Griechenlandkrise [abgetrennt]

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jac.daco
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon jac.daco » Mo 24. Aug 2015, 16:51

Max P hat geschrieben:
jac.daco hat geschrieben:Der neue Kredit ist ja auch schon Klasse gelungen. Wir haben Geld rüber geschoben und die haben es gleich wieder zurück geschoben und damit ihren Kredit bedient. Was soll das? Geholfen wurde damit keinem.

Sag ich ja auch die ganze Zeit.

Bei einem Unterschied, du möchtest deren Schulden annulieren und neues Geld rüber reichen, daß möchte ich wie die meisten Leute die hier für ihr Geld arbeiten und Steuern zahlen müssen nicht.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Mo 24. Aug 2015, 17:33

jac.daco hat geschrieben:
Max P hat geschrieben:
jac.daco hat geschrieben:Der neue Kredit ist ja auch schon Klasse gelungen. Wir haben Geld rüber geschoben und die haben es gleich wieder zurück geschoben und damit ihren Kredit bedient. Was soll das? Geholfen wurde damit keinem.

Sag ich ja auch die ganze Zeit.

Bei einem Unterschied, du möchtest deren Schulden annulieren und neues Geld rüber reichen, daß möchte ich wie die meisten Leute die hier für ihr Geld arbeiten und Steuern zahlen müssen nicht.


Über den Punkt was einer möchte sind wir aber schon lange hinaus. Diesen Schuldenberg können die elf Mio Griechen niemals abarbeiten. Ohne Schuldenschnitt geht es nicht. Es ist unmöglich, diesen Berg könnten nicht mal elf Mio Bayern abarbeiten, selbst dann nicht wenn VW und Mercedes bayrische Unternehmen wären.

Ohne 1/3 bis die Hälfte des Geldes verloren zu geben, ist alles verloren.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Mo 24. Aug 2015, 19:06

Bei einem Unterschied, du möchtest deren Schulden annulieren und neues Geld rüber reichen,

Wo hat das Max geschrieben?
daß möchte ich wie die meisten Leute die hier für ihr Geld arbeiten und Steuern zahlen müssen nicht.

jetzt bekommst du deutscher Steuerzahler noch mehr Schulden aufs Auge gedrückt und merkst es nicht mal wer das beschlossen hat.
Der Schuldige ist auch schon gefunden. Der Grieche ist schuld.

Max hat schon recht, das Thema ist Vegan.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon jac.daco » Mo 24. Aug 2015, 20:25

Nö, ich merke schon wer alles für diesen Beschluß steht. Und ich werde auch 2016 mich erinnern können. Da alles ja alternativlos ist wird es Zeit sich nach Alternativen um zu schauen.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Mo 24. Aug 2015, 21:43

Ein echter Varoufakis wie wir ihn lieben, wir Deutschen. :devil:
http://www.stern.de/politik/ausland/yan ... 68972.html

@ Max P
kennste das Interview schon? Varoufakis spricht da auch kurz über die Presse von GR. Ich wollte das nicht, weil mir sonst jemand kommt und mir womöglich nen Aluhut verpasst, aber es noch viel schlimmer wie beschrieben. :grin:

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon SpamBot » Mo 24. Aug 2015, 21:48

Und noch ein aktuelles Video von ihm mit Stephan Lamby
https://www.youtube.com/watch?v=weFirlr6SrE

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Bloedmann » Mo 24. Aug 2015, 23:06

Im Ersten lief gerade dazu die Doku für die das Interview gemacht wurde:
http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Sch%25C3%25A4uble-Macht-und-Ohnmacht/Das-Erste/Video?documentId=30227592&bcastId=799280
Schäuble - Macht und Ohnmacht

24.08.2015 | 75:14 Min. | UT | Verfügbar bis 24.08.2016 | Quelle: Das Erste

Monate voller Dramatik: Wolfgang Schäuble rast durch Europa und verhandelt wegen Griechenland. Kann er die Regierung in Athen zu Reformen drängen? Nimmt er einen Grexit in Kauf oder treibt er ihn womöglich an? Was ist seine Motivation? Auf Schäubles zahllosen Reisen dabei: seine engsten Mitarbeiter und Bodyguards - und der Dokumentarfilmer Stephan Lamby mit seinem Kameramann im Auftrag des SWR.


Hab leider nur die letzten Minuten geschafft. Bisschen zuviel um die Ohren michse momentan haben.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Di 25. Aug 2015, 01:20

SpamBot hat geschrieben:Ein echter Varoufakis wie wir ihn lieben, wir Deutschen. :devil:
http://www.stern.de/politik/ausland/yan ... 68972.html

@ Max P
kennste das Interview schon? Varoufakis spricht da auch kurz über die Presse von GR. Ich wollte das nicht, weil mir sonst jemand kommt und mir womöglich nen Aluhut verpasst, aber es noch viel schlimmer wie beschrieben. :grin:

Es ist anscheinend wirklich so schlimm wie ich es befürchtet habe. Grinsen kann ich darüber allerdings nicht. :angry:
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Mi 2. Sep 2015, 23:29

In diesem scheiß Land kann man sich auf verdammt gar nichts mehr verlassen.

Als Tsipras sich zu Neuwahlen entschlossen hat, haben ihm die Meinungsforschungsinstitute noch weit über 40% vorausgesagt, kurz nach dem Referendum war von der absoluten Mehrheit für Syriza die Rede... Und jetzt? 25%, Kopf an Kopf mit den Konservativen.

Wie nennt man das, wenn Verräter verraten werden?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-syriza-partei-erstmals-hinten-a-1051132.html
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon jac.daco » Do 3. Sep 2015, 18:56

Die Verarsche mit seiner Volksbefragung war wohl doch ne Nummer zu groß. Mit dem Volk ist es aber auch so eine Sache. Nie wählen die so wie sie sollen.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Bloedmann » Di 9. Feb 2016, 12:23

Der Gockel ist wieder da: http://www.facebook.com/DiEM25page/ 

Für alle nicht-Fratzenbuchler: 

Varoufakis ist wieder da

Der Pop-Star der Linken und Hassfigur der Wirtschaftsliberalen, Yianis Varoufakis, will politisch wieder mitmischen.(Foto: dpa)Der frühere griechische Finanzminister Yianis Varoufakis ist zurück und startet mit Mitstreitern aus ganz Europa eine neue Demokratiebewegung. Der linke Ökonom will unter dem Dach des Netzwerkes "Democracy in Europe Movement 2025" (DiEM25) verschiedene Protestbewegungen zusammenführen. "Der rasche Zerfall Europas muss gestoppt werden", sagte Varoufakis im Berliner Theater "Volksbühne".Er warnte vor einem neuen Nationalismus in Europa und einer Situation wie in den 1930er Jahren. Varoufakis betonte, es gehe ihm nicht darum, eine neue Partei zu gründen aus einem bestimmten Land heraus. Vielmehr gehe es um eine grenzüberschreitende Bewegung, die allen demokratischen Kräften offen stehe - Linken, Grünen, Sozialisten und Liberalen.


Braucht wohl Stoff für das nächste Buch. :rolleyes:
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Di 9. Feb 2016, 13:04

Varoufakis betonte, es gehe ihm nicht darum, eine neue Partei zu gründen aus einem bestimmten Land heraus. Vielmehr gehe es um eine grenzüberschreitende Bewegung, die allen demokratischen Kräften offen stehe - Linken, Grünen, Sozialisten und Liberalen.


Meine Güte, dieses dumme Zeug erzählt er jetzt schon seit Monaten. Was soll das sein? Was soll das bringen? Wie soll das funktionieren?

So einen realitätsfernen Mist habe ich echt noch selten gehört.

Hat sich Slavoi Zizek schon dazu geäußert? Im Prinzip mögen die sich ja ("How proud I am to be here with Yanis, for otherwise I hate him but bla bla bla...") aber ich schätze diesen salonsozialistischen Hirnfurz wird er Gaunerakis mit dem ihm eigenen Pessimismus und Realismus in tausend kleine Teilchen zerfetzen.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Di 9. Feb 2016, 18:58

EsoxCommander hat geschrieben:Meine Güte, dieses dumme Zeug erzählt er jetzt schon seit Monaten. Was soll das sein? Was soll das bringen? Wie soll das funktionieren? .

Wird man sehen. Und was wirfst du ihm eigentlich vor? Dass er in wenigen Monaten keine Revolution initiiert hat? Ich als eingefleischter Linksfaschist finde seine Initiative jedenfalls erstmal sehr gut. :wurst:
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon jac.daco » Di 9. Feb 2016, 19:05

EsoxCommander hat geschrieben:salonsozialistischen Hirnfurz

Wohl die beste Beschreibung des Vorgangs. Es lebe die Weltrevolution.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Der vom Donnerstag » Di 9. Feb 2016, 21:07

Faszinierend, wie sehr Varoufakis polarisiert. Das schafft nicht mal Trump ... :/
[l] Die US-Republikaner sind ja traditionell "Law&Order" und "strong against crime" und so weiter, da verwundert es dann auch nicht weiter, wenn die sich im Wahlkampf gegenseitig zu überbieten versuchen. Ted Cruz findet, Waterboarding sei ja gar keine Folter, und Trump meint, Waterboarding sei für ihn ja nur sowas wie ein guter Anfang, er will da noch deutlich Schlimmeres tun.
http://blog.fefe.de/?ts=a84948e8

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon jac.daco » Di 9. Feb 2016, 21:18

@ DvD, einige hier haben im Gegensatz zu Anderen hier persönliche Erfahrungen mit dem real existierenden Sozialismus gemacht. Aus diesem Grund können diese Leute recht genau einschätzen woran das System krankt ohne einen verklärten Blick auf die Sozialromantik. Der in der Regel Leute anhängen die noch nie selber davon betroffen waren und vor allen Dingen für die die Forderungen noch nie zugetroffen haben. Salonschwafler halt.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Di 9. Feb 2016, 21:46

jac.daco hat geschrieben:@ DvD, einige hier haben im Gegensatz zu Anderen hier persönliche Erfahrungen mit dem real existierenden Sozialismus gemacht.

Als ob Varoufakis und andere sowas wiederbeleben wollten und als ob es im real existierenden Kapitalismus keinen Reformbedarf gäbe! :facepalm: :rolleyes:
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon tori » Di 9. Feb 2016, 22:11

das bestreitet ja niemand. Allerdings wissen die real sozialistisch Geprägten, wohin die Reformen nicht hingehen sollen.
Liebe Eso-Deppen und Aluhut-User,

Seid versichert: das Leuchten in Euren Augen ist nur das Licht der Sonne, welches durch Eure hohle Birne scheint.
von @ nochsoeine

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Di 9. Feb 2016, 23:01

tori hat geschrieben:das bestreitet ja niemand. Allerdings wissen die real sozialistisch Geprägten, wohin die Reformen nicht hingehen sollen.

Max P hat geschrieben:Als ob Varoufakis und andere sowas wiederbeleben wollten
Ich bin der festen Überzeugung!

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Forenstalker » Di 9. Feb 2016, 23:14

Und am Ende nichts als hohle Phrasen und literweise Rot.

Von Herrn Varoufakis erwarte ich in etwa genau soviel Wirkleistung wie von Oskar Lafontaine. Auch wenn beide mit vielem sicher Recht haben: Recht haben allein reicht nicht.
"Everything you see in the internet is 100% true"
--Abraham Lincoln

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Mi 10. Feb 2016, 00:38

Forenstalker hat geschrieben:Und am Ende nichts als hohle Phrasen und literweise Rot.

Von Herrn Varoufakis erwarte ich in etwa genau soviel Wirkleistung wie von Oskar Lafontaine. Auch wenn beide mit vielem sicher Recht haben: Recht haben allein reicht nicht.


Theoretisch Recht haben. Deshalb nennt man sie ja Salonsozialisten, Luftpumpen die Luft pumpen, Schaumschläger, Schwadroneure, Schnellspritzer, Luftikusse etc.

Genau das macht Varoufakis in Berlin. Er furzt, ganz Professor, intellektuelle Blasen in die Welt hinein.

Und was wirfst du ihm eigentlich vor? Dass er in wenigen Monaten keine Revolution initiiert hat? Ich als eingefleischter Linksfaschist finde seine Initiative jedenfalls erstmal sehr gut. :wurst:


Auch wenn ich im persönlichen Kontakt mit diesem Windbeutel, jederzeit zwei Armlängen Abstand halten würde, ich sehe nicht rot wenn ich seinen Namen lese. Ich wünsche mir schon noch, dass er mich mal mit was Konkretem überrascht. Allein das Gegenteil ist der Fall, er bringt einfach keine Werte welche in der Politik absolut wichtig sind: Realismus, Berechenbarkeit, Stringenz, Solidität und ähnliche Sachen. Er gibt nur den Sozialrevoluzer, mimt Che als Prof, geriert sich als Visionär der Geknechteten etc.

Deswegen passt der Vergleich mit Lafontaine ganz gut, beide sind mit ihren VISIONEN oder THEORIEN in und an den REALITÄTEN des politischen Geschäfts gescheitert und haben nichts draus gelernt.
Lafontaine hat sich ins sichere Biotop der Fundamentalopposition zurückgezogen wo er verbalradikalisiert hat wie er wollte.

Gaunerakis ist da wesentlich professoraler und intellektuell selbstverliebter, der träumt offenbar immer noch von einer friedllichen, linken Graswurzelbewegung großer Bevölkerungsmassen, inspiriert durch Ideen seines Lehrstuhls, die nicht nur den Arbeitern sondern auch den Bankern bis rüber nach New York die Augen öffnen und sie sich selber einen Ehrenkodex auferlegen lassen, der sie zur freiwilligen Zahlung einer Transaktionssteuer verpflichtet, auf überhöhte Bonuszahlungen verzichten lässt, sowie die Erfindung zutiefst perfider Marktmechanismen zur Profiterhöhung ohne finanzwirtschaftlichen Nutzen freiwillig unterbindet. Klar und der Papst wird evangelisch...

Ich habe schon letztes Jahr in diesem Faden geschrieben wie unglaublich weltfremd ich es finde, dass Varoufakis in die Politik geht ohne die politischen Spielregeln auch nur ansatzweise verstanden zu haben. Er setzt sich vor seine 18 Ministerkollegen, hält denen Vorlesungen, lässt ein Band laufen und schafft es als Erster 18:1 Entscheidungen gegen sich zu generieren... Unglaublich, was für ein Pinsel.

Wie weltfremd er aber tatsächlich ist, sehen wir jetzt, wenn er offenbart, dass er nichts, aber auch rein gar nichts aus seiner ersten Erfahrung mit richtiger, echter, harter Politik gelernt hat.
In keinem Interview auch nur ein Wort der Selbstkritik, nein, die Politik, oder als Synonym, Schäuble bzw die EU, ist Schuld an allem Übel.
Ende des Jahres hat er dem stern ein Interview gegeben, man kann auch sagen, medial auf sich selber onaniert, nach dessen Lektüre man sich fragt, warum wir in Europa Varoufakis nicht zum französischen Präsidenten, Bundeskanzler und Kommissionspräsidenten gleichzeitig wählen.

Aber ich komm schon wieder ins Schwärmen wenns um diesen SozialistenToyBoy geht. Was ich meine drücken seine Freunde von der SED so aus:

Im Manifest werde zwar eine starke europäische Demokratie verlangt, aber gleichzeitig die nationale Souveränität betont. "Kein Staat kann seine Souveränität völlig selbstständig ausüben", wenn es Mitglied in der EU sei, schreibt Giegold. Hier würden "falsche Versprechungen" gemacht. Europa leide zwar an zu wenig direkter Demokratie, sei aber insgesamt nicht undemokratisch. Europa leide an zu wenig Transparenz vor allem in der EU-Kommission und dem Europäischen Rat. Vieles sei aber durch Reformen des Konstrukts EU verbesserungsfähig, deshalb müsse nicht das gesamte Konzept der Union samt ihres Vertragswerks infrage gestellt werden, wie es DiEM25 tut. (...)"

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/yanis-varoufakis-eu-demokratie-linke-partei-diem-2025

Das Letzte was Europa oder auch Deutschland braucht ist direkte Demokratie, die NPD fordert das ja seit Ewigkeiten ganz konkret. Bitte nicht.

Aber was mich ebenfalls fassungslos macht, ist der Umstand, dass die Politik absolut keine Lehre aus der Griechenlandkrise gezogen hat.
Ein Staat steht vor der Zahlungsunfähigkeit und weil es in einem unreifen System keine belastbaren Mechanismen für eine solche Situation gibt, können sich die Regierungen nur mit windigen und undemokratischen Geldschiebereien helfen. Würde ich als Ausrutscher durchgehen lassen, wenn es denn dann hieße: "Leute das war ganz knapp. Das darf nie wieder passieren. Wir brauchen sofort eine Struktur die im Falle einer Pleite regelt wie ein Staat in der EU behandelt wird. Wie ist das unter den deutschen Bundesländern geregelt? Wie ist das unter den amerikanischen Bundesstaaten geregelt? Packen wir es an, spätestens Anfang 17 müssen wir Gesetze raus gemacht haben."

Aber das ist ja viel zu konkret gefragt.. da will ja jemand verbindliche Vorschläge haben. Nein, da ist Varoufakis Bruder im Geiste von Andi Läsker, große Klappe, nix Konkretes dahinter. Immer nur Luft erwärmen aber nie den Rücken krumm machen.

Was Varoufakis da angestoßen hat ist keine Initiative, sondern wieder nur eine Verpuffung.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Vormund n.e. » Mi 10. Feb 2016, 07:38

Max P hat geschrieben:
jac.daco hat geschrieben:@ DvD, einige hier haben im Gegensatz zu Anderen hier persönliche Erfahrungen mit dem real existierenden Sozialismus gemacht.

Als ob Varoufakis und andere sowas wiederbeleben wollten und als ob es im real existierenden Kapitalismus keinen Reformbedarf gäbe! :facepalm: :rolleyes:


„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“
... könnte man seine Idee darauf runterbrechen? :devil:

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Mi 10. Feb 2016, 11:37

:muell:
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Mi 10. Feb 2016, 12:03

Schön, dass du einsiehst Max, dass diese Wichtigtuerei von Varoufakis in die Tonne gehört. Wahlweise noch ins Klo.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Der vom Donnerstag » Mi 10. Feb 2016, 15:26

Das ist gar nicht so OT wie mann auf den ersten Blick meinen könnte.
Warum echauffiert sich der doitsche Steuerzahler nicht über sowas? Aus der linksradikalen WELT:
Beschädigt die Deutsche Bank das ganze Land?

Das sollte es nie wieder geben. Die zentrale Lehre der Finanzkrise 2008 und der anschließenden Euro-Krise 2012 war: Banken dürfen für Staaten nicht gefährlich werden. Das Finanzsystem muss so stabil sein, dass es jede Schieflage verkraftet – ohne das der Steuerzahler bluten muss.

In diesen Tagen wird dieses Ziel einem unerwarteten Stresstest unterzogen. Ausgerechnet Deutschland, dass bei der Bankenreform am lautesten aufgetreten war, bekommt zu spüren, wie es ist, wenn das führende Geldhaus der Nation für so viel negativen Trubel sorgt, dass die Märkte die Kreditwürdigkeit des Landes ins Visier nehmen.

Die Probleme des Geldhauses werden von den Märkten inzwischen als so schwerwiegend erachtet, dass sogar der finanzielle Ruf Deutschlands leidet. Mit wenigen Tagen Verzögerung wird jetzt auch das Ausfallrisiko deutscher Bundesanleihen höher bewertet. Innerhalb kürzester Zeit ist es um knapp 70 Prozent gestiegen. Die Pleitewahrscheinlichkeit liegt zwar immer noch bei geringen 1,7 Prozent.

Doch die kräftige Bewegung zeigt, dass auch Deutschland nicht immun gegen darbende Kreditinstitute ist und der Steuerzahler zur Kasse gebeten werden dürfte, sollte der Schadensfall beim deutschen Branchenprimus eintreten. Außerdem wird offenbar eine florierende Bank von Weltgeltung als essenziell angesehen, damit eine Volkswirtschaft in der Globalisierung mitspielen kann.


Wird die Deutsche Bank alternativlos mit deutschem Steuergeld gerettet? Denn scheitert die Deutsche Bank, scheitert Europa und der Euro. Schafft ihr das? :devil:


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