Werden wir den Wolf bald hassen?

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xiao mei mei
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Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon xiao mei mei » Mi 22. Okt 2014, 01:44

Interessanter Artikel im Nordkurier über den lieben, flauschigen, scheuen und kuschligen Waldgesellen :devil:
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen. Heiner Geißler

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Quarry
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Quarry » Mi 22. Okt 2014, 08:36

Immer wieder gerne genommen: „Der Wolf greift keine Menschen an.“ Das sei nachweislich falsch, es gebe jedes Jahr weltweit etwa acht belegte Wolfsattacken auf Menschen.

Tolles Argument.
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mrsmurphy wieder in D

Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon mrsmurphy wieder in D » Mi 22. Okt 2014, 09:10

Äh, Quarry, wie meinst du das jetzt? Wolfsattacken gibts, gabs und wird es auch immer geben. Sicher schüren da viele Leute Ängste, weil es ihnen in den Kram passt, aber ganz ausblenden sollte man das auch nicht. Ich gehöre sicher zu den Leuten, die es begrüßen, dass der Wolf den Weg zurück nach Deutschland gefunden hat, aber man darf auch nicht die Problematik in den dichter besiedelten Landstrichen negieren.

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Quarry
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Quarry » Mi 22. Okt 2014, 09:13

mrsmurphy wieder in D hat geschrieben:Äh, Quarry, wie meinst du das jetzt? Wolfsattacken gibts, gabs und wird es auch immer geben. Sicher schüren da viele Leute Ängste, weil es ihnen in den Kram passt, aber ganz ausblenden sollte man das auch nicht. Ich gehöre sicher zu den Leuten, die es begrüßen, dass der Wolf den Weg zurück nach Deutschland gefunden hat, aber man darf auch nicht die Problematik in den dichter besiedelten Landstrichen negieren.


Ich meine wenn 8 Attacken weltweit (mit welchem Ausgang auch immer) ein Grund sind, dann gehen die Argumente tatsächlich aus.
Klar wird man in dicht besiedelten Gegenden was tun müssen. Doch grundsätzlich den Wolf ablehnen ist falsch
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon JoesFleischsalat » Mi 22. Okt 2014, 09:15

Daher: Werden wir den Wolf bald chassen? :devil: :grillhund:

Nein, im Ernst, es wird auf eine biologisches Gleichgewicht hinauslaufen, und ich hoffe nur, dass wir nur mit Schafen, für die es wohl eine Kompensation geben wird, dafür zahlen müssen. :/

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Quarry
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Quarry » Mi 22. Okt 2014, 09:24

JoesFleischsalat hat geschrieben:Daher: Werden wir den Wolf bald chassen? :devil: :grillhund:

Nein, im Ernst, es wird auf eine biologisches Gleichgewicht hinauslaufen, und ich hoffe nur, dass wir nur mit Schafen, für die es wohl eine Kompensation geben wird, dafür zahlen müssen. :/



Wir sind ja da wo es schon Wölfe gibt

http://www.wildes-owl.de/
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon mrsmurphy wieder in D » Mi 22. Okt 2014, 09:24

Ah, ok. Wenn die Attacken das einzige Argument sind, gebe ich dir Recht. Allerdings mőchte ich lieber nicht wissen, was los ist, wenn das Opfer ein Kind ist. Ich denke einfach, man sollte sich sachlich damit auseinander setzen, was auf uns zu kommt, wenn wieder große Prädatoren in unseren Wäldern heimisch werden. Jenseits von allem "Wölfe greifen keine Menschen an, nie nie" Bambiknutscher Gewäsch, aber genauso jenseits von "Wölfe werden alle Schafe reissen, die irgendwo auf der Weide stehen". Auch in anderen Ländern leben die Menschen mit Beutegreifern in ihrem unmittelbaren Umfeld, da sollte man vielleicht von lernen.

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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Quarry » Mi 22. Okt 2014, 09:30

mrsmurphy wieder in D hat geschrieben: Auch in anderen Ländern leben die Menschen mit Beutegreifern in ihrem unmittelbaren Umfeld, da sollte man vielleicht von lernen.

Yep.
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Vormund » Mi 22. Okt 2014, 09:35

Quarry hat geschrieben:...
Klar wird man in dicht besiedelten Gegenden was tun müssen. Doch grundsätzlich den Wolf ablehnen ist falsch


Ich habe D (Mitteleuropa insgesamt) immer für eine dicht besiedelte Gegend gehalten? Wie willst Du hier eine Habituierung vermeiden?
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Quarry
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Quarry » Mi 22. Okt 2014, 09:40

Vormund hat geschrieben:
Quarry hat geschrieben:...
Klar wird man in dicht besiedelten Gegenden was tun müssen. Doch grundsätzlich den Wolf ablehnen ist falsch


Ich habe D (Mitteleuropa insgesamt) immer für eine dicht besiedelte Gegend gehalten? Wie willst Du hier eine Habituierung vermeiden?


Na dann guck dir einfach mal die Besiedelungsdichte in Deutschland an.
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Mi 22. Okt 2014, 09:43

mrsmurphy wieder in D hat geschrieben:Auch in anderen Ländern leben die Menschen mit Beutegreifern in ihrem unmittelbaren Umfeld, da sollte man vielleicht von lernen.

+1

In den Ländern, in denen der Wolf die letzten Jahrhunderte überlebt hat, hat das Zusammenleben von Mensch und Tier bestens funktioniert: Wird dort einer dieser Beutegreifer in der Nähe einer Siedlung gesichtet, wird er weggeräumt. Ohne Antragsformular, ohne Anhörung irgendwelcher Weltverbesserer. Erfährt keiner, interessiert keinen.

Das wäre in der Tat ein Modell, auf das man sich einigen könnte. :grin:
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon mrsmurphy wieder in D » Mi 22. Okt 2014, 09:45

Wie ich gerade schön sagte, auch in anderen Teilen der Welt leben Menschen Tür an Tür mit Raubtieren. Auch wenn Deutschland und Mitteleuropa durchaus dicht besiedelt sind, gibt es Landstriche, die recht dünn besiedelt sind, dort könnte man große Beutegreifer relativ unbehelligt lassen, während man sie in dichter besiedelten Gebieten stärker bejagdt.
@ Zaunkönigleber.... Genau so.

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Vormund
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Vormund » Mi 22. Okt 2014, 10:26

227 Einwohner pro qkm - und? Wie willst Du Habituierung vermeiden?
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Quarry » Mi 22. Okt 2014, 11:31

Vormund hat geschrieben:227 Einwohner pro qkm - und? Wie willst Du Habituierung vermeiden?


Ehm... Durchschnitt. In der Innenstadt von Hamburg wären Wölfe doof. Bei uns im Teuto haben die ein wenig mehr Platz.
Oh Captain, my Captain.

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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Vormund » Mi 22. Okt 2014, 12:34

Quarry hat geschrieben:
Vormund hat geschrieben:227 Einwohner pro qkm - und? Wie willst Du Habituierung vermeiden?


Ehm... Durchschnitt. In der Innenstadt von Hamburg wären Wölfe doof. Bei uns im Teuto haben die ein wenig mehr Platz.


Naja. Ein wenig mehr schon.
Wie lange könnte der Wolf streifen, ohne Menschen zu wittern? Ich tippe mal auch bei Euch im Teuto gibt es kein unbesiedeltes Gebiet, das groß genug als Wolfsrevier wäre...
... also wie willst Du Habituierung (angesichts des rechtlichen status quo) vermeiden?
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Quarry » Mi 22. Okt 2014, 14:09

Vormund hat geschrieben:
Quarry hat geschrieben:
Vormund hat geschrieben:227 Einwohner pro qkm - und? Wie willst Du Habituierung vermeiden?


Ehm... Durchschnitt. In der Innenstadt von Hamburg wären Wölfe doof. Bei uns im Teuto haben die ein wenig mehr Platz.


Naja. Ein wenig mehr schon.
Wie lange könnte der Wolf streifen, ohne Menschen zu wittern? Ich tippe mal auch bei Euch im Teuto gibt es kein unbesiedeltes Gebiet, das groß genug als Wolfsrevier wäre...
... also wie willst Du Habituierung (angesichts des rechtlichen status quo) vermeiden?


Genauso wie bei Wildschweinen. Gar nicht.
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Vormund » Mi 22. Okt 2014, 15:27

Quarry hat geschrieben:
Vormund hat geschrieben:... also wie willst Du Habituierung (angesichts des rechtlichen status quo) vermeiden?


Genauso wie bei Wildschweinen. Gar nicht.


Wildschweine allgemein sind stramm bejagt. Du meinst die Stadtschweine? Danke.
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Kostnix » Mi 22. Okt 2014, 20:17

Mit seinem Spruch "Der Wolf ist ein Hund" negiert Jesper Jönsson die enormen domestikationsbedingten Verhaltensunterschiede und disqualifiziert sich für die Diskussion. Auch das Horrorszenario der Folgen der immensen Reproduktionsrate von Wölfen ist skurril.

Im Literaturverzeichnis von Jönssons Homepage findet sich kein einziges Werk eines der vielen amerikanischen und europäischen Wolfsforscher. Dafür listet er Artikel à la "Wolf biss Hund" auf. Ganz schwache Leistung.

Das ist alles emotional so überfrachtet. Muss ich Wölfe lieben (ich liebe meine Partnerin) oder hassen? Gibt es nichts dazwischen?
"Demokratie ist nicht so mein Ding. Ich bin eher für klare Strukturen" (R. Kassen)

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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Mi 22. Okt 2014, 20:42

Kostnix hat geschrieben:Auch das Horrorszenario der Folgen der immensen Reproduktionsrate von Wölfen ist skurril.

Du beziehst Dich offensichtlich auf diesen Absatz:
Der Reproduktionsfaktor bei Wölfen sei sehr hoch, jedes Jahr gebe es sechs bis acht Welpen. Wenn drei davon im kommenden Jahr wieder sechs Welpen werfen würden, seien aus zwei Wölfen schon 20 geworden. Auch mit dem Traum vom Gleichgewicht der Natur und dass der Wolf die menschliche Jagd einfach ersetze, will Jönsson aufräumen. „Wölfe jagen so lange, bis nicht mehr genug Beute da ist, um neue Rudel zu bilden. Aber nicht nur Wildtiere.“

Was ist daran skurril?
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mrsmurphy n.e.

Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon mrsmurphy n.e. » Mi 22. Okt 2014, 20:48

Zaunkönigleberpastete hat geschrieben:
Kostnix hat geschrieben:Auch das Horrorszenario der Folgen der immensen Reproduktionsrate von Wölfen ist skurril.

Du beziehst Dich offensichtlich auf diesen Absatz:
Der Reproduktionsfaktor bei Wölfen sei sehr hoch, jedes Jahr gebe es sechs bis acht Welpen. Wenn drei davon im kommenden Jahr wieder sechs Welpen werfen würden, seien aus zwei Wölfen schon 20 geworden. Auch mit dem Traum vom Gleichgewicht der Natur und dass der Wolf die menschliche Jagd einfach ersetze, will Jönsson aufräumen. „Wölfe jagen so lange, bis nicht mehr genug Beute da ist, um neue Rudel zu bilden. Aber nicht nur Wildtiere.“

Was ist daran skurril?


Das der ganze Absatz davon zeugt, dass der Typ absolut keine Ahnung hat. In einem Wolfsrudel hat immer nur das Alphapaar Nachwuchs. Die Jungtiere bleiben im Regelfall beim Rudel und bekommen demzufolge auch keine Jungen. Die Zahlen die er da in den Raum stellt sind also nicht nur an den Haaren herbei gezogen, sondern schlichtweg falsch.

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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Kostnix » Mi 22. Okt 2014, 21:04

So ist es. Vielen Dank, mrsmurphy. :rock:
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Einar » Mi 22. Okt 2014, 21:05

Ich gehöre zu jenen, die die Ausrottung des Wolfes in Deutschland für eine historische Leistung unserer Vorfahren halten.
Nichts gegen Wölfe, wo sie in dünn besiedelten Gegenden geduldet werden, aber ihre Wiederansiedelung hier zuzulassen und den Viehhaltern zu sagen, sie müssten auf ihre Schafe, Kühe, Pferde halt besser aufpassen sowie allen anderen, es werde schon nichts passieren, weil Wölfe scheu seien und wir nicht in ihr Beuteschema fallen, halte ich für irrsinnig.
"... die Arschlöcher da draussen, diese fleischfressenden Wichser sind wertlos und ekelerregend." (Martina Nitschke)

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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Quarry » Mi 22. Okt 2014, 21:05

mrsmurphy n.e. hat geschrieben:
Zaunkönigleberpastete hat geschrieben:
Kostnix hat geschrieben:Auch das Horrorszenario der Folgen der immensen Reproduktionsrate von Wölfen ist skurril.

Du beziehst Dich offensichtlich auf diesen Absatz:
Der Reproduktionsfaktor bei Wölfen sei sehr hoch, jedes Jahr gebe es sechs bis acht Welpen. Wenn drei davon im kommenden Jahr wieder sechs Welpen werfen würden, seien aus zwei Wölfen schon 20 geworden. Auch mit dem Traum vom Gleichgewicht der Natur und dass der Wolf die menschliche Jagd einfach ersetze, will Jönsson aufräumen. „Wölfe jagen so lange, bis nicht mehr genug Beute da ist, um neue Rudel zu bilden. Aber nicht nur Wildtiere.“

Was ist daran skurril?


Das der ganze Absatz davon zeugt, dass der Typ absolut keine Ahnung hat. In einem Wolfsrudel hat immer nur das Alphapaar Nachwuchs. Die Jungtiere bleiben im Regelfall beim Rudel und bekommen demzufolge auch keine Jungen. Die Zahlen die er da in den Raum stellt sind also nicht nur an den Haaren herbei gezogen, sondern schlichtweg falsch.


Und setzt vorraus, dass der ganze Nachwuchs überlebt, was auch Humbug ist.
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Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Gästin » Mi 22. Okt 2014, 21:20

mrsmurphy wieder in D hat geschrieben:Ah, ok. Wenn die Attacken das einzige Argument sind, gebe ich dir Recht. Allerdings mőchte ich lieber nicht wissen, was los ist, wenn das Opfer ein Kind ist.


Mir ist völlig schleierhaft, warum Wolfsangriffe auf Menschen nicht wichtig sein sollten. Das kann man ja vielleicht mal Betroffenen ins Gesicht sagen, wie z.B. dieser Frau:

http://www.merkur-online.de/aktuelles/w ... 11252.html

Es gab auch andere Angriffe.

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/ ... oelfe.html


Aber hey, was ist schon ein Menschenleben im vergleich zu flauschigen Tierlies. Wenn jemand erwischt wird, hat er halt wohl Pech gehabt, hauptsache es gibt wieder Wölfe.

Gästin

Re: Werden wir den Wolf bald hassen?

Beitragvon Gästin » Mi 22. Okt 2014, 21:25

Einar hat geschrieben:... aber ihre Wiederansiedelung hier zuzulassen und den Viehhaltern zu sagen, sie müssten auf ihre Schafe, Kühe, Pferde halt besser aufpassen sowie allen anderen, es werde schon nichts passieren, weil Wölfe scheu seien und wir nicht in ihr Beuteschema fallen, halte ich für irrsinnig.


Ich kann das auch überhaupt nicht verstehen.


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