinslederne Notizbüchlein: Wer behauptet, der belegt!
Du stellst hier eine steile These auf, und dann bringst Du die TAZ als Quelle, gehts noch?
Und Deine zweite Quelle bringt mich zu einer Seite, die ein Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. betreibt.
Natürlich völlig unparteiisch.....
Mal abgesehen von der TAZ, die ja auch in allen Fragen der Landwirtschaft und der Tierhaltung aber sooooowaaaas von kompetent ist.Kommt da noch was?
Liebe Eso-Deppen und Aluhut-User,

Seid versichert: das Leuchten in Euren Augen ist nur das Licht der Sonne, welches durch Eure hohle Birne scheint.
von @ nochsoeine

JoesFleischsalat
Robbentöterin
Beiträge: 2947
Registriert: Fr 4. Nov 2011, 18:58

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon JoesFleischsalat » Mi 17. Sep 2014, 15:55

JoesFleischsalat hat geschrieben:
Bio Bauer hat geschrieben:
hubers hat geschrieben:
Bodenerosion und rasant ansteigender Verlust von ackerfähigen Böden

Wo, in Deutschland? Mit Sicherheit nicht. Ausser man Pflügt hirnlos und benutzt wie in einem von dir geposteten Bild einen asphaltierten Weg als Vorgewende.
Deine Behauptung stimmt für die Schwarzbrache. Schon mal etwas davon gehört? Weist du überhaupt weshalb die an welchen Stellen angewendet wird und vorallem warum?



Hast dus jetzt endlich kapiert?



Kollege, mit Rechthaberei kommst du gerade hier bei uns nicht weiter. Er hat einen Ausschlussparagraphen formuliert. Es ist eben schwer nachzuvollziehen, warum deiner einer z. B. mit der recht überschaubaren Lesekompetenz hier so eine Welle schiebst.

Benutzerinavatar
Vormund
Kopfschlachterin
Beiträge: 6269
Registriert: Mo 19. Apr 2010, 08:52

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Vormund » Mi 17. Sep 2014, 16:12

Biobauer hat geschrieben:...Fakt bleibt: auch heute gibt es in D Bodenerosion, was ja Hubers angezweifelt hat....


:grin: die Alpen sind gerade dran, den Schwarzwald haben die Konvis schon fast platterodiert...
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

Benutzerinavatar
Vormund
Kopfschlachterin
Beiträge: 6269
Registriert: Mo 19. Apr 2010, 08:52

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Vormund » Mi 17. Sep 2014, 16:20

JoesFleischsalat hat geschrieben:Kollege, mit Rechthaberei kommst du gerade hier bei uns nicht weiter. Er hat einen Ausschlussparagraphen formuliert. Es ist eben schwer nachzuvollziehen, warum deiner einer z. B. mit der recht überschaubaren Lesekompetenz hier so eine Welle schiebst.


Die Erosionskarten sind interessant.
Besonders die mit der Winderosion deckt nicht unbedingt den Text... im Text wird über die großen Landwirtschaftlichen Betriebe der exDDR als Grund der Erosion geklagt, aber der gelbe Streifen auf der Karte zieht sich elegant bis tief in den Westen. Aber die Lüneburger Heide war sicher ein Projekt des KIM :devil:
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

Benutzerinavatar
Ute Wohlrab
Walharpuniererin
Beiträge: 3564
Registriert: So 30. Dez 2012, 21:21

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Ute Wohlrab » Mi 17. Sep 2014, 17:42

Merapi hat geschrieben:Warum bilden sich die Ökos ein, dass es früher alles so toll war, so mit Pferden vorm Pflug usw.


Die kapieren halt nicht, daß es nicht rein zufällig heißt "arbeiten mit dem Pferd" - und nicht etwa "maulaffenfeilhalten mit dem Pferd".

Der Ökodorf-Depp kam mir nicht vor, als hätte er den Unterschied verstanden. Davon, daß man 3 junge Kaltblüter auf die Koppel stellt, hat man die noch lange nicht eingefahren oder gar mit ihnen gearbeitet. Aber das kriegt der schon noch kapiert. Schaden soll ja klug machen.

Zu den Totlegern: wie gesagt: ich habe eine imposante Warteliste, sowohl für Küken als auch für Eier. So viele Hennen will ich gar nicht halten... und dabei erhalte ich diese alte Zuchtrichtung. Die sind wirklich schön, die Livländer, ich besuche sie von Zeit zu Zeit einfach so, um im Stall zu stehen und ihnen zuzuschauen.
Manuela Frey Also wenn das Huhn das Ei legt und ein Hahn es dann befruchtet wird es ein Küken? Sorry aber ich hab mich noch nie damit beschäftigt

ANDI Läsker Ein Ei ist sozusagen eine externe Gebärmutter.
Fundstelle: Andreas Bär Läsker / FB

JoesFleischsalat
Robbentöterin
Beiträge: 2947
Registriert: Fr 4. Nov 2011, 18:58

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon JoesFleischsalat » Mi 17. Sep 2014, 20:48

Klar sind die Karten interessant. Sie sind aber nur ein Beispiel für leider nicht so seltene menschliche Blödheit, mit der auch jemand vom Fach offenbar so nicht gerechnet hat. Deswegen der Paragraph. Mich nervt dieses Draufrumgereite nur um iwie Recht zu behalten von diesem Typen.

Benutzerinavatar
hubers
Pescetarierin
Beiträge: 93
Registriert: Fr 3. Jan 2014, 20:40

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon hubers » Mi 17. Sep 2014, 21:30

JoesFleischsalat hat geschrieben:Dann darf ich dich doch um eine Modellrechnung für besagte Rasse bitten, da du offenbar vom Fach bist.
Nehmen wir einfach mal an, der Kunde hat ein Interesse, an einer nachhaltigen, dennoch modernen Haltungsform dieser Rasse.
Und bezieh einfach mal neben dem Eierpreis auch die Kosten für Fleisch vom Weidhuhn/hahn und deren Erlös ein.
Die Marketingschiene wird hier im Moment in dieser Richtung auch ausgebaut.
Paderborn ist eben erstklassig. ;)


Ich schrieb
hubers hat geschrieben:Einen Landwirt der mit diesen Hühnern Eier produziert in den sicheren Bankrott zu führen falls der Kunde nicht bereit ist die notwendigen höheren Eierpreise zu bezahlen? Und dies Bereitschaft nicht in Umfragen kundtut sondern auch an der Kasse.


Derzeit liegt der Eierpreis für die M-Klasse (Klasse die am meisten gekauft wird) bei ca. 10 Cent (http://www.proplanta.de/Markt-und-Preis ... 85796.html). Davon kannst du mindestens 3 - 4 Cent abziehen und dann kommst du auf den Preis den die Packstelle dem Landwirt bezahlt.

Da die Totleger ein Zweinutzungshuhn sind aber die Legeleistung und Mastleistung negativ korreliert sind, ist nicht nur der Futterverbrauch pro Ei höher (da höherer Erhaltungsbedarf aufgrund von mehr Fleischmasse) sondern auch die Zunahmen der Masthähne deutlich schlechter (15 Wochen vs. 4 Wochen).
Der höhere Preis fürs Schlachthuhn nach der Legeperiode kann diesen höheren Futterverbrauch bei weitem nicht ausgleichen (Preise Einzelhandel irgendwo zwischen 1-2 Euro)

Nichts desto trotz finde ich es super wenn es Produzenten in Paderborns Umgebung gibt die diese Rasse vernünftig halten und die auch die Kunden finden die höhere Preise bezahlen wollen und können.
Erhalt durch Nutzung ist besser als alle andere Erhaltungsformen.
Doch nicht vergessen die Rasse wird sich dann auch durch Zucht verändern.

Kurz habe ich noch gedacht das es sich hierbei vielleicht um das neue Zweinutzungshuhn von Lohmann handeln könnte. Doch dies ist nicht so.
Dabei fand ich folgende Info sehr amüsant.http://de.wikipedia.org/wiki/Lohmann_Tierzucht
Lohmann arbeitet seit einigen Jahren gemeinsam mit dem Anbauverband Demeter an der Entwicklung eines so genannten Zweinutzungshuhn,[

Benutzerinavatar
hubers
Pescetarierin
Beiträge: 93
Registriert: Fr 3. Jan 2014, 20:40

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon hubers » Mi 17. Sep 2014, 22:03

Biobauer hat geschrieben:ich habe kapiert dass da steht: man sollte, man müsste, man könnte.... Fakt bleibt: auch heute gibt es in D Bodenerosion, was ja Hubers angezweifelt hat....

Du erbärmlicher Wicht. Willst du jetzt auch noch die natürliche Bodenerosion den konventionellen Landwirten unterschieben? Nur fürs Protokoll: Bodenerosion ist natürlich und ist Natur. Diese natürliche Erosion muss man von der menschengemachten Erosion abziehen.
Deine SRI_Methode hat im übrigen eine sehr hohe Erosion zur Folge. Aber solche Fakten verwirren deine veganen Kosmos nur. Diese Methode ist auch nicht super neu oder innovativ [wobei wenn sie Kleinbauern in Asien und Afrika ein höheres Einkommen beschert im Vergleich zu traditionellen Anbaumethoden dann ist sie dort sehr gut - aber die Emision von green house gases werden dadurch sicher nicht geringer sondern eher das Gegenteil wird der Fall sein]. Auf Deutsch nennt sich das Einzelkornsaat. Und jetzt wird es interessant. Das funktioniert nicht mit jeder Sorte und nicht für jeden Standort. Aber du bist sicher nicht in der Lage zu erklären warum dies so ist.
Du hast keine Ahnung aber eine verdammt große Klappe.
Mulchsaat, No Till, Strip Till sind im übrigen alles Methoden die nicht oder nur sehr eingeschränkt (Mulchsaat) in der Biolandwirtschaft möglich sind.
Vorallem woher willst du wissen das dieser Acker in MeckPomm nicht auch ein Biofeld war. Schau dir doch einmal die Bundesweiten durchschnittlichen Betriebsgrößen Bio vs. Konv. an.
Im übrigen wird durchaus auch im Sinne des vermeintlichen Naturschutzes Bodenerosion gezielt betrieben. Zum Beispiel der 100 ha große Kahlschlag im Norden + Abtrag des A-Horizonts.
Und wie ist denn die Lüneburger Heide entstanden? Heute aufwendig geschützt vor der Natur die ohne menschliche Eingriffe einfach wieder Wald daraus machen würde.
Noch etwas du Spinner. Wenn du möglichst wenig Bodenerosion willst dann sind deine Phantastereien alá kein Tier schlachten aber so richtig daneben. Denn dies würde bedeuten viel Grünland und Gras kann wer nutzen?
Für mich und viele andere wäre das :essen: . Aber für dich? :baeh: :rofl:
Aber das schöne hier bei Antivegan ist das man durchaus eine härtere Gangart einschlagen kann ohne das irgendwelche vegane Löschvinger vüten (wie z.B. facebookauftritt von Butenland wo du gerne Hetze gegenüber Nutztierhalter betreibst

Benutzerinavatar
Ute Wohlrab
Walharpuniererin
Beiträge: 3564
Registriert: So 30. Dez 2012, 21:21

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Ute Wohlrab » Mi 17. Sep 2014, 22:18

hubers hat geschrieben:Erhalt durch Nutzung ist besser als alle andere Erhaltungsformen.
Doch nicht vergessen die Rasse wird sich dann auch durch Zucht verändern.


Nein. Wird sich nicht verändern.

Ich erhalte die Alt-Tori Pferde (seit ca. 2 Jahren mit eigenem Zuchtbuch, 10 Jahre gegen den Strom des gewünschten Umzüchtungsprozesses hier) und habe das Zuchtprogramm selbst verfaßt: Genpool bis 1945 und danach nur die extrem ähnlichen Alt-Hannoveraner (festgelegt auf bestimmte Vererber) bis zu 25 % zugelassen. Wir haben das große Glück, durch die Sowjet-Abschottung auf sehr gutes und weit gefächertes Genmaterial zurückgreifen zu können. Da wird sich eventuell durch bessere Fütterung etwas in Bezug Robustheit / Lebensleistung / Fertilität ändern, aber an den Pferden nichts.

Ebenfalls habe ich bereits mit 2 Bauern konkrete Absprachen bezüglich Livländer-Erhalts. Wir haben keine Registrierung (eine solche ist in Estland nicht "erwünscht" - das werde ich also mal die nächsten Jahre abklopfen), aber wir haben ein gemeinsames Ziel: Gockel-Rotation, geschlossener Genpool, kontrollierter Verkauf. Keiner von uns zielt auf Legeleistung oder Fleisch ab, für uns alle sind die Livländer ein tolles Hobby, für das wir nicht / nicht viel draufzahlen müssen.

Wie gesagt: meine Kunden zahlen gerne viel für die Eier, ich habe eine Warteliste für Junghennen, die wahrscheinlich 40 Euro / Stück kosten werden. Meine Interessenten sind damit einverstanden und bereit, das zu zahlen. Es werden ausschließlich Hennen verkauft, keine Hähne - zumindest in den ersten Jahren, bis sich ein wirklich beständiges Interesse ergibt - ich kenne meine Esten, da wird sonst jeder dahergelaufene Federwisch zum Livländer deklariert, weil man damit ja plötzlich "reich" werden könnte. Daher werde anfangs ich das Monopol halten. Das geht schon.
Manuela Frey Also wenn das Huhn das Ei legt und ein Hahn es dann befruchtet wird es ein Küken? Sorry aber ich hab mich noch nie damit beschäftigt

ANDI Läsker Ein Ei ist sozusagen eine externe Gebärmutter.
Fundstelle: Andreas Bär Läsker / FB


Benutzerinavatar
BöserWolf
AVA Offiziöse
Beiträge: 8435
Registriert: Mi 21. Apr 2010, 02:22

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon BöserWolf » Do 18. Sep 2014, 02:09

Ganz schön blöd, Pflaumen mit Orangen zu verwechseln!
Das Leben ist einfach zu kurz, um es durch Urkost zu verlängern!

Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt. (J.E. Coleridge)

Wer lästert so spät noch in Degerloch: Es ist der Läsker, der lästert noch.

Henry n.e.

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Henry n.e. » Do 18. Sep 2014, 09:25

Nein. Wird sich nicht verändern.

Man kann keine generative Vermehrung betreiben, ohne den genetischen Status quo zu verändern. Man halbiert und kombiniert schließlich die Erbinformation der Eltern neu, da ist Verlust nicht zu vermeiden. Und eine Rasse/Sorte ist eben nicht genetisch einheitlich (außer mal die Kartoffeln oder andere vegetativ vermehrte Pflanzen). GEHT NICHT.

Benutzerinavatar
Vormund
Kopfschlachterin
Beiträge: 6269
Registriert: Mo 19. Apr 2010, 08:52

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Vormund » Do 18. Sep 2014, 09:41

Henry n.e. hat geschrieben:
Nein. Wird sich nicht verändern.

Man kann keine generative Vermehrung betreiben, ohne den genetischen Status quo zu verändern. Man halbiert und kombiniert schließlich die Erbinformation der Eltern neu, da ist Verlust nicht zu vermeiden. Und eine Rasse/Sorte ist eben nicht genetisch einheitlich (außer mal die Kartoffeln oder andere vegetativ vermehrte Pflanzen). GEHT NICHT.


Die Erfahrung haben andere Zuchtverbände schon gemacht... irgendwann wird Blutauffrischung betrieben (werden müssen).
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

Benutzerinavatar
Ute Wohlrab
Walharpuniererin
Beiträge: 3564
Registriert: So 30. Dez 2012, 21:21

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Ute Wohlrab » Do 18. Sep 2014, 10:56

Vormund hat geschrieben:
Henry n.e. hat geschrieben:
Nein. Wird sich nicht verändern.

Man kann keine generative Vermehrung betreiben, ohne den genetischen Status quo zu verändern. Man halbiert und kombiniert schließlich die Erbinformation der Eltern neu, da ist Verlust nicht zu vermeiden. Und eine Rasse/Sorte ist eben nicht genetisch einheitlich (außer mal die Kartoffeln oder andere vegetativ vermehrte Pflanzen). GEHT NICHT.


Die Erfahrung haben andere Zuchtverbände schon gemacht... irgendwann wird Blutauffrischung betrieben (werden müssen).


Für Blutauffrischung sieht der Alt-Tori Verband programmgemäß Alt-Oldenburger / Ostfriesen vor, die vor 100 Jahren schon einmal eingekreuzt wurden und dem Typus von damals noch sehr gut entsprechen. Es geht. Aber man darf keine "Verbesserung" anstreben.
Manuela Frey Also wenn das Huhn das Ei legt und ein Hahn es dann befruchtet wird es ein Küken? Sorry aber ich hab mich noch nie damit beschäftigt

ANDI Läsker Ein Ei ist sozusagen eine externe Gebärmutter.
Fundstelle: Andreas Bär Läsker / FB

Henry n.e.

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Henry n.e. » Do 18. Sep 2014, 11:37

eine Rasse ist niemals statisch fest. Man kann natürlich versuchen, dem Ideal der Rasse nahezukommen, aber man kann eine Rasse nicht absolut gleich halten, ohne dass man klont. Phänotypisch geht das sicherlich, aber genotypisch niemals nicht. Und ohne Zuchtziele (die natürlich auch so gesteckt sein können, dass man einen Idealtyp vor Augen hat, wie ein Huhn dass man von früher kannte) wird jede Rasse auseinanderdriften. Sicherlich sehr viel langsamer, als wenn ich auf die Leghornhenne einen Dorkinghahn drauf lasse, aber man kann Rassen nicht so erhalten, wie sie im Moment sind.

Benutzerinavatar
Cobalamin
Hamsterquälerin
Beiträge: 1342
Registriert: Di 1. Mär 2011, 12:14

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Cobalamin » Do 18. Sep 2014, 19:17

BöserWolf hat geschrieben:Ganz schön blöd, Pflaumen mit Orangen zu verwechseln!


Aber mal wirklich.
Zumal die doch durch ihre gelbe Fabe und typische Krümmung leicht zu erkennen sind!
Wenn da nun das "hochwertige" tierische Eiweiß zu lange drin liegt, dann verwest es in unserem Darm weiter, weil es nicht schnell genug raus kann.
Schonmal "Aktivia-Reklame" gesehen? Genau ! Stoff des Biologieunterrichts.

Siri"caruso"

hubers ne

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon hubers ne » Fr 19. Sep 2014, 22:19

Ute Wohlrab hat geschrieben:
hubers hat geschrieben:Erhalt durch Nutzung ist besser als alle andere Erhaltungsformen.
Doch nicht vergessen die Rasse wird sich dann auch durch Zucht verändern.

Nein. Wird sich nicht verändern.

Beljajew rotiert in seinem Grabe
http://de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Kon ... h_Beljajew

Benutzerinavatar
Zaunkönigleberpastete
Lammschächterin
Beiträge: 3469
Registriert: Do 8. Aug 2013, 17:54

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Di 7. Okt 2014, 23:45

Ich bin gerade in der TAZ-Vorankündigung des "Wir haben es satt"-Kogresses über diesen Kommentar gestolpert:
ko99421
02. 10. 2014, 16:15

Wir sind satt und wollen jetzt Spiele – würde besser passen.
Bio ist kein Ausweg sondern eine ökologische Katastrophe. Laut AMI lag der Bio-Anteil 2013 bei „fetten“ 3,77% vom Umsatz. Bei im Schnitt wohl doppeltem Preis liegt der Mengenanteil dann bei ca. 2%. Und dafür werden 6% der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Bio bewirtschaftet.
Komplett Bio ließe die landwirtschaftliche Produktion um 2/3 sinken. Mit dem Ergebnis, dass wir nicht etwa weniger essen sondern massiv die Lebensmittelmärkte der 3. Welt leer kaufen.
Nur gut, dass die Masse nicht auf diese mediale Öko-Propaganda in Endlosschleife hereinfällt, denn ein Mengenanteil von 98% lässt sich kaum mit „zu wenig Geld“ begründen.
»Fleischkonsum macht aggressiv und fördert Verblödung, macht stumpf und hart.« Christian Vagedes

Benutzerinavatar
Henry
Hamsterquälerin
Beiträge: 1048
Registriert: Mo 14. Mai 2012, 14:00

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Henry » Sa 11. Okt 2014, 09:32

Ich weiß nicht, obs schonmal da war:
http://www.taz.de/Kongress-gegen-Agrarindustrie/!147123/
Vegane Aktivisten gehen zunehmend auf Distanz zur Bewegung für eine alternative Landwirtschaft. Das zeigte sich beim ersten „Wir haben es satt“-Kongress, den die Organisatoren der Demonstrationen gegen die Agrarindustrie unter dem selben Motto am Wochenende in Berlin veranstaltet haben.
In all den Jahren, die das Forum besteht ist schon mehrmals auch und gerade von Brigitte immer mal wieder verständnisvoll auf andere Meinungen reagiert worden. (Marianne B.)

Benutzerinavatar
Skeptiker
Robbentöterin
Beiträge: 2699
Registriert: Di 13. Nov 2012, 23:17

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Skeptiker » Sa 11. Okt 2014, 14:03

Henry hat geschrieben:Ich weiß nicht, obs schonmal da war:
http://www.taz.de/Kongress-gegen-Agrarindustrie/!147123/
Vegane Aktivisten gehen zunehmend auf Distanz zur Bewegung für eine alternative Landwirtschaft. Das zeigte sich beim ersten „Wir haben es satt“-Kongress, den die Organisatoren der Demonstrationen gegen die Agrarindustrie unter dem selben Motto am Wochenende in Berlin veranstaltet haben.



Im Zeitungsmeldungen-Thread, ja.
Mein Kommentar dazu
viewtopic.php?f=4&t=7340&p=300375&#p300375
"Natürlich möchte kein Tierrechtler, dass seine Idee so zu Ende gedacht wird, denn dann erwiese sie sich ja als die Idiotie, die sie ist."
- Eckhard Fuhr.

Benutzerinavatar
Westerwaldschrat
Grillsportlerin
Beiträge: 289
Registriert: Di 11. Sep 2012, 12:20

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Westerwaldschrat » Mi 15. Okt 2014, 08:51

Kapitalismus macht satt proklamiert Armin Peter bei der Achse des Guten. Der Artikel äußert sich auch zu Bio-Produktion:
Armin Peter zitiert die UN und hat geschrieben:Regionaler Öko-Landbau hat demnach seit 1990 den Hunger in der Welt nicht gelindert. Vielmehr sind moderne landwirtschaftliche Methoden und ein effizienterer Umgang mit Ressourcen (inklusive Einsatz von Pestiziden) dafür verantwortlich, dass immer mehr Menschen genug auf dem Teller haben.
"Gut sein ist vornehm. Aber anderen beibringen, wie man gut ist, ist noch vornehmer – und strengt weniger an."
Mark Twain

Benutzerinavatar
Skeptiker
Robbentöterin
Beiträge: 2699
Registriert: Di 13. Nov 2012, 23:17

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Skeptiker » Mi 15. Okt 2014, 09:27

Westerwaldschrat hat geschrieben:Kapitalismus macht satt proklamiert Armin Peter bei der Achse des Guten. Der Artikel äußert sich auch zu Bio-Produktion:
Armin Peter zitiert die UN und hat geschrieben:Regionaler Öko-Landbau hat demnach seit 1990 den Hunger in der Welt nicht gelindert. Vielmehr sind moderne landwirtschaftliche Methoden und ein effizienterer Umgang mit Ressourcen (inklusive Einsatz von Pestiziden) dafür verantwortlich, dass immer mehr Menschen genug auf dem Teller haben.


Nicht weiter verwunderlich, aber siehe dazu meine Frage hier:
viewtopic.php?f=12&t=10691

Im Detail kann man auch noch nachfragen, ob industrielle Landwirtschaft (1) insofern nachhaltig ist, dass Böden dauerhaft so bearbeitet werden können, und (2) ob sie nicht dazu führt, dass Kleinbauern / Selbstversorger verdrängt werden und in prekäre Verhältnisse geraten.
"Natürlich möchte kein Tierrechtler, dass seine Idee so zu Ende gedacht wird, denn dann erwiese sie sich ja als die Idiotie, die sie ist."
- Eckhard Fuhr.

Benutzerinavatar
Vormund
Kopfschlachterin
Beiträge: 6269
Registriert: Mo 19. Apr 2010, 08:52

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Vormund » Mi 15. Okt 2014, 09:44

Skeptiker hat geschrieben:Im Detail kann man auch noch nachfragen, ob industrielle Landwirtschaft (1) insofern nachhaltig ist, dass Böden dauerhaft so bearbeitet werden können, und (2) ob sie nicht dazu führt, dass Kleinbauern / Selbstversorger verdrängt werden und in prekäre Verhältnisse geraten.


Nur zu (2): ist Kleinbauer/Selbstversorger per Definition Subsistenzwirtschaft, d.h. prekäres Verhältnis?
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

Benutzerinavatar
Westerwaldschrat
Grillsportlerin
Beiträge: 289
Registriert: Di 11. Sep 2012, 12:20

Re: Alles Gute ist Bio

Beitragvon Westerwaldschrat » Mi 15. Okt 2014, 11:06

Zu deinen speziellen Zusatzfragen:

Skeptiker hat geschrieben:ob industrielle Landwirtschaft
(1) insofern nachhaltig ist, dass Böden dauerhaft so bearbeitet werden können


Ist die landwirtschaftliche Produktionsweise in Europa nicht bereits seit der Erfindung des Kunstdüngers auf dem Weg zur "industriellen Landwirtschaft"?
Dabei wäre zuerst zu klären was überhaupt "industrielle Landwirtschaft" ist. In Analogie zu Zaunkönigleberpastetes Link zur Massentierhaltung könnte man als Merkmale anführen:

- Betriebsgröße (Einsatz von Boden, Viehbesatz)
- Spezialisierung
- Einsatz von Arbeit
- Einsatz von Kapital in Form von Anlagevermögen
- Einsatz von Kapital in Form von Hilfsstoffen
- Einsatz von Zuchtergebnissen (unabhängig von deren zustandekommen)

ich Versuche hier sehr allgemein zu formulieren, so dass einige der in den Ausführungen von Breitschuh, Müller, Jäkel und Boettcher ohne weiteres gar nicht übernommen werden können, da sie viehzuchtspezifisch argumentierten.

- Betriebsgröße: Fläche kann nicht als Maßstab dienen, da es Intensivtierhaltungsbetriebe gibt, die ohne Flächen auskommen. Lediglich Spartengenau ließen sich hier Grenzen ziehen, die aber zu den selben Problemen führen, die es bei der Definition des Begriffs Massentierhaltung gibt.
- Spezialisierung: Siehe Link oben:
Spezialisierung ist längst Realität auch in der familienbäuerlichen Landwirtschaft.

- Arbeit: Der Einsatz von Arbeitskräften Dritter war auch Früher (TM) schon üblich, kann also nicht Maßstab sein, da auch in der vorindustriellen Produktion Knechte und Mägde einen Teil der Arbeit gemacht haben.
- Anlagekapital: Hierunter fällt m.E. insbesondere die Mechanisierung der landwirtschaftlichen Produktion. Hier kann schon eine Grenze gezogen werden, da sich die Anschaffung von Spezialmaschinen erst ab einer bestimmten Größe rechnet. So könnte schon eine Grenze gezogen werden wenn überwiegend Handarbeit eingesetzt wird um die Agrarfrüchte zu ziehen. Allerdings wäre damit bei einer 0-Grenze bereits die Verwendung einer Hacke oder eines Spatens zum Umgraben des Bodens industrielle Landwirtschaft. Bei Ablehnung der 0-Grenze wäre wieder das Problem da - wo ziehe ich die Grenze. Betreibt ein Nebenerwerbslandwirt, der bei der örtlichen Genossenschaft den Pflug mietet schon industrielle Landwirtschaft? Dafür spräche das in der Wikipedia angesprochene Kriterium der Maschinengerechten Formung der Landschaft.
- Einsatz von Hilfsstoffen: Dünger, Pestizide, Fungizide, Herbizide all das ist gemeint und wird in allen Größenklassen von Landwirten eingesetzt. Hier eine Grenze zu ziehen wird ebenfalls schwierig, denn der Öko-Bauer mit 100 ha und eigenem Fuhrpark führ meines erachtens eher eine industriell-landwirtschaftlichen Betrieb als der Nebenerwerbslandwirt der seine paar Ha. spritzt.
- Zuchtergebnisse: Letztenendes verwendet jeder Landwirt Pflanzen und Tiere, die als Ergebnis von Züchtungen in den Betrieb einzug gefunden haben. Auerochsen sind ausgestorben. Die Gräser aus denen Getreide gezüchtet wurde mögen noch existieren, aber sie werden nicht verwendet.

Die in der Wikipedia angegebenen Größengrenzen nach Helmut Klüter halte ich für vollkommen willkürlich gezogen. Warum soll ein Betrieb der 499 Ha. bewirtschaftet keine industrielle landwirtschaft betreiben.

Anders als bei dem Kampfbegriff Massentierhaltung sind hier gesetzliche Vorgaben zumindest für den Begriff der "großen gewerblichen Tierhaltungsanlage" ja gemacht worden. Diese können zumindest als Konsens gelten, da sie von einer parlamentarischen Vertretung festgesetzt wurden- spätestens bei einer internationalen Betrachtung stellt sich aber die Frage ob die Diskussion auf Basis deutscher, französischer, britischer, russischer oder soweit vorhanden chinesischer Legaldefinition geführt wird. Ebenso sind hier keine Abgrenzungen in der Ackerwirtschaft vorgenommen worden.

Der Begriff der industriellen Landwirtschaft ist insofern m.E. nicht eindeutig genug definiert um einen Beweis zu führen. Es spricht aber einiges dafür, dass auch eine industrielle Landwirtschaft in der Lage ist, nachhaltig zu wirtschaften. So sind z.B. die USA nach wie vor einer der gewichtigsten Getreideproduzenten der Welt und ein Rückgang der Produktion scheint mir eher im Markt und der Witterung als im Boden begründet zu sein.



Skeptiker hat geschrieben:(2) ob sie nicht dazu führt, dass Kleinbauern / Selbstversorger verdrängt werden und in prekäre Verhältnisse geraten.


Hierzu möchte ich auf die Berichte zu FairTrade verweisen. Ob die Argumentation von NOVO der Weisheit letzter Schluss ist wage ich zu bezweifeln, es hat mich aber zum Nachdenken gebracht und immerhin ist es eine retrospektive Betrachtung also keine Vorausschau in eine dunstige Zukunft.
Als gegenentwurf sei hier der Nebenerwerbslandwirt in D oder im osteuropäischen Ausland genannt. Viele Menschen versorgen sich zu einem guten Teil selbst mit landwirtschaftlichen Produkten (und das nähere Umfeld( und erwirtschaften den Rest ihres Einkommens über nichtlandwirtschaftliche Einkünfte.

Edit: Räschdschraipong
"Gut sein ist vornehm. Aber anderen beibringen, wie man gut ist, ist noch vornehmer – und strengt weniger an."
Mark Twain


Zurück zu „Ökologie, Naturschutz, Tierschutz und Jagd“



Wer ist online?

Mitgliederinnen in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gästin