Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

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fromme Helene
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Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon fromme Helene » Mi 19. Nov 2014, 08:02

Sicher erst die erste Studie und sicher mit Vorsicht zu geniessen
http://www.spiegel.de/panorama/kuhglock ... 03594.html

Die reflexartigen ablehnenden Antworten sind jedoch bezeichnend.
Das Gute - dieser Satz steht fest -
Ist stets das Böse, was man läßt!

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Donnervogel
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Donnervogel » Mi 19. Nov 2014, 08:08

Stéphane Roche, 40, Bauer aus dem französischen Departement Ardèche hat geschrieben:Außerdem vertreibt das Gebimmel Schlangen oder möglicherweise gar Wölfe.
Ist meiner Ansicht nach, zumindest was die Schlangen angeht, Unsinn. Denn Schlangen sind fast taub. Inwieweit sich Wölfe von dem Geklingel einschüchtern lassen, weiß ich nicht. Aber war klar, dass so ne Studie wieder aus der Schweiz kommt. :rolleyes:
Veganismus ist wie ein Penis.
Es ist okay, wenn Du ihn hast.
Und es ist okay, wenn Du drauf stolz bist.
Aber fuchtle damit bitte nicht in der Öffentlichkeit rum.
Und wenn Du versuchst, meine Kinder damit zu penetrieren, kriegst Du mächtig Ärger mit mir!

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Zaunkönigleberpastete
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Zaunkönigleberpastete » Mi 19. Nov 2014, 09:51

Ich schaue mir zu sowas ja gerne die Originalquelle an; in diesem Falle scheint die Studie selbst leider nicht online verfügbar zu sein. Immerhin: frühere Artikel zu diesem Thema berufen sich auf folgende Quelle, in der auch die involvierten Forscher genannt werden:
http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/ ... he_leiden/
Demnach scheint das Thema durchaus seriös angegangen worden zu sein.

Ist mir trotzdem schnuppe, ob die Rindviecher schwerhörig werden. Wenn die Bauern der Meinung sind, dass die Minderleistung der Rinder den Nutzen der Glocken überwiegt, werden sie schon entsprechend reagieren.

Meine Prognose: Die schweizer Politik schreibt eine Maximallautstärke für Kuhglocken vor. Die Deutschen übernehmen diese Regelung, senken die zulässige Maximallautsärke um fünf Dezibel ab und verbieten jegliches Gebimmel außerhalb der zulässigen Rasenmäher-Zeiten. :lolli:


Aus dem gleichen Hause übrigens:
Johns, Julia and Patt, Antonia and Hillmann, Edna, 2013: Effect of an intermittent sound on the behaviour and heartbeat parameters in goats
Zusammenfassung auf Seite 141 dieses PDFs. Tenor: Ziegen gewöhnen sich recht schnell an Gebimmel.
»Fleischkonsum macht aggressiv und fördert Verblödung, macht stumpf und hart.« Christian Vagedes

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Vormund
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Vormund » Mi 19. Nov 2014, 10:59

Donnervogel hat geschrieben:
Stéphane Roche, 40, Bauer aus dem französischen Departement Ardèche hat geschrieben:Außerdem vertreibt das Gebimmel Schlangen oder möglicherweise gar Wölfe.
Ist meiner Ansicht nach, zumindest was die Schlangen angeht, Unsinn. Denn Schlangen sind fast taub. Inwieweit sich Wölfe von dem Geklingel einschüchtern lassen, weiß ich nicht. Aber war klar, dass so ne Studie wieder aus der Schweiz kommt. :rolleyes:


Das Gebimmel vertreibt die Mäuse, und die Schlangen folgen ihrer Beute...
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Bakira » Mi 19. Nov 2014, 12:27

SpON ist scheiße hat geschrieben:Die Wirkung der Glocken hatte die Nachwuchsakademikerin Johns zusammen mit ihrer Projektleiterin, Edna Hillmann, untersucht.


Hab für einen kurzen Moment Hildmann gelesen.
So eine bescheuerte Studie passt übrigens ziemlich gut zum SpON.
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GegenGegen
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon GegenGegen » Mi 19. Nov 2014, 14:14

Wer Spaß dran hat, kann sich im Tagesanzeicher.ch durch die fast 300 Kommentare wühlen. 'Forscher doof, Bauern doof, Gebimmel toll, Gebimmel nervt' und Enthornung, "obwohl Kühe nachgewiesermassen auch über die Hörner kommunizieren" (sic!)
Gehen lernt man durch Stolpern.
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fromme Helene
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon fromme Helene » Mi 19. Nov 2014, 14:38

:mauer: :mauer:
Das Gute - dieser Satz steht fest -
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Claus
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Claus » Mi 19. Nov 2014, 15:58

GegenGegen hat geschrieben:Wer Spaß dran hat, kann sich im Tagesanzeicher.ch durch die fast 300 Kommentare wühlen. 'Forscher doof, Bauern doof, Gebimmel toll, Gebimmel nervt' und Enthornung, "obwohl Kühe nachgewiesermassen auch über die Hörner kommunizieren" (sic!)

Ah ja. Warum hängt man den Kühen nicht Alphörner um? Das würde wunderbar zur Bergromantik passen, und die Kuh könnte selbst tuten, wenn sie sich verläuft oder ein Wolf naht. Und Schlangen könnte sie mit dem Ding kurzerhand erschlagen.

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Donnervogel
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Donnervogel » Mi 19. Nov 2014, 16:14

Claus hat geschrieben:Ah ja. Warum hängt man den Kühen nicht Alphörner um? Das würde wunderbar zur Bergromantik passen, und die Kuh könnte selbst tuten,
Nein, könnte sie nicht. Denn mit ihren Hufen können Kühe keine Alphörner halten. Außerdem sind die Dinger zu sperrig.

Claus hat geschrieben:Und Schlangen könnte sie mit dem Ding kurzerhand erschlagen.
Du elender Speziesist! Die armen Schlangen. :,(
Veganismus ist wie ein Penis.
Es ist okay, wenn Du ihn hast.
Und es ist okay, wenn Du drauf stolz bist.
Aber fuchtle damit bitte nicht in der Öffentlichkeit rum.
Und wenn Du versuchst, meine Kinder damit zu penetrieren, kriegst Du mächtig Ärger mit mir!

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Ute Wohlrab
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Ute Wohlrab » Mi 19. Nov 2014, 16:21

GegenGegen hat geschrieben:... und Enthornung, "obwohl Kühe nachgewiesermassen auch über die Hörner kommunizieren" (sic!)


Natürlich, es heißt ja nicht umsonst, "ins gleiche Horn stoßen"
Manuela Frey Also wenn das Huhn das Ei legt und ein Hahn es dann befruchtet wird es ein Küken? Sorry aber ich hab mich noch nie damit beschäftigt

ANDI Läsker Ein Ei ist sozusagen eine externe Gebärmutter.
Fundstelle: Andreas Bär Läsker / FB

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Claus
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Claus » Mi 19. Nov 2014, 16:43

Donnervogel hat geschrieben:
Claus hat geschrieben:Ah ja. Warum hängt man den Kühen nicht Alphörner um? Das würde wunderbar zur Bergromantik passen, und die Kuh könnte selbst tuten,
Nein, könnte sie nicht. Denn mit ihren Hufen können Kühe keine Alphörner halten. Außerdem sind die Dinger zu sperrig.

Claus hat geschrieben:Und Schlangen könnte sie mit dem Ding kurzerhand erschlagen.
Du elender Speziesist! Die armen Schlangen. :,(

Ich sag ja nicht, dass ich das gut finde, ich füge mich hier nur in das antivegane Ambiente ein. Privat hab ich Schlangen natürlich ganz doll lieb und praktiziere extensives Schleichenstreicheln.

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Rageboy
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Rageboy » Mi 19. Nov 2014, 17:01

"Außerdem vertreibt das Gebimmel Schlangen oder möglicherweise gar Wölfe", sagt Roche, Mitglied des regionalen Bauernverbandes.


Ehrlich gesagt frage ich mich, was für Schlangen, die einer Kuh gefährlich werden können, da in den Alpen eigentlich herumschleichen sollen?
Schließlich leben hier wild ja keine afrikanischen oder australischen Schlangen.

Lt. Wikipedia kommen Giftschlangen in drei Schlangenfamilien vor: Giftnattern, Vipern und Erdvipern.
Giftnattern kommen in Europa nicht vor, Erdvipern auch nicht.

Bleiben also die Vipern, und von denen gibt es in Europa 13 Arten: Kreuzotter, Aspisviper, Noriberische Kreuzotter, Stülpnasenotter, Europäische Hornotter, Wiesenotter, Steppenotter, Kaukasusotter, Westliche Kaukasusotter, Waldsteppenotte, Kleinasiatische Bergotter, Milosviper, Levanteotter und Halysotter.

Von diesen sind/waren in den Alpen vier heimisch: Kreuzotter, Aspisviper, Europäische Hornotter, Wiesenotter.
Die Wiesenotter hat man in den Alpen zuletzt 1973 gesehen.

Die anderen drei sind zwar giftig, aber es sterben nur Kinder und Menschen mit geschwächten Immunsystem daran. Eine Kuh mit mehreren hundert Kilo Lebendgewicht haut eine so kleine Giftmenge nicht um. Außerdem sind die Tiere scheu und flüchten bei Gefahr sofort. Dass eine Kuh eine Schlange in die Enge treibt, das sollte man ja wohl nicht annehmen. Übrigens: Die Schlangen werden auch gern von Wildschweinen gefressen.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

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Donnervogel
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Donnervogel » Mi 19. Nov 2014, 17:03

Claus hat geschrieben:praktiziere extensives Schleichenstreicheln.
Irgendwie sehe ich gerade die Szene vor mir, bei der Arnold Schwarzenegger in Red Heat meint: "Zeit um Sittich zu füttern." ;)
Veganismus ist wie ein Penis.
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Skittles
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Skittles » Mi 19. Nov 2014, 20:19

Unsere Viecher haben gruppenweise (nach Alter und Zukauftszeitpunkt) Glocken um. Appetitlosigkeit ist mir noch nie aufgefallen. :rolleyes: Im Gegenteil, die nehmen richtig gut zu über den Sommer.
Wir waren jedenfalls schon einige Mal sehr froh, dass die Tiere Glocken hatten - sonst wären sie einfach nicht zum Finden gewesen. Auf der Alm auch sehr praktisch, es ist nämlich kein Spass, die Viecher bei Nebel suchen zu müssen - die neigen dazu, sich bei Schlechtwetter wie die Lemminge von besonders gefährlichen Stellen zu werfen. Dabei haben wir nicht mal eine richtige Hochalm. Fragt mal einen Hirten auf einer Hochalm (so um die 2.000 m und drüber), was er von der Schnapsidee der GPS Dingens meint. Und wer soll das überhaupt zahlen?!
Die Städter wissen echt nima, was für einen Scheiss sie sich als nächstes einfallen lassen sollen. Einerseits großartig "zurück zur Natur" und brav mit dem SUV zum Biosupermarkt fahren und auf der anderen Seite von Kikeriki und Kuhglockengeläut gernervt sein. :mauer:
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
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Rageboy
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Rageboy » Mi 19. Nov 2014, 20:28

Skittles hat geschrieben:Wir waren jedenfalls schon einige Mal sehr froh, dass die Tiere Glocken hatten - sonst wären sie einfach nicht zum Finden gewesen. Auf der Alm auch sehr praktisch, es ist nämlich kein Spass, die Viecher bei Nebel suchen zu müssen - die neigen dazu, sich bei Schlechtwetter wie die Lemminge von besonders gefährlichen Stellen zu werfen.


Das kann ich mir gut vorstellen. Dafür haben doch die Tiere die Glocken, dass man sie wiederfindet. Und nicht für die Touristen, wie der Artikel das offenbar unterstellt.

Skittles hat geschrieben:Dabei haben wir nicht mal eine richtige Hochalm. Fragt mal einen Hirten auf einer Hochalm (so um die 2.000 m und drüber), was er von der Schnapsidee der GPS Dingens meint. Und wer soll das überhaupt zahlen?!


Muss man heutzutage aus jedem Ding eine Hightechversion machen? Jahrtausende lang waren Glocken gut genug, und jetzt auf einmal nicht mehr?

Skittles hat geschrieben:Die Städter wissen echt nima, was für einen Scheiss sie sich als nächstes einfallen lassen sollen. Einerseits großartig "zurück zur Natur" und brav mit dem SUV zum Biosupermarkt fahren und auf der anderen Seite von Kikeriki und Kuhglockengeläut gernervt sein. :mauer:


Es sind nicht die Städter per se. Es sind Wichtigtuer, die sonst nichts zu erzählen haben.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Skittles » Mi 19. Nov 2014, 20:34

Ich denk auch, dass die meisten Viecher diese Riesen-5kg-Dinger nicht immer oben haben. Die schönen, großen, geschmückten Glocken sind doch für Dekozwecke, zum Abtrieb. In Tirol pro Kuh also so 10 - 15 Mal / Jahr. :grin:
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Ute Wohlrab » Mi 19. Nov 2014, 22:42

Skittles hat geschrieben:Die Städter wissen echt nima, was für einen Scheiss sie sich als nächstes einfallen lassen sollen. Einerseits großartig "zurück zur Natur" und brav mit dem SUV zum Biosupermarkt fahren und auf der anderen Seite von Kikeriki und Kuhglockengeläut gernervt sein. :mauer:


+1 (und zwar sowas von)
Manuela Frey Also wenn das Huhn das Ei legt und ein Hahn es dann befruchtet wird es ein Küken? Sorry aber ich hab mich noch nie damit beschäftigt

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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Rattus_norvegicus » Do 20. Nov 2014, 17:45

Claus hat geschrieben:
Donnervogel hat geschrieben:
Claus hat geschrieben:Ah ja. Warum hängt man den Kühen nicht Alphörner um? Das würde wunderbar zur Bergromantik passen, und die Kuh könnte selbst tuten,
Nein, könnte sie nicht. Denn mit ihren Hufen können Kühe keine Alphörner halten. Außerdem sind die Dinger zu sperrig.

Claus hat geschrieben:Und Schlangen könnte sie mit dem Ding kurzerhand erschlagen.
Du elender Speziesist! Die armen Schlangen. :,(

Ich sag ja nicht, dass ich das gut finde, ich füge mich hier nur in das antivegane Ambiente ein. Privat hab ich Schlangen natürlich ganz doll lieb und praktiziere extensives Schleichenstreicheln.


Anguimorpha != Serpentes :ks: Scheichen sind Echsen, haben mit Schlangen weniger zu tun. (Und ja, ich gehe davon aus, daß du das weißt, scnr)

Vorsicht beim Schleichenstreicheln, die Dinger beißen eher als die gängigen Schlangen bei uns (mit Ausnahme der Äskulapnatter, aber diese psychopathischen Viecher sind sowieso ein Thema für sich) :)

Merapi
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Merapi » Do 20. Nov 2014, 17:54

Zu den Glocken. Ich glaube kaum, dass die Kühe das gesamte Jahr über mit diesen Riesenteilen von 5 kg Masse herumlaufen. Die werden denen doch nur zum Almabtrieb umgehangen, oder? Die normalen Schellen, zumindest in Österreich hab ich deutlich kleiner in Erinnering.
Ich hätte doch Psychiater werden sollen. Da bekommt man wenigstens Geld, wenn man sich mit Irren befasst.

Henry n.e.

Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Henry n.e. » Do 20. Nov 2014, 19:13

Sowas ist absurd. Man stelle sich den typischen mittelalpinen Bauern vor, wie er gerade mit seinem Smartphone bewaffnet nach dem Vieh sieht. Oh, Akku leer. Oh, kein Empfang (soll ja mitunter auch Gegenden abseits der Stadt geben), oh, Kuh steht unter Bäumen.
Ist wie so oft, es macht sich jemand Gedanken, der Tag und Nacht neben einem Telefonanschluss und einer Steckdose sitzt.
Es gibt Sachen, die sind nicht umsonst so wie sie sind.
Gut, dass mit den Schlangen ist schon etwas amüsant.

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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Quarry » Do 20. Nov 2014, 19:21

Henry n.e. hat geschrieben:Sowas ist absurd. Man stelle sich den typischen mittelalpinen Bauern vor, wie er gerade mit seinem Smartphone bewaffnet nach dem Vieh sieht. Oh, Akku leer. Oh, kein Empfang (soll ja mitunter auch Gegenden abseits der Stadt geben), oh, Kuh steht unter Bäumen.
Ist wie so oft, es macht sich jemand Gedanken, der Tag und Nacht neben einem Telefonanschluss und einer Steckdose sitzt.
Es gibt Sachen, die sind nicht umsonst so wie sie sind.
Gut, dass mit den Schlangen ist schon etwas amüsant.


Ganz so abwegig ist das mit den Schlangen nicht. Eine Kuh kann sich wegen einer Schlange erschrecken, und sich beim weglaufen die Haxen brechen.
Oh Captain, my Captain.

Andreas Bär Läsker - der Donald Trump des Veganismus. XOND Rocks. :kotz:

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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Rattus_norvegicus » Sa 22. Nov 2014, 07:15

Quarry hat geschrieben:
Henry n.e. hat geschrieben:Sowas ist absurd. Man stelle sich den typischen mittelalpinen Bauern vor, wie er gerade mit seinem Smartphone bewaffnet nach dem Vieh sieht. Oh, Akku leer. Oh, kein Empfang (soll ja mitunter auch Gegenden abseits der Stadt geben), oh, Kuh steht unter Bäumen.
Ist wie so oft, es macht sich jemand Gedanken, der Tag und Nacht neben einem Telefonanschluss und einer Steckdose sitzt.
Es gibt Sachen, die sind nicht umsonst so wie sie sind.
Gut, dass mit den Schlangen ist schon etwas amüsant.


Ganz so abwegig ist das mit den Schlangen nicht. Eine Kuh kann sich wegen einer Schlange erschrecken, und sich beim weglaufen die Haxen brechen.


Mag ja sein, aber Schlangen kann man nicht mit Geräuschen vertreiben. Erschütterungen, sicher, aber Geräusche wirken nicht wirklich. Also wenn die Schlange nicht schon von selbst abhaut, wenn die Kuh naehertrampelt, dann macht die Glocke definitiv keinen Unterschied.

Hans Olo
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Hans Olo » Sa 22. Nov 2014, 14:37

Die Muhlikuhlis die ich zeit meiner Kindheit kenne, haben für den Hausgebrauch sowas um http://files.dreamway.com/filer/8597/2009/6/3/kuh2.jpg.
Beim Almabtrieb dann sowas: http://tramino.s3.amazonaws.com/s/oberstdorf-event/1907/1200.jpg. Das ist übrigends die Kranzkuh. Die größte, beste und schönste Kuh kriegt die größte Glöcke und den Blumenschmuck, wenn auf der Alm das Jahr über nichts passiert ist. Ansonsten wird still ins Tal gegangen.

Haben diese Kasperl eigentlich schon mal ne Kuh in echt gesehen? :gaga:

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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Ted Crilly » So 23. Nov 2014, 10:33

Ich benutze für meine Bracke auf der Jagd einen GPS-Sender, der mittels Mobiltelefonie sendet (im Sender für den Hund liegt eine 4-Netzkarte drin, der Netzempfang ist fast lückenlos). Im Echtbetrieb kommt es selbst hier in der dicht besiedelten Gegend immer wieder vor, dass kein Signal durchkommt, weil kein Empfang (entweder beim Hund oder bei meinem Smartphone). In abgelegenen Gegenden ohne Netzabdeckung kann ich mir das nicht zufriedenstellend vorstellen. Andererseits -also mal Empfang vorausgesetzt- ist die Echtzeitortung aber echt klasse, ich kann quasi mit meinem Telefon sehen, wo der Hund läuft, wie schnell er ist, welche Richtung er eingeschlagen hat und ob er laut ist. Und ich kann das Halsband anrufen und hören, was vor Ort los ist.
Der Hersteller dieses Systems sitzt in Finnland (http://www.tracker.fi/de/products/gps-d ... cker-boazu). Das Hundehalsband inkl. Smartphone-App-Lizenz etc. kostet lockere 800 Euro, das Nutzvieh-Sendeteil ist wahrscheinlich günstiger.
Kurzum: seit Ewigkeiten haben Kühe / Ziegen etc. diese Glocken um und das funktioniert. Weshalb genau soll das jetzt abgeschafft werden?
Erinnert mich ein wenig an diese ganzen Scheiß-Jagdgesetzreformen: Die Grünen behaupten einfach mal (ohne das tatsächlich begründen zu können), die bestehenden Gesetze müssten dringend modernisiert werden, woraufhin ganze Kataloge von hirnrissigen, redundanten und praxisfremden Regelungen geschaffen werden.
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Claus
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Re: Wird Tradition über Tierwohl gestellt?

Beitragvon Claus » So 23. Nov 2014, 20:04

Also, unser Kater hat sein Glöckchen immer gehasst. Das konnte man halt eindeutig daran sehen, dass er immer versucht hat, sich das Halsband abzureißen. Wieviel Katze steckt wohl in einer Kuh?


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