Griechenlandkrise [abgetrennt]

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jac.daco
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon jac.daco » Mi 10. Feb 2016, 15:30

Ich hoffe das diese Bank im Fall des Falles einfach beerdigt wird. Wobei als erstes der Namensbestandteil Deutsche gestrichen werden sollte. Mit Deutsch hat dieses Spielkasino nämlich nichts zu tun. Deutschland wird durch die eher regelmäßig mit Dreck beworfen. Es gab doch bis jetzt keinen großen Bankskandal wo die nicht vorne bei mitgemischt haben.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Mi 10. Feb 2016, 18:26

Ok, Varouakis' Versuch, eine politische Initiative zu mehr Demokratie und Transparenz der EU ins Leben zu rufen, ist also völlig blödsinnig, traumtänzerisch und überflüssig und liegt überdies auf der Linie des ehem. Politbüros der SED. Oder gleich des Genossen Kim Jong Un. :keinpassendersmileydafür:
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Mi 10. Feb 2016, 19:03

Max P hat geschrieben:Ok, Varouakis' Versuch, eine politische Initiative zu mehr Demokratie und Transparenz der EU ins Leben zu rufen, ist also völlig blödsinnig, traumtänzerisch und überflüssig und liegt überdies auf der Linie des ehem. Politbüros der SED. Oder gleich des Genossen Kim Jong Un. :keinpassendersmileydafür:


Oha, mein Fehler, ich habe den MdEP Giegold bei der PostSED verordnet, das war falsch, der ist bei den Grünen. Dann ist das mit der SED natürlich Quatsch, weil es noch viel schlimmer ist.

Ich hab ja geschrieben, hast du wohl nicht gelesen, dass es genug Bedarf, ganz konkreten und dringenden Bedarf in der EU für Reformen gibt. Wenn man sich den Lobbyismus anguckt und wie die mit TTIP umgehen, dann dürfte auch klar sein, dass es genug Argumente für mehr Glasnost gibt.
Bedarf an Verbesserungen ist reichlich vorhanden, Bedarf an hart arbeitenden Politikern die die Dinge wie sie jetzt sind anpacken und verbessern, aber eben kein Bedarf an griechischen Popstars die auf ihrem akademischen Einhorn durch ihr salonsozialistisches Wolkenkuckuksheim reiten und dabei wahlweise die Internationale und Bella Ciao für ein sozialistisches Europa neu interpretieren.

Völlig unklar ist vor allem, wie die Demokratisierung umgesetzt werden soll. Zwar gibt die Initiative einen Zeitplan vor mit konkreten Maßnahmen, die innerhalb von einem oder von zwei Jahren kommen sollen. Aber wie will diese lose Initiative genügend Druck auf die nationalen Regierungen und die EU-Institutionen ausüben, um einen solch mammuthaften Reformprozess in Gang zu setzen? Im Manifest steht davon nichts.


Varoufakis ist von realistischer politischer Gestaltung soweit entfernt wie seine Milliardärsgattin davon den Euro zweimal umdrehen zu müssen.

Max, sieh es endlich ein. Der Typ befriedigt, durch deinen Applaus nur sein Ego. Mach die Augen auf, du bist noch jung, werf dein Leben nicht weg. Wir haben doch gesehen wie sehr er das Blitzlichtgewitter genossen hat. Wende dich lieber realistischen Linken (also keine Deutschen) wie den erwähnten Slavoj Zizek zu. Das bringt was, allerdings verkauft der keine Utopien...
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Mi 10. Feb 2016, 19:55

EsoxCommander hat geschrieben:griechischen Popstars die auf ihrem akademischen Einhorn durch ihr salonsozialistisches Wolkenkuckuksheim reiten und dabei wahlweise die Internationale und Bella Ciao für ein sozialistisches Europa neu interpretieren.

Grundgütiger, was für ein verquälter Stammtischbullshit. Ich sag ja, :keinpassendessmiley: da.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon jac.daco » Mi 10. Feb 2016, 20:28

Nun Max, ist aber auch eine schöne Scheiße, dass der blöde Plebs einfach nicht erkennt was gut für ihn ist. Obwohl alles so schön ausgedacht worden ist. Also bleibt nichts weiter übrig als alle zu ihrem Glück zu zwingen. Wäre ja gelacht wenn da was nicht geht.
Nennt sich Diktatur des Proletariats, auch wenn die gar nicht dran beteiligt sind. Damit ist immer schnell Marx zu Murks geworden. Und den Rest haben einige Live erlebt, mit allen dazu gehörenden Auswüchsen. So wie es keinen Kapitalismus light gibt, gibt es den Sozialismus light. Du bekommst immer nur die komplette Nummer.
Die linken/grünen Versuche die Meinungshoheit, Sprachgebrauch und Verbotsorgien zur Beglückung zu verwenden, zeigen für eine schöne Aussicht auf diese neue heile Welt.

Vielleicht kann ein Mod daraus einen neuen Faden schaffen, da der Rahmen der Griechenlandkrise leicht gesprengt wird.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Mi 10. Feb 2016, 21:26

Vielleicht kann ein Mod daraus einen neuen Faden schaffen, da der Rahmen der Griechenlandkrise leicht gesprengt wird.


Oh ja, stimmt, ich schlage vor: DiEM 2025 - Linke Alternative für ein demokratisches Europa der sozialistischen Brudernationalstaaten

Schade Max, dass du nicht auf die Inhalte eingehst, sondern nur auf den polemischen Teil. Aber gut, irgendwann taucht vielleicht unser Bomber Harries Fan Liebling der Götter auf und übernimmt deinen Part.

Dieser Beitrag hier ist nun wirklich von jemandem der der Sache aufeschlossen gegenüber steht, man könnte den ganzen Text zitieren, aber das muss reichen:

Getragen soll das Netzwerk nicht nur von Intellektuellen, sondern als „bottom-up“-Bewegung möglichst viele Menschen mitnehmen, Europa umzugestalten. Allen Demokrat*Innen aus dem linken, grünen, sozialdemokratischen, oder liberalen Milieu steht das Bündnis offen. Bei der Partizipation sollen nationale Grenzen wegfallen, Europas Vielschichtigkeit widerspiegeln, in dem Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen, Sprachhintergründen, Glauben, Geschlecht, oder sozio-ökonomischen Status integriert werden.

http://diefreiheitsliebe.de/politik/europa-nochmal-ganz-von-neu/

Max, war dein Name eigentlich mal ursprünglich Marx und das r ist flöten gegangen? Ich weiß ja nicht, ob du jemals aktiv Politik gemacht hast. Aber wenn du nur Beisitzer der Jugendabteilung auf Stadtverbandsebene der Mutterpartei warst, dann wirst du einen Eindruck davon bekommen haben, wie schrierig es ist, Mehrheitsmeinungen zu finden. Beschlüsse zu finden mit denen man arbeiten kann. Leute auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören, zum Verzicht eigener Positionen zu bewegen. Frag mal die Piraten wie unglaublich schwer das ist, die sind da nämlich dran gescheitert.

Und dann kommt einer mit dem Blödsinn daher, den ich da lese, vage, theoretisch, prophetisch, visionär und mit einer sozialistischen Eitelkeit die einen Lafontaine in den Schatten gestellt hätte ... Und das soll ich als erwachsener Mann mit Lebenserfahrung auch noch ernst nehmen? Tut mir leid, dazu steh ich leider zu deutlich mit beiden Beinen auf dem Boden.

Varoufakis Show in der Volksbühne ( der Schlingel: liegt das alte rote Theater doch am Rosa Luxemburg Platz und ist Berlin gleichzeitig der Hort der alteuropäischen Reaktionäre) erinnert mich an früher, als wir Jungs an der Theke standen, jede halbe Stunde sind wir vor die Tür gegangen und haben nen Joint kreisen lassen. Mit jedem Joint und jedem Bier wurden die Ideen immer besser, zum Schluß hatten wir eine wilde, superlustige Ideensammlung von der auch einer immer versprach sie aufzuschreiben weil da muss man so voll den geilen Film raus machen... Wie cool wir uns in diesen Momenten fühlten, wir hatten es einfach drauf.

Hat nie auch nur ein einziges Mal funktioniert.

PS: Ein Kumpel meinte eben: Vergiß Varoufakis Show, das macht er nur weil er Lafontaines Frau bügeln will... Kann auch sein.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Mi 10. Feb 2016, 22:24

jac.daco hat geschrieben:Also bleibt nichts weiter übrig als alle zu ihrem Glück zu zwingen.

Vielleicht kann ja bei Gelegenheit mal jemand erklären konstruieren, was das mit Varoufakis und seiner Initiative zu tun hat.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Mi 10. Feb 2016, 22:27

Schade, mit Max sind keine Unterhaltungen möglich. Er kann es nicht.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Grimm » Mi 10. Feb 2016, 22:40

EsoxCommander hat geschrieben:Schade, mit Max sind keine Unterhaltungen möglich. Er kann es nicht.

Also DAS stimmt ganz bestimmt nicht.

Gastor

Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Gastor » Mi 10. Feb 2016, 22:45

Max P hat geschrieben:
jac.daco hat geschrieben:Also bleibt nichts weiter übrig als alle zu ihrem Glück zu zwingen.

Vielleicht kann ja bei Gelegenheit mal jemand erklären konstruieren, was das mit Varoufakis und seiner Initiative zu tun hat.
Da muss man nichts konstruieren. Es geht darum, dass die Träumereien der Linken, die in Richtung Marxismus/Kommunismus gehen immer an der Realität des Menschen scheitern und deshalb nur diktatorisch umgesetzt werden können und somit zum Zerrbild der eigentlichen Idee verkommen. Eine Bewegung von unten, von der Arbeiterklasse her, wie sie bei vielen Linken noch im Kopf herum schwirrt, ist völliger Quatsch, weil es gar keine Klassen mehr gibt (gesellschaftliche Schichten ja, aber keine Klassen mehr). Zumal viele Linke Bewegungen (zum Beispiel die Grünen) mittlerweile selbst zu Konservativen geworden sind, da widersprechen die Grundideen den eigenen Interessen.

Nichts gegen linke Standpunkte im Allgemeinen. Es ist schön, wenn sich jemand für die Armen, die Unterdrückten, den einfachen Arbeiter usw. einsetzt, wenn es dann aber in die Richtung geht, wie es auch bei Varoufakis der Fall ist, kann man es nur noch schwer ernst nehmen.

Ich ziehe jedenfalls den Kapitalismus jeder Form des real möglichen Marxismus/Sozialismus/Kommunismus vor. Der Kapitalismus ist zwar Reformbedürftig und es gibt ihn in vielen Facetten, von der man nicht jede mögen muss, aber er ist trotzdem die bestmögliche Form des Zusammenlebens, die wir in unserer Gesellschaft haben können.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Fopper » Do 11. Feb 2016, 00:38

Grimm hat geschrieben:
EsoxCommander hat geschrieben:Schade, mit Max sind keine Unterhaltungen möglich. Er kann es nicht.

Also DAS stimmt ganz bestimmt nicht.

Stimmt.

Zum Thema:
Vielleicht will Varoufakis mit seiner Utopie auch nur eine dringend nötige Reform- und Föderalismusdiskussion in Gang bringen.
Dadurch, dass er eine maximale nationale Souveränität, inklusive einer machtvollen zentralen EU fordert, ist sein Manifest leider nicht provokativ sondern lächerlich.
Andererseits könnte eine Loslösung vom konservativen oder sozialistischen Rahmen neue Möglichkeiten bieten.
Das könnte der Ansatz für eine vernünftige Lösung sein.

Aber, warum diese Show?

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Do 11. Feb 2016, 10:26

Grimm hat geschrieben:
EsoxCommander hat geschrieben:Schade, mit Max sind keine Unterhaltungen möglich. Er kann es nicht.

Also DAS stimmt ganz bestimmt nicht.


Na gut, ich präzisiere: Schade, mit Max sind aktuell zu diesem Thema keine Unterhaltungen möglich. Er tut es einfach nicht.

Andererseits könnte eine Loslösung vom konservativen oder sozialistischen Rahmen neue Möglichkeiten bieten.
Das könnte der Ansatz für eine vernünftige Lösung sein.


Loslösung vom Rahmen? Was meinst du?

Ich sehe es schon als vollkommen unrealistisch an ein anderes System als das bestehende fordern zu wollen. Das System was wir haben zu verbessern ok, das muss sein. Aber diese ganze Systemkacke ist doch schon Moppelkotze.
Kein -ismus System mehr!

Das ist so als würden wir über Autos reden die fliegen können und mit Gedankenenergie angetrieben werden, während unser aktueller Wagen vor uns steht und nen Reifenwechsel braucht.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon EsoxCommander » Do 11. Feb 2016, 11:19

Was ich meinte steht hier sehr schön beschrieben.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/sandra-maischberger-mit-yanis-varoufakis-alles-deppen-ausser-yanis-a-1076769.html

Die tapfere Maischberger hat Mühe, den Griechen zu stoppen, dieser schaltet in einen binären Talk-Modus: Unbeirrter Monolog oder beredtes Schweigen. Als es dann noch ein wenig um die Flüchtlingskrise gehen soll, wirkt er so, als befinde er sich innerlich bereits in größeren Zusammenhängen.

Es ist ein verlorener Abend für Yanis Varoufakis und damit für die globale Gerechtigkeit insgesamt. Die Briten haben Jeremy Corbyn, die USA haben Bernie Sanders, und ganz Europa könnte Varoufakis haben, die linke Lichtgestalt, den einzigen, der Bescheid weiß. Wenn man ihn doch nur einmal ausreden ließe im deutschen Fernsehen.


Zur Sendung: http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/maischberger/videos/erst-eurokrise-jetzt-fluechtlingsstreit-wieder-aerger-mit-griechenland-100.html
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon tori » Do 11. Feb 2016, 13:06

mein Problem aller linken Ideologien ist, die führenden Ideologen glauben daran, daß sie besser wissen, was für die Gesellschaft und für den Einzelnen gut ist, sie wollen den Menschen zu ihrem Glück zwingen. Was dabei herauskommt, läßt sich in extremer Form bei Stalin, Mao und PolPot besichtigen.
Als jemand, der in der DDR mit abgeschwächten Formen solcher Denkweisen konfrontiert wurde, kann ich nur konstatieren, daß ich die Sozialismen/Kommunismen/Wasauchimmerismen nie wieder erleben will.
Liebe Eso-Deppen und Aluhut-User,

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von @ nochsoeine

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Do 11. Feb 2016, 14:04

Varoufakis macht - gottseibeiuns, linke - Vorschläge für eine Reform der EU und es wird mit DDR, Stalin, Mao, Pol Pot und ich weiß nicht was polemisiert. Und mir vorgehalten, ich würde mich der "Diskussion" entziehen. Ich diskutiere aber auch nicht ernsthaft, ob Omnivoren Kinderschänder sind...
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Gastor » Do 11. Feb 2016, 14:59

Da muss man dann erst mal klären, in welche Linke-Schublade man Varoufakis denn stecken muss. Gehört er in die Kommunisten-Schublade, dann kann man ihn wirklich schwer ernst nehmen. Gehört er in die Schublade, in der sich auch Linke wie die SPD befinden, dann kann man schon eher über seine Ideen diskutieren. So sehe zumindest ich das.

Ich habe ihn gestern in der Sendung bei Maischberger gesehen (zumindest den Anfang der Sendung) und da kommt dann noch eine Antipathie hinzu. Will man die Leute mitnehmen, seine eigenen Ideen diesen Menschen schmackhaft machen, dann müssen diese entweder mega genial sein, oder man muss selbst ein bisschen Charisma mitbringen. Ein Gysi hatte dieses Charisma immer, bei einem Oskar Lafontaine oder einem Varoufakis fehlt dies vollkommen, sie wirken sehr arrogant, das alleine sorgt schon dafür, dass man ihre Argumente und Ideen weniger positiv bewertet.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon jac.daco » Do 11. Feb 2016, 16:50

Ok, Schritt zurück. Von mir aus kann Max weiter zu Varoufakis aufschauen. Hat zwar ein wenig vom Blick eines Dreijährigen der den Weihnachtsmann anschaut, aber was soll es.
Dagegen finde ich es schön, das Gelegenheit ist, so kurz vor den anstehenden Wahlen mal wieder einen etwas schärferen Blick auf die Griechenlandkrise zu werfen. Dieses Staatsversagen scheint ein wenig verdrängt worden zu sein. Zu unrecht, möchte ich meinen.
Merkel und Schäuble haben ja recht erfolgreich guter Cop böser Cop gespielt um alternativlos weitere Steuergelder zu veruntreuen. Anstelle den Austritt Griechenlands aus dem Euro fix zu machen.
Nun scheinen die bösen Menschen schon wieder recht zu behalten. Das Geld verpufft, die Wirtschaft kann bald nicht mehr tiefer zu Boden sinken, Reformen sind unter diesen Umständen nicht zu machen und die einfachen Leute gehen auf dem Zahnfleisch.
http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 75709.html
http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 74101.html

Diese Nummer hat im übrigen die AfD das erste mal erstarken lassen. Ich finde es wird Zeit dieses Thema etwas stärker in das Rampenlicht zurück zu rücken.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Max P » Do 11. Feb 2016, 20:36

jac.daco hat geschrieben:Von mir aus kann Max weiter zu Varoufakis aufschauen. Hat zwar ein wenig vom Blick eines Dreijährigen der den Weihnachtsmann anschaut, aber was soll es.

Quatschkopf.

Nun scheinen die bösen Menschen schon wieder recht zu behalten. Das Geld verpufft, die Wirtschaft kann bald nicht mehr tiefer zu Boden sinken, Reformen sind unter diesen Umständen nicht zu machen und die einfachen Leute gehen auf dem Zahnfleisch.

Tsipras spart doch auf Teufel komm raus. Wird allerdings in Zukunft noch schwieriger als es eh schon ist, immerhin soll Griechenland ja die Ägaisgrenze sichern... V. kann da allerdings nichts mehr dafür.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Fopper » Do 11. Feb 2016, 20:41

EsoxCommander hat geschrieben:Loslösung vom Rahmen? Was meinst du?

Ich sehe es schon als vollkommen unrealistisch an ein anderes System als das bestehende fordern zu wollen. Das System was wir haben zu verbessern ok, das muss sein. Aber diese ganze Systemkacke ist doch schon Moppelkotze.
Kein -ismus System mehr!

Das meinte ich mit Loslösung aus einem Rahmen. Weg von der moppelkotzigen Systemkacke mit ihren eingeschränkten Sichtweisen.

Gastor hat geschrieben:Da muss man dann erst mal klären, in welche Linke-Schublade man Varoufakis denn stecken muss.

Anders als hier einige traumatisierte Ex-Zonis meinen ist Varoufakis kein neuer Stalin, Mao, Pol Pot oder sonst einer der kleine Kinder isst, auch will er aus der EU keinen Ersatz für die verlorende SU oder DDR machen.
Er versteht sich als demokratischer Sozialist und wäre in Deutschland wohl bei den Linken. Vor deren Gründung hätte er wohl dem linken Flügel der SPD angehört.

Was mich nervt ist der Zustand, dass ich immer noch nicht verstehe, was er will.
Sein Manifest liest sich wie eine Verschwörungstheorie von einem, der immer noch mächtig angepisst ist, weil ihm seinerzeit die großen Onkels und Tanten mal die Grenzen gezeigt haben.

Wo ich bei Grenzen bin, hier mal eine Aussicht wie DiEM25 enden wird.

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon jac.daco » Do 11. Feb 2016, 20:45

Max P hat geschrieben:Tsipras spart doch auf Teufel komm raus. Wird allerdings in Zukunft noch schwieriger als es eh schon ist, immerhin soll Griechenland ja die Ägaisgrenze sichern... V. kann da allerdings nichts mehr dafür.

Da gehe ich mit dir konform. Und so lange wie Griechenland im Euro ist wird sich daran nichts ändern können. Da kann Geld ohne Ende rein geblasen werden. So kommen die nicht auf die Füße.
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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Forenstalker » Do 11. Feb 2016, 21:39

Fopper: +1

Varoufakis ist nicht der Messias, sondern wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nur wieder die Enttäuschen, die ihre Hoffnungen in ihn gesetzt haben und damit der "Linken" Vorstellung einer gerechteren Welt einen Bärendienst erweisen.
"Everything you see in the internet is 100% true"
--Abraham Lincoln

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Re: Griechenlandkrise [abgetrennt]

Beitragvon Der vom Donnerstag » Sa 13. Feb 2016, 17:58

"Stürmung der Hauptstadt" ist vorläufiger Höhepunkt der Proteste, Athen befindet sich in einer Art Ausnahmezustand

Griechenlands Bauern machen Ernst. Mit Traktoren und Pick-Up-Transportern zogen Landwirte aus dem ganzen Land am Freitag gen Athen. Sie versetzten die gesamte Hauptstadt in eine Art Ausnahmezustand.

Als vorläufiges Ergebnis eines turbulenten Tages blieb eine Abordnung der protestierenden Bauern in Zelten auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlament. Sie wollen erst abziehen, wenn die Renten- und Steuerreform der Syriza -Unabhängige Griechen- Koalition vom Tisch ist. Einen Dialog mit der Regierung vor der kompletten Rücknahme aller geplanten Maßnahmen lehnen sie rundweg ab.

Sperrungen in der tiefsten Provinz und an Grenzübergängen, generalstabsmäßige Planungen

Zwischen 20.000 und 30.000 Traktoren und Transporter stehen seit nunmehr knapp einem Monat an zahlreichen Knotenpunkten im gesamten Land, aber auch an den Grenzübergängen. Immer wieder sperren sie für Stunden, oder, wie beim Grenzübergang Promachona an der bulgarischen Grenze, für Tage die Straßen.

Sperrungen sind selbst in der tiefsten Provinz, so zum Beispiel auch in Dörfern um das nordgriechische Edessa herum zu finden. Der inländische Tourismus, aber auch der Waren- und Wirtschaftsverkehr wird nahezu komplett unterbunden. Die "Stürmung der Hauptstadt" ist der vorläufige Höhepunkt des Protests.

http://www.heise.de/tp/artikel/47/47391/1.html die labern nicht, die tun was :cool: :rock:


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