Griechenlandkrise [abgetrennt]

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Der vom Donnerstag » So 26. Jul 2015, 22:27

Gästin hat geschrieben:
Max P hat geschrieben:Deine Grundannahme, dass die Tsiprasregierung nicht etwa nur unerfahren, mächtigen innenpolitischen Widerständen und extremen außenpolitischen Belastungen ausgesetzt war, sondern von Anfang an gar keine inneren Reformen* angehen wollte, ist doch völlig unbegründet!

*echte Reformen, nicht die Spardiktate.


Erläutere mal, welche Anstrengung diese Regierung unternommen hat, Änderungen im eigenen Land umzusetzen. Nenn mir einen Ansatz, der nicht nur mit Worten, sondern mit Taten angegangen wurde.


Das Referendum z.B. :lolli:

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Max P
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » So 26. Jul 2015, 22:38

Caine hat geschrieben:Welche inneren Reformen hat die Regierung Tsipras denn energisch angegangen? Im wesentlichen doch nur, das bisschen, was die Regierung Samaras gemacht hat, wieder rückgängig zu machen. Wo kannst du denn da einen Willen zu echten Reformen entdecken, der mir entgeht?

Ich gebs jetzt wirklich auf. Anders als du und die anderen Nicht-Griechenkriechertm Militärputschtheoretiker Esoxcommander bin ich des Griechischen nicht mächtig und kann deshalb griechische Medien nicht verfolgen. Deshalb weiß ich schlicht nicht, was die Regierung in der kurzen Zeit, der ihr zur Verfügung stand und unter den gegebenen sehr ungünstigen Umständen getan hat, nicht getan hat, tun wollte, aber nicht konnte oder von vornherein nicht wollte. Ich glaube auch nicht, dass die deutschsprachigen Medien all dies so genau wissen. (Vielleicht kann ja Spambot was Erhellendes beitragen, der ist immerhin, worauf Merapi ja warnend hingewiesen hat, Halbgrieche.)

Wenn ihr nun aber doch kein Griechisch könnt und doch keine so intimen Kenner griechischer Politik seid, frage ich mich, woher ihr das eigentlich so genau wisst. Vielleicht ist die Tsiprasregierung gleich nach Amtsübernahme ja wirklich Raki saufen und ihre Ministergehälter verjuxen gegangen. Vielleicht aber auch nicht. Ich halte wie gesagt die Grundbehauptung, diese Regierung hätte von Anfang gar nichts machen wollen und deshalb seien vom deutschen PC, TV oder Zeitungsrand aus noch keine Reformen erkennbar, für völlig abwegig. Oder zumindest für extrem belegungsbedürftig. Vielleicht hat sie vieles falsch gemacht, aber es lässt sich doch keine Regierung der Welt nach langem, mühsamem Wahlkampf wählen und tut dann mutwillig und ohne Not nichts.

Es geht übrigens um sehr viel mehr als lediglich um Griechenland. Wen immer es interessieren mag, hier ist eigentlich das Meiste gesagt: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45520/1.html

Auch interessant: http://www.deutschlandfunk.de/stille-re ... _id=324149

Dasselbe zum Hören: http://www.ardmediathek.de/radio/Featur ... d=21627416

Zitat daraus:
Angela Merkel hat geschrieben:Wir leben ja in einer Demokratie, und das ist eine parlamentarische Demokratie, und
deshalb ist das Budgetrecht ein Kernrecht des Parlaments, und insofern werden wir
Wege finden, wie die parlamentarische Mit[!]bestimmung so gestaltet wird, dass sie
trotzdem auch marktkonform ist.
Ich bin der festen Überzeugung!

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Caine » Mo 27. Jul 2015, 06:42

Du meinst also, außer griechischen Zeitungen hatte niemand wahrheitsgemäß berichtet? Und wegen der Fakten, die deiner Meinung nach keiner kennt, sind wir Faktenresistent? Und meinst wirklich, WIR benehmen uns gerade wie die Veggerln?

@Spambot: Beamte wieder einstellen ist natürlich eine Heldentat. Ist ja nicht so, dass es in GR nicht sowieso schon mehr Staatsangestellte ging als irgendwo sonst. Mit nur 600k Beamten braucht man natürlich gar nicht anfangen, was zu reformieren. Verstehe ich.
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Eigentlich lebe ich ja grün. Ich trenne meinen Müll. Ich ernähre mich halb vegan, halb vegetarisch, esse aber auch mal ein Stück Huhn, wenn ich weiß, es ist bio. - Marusha

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Bloedmann » Mo 27. Jul 2015, 07:00

Alle so: "Varoufakis issne Luftnummer und Blender, der sich am liebsten selbst zuhört. Der Eindruck drängt sich einem förmlich uff bei einem, der wo es Tagesgeschäft geht, ganz fix die Biege macht."
Max P. aus B. *stampft*: "Lügenpresse! Lügenpresse!"
Ich so bei mir ("Oh man... :rolleyes: ")
WER SAHNE WILL MUSS KÜHE SCHÜTTELN!

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Mo 27. Jul 2015, 10:28

Caine hat geschrieben:@Spambot: Beamte wieder einstellen ist natürlich eine Heldentat. Ist ja nicht so, dass es in GR nicht sowieso schon mehr Staatsangestellte ging als irgendwo sonst. Mit nur 600k Beamten braucht man natürlich gar nicht anfangen, was zu reformieren. Verstehe ich.

Caine du brachst qualifizierte Beamte und das nötige Handwerkszeug und das gibt es nicht ausreichend bzw. gar nicht.

NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hat der griechischen Regierung Unterstützung im Einsatz gegen Steuerhinterziehung und für eine effiziente Finanzverwaltung in Aussicht gestellt. Das teilte das Finanzministerium am Freitag (05.06.2015) nach einem Treffen zwischen Walter-Borjans und dem griechischen Staatssekretär für Korruptionsbekämpfung, Georgios Vasiliadis, mit. "Wir sind gern bereit, dem Wunsch der griechischen Regierung kurzfristig nachzukommen und das Wissen und die Erfahrung unserer Finanzverwaltung zur Verfügung zu stellen", erklärte Finanzminister Walter-Borjans.

Diese Unterstützung könnte noch im Juni beginnen, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums gegenüber dem WDR. Griechische Finanzbeamte "im mittleren zweistelligen Bereich" sollen dann Fortbildungseinrichtungen des Finanzministeriums in NRW besuchen. "Wir begrüßen es, von dem sehr großen Know How der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung profitieren zu können", erklärte der griechische Staatssekretär Vasiliadis.

http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/n ... d-100.html
und
"Nun können die Verwaltungsstrukturen endlich modernisiert werden." Die Experten sollten in der Steuerverwaltung, beim Aufbau einer funktionierenden Katasterverwaltung, der Ausarbeitung einer Kommunalverfassung und bei Fragen der kommunalen Zusammenarbeit dem griechischen Staat helfen.
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedw ... 35,3334476

Caine das sind übrigens echte Reformen der SYRIZA Patei.

Die hohe Beamtenzahl hat andere Gründe. Korruption, Vetternwirtschaft, Bestechung, Gefälligkeitsjob. Auf dem Land rennen von den Pseudobeamten einige rum die überhaupt nicht arbeiten, aber Kohle kassieren. Die müssen entlassen werden. Keine Sau braucht diese Schmarotzer.

Blödi, Lügenpresse schreien die besorgten Bürger. Max hat doch nicht ganz unrecht, wenn man sich über die Jahre die Hetze der Bildzeitung anschaut. Welt ist auch nicht schlecht. Die machen aus 550.000 Beamten im Jahr 2009:

Das kleine Griechenland hat 768.000 Beamte

Mal eben 200.000 Beamte dazugedichtet. Beispiele gibts genug.
http://www.welt.de/reise/article8729748 ... eamte.html

So, ich muß jetzt los, deutsches Geld verjubeln. :cool:

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Caine » Mo 27. Jul 2015, 10:41

SpamBot hat geschrieben:
Caine hat geschrieben:@Spambot: Beamte wieder einstellen ist natürlich eine Heldentat. Ist ja nicht so, dass es in GR nicht sowieso schon mehr Staatsangestellte ging als irgendwo sonst. Mit nur 600k Beamten braucht man natürlich gar nicht anfangen, was zu reformieren. Verstehe ich.


Caine du brachst qualifizierte Beamte und das nötige Handwerkszeug und das gibt es nicht ausreichend bzw. gar nicht.
[...]

Die hohe Beamtenzahl hat andere Gründe. Korruption, Vetternwirtschaft, Bestechung, Gefälligkeitsjob. Auf dem Land rennen von den Pseudobeamten einige rum die überhaupt nicht arbeiten, aber Kohle kassieren. Die müssen entlassen werden. Keine Sau braucht diese Schmarotzer.


Das sehe ich genau wie du. Bloß, wenn man eh schon kein Geld hat, wieso stellt man dann noch zusätzlich neue Beamten ein ohne die zu entlassen, die nichts tun? Macht für mich Null Sinn.


Mal eben 200.000 Beamte dazugedichtet. Beispiele gibts genug.


Sagt mal, wieso sind Max und Du denn dermaßen auf die Bild-Zeitung fixiert? Ihr seid doch die einzigen die die ständig bemühen.

Zur Zahl der Beamten: Kann es nicht sein dass die Verwirrung auch daher kommt, dass die griechische Regierung jahrelang selber nicht gewusst hat, wer alles auf ihrer Gehaltsliste steht? Da muss man nicht unbedingt gleich immer böse Absicht hinter der "Lügenpüresse" vermuten.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Caine » Mo 27. Jul 2015, 10:51

Der vom Donnerstag hat geschrieben:
Gästin hat geschrieben:
Max P hat geschrieben:Deine Grundannahme, dass die Tsiprasregierung nicht etwa nur unerfahren, mächtigen innenpolitischen Widerständen und extremen außenpolitischen Belastungen ausgesetzt war, sondern von Anfang an gar keine inneren Reformen* angehen wollte, ist doch völlig unbegründet!

*echte Reformen, nicht die Spardiktate.


Erläutere mal, welche Anstrengung diese Regierung unternommen hat, Änderungen im eigenen Land umzusetzen. Nenn mir einen Ansatz, der nicht nur mit Worten, sondern mit Taten angegangen wurde.


Das Referendum z.B. :lolli:


Ein Referendum das man anschließend ignoriert ist wenigstens mal ne echte Innovation.
Aber nicht alles was neu ist, ist unbedingt gut.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Mo 27. Jul 2015, 11:54

Max P hat geschrieben: (...) Anders als du und die anderen Nicht-Griechenkriechertm Militärputschtheoretiker Esoxcommander bin ich des Griechischen nicht mächtig und kann deshalb griechische Medien nicht verfolgen. (...) Ich glaube auch nicht, dass die deutschsprachigen Medien all dies so genau wissen. (...)

Wenn ihr nun aber doch kein Griechisch könnt und doch keine so intimen Kenner griechischer Politik seid, frage ich mich, woher ihr das eigentlich so genau wisst. (...)

Es geht übrigens um sehr viel mehr als lediglich um Griechenland. Wen immer es interessieren mag, hier ist eigentlich das Meiste gesagt: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45520/1.html <---- deutsche Medien (kein Griechiesch)

Auch interessant: http://www.deutschlandfunk.de/stille-re ... _id=324149 <----- deutsche Medien (kein Griechisch)

Dasselbe zum Hören: http://www.ardmediathek.de/radio/Featur ... d=21627416 <---- deutsche Medien (kein Griechisch)

(...)


Erläutere mal, welche Anstrengung diese Regierung unternommen hat, Änderungen im eigenen Land umzusetzen. Nenn mir einen Ansatz, der nicht nur mit Worten, sondern mit Taten angegangen wurde.

Das Referendum z.B. :lolli:


Klar, und worin besteht genau der reformerische Charakter eines Referendums?
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann wurde mit 61% dafür gestimmt Nein zur Austeritätspolitik, Nein zu diesem unglaublichen Spardiktat zu sagen, stattdessen geht Tsipras hin und akzeptiert den übelsten Knebelvertrag überhaupt.
Die Griechen müssen jetzt, von außen diktierte (hat schon was putschiges, oder?) Sparmaßnahmen akzeptieren, unter denen sie ganz sicher nicht mehr auf die Beine kommen. Und das obwohl Tspripras offenbar einen Plan B in der Tasche hatte. Na Chapeau

NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hat der griechischen Regierung Unterstützung im Einsatz gegen Steuerhinterziehung und für eine effiziente Finanzverwaltung in Aussicht gestellt. Das teilte das Finanzministerium am Freitag (05.06.2015) nach einem Treffen zwischen Walter-Borjans und dem griechischen Staatssekretär für Korruptionsbekämpfung, Georgios Vasiliadis, mit. "Wir sind gern bereit, dem Wunsch der griechischen Regierung kurzfristig nachzukommen und das Wissen und die Erfahrung unserer Finanzverwaltung zur Verfügung zu stellen", erklärte Finanzminister Walter-Borjans.


Caine das sind übrigens echte Reformen der SYRIZA Patei.


Verblüffend wie gut du den Varoufakisstyle schon drauf hast. Aber wie sagte unser Omma selig immer: Wenn du auf einen Kackhaufen Puderzucker und Sahne drauf machst, bleibts ein Kackhaufen. Das du wirklich nicht weißt was Reformen sind glaub ich dir fast nicht.

Reform (lat. für re zurück; formatio: Gestaltung, Wiederherstellung) bezeichnet in der Politik eine planvolle Umgestaltung bestehender Verhältnisse und Systeme.

Wenn ein griechischer Staatssekretär einen deutschen Minister um Hilfe bittet ist das

1. ein Hilfsersuchen und keine Reform
2. ein drei-ein-halb-Jahre-alter-Hutden die griechische Regierung damals abgelehnt hat
und
3. ist das keine Aktion für die man fünf Monate braucht, das Angebot lag ja bereits auf dem Tisch als die Regierung antrat.

Eine Reform wäre es, wenn, wer auch immer, am Aufbau einer effizienten Finanzbehörde defacto arbeiten würde, aber was man seit fünf Jahren hört ist halt das was Spam selber zitiert:
"Nun können die Verwaltungsstrukturen endlich modernisiert werden."

Natürlich haben die Leute in Brüssel und bei den Institutionen von solchen Sprüchen die Schnauze voll.

Ach ja, ich habe die Frage schon ein dutzenmal gestellt, vielleicht kriege ich ja jetzt auch wieder keine Antwort: Warum holt niemand die hinterzogenen griechischen Steuereinnahmen in Zürich ab?Einfach nur abholen? 21% auf alle Summen abgreifen und um die Details kümmern wir uns später. WARUM NICHT?

Aber ungefähr so wie diese Diskussionsrunde stell ich mir die Runden in Brüssel vor:
Die hocken da an großen runden Tischen und warten auf die Griechen und denken sich: Mal sehen was die neuen zu bieten haben, Katasteramt, Steuerfahndung, Steuerfreiheit für Reeder und Kirche, Bezinschmuggel, Verwaltungsirrsinn usw, Baustellen gibts genug.

Nach den ersten Gesprächen sagt MAXilie Pepadopulus plötzlich:" Ich diskutiere nur noch auf Griechisch weiter, ich werde nur noch Dokumente in Griechisch akzeptieren, leider spreche ich kein Griechisch, aber so ist es jetzt nunmal."
Und wenn man dann SPAMostenesBOTufakis erklärt was der Unterschied zwischen einem Versprechen und einer Reform ist und dann darauf hinweist:
"Hören sie, es wäre schön würden Sie sich ein bisschen nur an die Spielregeln halten und zum Beispiel Behauptungen mit Links verbinden, damit man weiß worum es geht. Also so wie wir anderen das auch machen." dann bekommt man ein kumpelhaftes:
Beitrag von SpamBot » So 26. Jul 2015, 22:25
Geh mir nicht auf den Sack du Idiot.


Na wenigstens dient die ganze Chose noch zur bitteren Erheiterung und dem polemischen Schreibtrainig.
Der ist im Müll. Wenn du dich homophob äußern willst, ...
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Mo 27. Jul 2015, 12:15

Caine hat geschrieben:
Das sehe ich genau wie du. Bloß, wenn man eh schon kein Geld hat, wieso stellt man dann noch zusätzlich neue Beamten ein ohne die zu entlassen, die nichts tun? Macht für mich Null Sinn.

Es werden doch Beamte entlassen. Ich hab die neuen Zahlen nicht, aber bis 2012 wurden ca, 10% entlassen. Finanzbeamte sind idr. Studierte die dann zusätzlich noch ausgebildet werden müssen. Die will Tsipras zurückholen und zusätzlich passende Bewerber ausbilden und einstellen. Die Deutschen helfen mit und Griechenland bekommt ein funktionierendes Finanzsystem und Katasteramt.
Computer, Internet und die Akten müssen digitalisiert werden. Das macht doch alles Sinn.

Sagt mal, wieso sind Max und Du denn dermaßen auf die Bild-Zeitung fixiert? Ihr seid doch die einzigen die die ständig bemühen.

Ich hab das erste mal die Bild erwähnt, weil die Hetze dort offensichtlich ist. Das Beispiel mit den 200.000 hinzugedichteten Beamten ist von der Welt.
Zur Zahl der Beamten: Kann es nicht sein dass die Verwirrung auch daher kommt, dass die griechische Regierung jahrelang selber nicht gewusst hat, wer alles auf ihrer Gehaltsliste steht? Da muss man nicht unbedingt gleich immer böse Absicht hinter der "Lügenpüresse" vermuten.

Ja, 2009 gab es die erste Zählung.


@all
Können wir uns bitte darauf verständigen das Wort Lügenpresse auf das rechte Spektrum zu begrenzen? Das Wort hat geschichtlich gesehen einen bitteren Beigeschmack und wird auch heute vom braunen Mob benutzt.
Das wäre echt nett, ich bekomm sonst noch Ausschlag beim lesen.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Caine » Mo 27. Jul 2015, 12:28

Max P hat geschrieben:Es geht übrigens um sehr viel mehr als lediglich um Griechenland. Wen immer es interessieren mag, hier ist eigentlich das Meiste gesagt: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45520/1.html


Das hab ich grade quergelesen, da steht meiner Meinung nach ein bisschen was Wahres, aber ansonsten unglaublich viel Blödsinn drin, z.B. das tolle "Rettungskonzept", das eben genau drauf baut, dass die Staaten sich nicht immer wieder neu und immer höher verschulden, und ausserdem, wenn ich das richtig sehe, monetäre Staatsfinanzierung propagiert, die ja schon mal so herrlich zu Hyperinflation und Weltkrieg geführt hat und deswegen nicht mehr so wohlgelitten ist.

Da ich mich jetzt nicht im einzelnen mit diesen Pamphleten beschäftigen kann, kannst Du vielleicht mal in deinen eigenen Worten zusammenfassen, wie sie deine Sichtweise stützen
- Warum die EU böse und Merkel, Schäuble und Konsorten an allem Unglück Europas schuld sind, und
- Warum Griechenland völlig schuldlos an der eigenen Misere gerade dann böse stranguliert und niedergerungen wurden, als die strahelnden Syriza-retter gerade so umgreifende Reformen durchgeführt haben, um das Land aus dem Sumpf zu ziehen?
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Caine » Mo 27. Jul 2015, 12:34

SpamBot hat geschrieben:
Caine hat geschrieben:
Das sehe ich genau wie du. Bloß, wenn man eh schon kein Geld hat, wieso stellt man dann noch zusätzlich neue Beamten ein ohne die zu entlassen, die nichts tun? Macht für mich Null Sinn.

Es werden doch Beamte entlassen. Ich hab die neuen Zahlen nicht, aber bis 2012 wurden ca, 10% entlassen.


Und gleich nach der Wahl har Syriza angefangen, die entlassenen wieder einzustellen.

Finanzbeamte sind idr. Studierte die dann zusätzlich noch ausgebildet werden müssen. Die will Tsipras zurückholen und zusätzlich passende Bewerber ausbilden und einstellen. Die Deutschen helfen mit und Griechenland bekommt ein funktionierendes Finanzsystem und Katasteramt.
Computer, Internet und die Akten müssen digitalisiert werden. Das macht doch alles Sinn.


Klar, macht schon Sinn, aber es ist halt vielleicht zielführend nicht direkt mit der Maßnahme anzufangen, die von den Kreditoren als eindeutiger Vertragsbruch angesehen wird (die Maßnahmen, die Samaras getroffen hat, wieder rückgängig zu machen).

Ich bin ziemlich sicher dass das alles bedeutend besser angekommen wäre wenn man versucht hätte, es auch kostenneutral zu gestalten anstatt im Alleingang erstmal die Leute, von denen man neues Geld haben will, täglich vor den Kopf zu stoßen und jedes Vertrauen zu zerstören.

Das Referendum war ja nur der letzte diesbezügliche Stunt. Kannst Du mir mal erklären was das sollte?
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Klaus Hirschkuh » Mo 27. Jul 2015, 12:37

Caine hat geschrieben:Das Referendum war ja nur der letzte diesbezügliche Stunt. Kannst Du mir mal erklären was das sollte?

Das würde mich auch interessieren.
Ich bremse nicht für Kapern und sonstiges Fischgedöns!
(c) Klaus Hirschkuh 2011
Das benutzen dieser Phrase ohne schriftliche Genehmigung stellt eine strafbare Handlung gem. §3b STFU dar.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Mo 27. Jul 2015, 12:40

Das Referendum war ja nur der letzte diesbezügliche Stunt. Kannst Du mir mal erklären was das sollte?

Ich weiß das auch nicht. Ev. war Syriza der Grexit zu riskant, oder es gab hinter verschlossenen Türen neue Angebote für einen Schuldenschnitt. Keine Ahnung.

Und gleich nach der Wahl har Syriza angefangen, die entlassenen wieder einzustellen.

Das stimmt so nicht. Was stimmt, es war sein Wahlversprechen und einige wurden wieder eingestellt. Da waren aber auch etliche Angestellte dabei, wie z.B. Putzfrauen. Die Pseudobeamten und Korrupten, soweit bekannt, werden nicht wieder in den Staatsdienst befördert.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Caine » Mo 27. Jul 2015, 13:19

SpamBot hat geschrieben:
Das Referendum war ja nur der letzte diesbezügliche Stunt. Kannst Du mir mal erklären was das sollte?

Ich weiß das auch nicht. Ev. war Syriza der Grexit zu riskant, oder es gab hinter verschlossenen Türen neue Angebote für einen Schuldenschnitt. Keine Ahnung.


Na wenn, dann hat er höchstens in allerletzter Sekunde kalte Füße gekriegt. Mit dem Verhandlungsabbruch eine Minute vor Zwölf und diesem Referendum hat er jedes Vertrauen der Kreditoren verspielt, Griechenland vom Kaptialfluß abgeschnitten und so dem Land enorm geschadet, nur um das Ergebnis dann zu ignorieren, doch wieder nach Brüssel zu kriechen und dann einen bedeutend schlechteren deal zu akzeptieren als eine Woche zuvor noch auf dem Tisch lag.

Sinn macht das auch meiner Sicht überhaupt keinen.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Mo 27. Jul 2015, 13:44

Du meinst Tsipras, Syriza ist die Partei. Ich hab mich da auch gerade beim copy paste verhauen, weil die Griechennamen so schwer zu schreiben sind. :grin:
doch wieder nach Brüssel zu kriechen und dann einen bedeutend schlechteren deal zu akzeptieren als eine Woche zuvor noch auf dem Tisch lag.

Das werden die Verhandlungen jetzt zeigen welcher Deal am Ende rauskommt.
In ca. 4 Wochen sind wir schlauer.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Caine » Mo 27. Jul 2015, 13:47

Max P hat geschrieben:
EsoxCommander hat geschrieben:Das gibts ja gar nicht, wie großartig ist das denn. Ich setz mich sofort hin und schreibe ein Drehbuch aus dem Artikel, unglaublich

Eben, ein Drehbuch eines rechten Schmierblattes. Allerdings ein wesentlich harmloseres als die Drehbücher der "Eurogruppe".


Dein Held hat diesen Bericht jetzt bestätigt:

Mr Varoufakis told the Telegraph that the quotes were accurate but some reports in the Greek press had been twisted, making it look as if he had been plotting a return to the drachma from the start.

"The context of all this is that they want to present me as a rogue finance minister, and have me indicted for treason. It is all part of an attempt to annul the first five months of this government and put it in the dustbin of history," he said.

"It totally distorts my purpose for wanting parallel liquidity. I have always been completely against dismantling the euro because we never know what dark forces that might unleash in Europe," he said.

The goal of the computer hacking was to enable the finance ministry to make digital transfers at "the touch of a button". The payments would be 'IOUs' based on an experiment by California after the Lehman banking crisis.

A parallel banking system of this kind would allow the government to create euro liquidity and circumvent what Syriza called "financial strangulation" by the ECB.

[...]

Mr Varoufakis said any request for permission would have tipped off the Troika immediately that he was planning a counter-attack. He was ready to activate the mechanism the moment he received a "green light" from the prime minister, but the permission never came.

"I always told Tsipras that it will not be plain sailing but this is the price you have to pay for liberty," he told the Telegraph.

"But when the time came he realised that it was just too difficult. I don't know when he reached that decision. I only learned explicitly on the night of the referendum, and that is why I offered to resign," he said. Mr Varoufakis wanted to seize on the momentum of a landslide victory in the vote but was overruled.


Na immerhin hatten sie einen Plan B, auch wenn Tsipras anscheinend wirklich im letzten Moment kalte Füße gekriegt hat. Wobei das ganze wirklich zunehmend lächerlich ist, einen Ausstieg aus dem Euro hätte man auch ohne Computerkriminalität und Hochverrat hinkriegen müssen.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Mo 27. Jul 2015, 14:02

Sorry, aber Staatseigentum wieder in seinen Besitzt zurückzuführen ist weder Hochverrat oder ein Putsch.

Varoufakis ist mein Held. :devil:

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Caine » Mo 27. Jul 2015, 15:06

Wenn du meinst ...
Ich meine, Griechenland kann ja machen was es will, ist halt nur blöd dass es Geld geliehen haben will.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Mo 27. Jul 2015, 15:47

SpamBot hat geschrieben:Sorry, aber Staatseigentum wieder in seinen Besitzt zurückzuführen ist weder Hochverrat oder ein Putsch.

Varoufakis ist mein Held. :devil:


Nein, wäre es nicht, es wäre schlichter Diebstahl.

In der Münze stehen die Druckmaschinen, mit denen die griechische Zentralbank im Auftrag der EZB eine genau festgelegte Anzahl von Euro-Banknoten drucken darf. (...)
In den Tresoren der Münzanstalt sowie in den Zweigstellen der griechischen Zentralbank im ganzen Land lagern erhebliche Bargeldbestände – 22 Milliarden Euro nach Angaben von Lafazanis. Wenn man darauf zugreife, könne man über mehrere Monate hinweg Renten und Gehälter im Staatsdienst zahlen, während man den Übergang zu einer eigenen Währung vorbereite.
(...)
Die Scheine dürfen allerdings ohnehin nur mit Zustimmung der EZB in Umlauf gebracht werden. Hätten die Syriza-Verschwörer die Tresore geplündert oder die Notenpresse des Nomismatokopeion angeworfen, um weitere Scheine zu drucken, wäre daraus automatisch Falschgeld geworden.


Bei der EZB Kohle wäre es Diebstahl gewesen und bei der griechischen Kohle hätte es keinen Putsch gebraucht, wie Caine schon feststellte.
Wie auch immer, es fehlte Tsipras wohl einfach der Mumm um das Ding durch zu ziehen. Dem linken Revolutionsromantiker Varoufakis ist wohl zu zutrauen, dass er mitgemacht hätte.
Man sieht ja wieviel Applaus er für seine Che-Guevara-Robin-Hood-Ich-mache-tausende-Leute-mit-drei-Fischen-satt-Nummer bekommt.
Der ist im Müll. Wenn du dich homophob äußern willst, ...
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon DauergrillerIn » Mo 27. Jul 2015, 17:49

Ich hätte eine Griechenland-getriebene Rückkehr zur Drachme klasse gefunden. Dann wären wir sie endlich los geworden. Ok, neben der Ukraine brauchen wir jetzt nicht unbedingt noch einen "Failed State" in Europa, aber der Griechenland-Urlaub wäre dauerhaft unschlagbar billig geworden. Und natürlich sehr, sehr .... "ursprünglich".
" Leben ohne Tod ist nicht denkbar. Wer das erkennt und das Töten annimmt ist zwar kein besserer Mensch als andere, doch er ist ein mündiger Mensch, ein Erwachsener in der Gesellschaft von Kindern, die den Tod leugnen."
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Bloedmann
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Bloedmann » Mo 27. Jul 2015, 21:17

Caine hat geschrieben:Na immerhin hatten sie einen Plan B, auch wenn Tsipras anscheinend wirklich im letzten Moment kalte Füße gekriegt hat. Wobei das ganze wirklich zunehmend lächerlich ist, einen Ausstieg aus dem Euro hätte man auch ohne Computerkriminalität und Hochverrat hinkriegen müssen.

Ich dachte erst das ist so eine BILD-Räuberpistole aber da scheint ja doch was dran zu sein?!
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Varoufakis-hatte-einen-Plan-B-article15599221.html
Bevor Alexis Tsipras im Januar die Wahlen gewann, "hat er mir grünes Licht gegeben, einen Plan B auszuarbeiten. Und ich stellte ein sehr fähiges Team zusammen", so Varoufakis gegenüber den Fondsmanagern. Es sei aus naheliegenden Gründen klein gewesen. Zu dem Team habe ein Freund aus Kindertagen gehört, der mittlerweile Informatik-Professor an der Columbia Universität sei. Dieser habe sich später Zugang zum Computersystem der Steuerverwaltung verschafft, das unter Kontrolle der Gläubiger gestanden habe. Ziel sei es gewesen, an die Steuerdaten griechischer Bürger und Unternehmen heranzukommen und diese für den Aufbau eines parallelen Zahlungssystems zu verwenden. Die Währung wäre weiterhin der Euro gewesen, so Varoufakis. Aber "per Knopfdruck" hätte man das System auf die Drachme umstellen können.

Und der Mann ist wirklich Professor für Ök.. ök... öko... logisch na äh Wirtshauswesen oder so??? :???: :gaga: :???: Der ist doch total gaga! Den Plan hat der doch mit seiner DVD-Sammlung und einer Kiste Imiglykos zusammen entwickelt. :bash:

Und was labert der jetzt für ein belangloses Zeug a la "schaut-mal-wie-wichtig-ich-bin-lalalalaalaaa..."
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Varoufakis-Tsipras-bot-mir-neues-Ministerium-an-article15601316.html

Er habe Tsipras nach dem Votum getroffen, so Varoufakis. "Da saß er, ich ging vorüber. Er breitete die Arme aus, sehr warmherzig. Dann umarmten wir uns und küssten uns sogar."

Wer will das wissen? Das ist doch nicht cool.

Er werde seinen Sitz im Parlament behalten, sagte Varoufakis. "Ich mag es wirklich, Hinterbänkler zu sein. Es ist großartig. Es ermöglicht, seine Meinung zu sagen, zu schreiben und Freunde außerhalb Griechenlands zu besuchen", sagte der Ex-Finanzminister. Er war nach dem Referendum Anfang Juli zurückgetreten.

Na da wird sich der Grieche(™) aber für seinen Kurzeit-Zaubereiminister aber freuen. :gaga:

Es tut mir leid werte Varoufakeianer ich verstehe es immer noch nicht was an diesem Hallodri dran sein soll. Vielleicht wenn es die Zeit erlaubt, werde ich mal eines seiner Werke lesen, auch wenn ich Simpel sicher das meiste nicht verstehen werde. Aber nur wenns das in der örtlichen Bibliothek gibt, ich habe keine Lust diesem Spinner auch nur eine müde Drachme in den Hals zu werfen.
WER SAHNE WILL MUSS KÜHE SCHÜTTELN!

Merapi
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Merapi » Mo 27. Jul 2015, 21:27

Ich hätte doch Psychiater werden sollen. Da bekommt man wenigstens Geld, wenn man sich mit Irren befasst.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Di 28. Jul 2015, 17:50

Das Erfolgsrezept von Merkel und Schäuble

Wachstum durch Sparen

Die Kürzung der Staatsausgaben und Senkung der Löhne hätten in allen Krisenländern außer in Griechenland zum Erfolg geführt, lautet die wiederkehrende Formel. In Hellas sei dies nur an der Inkompetenz der jetzigen Regierung gescheitert.
....
"Irland, Portugal und Spanien" seien "auf einem guten Weg", erklärte etwa Ludger Schuknecht, Abteilungsleiter bei Finanzminister Schäuble. Dort seien die Staatsfinanzen gesundet, das Wachstum habe wieder eingesetzt und würde neue Jobs schaffen. Auch Griechenland sei "2014 auf einem gutem Weg" gewesen, und das "Wachstum kehrte zurück", behauptete Schuknecht.
...
Die Rezession hatte sich in Griechenland bloß verlangsamt

Das klingt plausibel – und ist doch grob irreführend. Das beginnt schon mit dem Ausmaß der verfügten Kürzungen. Von 2009 bis 2014 fielen in Griechenland unter dem Druck der Gläubiger die Ausgaben des Staates um mehr als 30 Prozent. Übertragen auf Deutschland wäre das mehr als der ganze Bundeshaushalt. In der Folge schrumpfte die griechische Wirtschaft um 27 Prozent, und anders als behauptet war sie 2014 keineswegs auf Wachstumspfad. Die Rezession hatte sich im Sommer mit der wachsenden Touristenzahl nur verlangsamt. Aber schon im vierten Quartal, als von Neuwahlen noch nicht die Rede war, schrumpfte die Wirtschaftsleistung erneut um 0,4 Prozent. Der "gute Weg" war gar keiner.

Verglichen mit diesem Kahlschlag waren die Programme in den anderen Krisenstaaten sanft. Irland kürzte die Ausgaben im gleichen Zeitraum um neun Prozent, in Portugal und Spanien waren es nur sieben Prozent. Auch dies hat den wirtschaftlichen Einbruch in den drei Staaten verschärft, zumal die erzwungene "Liberalisierung des Arbeitsmarktes" auch die Löhne erheblich drückte. Dass es auf der iberischen Halbinsel nicht weiter abwärts geht, hat jedoch nichts mit einer märchenhaften "Gesundung" zu tun. Der Grund ist viel simpler: Die Regierungen sparten sich das Sparen.

So verabschiedete sich die konservative spanische Regierung schon 2013 in aller Stille von der Kürzungspolitik, und prompt setzte die Konjunktur wieder ein. Die Arbeitslosenquote liegt zwar noch immer bei 22 Prozent. Aber die Richtung stimmt. Dafür allerdings bediente sich Finanzminister de Guindos ungeniert am Kapitalmarkt. Er hatte versprochen, 2014 nur noch neue Kredite in Höhe von 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung aufzunehmen. Tatsächlich waren es mit 5,8 Prozent mehr als doppelt so viel und weit mehr als in Griechenland. Doch die Eurogruppe lässt Madrid gewähren. Ein drohender Regierungswechsel in Spanien wiegt wohl schwerer als das Spardogma.

Ähnlich verläuft die angebliche Erfolgsgeschichte in Portugal. Dort stoppte das Verfassungsgericht 2012 weitere Kürzungen im öffentlichen Dienst, weil diese nach Meinung der Richter die Last der Anpassung zu ungerecht verteilte. Seitdem schrumpft Portugals Wirtschaft zumindest nicht mehr und die Arbeitslosigkeit sinkt. Der wichtigste Grund dafür ist allerdings die anhaltende Auswanderungswelle. Woche für Woche verlassen rund 1.000 Portugiesen ihr Land.

Ein Geschenk, von dem die Griechen nur träumen können

Das gleiche Phänomen plagt auch Irland. Aber die grüne Insel verfügt mit den Europazentralen vieler amerikanischer Elektronik- und Pharmakonzerne über eine starke Exportbasis. Mit dieser US-Enklave hat die irische Wirtschaft am Aufschwung in Nordamerika teil. Erhöhte Exporte gleichen die geschrumpfte Binnennachfrage teilweise aus. Hinzu kommt noch ein Geschenk, von dem die Griechen nur träumen können. Auch Irlands Schuldenlast, verursacht durch die Rettung von fünf Pleitebanken, war nicht tragfähig. 31 Milliarden Euro davon, entsprechend fast 20 Prozent der Wirtschaftsleistung, kamen von der Zentralbank. Eigentlich hätte Irland sie längst zurückzahlen müssen, weil die Staatsfinanzierung mit der Notenpresse in Euroland verboten ist. Aber die Iren verwandelten die Zahlungspflicht kurzerhand in Anleihen, die sie erst ab 2038 tilgen werden – und die EZB ließ sie gewähren. Seitdem geht es aufwärts in Dublin.

So belegen die proklamierten Erfolge der Euroretter das Gegenteil ihrer These. Nicht die Sparpolitik, sondern deren Ende einschließlich Schuldenstreckung ist die beste Methode, die Krise zu überwinden.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015 ... iechenland

Italien und Frankreich fehlen da noch.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Di 28. Jul 2015, 18:39

Die Griechen haben schon immer mit offenen Karten gespielt. :bgrin:
https://www.youtube.com/watch?v=3DrZS2E__No

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Donnervogel » Do 30. Jul 2015, 09:26

Neuer Reigen im Griechenlandkarussell:
1. Generalstaatsanwalt Efterpi Koutzamani lässt Möglichkeiten der Anzeige gegen Varoufakis wegen Vernachlässigung der Amtspflichten, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Hochverrat prüfen.
Ich für meinen Teil glaube ja eher, dass das so eine "Nebelkerzen-durch-Bauernopfer"-Aktion ist. Man "liquidiert" einen politischen Gegner und lenkt damit von den eigenen Verfehlungen ab. Ungeachtet dessen: Der Parlamentsvizepräsident Alexis Mitropoulos behauptet: ""Mit seiner Geschwätzigkeit, seiner Naivität und seiner alles überbordenden Rechthaberei hat er (Varoufakis) unserer Sache offensichtlich geschadet." Ich denke, man kann Whatthefuckis sehr viel vorwerfen, aber nicht, dass er naiv wäre. Er ist eine unbequeme Großschnauze. Klar. Er ist ein Klugscheißer und Rechthaber. Ebenfalls d'accord. Aber er ist nicht naiv! Varoufakis wollte taktieren, abchecken, teilweise einschüchtern und seine Spieletheorien mal auf der großen Bühne erproben. Das macht man nicht, wenn man naiv ist. Ich halte den Kerl im Gegenteil sogar für ziemlich gerissen. Dumm für ihn war nur, dass er sich verkalkuliert hat. Die blöden Spendensammler wollten nicht mitspielen. Zumindest nicht nach seinen Regeln.

2. Tsipras deutet Neuwahlen an.
Offenbar bröckelt die Mehrheit von Tsipras im Parlament immer weiter. Jetzt kündigt er Neuwahlen an für den Fall, dass er sogar die Mehrheit, die er bislang noch durch die Opposition hatte, verliert. Sicher, es bleibt ihm dann wohl nichts Anderes übrig. Aber ich möchte nicht in der Haut desjenigen stecken, der diesen Augiasstall nach dem (möglichen) Fall der Tsipras-Regierung ausmisten muss. Der Laden ist hochverschuldet, es sind krasse Sparmaßnahmen beschlossen worden, die Kontrollinstitutionen stehen im Land wie ein strenger Lehrer hinter einem ungezogenen Schüler, und dann eventuell auch noch ein Regierungswechsel? Kann dieses Land eigentlich noch tiefer in die Scheiße sinken?
Veganismus ist wie ein Penis.
Es ist okay, wenn Du ihn hast.
Und es ist okay, wenn Du drauf stolz bist.
Aber fuchtle damit bitte nicht in der Öffentlichkeit rum.
Und wenn Du versuchst, meine Kinder damit zu penetrieren, kriegst Du mächtig Ärger mit mir!


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