PanamaPapers

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DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Mo 6. Nov 2017, 10:41

Da schau an: der Sozialdemokrat und Putinfreund Gazprom-Gerd soll auch dabei sein.

http://www.focus.de/finanzen/news/parad ... 04619.html

"Komischerweise" kein nennenswerter Skandal, den unsere Qualitätspresse zu verfolgen gedenkt. Irgendwelche Mitarbeiter eines ausländischen Staatsoberhauptes scheinen da viieeel wichtiger. Honi soit qui mal y pense.

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Max P
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Re: PanamaPapers

Beitragvon Max P » Mo 6. Nov 2017, 17:36

DG ne hat geschrieben:
Max P hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:
Bloedmann hat geschrieben:Stufe 2 wurde gezündet. Mal sehen ob es dieses Mal mehr schlaflose Nächte für einige Abzoggers und Trumpels gibt:

http://www.n-tv.de/politik/Neues-Datenleck-laesst-Superreiche-zittern-article20117173.html

Sexuelle Belästigung und steuerliche Immoralität ersetzen die Hexenprozesse früherer Zeiten...

Mit anderen Worten, deiner Meinung nach sind sexuelle Belästigung und Steuerbetrug genauso Aberglaube und irreal wie seinerzeit Schadenszauber durch Hexen? :gruebel:

Um Steuerbetrug handelt es sich soviel ich gelesen habe doch gar nicht. Nur um legale Steuervermeidung. Solange gegen keine Gesetze verstossen wurde, liegt das Problem alleinig bei den Gesetzgebern, die an fremder Leute Geld wollen.

Wenn alles legal ist, brauchen die Herrschaften sich ja nicht zu beunruhigen. Aber es kann natürlich sein, dass etwas, das in einer Briefkastenrepublik als legal gilt, in einem Staat (nämlich dem, in dem das zu versteuernde Vermögen überhaupt erst entstanden ist) aber nicht so legal ist. Ansonsten sollten mMn alle fiskalischen Offshore-Paradiese geflutet werden.

Und was die sexuelle Belästigung angeht (#metoo): Wenn ich mir den Fall Brüderle so ansehe, erscheint mir da eine Grenze seltsam verschoben. Nicht jede blöde Bemerkung ist mit einer Vergewaltigung gleichzusetzen - wird aber getan. Auch eine Art Aberglaube.

Richtig, eine blöde Bemerkung ist weder Nötigung noch Vergewaltigung. Daraus lässt aber wohl kaum der Schluss ziehen, dass Nötigungen und sogar Vergewaltigungen gerade in Arbeitsverhältnissen so inexistent sind wie Hexerei im 16. Jhd.
Ich bin der festen Überzeugung!

DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Mo 6. Nov 2017, 17:56

Max P hat geschrieben:Wenn alles legal ist, brauchen die Herrschaften sich ja nicht zu beunruhigen. Aber es kann natürlich sein, dass etwas, das in einer Briefkastenrepublik als legal gilt, in einem Staat (nämlich dem, in dem das zu versteuernde Vermögen überhaupt erst entstanden ist) aber nicht so legal ist. Ansonsten sollten mMn alle fiskalischen Offshore-Paradiese geflutet werden.


Glaubst Du wirklich, so ein medialer Pranger ginge spurlos an einem vorbei? Das ist ja das perfide daran, der öffentliche Schuldspruch erfolgt ohne Ansehen des Tatbestandes.

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Plumbum
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Re: PanamaPapers

Beitragvon Plumbum » Mo 6. Nov 2017, 18:24

DG ne hat geschrieben:
Und was die sexuelle Belästigung angeht (#metoo): Wenn ich mir den Fall Brüderle so ansehe, erscheint mir da eine Grenze seltsam verschoben. Nicht jede blöde Bemerkung ist mit einer Vergewaltigung gleichzusetzen - wird aber getan. Auch eine Art Aberglaube.


Bei brüderle hat das damals doch aber keiner vergewaltigung genannt, sondern sexismus?

Und auch bei #metoo gehts doch um facetten der sexuellen belästigung, nicht nur um vergewaltigung? :???:

DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Mo 6. Nov 2017, 18:31

Plumbum hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:
Und was die sexuelle Belästigung angeht (#metoo): Wenn ich mir den Fall Brüderle so ansehe, erscheint mir da eine Grenze seltsam verschoben. Nicht jede blöde Bemerkung ist mit einer Vergewaltigung gleichzusetzen - wird aber getan. Auch eine Art Aberglaube.


Bei brüderle hat das damals doch aber keiner vergewaltigung genannt, sondern sexismus?

Und auch bei #metoo gehts doch um facetten der sexuellen belästigung, nicht nur um vergewaltigung? :???:


Habe nicht den Eindruck, es würde in dieser Debatte besonders differenziert. Wie hier: http://www.sueddeutsche.de/panorama/met ... -1.3730186

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Plumbum » Mo 6. Nov 2017, 19:16

Hmm... juristisch immer trennscharf bleiben ist natürlich schwer, zumal die delikte in verschiedenen ländern unterschiedlich bewertet werden. Aber ja... allgemeinen unschönen Sexismus muss man von Taten gegen die sexuelle selbstbestimmung bzw. Missbrauch von Abhängigkeitsverhältnissen trennen. Das eine braucht nur eine gesellschaftliche, das andere auch eine juristische debatte.

DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Mo 6. Nov 2017, 19:26

Ja, Differenzierung täte der Debatte gut. Denn so muss sich jeder davor fürchten, allein wegen eines vermeintlich inkorrekten (Halb-) Satzes um seine Existenz gebracht werden zu können. Da stimmen die Verhältnisse einfach nicht mehr.

Einar n.e.

Re: PanamaPapers

Beitragvon Einar n.e. » Mo 6. Nov 2017, 19:32

http://www.sueddeutsche.de/news/leben/g ... -99-638664

Berührungen ... anzügliche Sprüche ... ja, Differenzierung täte wirklich not.

DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Mo 6. Nov 2017, 19:37

Zumal es bei dem Thema erhebliche kulturelle Unterschiede gibt. Wer als Mädchen mit italienischen Machos aufgewachsen ist, dürfte andere Ansichten vertreten als eine amerikanische Puritarierin.

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Plumbum » Mo 6. Nov 2017, 20:28

Einar n.e. hat geschrieben:http://www.sueddeutsche.de/news/leben/gesellschaft-43-prozent-der-frauen-wurden-sexuell-belaestigt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-171028-99-638664

Berührungen ... anzügliche Sprüche ... ja, Differenzierung täte wirklich not.


Wobei man auch die situationen betrachten muss. Hand aufs knie aufm arbritsplatz, insbesondere vom vorgesetzten zu untergebenen ist eben nicht nur hand aufs knie, sondern ausnutzen eines abhängigkeitsverhältnisses. Ebenso stehts mit anzüglichen sprüchen. Sowas ist dann keine vergewaltigung, kann aber ein klima schaffen, wo jemand irgendwann nur noch mit bauchschmerzen zur Arbeit geht. Und ein "wehr dich doch" greift einfach zu kurz, weil es die verantwortung dem opfer auferlegt.

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Plumbum » Mo 6. Nov 2017, 20:32

DG ne hat geschrieben:Ja, Differenzierung täte der Debatte gut. Denn so muss sich jeder davor fürchten, allein wegen eines vermeintlich inkorrekten (Halb-) Satzes um seine Existenz gebracht werden zu können. Da stimmen die Verhältnisse einfach nicht mehr.


Gibt allerdings auch ne studie, dass die beurteilung von dem, was unangemessen ist, zwischen frauen und männern gar nicht so weit auseinandergeht, wenn die aussagen neutral vorgelegt werden. (Mal sehen, ob ich sie noch finde, hatte ich vor urzeiten schin mal verlinkt) Also eigentlich sind da die geschlechter schon relativ deckungsgleich. So schnell wird das also nicht passieren mit existenzverlust wegen harmlosen nebensatz. Meistens isses dann halt doch nicht so harmlos und oft vermutlich nicht das erste Mal.

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Bloedmann » Mo 6. Nov 2017, 20:50

DG ne hat geschrieben:
Bloedmann hat geschrieben:Da muss ich mal ins gleiche Horn wie Max stoßen. Ich habe persönlich kein Problem damit wenn Privatpersonen oder auch Konzerne die einfach den Hals nicht vollkriegen an den Pranger gestellt werden.


Da unterscheiden wir uns: ich mag gar keine Art von Pranger. Außerdem bin ich der seltsamen Meinung, dass das Geld, das jemand verdient, zunächst primär ihm gehört; manchmal habe ich aber den Eindruck, die Mittelalterliche Vorstellung der Leibeigenschaft sei noch nicht wirklich überwunden, mit der Folge, dass Einkommen zunächst der Obrigkeit zusteht (Modernsprech: "der Allgemeinheit), und man sich über alles zu freuen habe, was man behalten darf. Ich dagegen bin der Meinung, dass eine moderne, freiheitliche Demokratie jeden Eingriff ins Eigentum seiner Bürger sehr gut zu begründen hat.

Daß wir uns da unterscheiden ist nicht das Problem, wäre ja eher langweilig wenns nicht so wäre. Wenn Du allerdings gar keine Art von Pranger magst, was machst Du dann auf av? :P Ich rede ja übrigens nicht davon daß der Popstar, Fußballstar keine Millionen scheffeln und Konzerne keine ordentlichen Gewinne machen sollen. Aber das System was dort aufgedeckt wird, hat glaube ich mit einfachen Steuerspartricks nun gar nichts mehr zu tun.
http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Paradise-Papers-Zocker-Trickser-Mil/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=47396524

DG ne hat geschrieben:Und an einen Staat, der mit Steuern immerhin Einnahmen wegnimmt, für die keine Gegenleistung eingelöst werden muss, muss doch mindestens das gelten, was im privaten Geschäftsleben gang und gäbe ist: Jede Forderung muss sachlich begründet und nachvollziehbar sein.

Ja das wäre schön...

DG ne hat geschrieben:So es der Staat das nicht schafft, ist das alleinig sein Problem. Moral hat mit der Steuergesetzgebung wahrlich überhaupt nichts zu tun. Und ein moralisch begründeter Pranger - und bei den Panama Papiers handelt es sich ja offenbar genau darum - ist keinen Deut besser begründet als das mittelalterliche Vorgehen gegen Hexen.

Und wie soll sich jemals ohne solchen Druck irgendetwas ändern? Dadurch daß wir irgendwann mal fähige und vor allem unbestechliche Leute in der Regierung haben? *prust* Oder weil Konzerne wie Apple oder ein Formel 1 Star wie Hamilton plötzlich ihr Gewissen entdecken? Come on...

DG ne hat geschrieben:Da schau an: der Sozialdemokrat und Putinfreund Gazprom-Gerd soll auch dabei sein.

Siehste. Da ist doch wohl ein wenig Schadenfreude erlaubt.
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Re: PanamaPapers

Beitragvon Bloedmann » Mo 6. Nov 2017, 21:06

Wie zu erwarten war ist dies gerade Thema beim Plasberg. :popcorn:
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Re: PanamaPapers

Beitragvon Plumbum » Mo 6. Nov 2017, 21:07

Außerdem bin ich der seltsamen Meinung, dass das Geld, das jemand verdient, zunächst primär ihm gehört; manchmal habe ich aber den Eindruck, die Mittelalterliche Vorstellung der Leibeigenschaft sei noch nicht wirklich überwunden, mit der Folge, dass Einkommen zunächst der Obrigkeit zusteht (Modernsprech: "der Allgemeinheit), und man sich über alles zu freuen habe, was man behalten darf. Ich dagegen bin der Meinung, dass eine moderne, freiheitliche Demokratie jeden Eingriff ins Eigentum seiner Bürger sehr gut zu begründen hat.


Da gehe ich auch mit. :grin: wobei natürlich die vorstellung von gut begründet in der bevölkerung schwankt, das dürfte die Crux im System sein.

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Pulled Porkle » Mo 6. Nov 2017, 22:06

Bloedmann hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:
Bloedmann hat geschrieben:Da muss ich mal ins gleiche Horn wie Max stoßen. Ich habe persönlich kein Problem damit wenn Privatpersonen oder auch Konzerne die einfach den Hals nicht vollkriegen an den Pranger gestellt werden.


Da unterscheiden wir uns: ich mag gar keine Art von Pranger. Außerdem bin ich der seltsamen Meinung, dass das Geld, das jemand verdient, zunächst primär ihm gehört; manchmal habe ich aber den Eindruck, die Mittelalterliche Vorstellung der Leibeigenschaft sei noch nicht wirklich überwunden, mit der Folge, dass Einkommen zunächst der Obrigkeit zusteht (Modernsprech: "der Allgemeinheit), und man sich über alles zu freuen habe, was man behalten darf. Ich dagegen bin der Meinung, dass eine moderne, freiheitliche Demokratie jeden Eingriff ins Eigentum seiner Bürger sehr gut zu begründen hat.

Daß wir uns da unterscheiden ist nicht das Problem, wäre ja eher langweilig wenns nicht so wäre. Wenn Du allerdings gar keine Art von Pranger magst, was machst Du dann auf av? :P Ich rede ja übrigens nicht davon daß der Popstar, Fußballstar keine Millionen scheffeln und Konzerne keine ordentlichen Gewinne machen sollen. Aber das System was dort aufgedeckt wird, hat glaube ich mit einfachen Steuerspartricks nun gar nichts mehr zu tun.
http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Paradise-Papers-Zocker-Trickser-Mil/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=47396524

DG ne hat geschrieben:Und an einen Staat, der mit Steuern immerhin Einnahmen wegnimmt, für die keine Gegenleistung eingelöst werden muss, muss doch mindestens das gelten, was im privaten Geschäftsleben gang und gäbe ist: Jede Forderung muss sachlich begründet und nachvollziehbar sein.

Ja das wäre schön...

DG ne hat geschrieben:So es der Staat das nicht schafft, ist das alleinig sein Problem. Moral hat mit der Steuergesetzgebung wahrlich überhaupt nichts zu tun. Und ein moralisch begründeter Pranger - und bei den Panama Papiers handelt es sich ja offenbar genau darum - ist keinen Deut besser begründet als das mittelalterliche Vorgehen gegen Hexen.

Und wie soll sich jemals ohne solchen Druck irgendetwas ändern? Dadurch daß wir irgendwann mal fähige und vor allem unbestechliche Leute in der Regierung haben? *prust* Oder weil Konzerne wie Apple oder ein Formel 1 Star wie Hamilton plötzlich ihr Gewissen entdecken? Come on...

DG ne hat geschrieben:Da schau an: der Sozialdemokrat und Putinfreund Gazprom-Gerd soll auch dabei sein.

Siehste. Da ist doch wohl ein wenig Schadenfreude erlaubt.


Das totale Hassthema für mich. Wer mal ein wenig die Wirtschaftsnachrichten verfolgt hat, dem mag vielleicht das in Erinnerung sein:

http://www.fr.de/rhein-main/kriminalitaet/biotest-in-dreieich-angeblich-bestechungsgeld-abgezweigt-a-457448

Da muss man gar nicht an die multinationalen Konzerne gehen. Sowas findet tagtäglich in unserem schönen sauberen Land statt.

DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Di 7. Nov 2017, 00:19

Das fand doch in Russland statt. Und wie lautete das Urteil?

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Pulled Porkle » Di 7. Nov 2017, 08:56

DG ne hat geschrieben:Das fand doch in Russland statt. Und wie lautete das Urteil?


Nein, das fand in Deutschland statt, die Mitarbeiter, die das Geld abgezweigt haben wurden zu knapp 6 Jahren und 4,5 Jahren verurteilt. Die Firmenleitung kam, soweit bisher berichtet, straffrei davon und es flatterte eine Steuernachzahlung von 20 Mio. ins Haus. :grin:

DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Di 7. Nov 2017, 09:16

Pulled Porkle hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:Das fand doch in Russland statt. Und wie lautete das Urteil?


Nein, das fand in Deutschland statt, die Mitarbeiter, die das Geld abgezweigt haben wurden zu knapp 6 Jahren und 4,5 Jahren verurteilt. Die Firmenleitung kam, soweit bisher berichtet, straffrei davon und es flatterte eine Steuernachzahlung von 20 Mio. ins Haus. :grin:


Und welche Auswirkungen hatten die darauf folgenden Sparmassnahmen auf die Belegschaft?

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Pulled Porkle » Di 7. Nov 2017, 11:32

DG ne hat geschrieben:Und welche Auswirkungen hatten die darauf folgenden Sparmassnahmen auf die Belegschaft?


Momentan läuft die Übernahme durch einen chinesischen Investor. Da wird sich in Zukunft wohl einiges ändern.

Und alles fing mit kleinen Briefkastenfirmen an....

DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Di 7. Nov 2017, 11:37

Pulled Porkle hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:Und welche Auswirkungen hatten die darauf folgenden Sparmassnahmen auf die Belegschaft?


Momentan läuft die Übernahme durch einen chinesischen Investor. Da wird sich in Zukunft wohl einiges ändern.

Und alles fing mit kleinen Briefkastenfirmen an....


Na, super. Der Staat hatte also Einnahmen in einer Größenordnung, die für ihn völlig irrelevant ist, die Belegschaft eine ungewisse Zukunft, die Chinesen bald noch mehr Know-how und die Selbstgerechten ihre Befriedigung.

Bin ich der einzige, der daran irgend etwas ... ööhm ... nicht wirklich klug findet?

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Bloedmann » Mi 8. Nov 2017, 20:48

DG ne hat geschrieben:
Pulled Porkle hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:Und welche Auswirkungen hatten die darauf folgenden Sparmassnahmen auf die Belegschaft?


Momentan läuft die Übernahme durch einen chinesischen Investor. Da wird sich in Zukunft wohl einiges ändern.

Und alles fing mit kleinen Briefkastenfirmen an....


Na, super. Der Staat hatte also Einnahmen in einer Größenordnung, die für ihn völlig irrelevant ist, die Belegschaft eine ungewisse Zukunft, die Chinesen bald noch mehr Know-how und die Selbstgerechten ihre Befriedigung.

Bin ich der einzige, der daran irgend etwas ... ööhm ... nicht wirklich klug findet?

Wäre es klug sämtliche Strafverfolgung in diesen Angelegenheiten einzustellen?

So unwahrscheinlich ist das gar nicht mal:
http://www.n-tv.de/ratgeber/Hier-greifen-Taschendiebe-am-haeufigsten-zu-article20122931.html

Denn Opfern ist oftmals gar nicht bewusst, dass oftmals die Organisierte Kriminalität hinter dem Diebstahl steckt. Aber mittlerweile werden die Straftaten zumeist professionell von Diebesbanden durchgeführt, sodass die Berliner Polizei nur noch Diebstahls-Anzeigen nachgeht, die Aussicht auf Ermittlungserfolg haben. Und dies dürften die wenigsten sein.


Ach übrigens:
http://www.n-tv.de/leute/U2-Saenger-zeigt-sich-erschuettert-article20121350.html
Wenn ich mich meine Kohle nach Malta und auf eine dieser komischen halbenglischen Inseln schaffe, geht die am Fiskus vorbei. Nein?!? Doch! Oh...

Was fürn verlogenes ***... :kotz:
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DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Mi 8. Nov 2017, 21:01

Bloedmann hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:
Pulled Porkle hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:Und welche Auswirkungen hatten die darauf folgenden Sparmassnahmen auf die Belegschaft?


Momentan läuft die Übernahme durch einen chinesischen Investor. Da wird sich in Zukunft wohl einiges ändern.

Und alles fing mit kleinen Briefkastenfirmen an....


Na, super. Der Staat hatte also Einnahmen in einer Größenordnung, die für ihn völlig irrelevant ist, die Belegschaft eine ungewisse Zukunft, die Chinesen bald noch mehr Know-how und die Selbstgerechten ihre Befriedigung.

Bin ich der einzige, der daran irgend etwas ... ööhm ... nicht wirklich klug findet?

Wäre es klug sämtliche Strafverfolgung in diesen Angelegenheiten einzustellen?


Eine an die Realität angepasste Gesetzgebung wäre hilfreich. Bis in die 90er waren Korruptionszahlungen im Ausland in D legal, man konnte sie sogar von der Steuer absetzen.

DG ne

Re: PanamaPapers

Beitragvon DG ne » Mi 8. Nov 2017, 21:01

Bloedmann hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:
Pulled Porkle hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:Und welche Auswirkungen hatten die darauf folgenden Sparmassnahmen auf die Belegschaft?


Momentan läuft die Übernahme durch einen chinesischen Investor. Da wird sich in Zukunft wohl einiges ändern.

Und alles fing mit kleinen Briefkastenfirmen an....


Na, super. Der Staat hatte also Einnahmen in einer Größenordnung, die für ihn völlig irrelevant ist, die Belegschaft eine ungewisse Zukunft, die Chinesen bald noch mehr Know-how und die Selbstgerechten ihre Befriedigung.

Bin ich der einzige, der daran irgend etwas ... ööhm ... nicht wirklich klug findet?

Wäre es klug sämtliche Strafverfolgung in diesen Angelegenheiten einzustellen?


Eine an die Realität angepasste Gesetzgebung wäre hilfreich. Bis in die 90er waren Korruptionszahlungen im Ausland in D legal, man konnte sie sogar von der Steuer absetzen.

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Pulled Porkle » Mi 8. Nov 2017, 21:18

DG ne hat geschrieben:Eine an die Realität angepasste Gesetzgebung wäre hilfreich. Bis in die 90er waren Korruptionszahlungen im Ausland in D legal, man konnte sie sogar von der Steuer absetzen.


Sehe ich auch so, insbesondere, dass multinationale Konzerne in den Ländern entsprechend besteuert werden, indenen sie ihre Umsätze generieren, siehe Amazon, Ebay und Co.

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Re: PanamaPapers

Beitragvon Max P » Mi 8. Nov 2017, 21:19

Bloedmann hat geschrieben:Wäre es klug sämtliche Strafverfolgung in diesen Angelegenheiten einzustellen?

So unwahrscheinlich ist das gar nicht mal:
http://www.n-tv.de/ratgeber/Hier-greifen-Taschendiebe-am-haeufigsten-zu-article20122931.html

Denn Opfern ist oftmals gar nicht bewusst, dass oftmals die Organisierte Kriminalität hinter dem Diebstahl steckt. Aber mittlerweile werden die Straftaten zumeist professionell von Diebesbanden durchgeführt, sodass die Berliner Polizei nur noch Diebstahls-Anzeigen nachgeht, die Aussicht auf Ermittlungserfolg haben. Und dies dürften die wenigsten sein.

Was hat Taschendiebstahl jetzt mit Steuerflucht zu tun?
Ich bin der festen Überzeugung!


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