[abgetrennt] Klimawandel

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Rageboy
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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Rageboy » Mi 8. Jul 2020, 16:33

DG ne hat geschrieben:Und trotzdem passiert das. Zum Beispiel in der Pharmaindustrie. Oder der Automibilwirtschaft. Also kann ich dieser These nicht zustimmen.


Die chemische Industrie hat erst damit angefangen ihre Verfahren zu verbessern, als der Gesetzgeber immer schärfere Auflagen zur Gewässer- und Luftverschmutzung beschloss. Was sie selbst dann Jahre später kleinlaut zugeben musste.
In den USA liegen die Leitungen für die Stromversorgung weitestgehend oberirdisch. Dann kommt mal wieder ein Sturm und reißt die Masten alle ab und Zigtausende sind erst einmal wieder ohne Strom. Macht ja nichts, dann stellen sie halt die Masten wieder auf, bis zum nächsten Sturm.
Leitungen unterirdisch zu legen, auf diese Idee kommen die Elektrizitätswerke in den USA offenbar von selbst nicht.

Jetzt schreibe ich mal etwas ganz provokantes: dann müsstest Du ein Freund von Kernkraftwerken sein. Das sehen übrigens immer mehr Klimaexperten genau so. Weltweit wird auf den Ausbau von Kernkraft gesetzt, ich denke, das ist, auch im Hinblick auf Elektromobilität, die Zukunft. Außer in Deutschland.


Genau wie die Russen, die übrigens dementiert haben, an der radioaktiven Wolke schuld zu sein, die vor nicht einmal 2 Wochen über Skandinavien festgestellt wurde, mit nachweislich von Menschen hergestellten radioaktiven Elementen.
Live Science: Mysterious radiation spike detected over Scandinavia
Genau wie 2017, aber das waren die Russen auch nicht. Meinen sie jedenfalls.

P.S.:Stand Februar 2020 sieht das Österreichische Bundesheer die Wahrscheinlichkeit für einen großflächigen, lang anhaltenden Stromausfall (Blackout) in den nächsten 5 Jahren bei 100%. Grund: Die Anfälligkeit der Netze aufgrund erneuerbarer Energien und daraus resultierenden unerwarteten Zuständen in einem immer komplexeren System sowie dessen Anfälligkeit für Störungen aller Art.


Sieh an, das österreichische Bundesheer. Ist das genauso eine zuverläßliche Prognose, wie

- die Risikoabschätzung der japanischen Firma Tepco vor dem Jahr 2011, ihre Kernkraftwerke seien gegen Erdbeben ausreichend geschützt?
- die Warnungen im Jahr 1999 vor dem Year2k-Bug, der einen großflächigen Ausfall der kompletten Infrastruktur bewirke?
- die Vorhersagen in den 90er Jahren während der BSE-Krise, 10.000ende in den letzten 20 Jahren würden an der Creutzfeld-Jakob-Krankheit sterben, zumindest in England?
- die Risikoanalyse amerikanischer Immobilienfonds aus dem Jahr 2008, das Risiko für den Totalausfall ihrer Anlagewerte läge bei 0.14%? Tatsächlich lag sie bei 28% - dem 200fachen! - und auch die restlichen Papiere waren innerhalb weniger Monate wertlos.
- die Empfehlungen von Börsenanalysten zum Kauf von Aktien der Firma Wirecard, mit einem Anlagevermögen von 1.9 Mrd. € auf den Philippinen, die offenbar nie existiert haben?
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

DG ne

Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon DG ne » Mi 8. Jul 2020, 16:59

Rageboy hat geschrieben:Sieh an, das österreichische Bundesheer. Ist das genauso eine zuverläßliche Prognose, wie

- die Risikoabschätzung der japanischen Firma Tepco vor dem Jahr 2011, ihre Kernkraftwerke seien gegen Erdbeben ausreichend geschützt?
- die Warnungen im Jahr 1999 vor dem Year2k-Bug, der einen großflächigen Ausfall der kompletten Infrastruktur bewirke?
- die Vorhersagen in den 90er Jahren während der BSE-Krise, 10.000ende in den letzten 20 Jahren würden an der Creutzfeld-Jakob-Krankheit sterben, zumindest in England?
- die Risikoanalyse amerikanischer Immobilienfonds aus dem Jahr 2008, das Risiko für den Totalausfall ihrer Anlagewerte läge bei 0.14%? Tatsächlich lag sie bei 28% - dem 200fachen! - und auch die restlichen Papiere waren innerhalb weniger Monate wertlos.
- die Empfehlungen von Börsenanalysten zum Kauf von Aktien der Firma Wirecard, mit einem Anlagevermögen von 1.9 Mrd. € auf den Philippinen, die offenbar nie existiert haben?


Tja, das ist eine gute Frage. Zum Y2K Problem weiß ich jedenfalls, welche enormen Anstrengungen in allen Institutionen unternommen wurden, um da durch zu kommen. Das war ein echtes Problem.

Ich gehe tatsächlich davon aus, daß eine staatliche Institution, die im weitesten Sinn mit der Abwehr von Sicherheitsrisiken beauftragt ist, so zuverlässig arbeitet wie es möglich ist (außer bei unserer völlig desolaten Bundeswehr). Das Problem mit der Zukunft ist natürlich, daß man sie noch nicht kennt.

Aber bitte: https://www.youtube.com/watch?time_cont ... e=emb_logo

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Rageboy
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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Rageboy » Mi 8. Jul 2020, 17:57

DG ne hat geschrieben: Ich gehe tatsächlich davon aus, daß eine staatliche Institution, die im weitesten Sinn mit der Abwehr von Sicherheitsrisiken beauftragt ist, so zuverlässig arbeitet wie es möglich ist (außer bei unserer völlig desolaten Bundeswehr). Das Problem mit der Zukunft ist natürlich, daß man sie noch nicht kennt.


Seitdem ich kürzlich ein Buch eines amerikanischen Statistikers über Prognosen gelesen habe, traue ich Prognosen fast überhaupt nicht mehr. Dabei meine ich jetzt nicht diese Plattitüde von den "selbst gefälschten Statistiken", die jeder kennt.

Eine Aussage wie die o.g. ist so eine Prognose. "Zu 100% in den nächsten 5 Jahren" - hey, es wird passieren, 100pro! Niemand kann über so komplexe Systeme eine so absolute Gültigkeit einer Aussage gewährleisten - oder es handelt sich von vornherein um Binsenweisheiten. Zu 100% wird es in den nächsten 5 Jahren in Asien ein großes Erdbeben geben - das wäre dann so eine Aussage (weil es immer Erdbeben in Asien gibt).
Interessant wäre es auch zu erfahren, wie eigentlich die Wahrscheinlichkeit eines Stromausfalls für eine rein konventionelle Energieversorgung aussähe - ich vermute, nicht viel anders, denn da gab und gibt es auch Stromausfälle in einem Zeitraum von 5 Jahren. Somit ist eine solche Aussage dann entweder eine Binsenweisheit wie bei Erdbeben in Asien oder reine Politik.
Zudem suggerieren solche Zahlen - was, 100%? Ehrlich? Nicht etwa doch 98%? - eine Wissenschaftlichkeit, die gar nicht gegeben ist und auch nicht gegeben sein kann.

Mal ein paar Beispiele:
Vom Fußball weiß man eigentlich alles. Welche Vereine welche Spieler haben, wie sie wo gegen wen gespielt haben, wie viele Tore welcher Spieler geschossen hat. Trotzdem kann man nicht einmal sicher prognostizieren, welche Mannschaft beim nächsten Spiel gewinnen wird, oder gar mit wie vielen Toren.
Genauso ist es mit Aktienunternehmen, da weiß man auch alles. Was die Firmen machen, die personelle Besetzung des Vorstandes, wie viel Geld sie haben und in der Vergangenheit verdient haben. Trotzdem ist kurzfristige Aktienspekulation reine Zockerei und wertet man die Prognosen von Börsenanalysten aus, dann sind deren Ergebnisse nicht besser als die Zufallswahrscheinlichkeit (oder sogar schlechter).
Die Chance auf den Gewinn des Jackpots im Lotto liegt bei < 1:139 Millionen - und ist damit so denkbar schlecht, dass eigentlich niemand Lotto spielen dürfte. Trotzdem spielen Millionen Menschen jede Woche Lotto und es gibt auch Jackpot-Gewinner.

Das Problem mit Prognosen ist eher, dass man zu leicht gewillt ist, diesen genau dieselbe Aussagekraft zuzugestehen wie Messwerten, weil auch sie aus Zahlen bestehen.
Auch bei den Störfällen von Atomkraftwerken der Vergangenheit hat man Prognosen blind vertraut, die diese GAUs mit denkbar kleiner Wahrscheinlichkeit abgebildet haben - passiert sind sie aber trotzdem. Es wird schon nichts passieren, die Risiken sind klein ...
Mit dem Ergebnis völlig unzureichender Vorbereitungen für den Fall solcher GAUs, und das im Fall Japans sogar in einem Hochindustrieland. Mit weitreichenden Folgen für 10.000nde Menschen, die noch immer davon betroffen sind, auch in Japan.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

Bürgermeister von Wesel

Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Bürgermeister von Wesel » Mi 8. Jul 2020, 18:52

Ich sehe, Rageboy, du hältst den nie Eingeloggten ordentlich auf Trab. Wenigstens bei dir muss er sich Mühe geben, erstmal. :grin:

DG ne

Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon DG ne » Mi 8. Jul 2020, 20:01

In den nächsten 5 Jahren steigt D aus der Kernenergie aus, während die notwendige Netzertüchtigung - zum Beispiel um Windenergie von der Küste in den Süden zu schaffen - noch nicht abgeschlossen sein wird. Vermutlich basiert die Einschätzung der Österreicher unter anderem darauf.

Sieht man sich die aktuellen Marktdaten an, importiert Deutschland seit 1. Januar zu etwa 50% der Zeit Strom - davor war das nur selten der Fall. Nächstes Jahr fehlen auch noch die letzten beiden kKWs, zusätzlich gehen 2,3 GWel Braunkohle bis 2025 vom Netz. Die Erneuerbaren können den Verlust nicht ansatzweise auffangen.

Es ist nicht völlig aus der Luft gegriffen, wenn man davon ausgeht daß auch das österreichische Heer sich die Zahlen genauer angesehen hat und - politisch völlig unkorrekt - daraus seine eigenen Schlüsse zieht.

Es ist natürlich niemand verpflichtet, den Ösis zu glauben. Ich hätte auch nie gedacht, daß Millionen Menschen weltweit sterben könnten, nur weil in China jemand eine halbgare Fledermaus futtert.

Naja. Wir werden ja erleben, was passiert.

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Max P
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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Max P » Do 9. Jul 2020, 00:27

Klimaaktivist, Energieexperte und Beitragender zum Bericht des IPCC entschuldigt sich für die Hysterie, die die Umweltbewegung in Sachen Klimawandel geschürt hat.
https://quillette.com/2020/06/30/on-beh ... ate-scare/

Gucken wir uns einfach mal ein paar seiner Punkte an:

• Humans are not causing a “sixth mass extinction”
Es ist natürlich Definitionssache, was genau man als „mass extinction“ ansieht, aber dass menschliches Wirken zu galoppierendem Artenschwund führt, ist leider unstrittig. Man kann das durchaus als „ongoing mass extinction“ betrachten.

• The Amazon is not “the lungs of the world”
Das ist eine sprichwörtliche Umschreibung der kaum zu überschätzenden Wichtigkeit der großen Wälder für das Weltklima.

• Climate change is not making natural disasters worse
Erdbeben sicher nicht, aber wahrscheinliche extreme Wetterereignisse. Zumindest kann Shellenberg das nicht so kategorisch ausschließen.

• Fires have declined 25 percent around the world since 2003
Würde mich erstaunen, aber nehmen wir mal an, er hätte Recht: Dann blieben immer noch die Fragen nach der zeitlichen und räumlichen Verteilung der Feuer und ihrer Ausdehnung.

• The amount of land we use for meat—humankind’s biggest use of land—has declined by an area nearly as large as Alaska
Kommt mir auch zu groß vor, aber meinetwegen. Das kann aber dann auch heißen, dass Fleischproduktion einfach mehr in Intensivmast geschieht mit allen negativen Folgen für die Umwelt und die Nutztiere. Dito die damit einhergehende Futtermittelproduktion.

• The build-up of wood fuel and more houses near forests, not climate change, explain why there are more, and more dangerous, fires in Australia and California
Das sind alles Gründe, aber sein kategorisches Ausschließen des Klimawandels kommt mir sehr unbegründet und gewollt vor.

• Carbon emissions are declining in most rich nations and have been declining in Britain, Germany, and France since the mid-1970s
Seit den 70ern? Das sieht auch wieder nach einer gelinde gesagt äußerst kühnen Behauptung aus. Wenn sie aber stimmen sollte, sagt das noch nichts über den globalen Gesamtausstoß aus. Mich beschleicht eher der Verdacht, dass, wenn, ein Rückgang in einigen entwickelten Ländern mit der Verlagerung großer Teile der Industrieproduktion in andere Länder zu tun hat.

• The Netherlands became rich, not poor while adapting to life below sea level
Ja und? Ist der steigende Meeresspiegel für bestimmte Küsten und Inselregionen dann gar nicht schlimm? Was ist das für ein dummer Vergleich? Abgesehen davon haben die vorindustriellen Niederlande zwar mit jahreszeitlichen Sturmfluten zu tun gehabt, aber nicht mit einem Meeresspiegelanstieg insgesamt. Und spätestens vom Beginn des 17. Jhds. an konnten die Niederlande auch auf die Ressourcen eines großen Kolonialreichs zurückgreifen.

• We produce 25 percent more food than we need and food surpluses will continue to rise as the world gets hotter
Sehr tröstlich. Das Problem ist aber, dass es in vielen Gegenden auch trockener wird bzw. die Niederschläge unzuverlässiger und chaotischer werden.

• Habitat loss and the direct killing of wild animals are bigger threats to species than climate change
Schon wieder dieses kategorische Ausschließen des Klimawandels! Woher nimmt er das? Dass im Übrigen Habitatsverlust und Wilderei für viele Tierpopulationen katastrophal sind und auch unmittelbarer wirken, bestreitet niemand.

• Wood fuel is far worse for people and wildlife than fossil fuels
Was ist “wood fuel”? Ich nehme an, er meint allgemein Energiepflanzen, also die sogenannten nachwachsenden Rohstoffe. Da rennt er auch bei „Grünen“ verschiedenster Couleur offene Türen ein. Dass die heutigen landbasierten Energiepflanzen nicht einfach das Erdölzeitalter fortsetzen können und ihrerseits zahlreiche sehr schädliche Nebenwirkungen haben, pfeifen heute die Spatzen von den Dächern.

• Preventing future pandemics requires more not less “industrial” agriculture
Wiederum: Das kommt ganz auf die Art dieser Industrie an.

• Factories and modern farming are the keys to human liberation and environmental progress.
• The most important thing for saving the environment is producing more food, particularly meat, on less land
Wie oben, das kommt ganz und gar auf die Nachhaltigkeit oder eben Nichtnachhaltigkeit dieser (zukünftigen) Industrien an.

• The most important thing for reducing air pollution and carbon emissions is moving from wood to coal to petroleum to natural gas to uranium
Das ist Blödsinn. Er propagiert einen Weg vom Teufel zum Beezlebub.

• 100 percent renewables would require increasing the land used for energy from today’s 0.5 percent to 50 percent
D’accord, wenn er damit landbasierte Energiepflanzen meint. Aber das wird auch kaum noch als Lösung propagiert, außer von wirtschaftlich speziell daran interessierten Kreisen.

• We should want cities, farms, and power plants to have higher, not lower, power densities
Wie gesagt, das kommt ganz auf die Umsetzung und die Voraussetzungen an. Einfach so für sich ist die Aussage leer.

• Vegetarianism reduces one’s emissions by less than 4 percent
Lassen wir den Punkt bis zur nächsten veganen Offensive dahingestellt.

• Greenpeace didn’t save the whales, switching from whale oil to petroleum and palm oil did
Doch, Greenpeace und andere Naturschützer haben einiges für die Wale getan, auch wenn Waltran schon lange kein bedeutender Rohstoff mehr ist und Shellenberger Greenpeace nicht leiden kann .

• “Free-range” beef would require 20 times more land and produce 300 percent more emissions
Das mi den Emissionen bezweifle ich wieder, schließlich furzen Rinder in jeder Art von Haltung. Und es gibt sicher tragbare Kompromisse zwischen frei schweifenden Rinderherden auf endlosen Weiden und Intensivhaltung.

• Greenpeace dogmatism worsened forest fragmentation of the Amazon
Ich weiß jetzt nicht, was er damit meint. Aber Bolsonaro und seine Komplizen sind auf jeden Fall unvergleichlich schlimmer für das Amazonasbecken als die schlimmsten Dogmatiker bei Greenpeace.

• The colonialist approach to gorilla conservation in the Congo produced a backlash that may have resulted in the killing of 250 elephants
Kann ich jetzt nicht beurteilen, hat aber mit Klimawandel offenbar auch nicht direkt was zu tun.

Why were we all so misled?
Wieso “wir alle” und warum so verdammend? Übertreibungen und Irrtümer gibt es überall. Allerdings muss man Dinge auch drastisch kommunizieren um politisch überhaupt etwas zu bewegen.
Kinder von Frauen, die sich vegan ernähren und ... deren Muttermilch deshalb arm an B12 ist, entwickeln ohne Zufütterung tierischer Lebensmittel oder von Präparaten meist im zweiten Lebenshalbjahr Mangelsymptome.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine

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Rageboy
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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Rageboy » Do 9. Jul 2020, 11:28

DG ne hat geschrieben:Sieht man sich die aktuellen Marktdaten an, importiert Deutschland seit 1. Januar zu etwa 50% der Zeit Strom - davor war das nur selten der Fall. Nächstes Jahr fehlen auch noch die letzten beiden kKWs, zusätzlich gehen 2,3 GWel Braunkohle bis 2025 vom Netz. Die Erneuerbaren können den Verlust nicht ansatzweise auffangen.


Ich weiß nicht, woher Du Deine Zahlen beziehst, ich finde nur Informationen, die gegensätzlicher nicht sein können. Demnach exportiert Deutschland sogar Strom:

Strom: Deutschland ist Exporteur
Der einzige Bereich, in dem Sie Deutschland keine Sorgen um seine Quellen machen muss, ist der Strom. Hier exportieren wir schon seit 2002 durchgehend jedes Jahr mehr Strom, als wir aus dem Ausland beziehen. Vergangenes Jahr waren es nach Angaben der Bundesnetzagentur etwa 51,5 Terawattstunden, die netto ins Ausland flossen, rund zehn Prozent der gesamten deutschen Stromerzeugung.

Quelle: Focus vom 27.02.2019: Erdgas, Öl, Strom, Kohle: So abhängig ist Deutschland von Energie aus dem Ausland

Genau genommen ist das aber auch alles eine Henne/Ei - Diskussion.
Denn auch wenn Deutschland selbst Strom exportiert, so kommen doch die ganzen Energieträger alle aus dem Ausland: Kohle, Erdgas, Öl, Uran. Nur bei der Kohle hätte dies anders sein können, aber das hat ja niemand mehr gewollt.
So oder so sind wir von Ländern wie Russland, den OPEC-Ländern und anderen abhängig, und wenn schon nicht vom Strom selbst, dann von den Energieträgern ...

... außer bei den erneuerbaren Energieträgern, im Wesentlichen Wind. Denn den müssen wir nicht von anderen Ländern kaufen.
Oder anders gesagt: Bei 46% der erzeugten Strommenge sind wir nicht von anderen Ländern abhängig, denn soviel macht der Anteil an erneuerbaren Energien mittlerweile aus.
Der deutsche Strommix: Stromerzeugung in Deutschland
Anteil vor 20 Jahren: 4%.

NB: Es lohnt sich übrigens, auf andere Länder zu schauen, z.B. Norwegen. Die produzieren nämlich - trotz eigenen Öls - mittlerweile über 90% ihres Stroms aus erneuerbaren Energien. Sicher tun sich die Norweger mit ihren Talsperren da leichter - und Oslo, eine Stadt mit über 1 Mio. Einwohnern, wird komplett durch Fernwärme beheizt (vermutlich aus Abwärme, genau kann ich es jetzt nicht sagen).
Es gibt in Deutschland noch ein großes Potential, Energie einzusparen und gar nicht mehr erst zu erzeugen.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

DG ne

Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon DG ne » Do 9. Jul 2020, 11:35

Mit Überraschung stelle ich fest, daß Max P sich tatsächlich mit einem Link auseinandergesetzt hat. Sehr ungewöhnlich, aber auch lobenswert.

Gut, jetzt wurden also die (durchaus streitbaren) Thesen des Michael Shellenberg dem gegenübergestellt, was wir seit Jahren, Jahrzehnten vorgekaut und immer wieder erzählt bekommen. Nur: Wissenschaft entwickelt sich weiter und lebt davon, die eigenen Ergebnisse immer wieder in Frage zu stellen und ggfs. zu ändern. Ansonsten wäre es nicht Wissenschaft, sondern Religion.

Was also, wenn Shellenberg lediglich neuere (und (noch) nicht so breit kommunizierte) Ergebnisse des Stands der Wissenschaft präsentierte? Ich sage NICHT, daß dem so sei oder gar sein müsse. Ich stelle nur Fragen.

Wäre dem so - und ich sage nicht, daß es so ist - dann müsste man viele Aspekte des Klimawandels auch in der Politik grundsätzlich neu bewerten.

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Quarry
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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Quarry » Do 9. Jul 2020, 11:52

Ich stelle nur Fragen.


Aber sicher Herr Ganser
Oh Captain, my Captain.

Andreas Bär Läsker - der Donald Trump des Veganismus. XOND Rocks. :kotz:

DG ne

Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon DG ne » Do 9. Jul 2020, 12:00

Rageboy hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:Sieht man sich die aktuellen Marktdaten an, importiert Deutschland seit 1. Januar zu etwa 50% der Zeit Strom - davor war das nur selten der Fall. Nächstes Jahr fehlen auch noch die letzten beiden kKWs, zusätzlich gehen 2,3 GWel Braunkohle bis 2025 vom Netz. Die Erneuerbaren können den Verlust nicht ansatzweise auffangen.


Ich weiß nicht, woher Du Deine Zahlen beziehst, ich finde nur Informationen, die gegensätzlicher nicht sein können. Demnach exportiert Deutschland sogar Strom:


Meine Zahlen bekomme ich von der Bundesnetzagentur. Ich beobachte die Daten ziemlich regelmäßig, und wenn man das macht, stellt man einen massiven Stromimport seit Januar fest. Ich weiß nicht, ob der Link funktioniert:

https://www.smard.de/home/marktdaten/78 ... 22DE%22%7D


Genau genommen ist das aber auch alles eine Henne/Ei - Diskussion.
Denn auch wenn Deutschland selbst Strom exportiert, so kommen doch die ganzen Energieträger alle aus dem Ausland: Kohle, Erdgas, Öl, Uran. Nur bei der Kohle hätte dies anders sein können, aber das hat ja niemand mehr gewollt.
So oder so sind wir von Ländern wie Russland, den OPEC-Ländern und anderen abhängig, und wenn schon nicht vom Strom selbst, dann von den Energieträgern ...


Bei genauerem Blick eigentlich nicht. Denn die Energieträger bekommen wir, aber ein Haufen Kohle, Gas oder Öl nutzt gar nichts, wenn man daraus keine Energie gewinnen kann. Und das werden wir nicht mehr:

Insgesamt kann die Fähigkeit des deutschen Stromerzeugungssystems, die Stromnachfrage mit eigenen Kapazitäten decken zu können, in den hier vorgelegten Szenarien im Vergleich zur heutigen Situation als deutlich reduziert beschrieben werden: Der konventionelle Kraftwerkspark in Deutschland kann die prognostizierte Jahreshöchstlast (abzüglich der angenommenen Lastminderungspotenziale) in keinem Szenario sicher decken. Die Abhängigkeit von Stromimporten und der Bedarf an Lastmanagementmaßnahmen werden insbesondere in Starklastsituationen stark zunehmen.

https://www.netzausbau.de/SharedDocs/Do ... cationFile
Seite 98

... außer bei den erneuerbaren Energieträgern, im Wesentlichen Wind. Denn den müssen wir nicht von anderen Ländern kaufen.
Oder anders gesagt: Bei 46% der erzeugten Strommenge sind wir nicht von anderen Ländern abhängig, denn soviel macht der Anteil an erneuerbaren Energien mittlerweile aus.
Der deutsche Strommix: Stromerzeugung in Deutschland
Anteil vor 20 Jahren: 4%.


Das sind leider nur Betrachtungen über einen längeren Zeitraum. Aber damit das Netz nicht zusammenbricht, muss zu jeder Zeit, in jeder Sekunde, genügend Leistung zur Verfügung stehen. Und das können Erneuerbare nicht leisten. Wie auch?

NB: Es lohnt sich übrigens, auf andere Länder zu schauen, z.B. Norwegen. Die produzieren nämlich - trotz eigenen Öls - mittlerweile über 90% ihres Stroms aus erneuerbaren Energien.


Ja, aber die haben auch jede Menge Berge und Niederschlag, so daß sie Wasserkraftwerke bauen konnten. Wenn ich mir aber die Topografie Deutschlands so ansehe, haben wir da ein deutliches Manko.

Um mal Zahlen zu nennen: Momentan verfügt Deutschland über etwa 30 Pumpspeicherkraftwerke. Um aber Windflauten oder Solarflauten ausgleichen zu können, bräuchte man davon etwa 700. Ich sehe nicht, daß das geschehen wird.

Sicher tun sich die Norweger mit ihren Talsperren da leichter - und Oslo, eine Stadt mit über 1 Mio. Einwohnern, wird komplett durch Fernwärme beheizt (vermutlich aus Abwärme, genau kann ich es jetzt nicht sagen).
Es gibt in Deutschland noch ein großes Potential, Energie einzusparen und gar nicht mehr erst zu erzeugen.


Das kann ich nicht wirklich erkennen, insbesondere wenn künftig vor allem Elektrofahrzeuge rumfahren sollen. Und wir reden hier ja nur von Strom, nicht von Wärme. Aber das ist ein anderes Thema.

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Rageboy » Do 9. Jul 2020, 12:43

DG ne hat geschrieben:Meine Zahlen bekomme ich von der Bundesnetzagentur. Ich beobachte die Daten ziemlich regelmäßig, und wenn man das macht, stellt man einen massiven Stromimport seit Januar fest. Ich weiß nicht, ob der Link funktioniert:


Ja, 2020 ist da anders als 2019, worauf sich mein Focus-Link bezog.

Nur: Du verschweigst uns, warum Deutschland im Jahr 2020 weniger Strom produziert hat und warum wir Strom aus Nachbarländern importiert haben. Ich zitiere hier mal die Bundesnetzagentur, auf die Du Dich beziehst:
Die Veränderungen der Im- und Exporte sind das Ergebnis von häufig auftretenden Preisschwankungen, die das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage in den jeweiligen Ländern und über die Grenzen hinweg widerspiegeln. Sie sind Teil des normalen Marktgeschehens im europaweiten Stromgroßhandel.

Der Wechsel im Vorzeichen der Handelsbilanz kann daher u.a. mit Kraftwerks-Nichtverfügbarkeiten, unterschiedlichen Wetterlagen (welche die Einspeisung aus erneuerbaren Energien beeinflussen), schwankenden Preisen für CO2-Zertifikate (welche unmittelbar die Kosten des erzeugten Stroms aus fossilen Energieträgern beeinflussen) sowie Änderungen bei der Stromnachfrage zusammenhängen. So ist beispielsweise im Mai 2020 Corona-bedingt ein niedrigerer Verbrauch als im Vorjahreszeitraum zu beobachten. Er nahm in Deutschland aber weniger stark als die Erzeugung ab, sodass Strom importiert wurde.
[...]
Ein Grund für den Anstieg bei den Importen liegt in den relativ zu Deutschland günstigeren Großhandelspreisen der Nachbarländer. So ging beispielsweise in Frankreich der Stromverbrauch im Vergleich zum Vorjahresmonat stark zurück (-16 Prozent). Die geringere Nachfrage sorgte dafür, dass sich auch der dortige durchschnittliche Großhandelspreis von 37,21 Euro/MWh auf 14,86 Euro/MWh reduzierte. Insgesamt war der Strom in Frankreich an 387 der 744 gehandelten Stunden günstiger als in Deutschland. Im Vorjahr war dies nur an 150 Stunden der Fall


Aha: Die Franzosen haben also massiv überproduziert, weil sie Corona-bedingt massiv überproduziert haben. Frankreichs Strom war günstiger als unserer, daher hat man lieber französischen Strom eingekauft und hier Kapazitäten herunter gefahren ...
... und warum haben die Franzosen so viel überproduziert?
Weil sie ihre eigene Stromproduktion gar nicht in dem gewünschten Maße herunterfahren konnten. Denn 85% (?) des französischen Stroms ist Atomstrom und ihre Kraftwerke können sie nicht einfach mal abschalten oder herunter fahren.
Am 25. Mai zwischen 12-13:00 Uhr wurde übrigens in Deutschland mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als verbraucht.
Quelle: Bundesnetzagentur, Stromerzeugung und Stromhandel im Mai 2020

Grundsätzlich gewinne ich aber auch den Eindruck, dass die Zahlen aus dem Jahr 2020, so nett aktuelle Daten auch sein mögen, nicht wirklich hilfreich sind um aus ihnen allgemeine Aussagen abzuleiten.
Zu sehr sind sie beeinflusst von den massiven Auswirkungen der Corona-Krise, mit Abschaltungen ganzer Branchen und wie man auch sieht, auch erheblichen Verzerrungen im Strommarkt. Interessant wäre es jetzt zu erfahren, in wieweit die Franzosen sogar Verluste eingefahren haben, mit einem Verfall des Strompreises auf weniger als die Hälfte des Preises! Gerade weil sie die Atomkraftwerke nicht abschalten können, und auf praktisch diese eine Stromerzeugung festgelegt sind, haben sie den Strom produzieren müssen und dadurch den Preisverfall überhaupt selbst erst erzeugt.
Auch interessant: Haupt-Importeure deutschen Stroms waren Österreich und Polen.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

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Max P
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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Max P » Do 9. Jul 2020, 13:17

DG ne hat geschrieben:Mit Überraschung stelle ich fest, daß Max P sich tatsächlich mit einem Link auseinandergesetzt hat. Sehr ungewöhnlich, aber auch lobenswert.

Ganz ohne Überraschung stelle ich fest, dass DGne nach wie vor seine Antwort auf meine Frage verweigert, wer denn nun hinter der von ihm vermuteten oder gefühlten politisch-gesellschaftlichen Manipulation zuungusten von fossilen Brennstoffen stehen könnte. Zumal die Industrien dieser Brennstoffe traditionell großen Einfluss auf die Politik haben und sich insofern eigentlich mindestens gleichmächtigen Opponenten gegenüber sehen müssten.

Gut, jetzt wurden also die (durchaus streitbaren) Thesen des Michael Shellenberg dem gegenübergestellt, was wir seit Jahren, Jahrzehnten vorgekaut und immer wieder erzählt bekommen.

Ich sehe nicht (s. meine Kommentare zu seinen Thesen), was uns Shellenberg wirklich gegenüberstellt, außer dass er für Atomkraft ist, Greenpeace nicht mag und den Klimawandel zumindest kleinredet.

Wissenschaft entwickelt sich weiter und lebt davon, die eigenen Ergebnisse immer wieder in Frage zu stellen und ggfs. zu ändern. Ansonsten wäre es nicht Wissenschaft, sondern Religion.

Dass Shellenberg zentral die Vorstellung kritisiert, man könne mit landbasierten Energiepflanzen das Zeitalter der fossilen Brennstoffe mehr oder weniger fortführen, deutet nicht darauf hin, dass er Neuem auf der Spur wäre. Das pfeifen wie gesagt seit vielen Jahren die Spatzen von den Dächern.

Was also, wenn Shellenberg lediglich neuere (und (noch) nicht so breit kommunizierte) Ergebnisse des Stands der Wissenschaft präsentierte? Ich sage NICHT, daß dem so sei oder gar sein müsse. Ich stelle nur Fragen.

Nun ja, zufällig liegen Shellenbergs Thesen ziemlich genau auf deiner eigenen ideologischen Linie, insofern hältst du ihn natürlich für besonders glaubwürdig und deine Infragestellung seiner Thesen ist eher formaler oder rhetorischer Natur. Wie er seine Thesen begründet und was er sich ganz konkret als Lösung vorstellt, steht vielleicht in seinem Buch, das wir hier nicht kennen.
Kinder von Frauen, die sich vegan ernähren und ... deren Muttermilch deshalb arm an B12 ist, entwickeln ohne Zufütterung tierischer Lebensmittel oder von Präparaten meist im zweiten Lebenshalbjahr Mangelsymptome.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon DG ne » Do 9. Jul 2020, 15:10

Rageboy hat geschrieben:Zu sehr sind sie beeinflusst von den massiven Auswirkungen der Corona-Krise, mit Abschaltungen ganzer Branchen und wie man auch sieht, auch erheblichen Verzerrungen im Strommarkt. Interessant wäre es jetzt zu erfahren, in wieweit die Franzosen sogar Verluste eingefahren haben, mit einem Verfall des Strompreises auf weniger als die Hälfte des Preises! Gerade weil sie die Atomkraftwerke nicht abschalten können, und auf praktisch diese eine Stromerzeugung festgelegt sind, haben sie den Strom produzieren müssen und dadurch den Preisverfall überhaupt selbst erst erzeugt.


Na toll. Jetzt hatte ich eine lange, detaillierte, ausführliche Antwort vorbereitet und dann beim Wechseln verschiedener Tabs das Fenster geschlossen. Und weg isses. :kotz:

Also nur relativ kurz und ohne die viele Links und detaillierte Quellen:

Die Abhängigkeit Deutschlands von Stromimporten wird in den nächsten Jahren steigen. Es ist fraglich, ob (a) die Stromleitungen das aushalten werden und (b) das Ausland genügend Produktionskapazitäten zur Verfügung stellen kann, um die Lücke zu decken.

Gleichzeitig wird die Komplexität des Netzmanagements zunehmen und damit die Fehleranfälligkeit und -Häufigkeit.

Selbst der Netzausbauplan - also der Plan für die Erweiterung der Stromkapazitäten - ist lediglich für "Normalwetter" ausgelegt und berücksichtigt keine Extrem- oder gar Katastrophenszenarien.

Alles zusammen gibt Anlass zur Sorge, ob das Stromnetz so ausfallsicher bleibt, wie wir es gewohnt sind. Um einen Vergleich heranzuziehen: Wäre man auf einem Schiff, wäre jetzt der Zeitpunkt gekommen um mal unauffällig nachzusehen, wo die Schwimmwesten sind und ob man da rankommt. Was noch lange nicht bedeutet, daß man davon ausgeht, der Kahn würde sinken.

Das Österreichische Bundesheer scheint eher davon auszugehen, man sei auf dem Kurs auf ein Riff. Eine solche Sorge teile ich nicht (hat Österreich eine Marine?). Aber bisher hatte ich auch nie ernsthaft mit einer Pandemie gerechnet.

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Max P
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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Max P » Di 28. Jul 2020, 19:22

Hier eine weitere rotgrüne Schürung der Klimahysterie: In Werchojansk, nördlich des Polarkreises, herrschen Temperaturen wie in der Karibik.
Aber kommt höchstens alle 130 Jahre vor, also alles nicht so wild. :banane: Oder doch? :???:
Kinder von Frauen, die sich vegan ernähren und ... deren Muttermilch deshalb arm an B12 ist, entwickeln ohne Zufütterung tierischer Lebensmittel oder von Präparaten meist im zweiten Lebenshalbjahr Mangelsymptome.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Max P » Mi 16. Sep 2020, 16:28

Kinder von Frauen, die sich vegan ernähren und ... deren Muttermilch deshalb arm an B12 ist, entwickeln ohne Zufütterung tierischer Lebensmittel oder von Präparaten meist im zweiten Lebenshalbjahr Mangelsymptome.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon DG ne » Mi 16. Sep 2020, 16:34

Max P hat geschrieben:Hier eine weitere rotgrüne Schürung der Klimahysterie: In Werchojansk, nördlich des Polarkreises, herrschen Temperaturen wie in der Karibik.
Aber kommt höchstens alle 130 Jahre vor, also alles nicht so wild. :banane: Oder doch? :???:


Immer dieses Gejammer, nur weil Dir mal wieder zu warm ist!

Sonne!!! Wärme!elf Sommer!!! :wurst: :wurst: :wurst:

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon BöserWolf » Mi 16. Sep 2020, 19:34

@Max: Wird wieder kühler. Trump hats versprochen. Und wenn die USA untergehen, machen wir einfach mit USB weiter... :opa:
Das Leben ist einfach zu kurz, um es durch Urkost zu verlängern!

Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt. (J.E. Coleridge)

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Max P » Mi 16. Sep 2020, 19:40

BöserWolf hat geschrieben:@Max: Wird wieder kühler. Trump hats versprochen. Und wenn die USA untergehen, machen wir einfach mit USB weiter... :opa:

Ja, ich weiß, zumal es sowieso nur lokal verursachte Ereignisse sind. Die Feuer sind allesamt in Staaten ausgebrochen, in denen Politiker der Demokraten eine falsche Forst- und überhaupt unmögliche Wirtschaft betreiben.
Kinder von Frauen, die sich vegan ernähren und ... deren Muttermilch deshalb arm an B12 ist, entwickeln ohne Zufütterung tierischer Lebensmittel oder von Präparaten meist im zweiten Lebenshalbjahr Mangelsymptome.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Rageboy » Do 17. Sep 2020, 09:28

Max P hat geschrieben:
BöserWolf hat geschrieben:@Max: Wird wieder kühler. Trump hats versprochen. Und wenn die USA untergehen, machen wir einfach mit USB weiter... :opa:

Ja, ich weiß, zumal es sowieso nur lokal verursachte Ereignisse sind. Die Feuer sind allesamt in Staaten ausgebrochen, in denen Politiker der Demokraten eine falsche Forst- und überhaupt unmögliche Wirtschaft betreiben.


Ach, solange die Veganer ihre Mandeln noch bekommen, ist doch alles in Ordnung. Es kommt aus Kalifornien ja nur 85% der Welt-Mandelernte, bestäubt von fleißigen Bienchen, die man en masse in Rundfahrten quer durch die USA kutschiert.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Frozen Cock Extra Large » Do 17. Sep 2020, 09:57

Rageboy hat geschrieben:Ach, solange die Veganer ihre Mandeln noch bekommen, ist doch alles in Ordnung. Es kommt aus Kalifornien ja nur 85% der Welt-Mandelernte, bestäubt von fleißigen Bienchen, die man en masse in Rundfahrten quer durch die USA kutschiert.

Ich erinnere mich, vor Jahren mal eine Doku darüber gesehen zu haben. Erinnere mich aber nicht mehr an die "Beiprodukte", sprich: Honig, der zumindest anfallen sollte (genießbar bei Mandeln?). Der ist ja unvegan, ihgittibäh und so viel schlechter als z.B. ideologisch sauberer Agavendicksaft oder seine Sirupfreunde. Subventioniert man somit durch Mandelprodukte nicht nur die Produktion des Tierqualprodukts "Honig", sondern akzeptiert zusammen mit dem Leben in der Bienenzwangsarbeiterkolonne, zu dem man die Bienchen alleine um seiner hedonistischen Mandelgaumenfreuden wegen verurteilt, gar eine Doppelausbeutung? :shocked:

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Kenny » Do 17. Sep 2020, 17:38

Mandelhonig ist ungenießbar.

dr.zwiespalt

Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon dr.zwiespalt » Do 17. Sep 2020, 19:21

Die Glasgoogle suggeriert mir aber einen leicht nussigen, samtenen Geschmack

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Frozen Cock Extra Large » Fr 18. Sep 2020, 07:24

:gruebel:

Eine ausgebeutete Spezies, zwei Produkte, zwei Meinungen zu einem davon ... und der neugierige Hahn scharrt durch's EDGE-Land und hat einen Kaffee später wenigstens die Suchergebnisse zu "Mandelhonig" auf dem Schirm. :grin:

Scheint es prinzipiell zu geben und nicht eklig oder giftig zu sein.

Wurde ich hier hart getrollt oder ist der kalifornische Mandelhonig eventuell wegen eingesetzter Herbi-/Insekti-/Fungi-/Vegani- und anderen ziden ungenießbar? Wer Bienen so schäbig ausnutzt, spritzt seine Bäume sicher auch!!11 :devil:

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Quarry » Fr 18. Sep 2020, 07:34

Kenny hat geschrieben:Mandelhonig ist ungenießbar.

häh?
Oh Captain, my Captain.

Andreas Bär Läsker - der Donald Trump des Veganismus. XOND Rocks. :kotz:

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Re: [abgetrennt] Klimawandel

Beitragvon Kenny » Fr 18. Sep 2020, 08:48

Quarry hat geschrieben:
Kenny hat geschrieben:Mandelhonig ist ungenießbar.

häh?

Bla, Hirnfurz. Ich war der Meinung sowas gelesen zu haben, finde aber tatsächlich keine Quelle. Muss irgendwas anderes gewesen sein, mal einen meiner Imkerbekannten fragen.


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