G20

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Forenstalker
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Re: G20

Beitragvon Forenstalker » Fr 28. Jul 2017, 22:39

Kenny hat geschrieben:
Forenstalker hat geschrieben:Wenn ich meinen :aluhut: absetze, dann flüstern mir böse Stimmen ja zu, dass die Krawalle stadtpolitischerseits sicher sehr willkommen waren, um endlich mal diese Rote Flora los zu werden, die einer gemütlichen Gentrifizierung der Schanze ja doch eher im Wege ist.

Die Schanze ist doch schon weitestgehend durchgentrifiziert. Die Schanzenstraße läuft eh schon unter dem Namen "Galao-Strich" und da sind lauter Hipster-Agenturen.

Macht die Rote Flora samt Park doch zu echt attraktiven Bauland, oder?
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DG ne

Re: G20

Beitragvon DG ne » Fr 28. Jul 2017, 22:49

Das Motto "Welcome to Hell" war sicher auch eine Kooperation einer Marketingagentur mit einem Immobilienhai. :facepalm:

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Re: G20

Beitragvon Vormund » Fr 28. Jul 2017, 23:05

Max P hat geschrieben:Hier noch ein Nachklapp zu den G20-Krawallen aus Sicht eines Polizisten (allerdings eines rotgrünversifften :azn:):
https://www.vice.com/de/article/kzajj3/ ... cebook.com


"Haben Sie während des Einsatzes Kollegen gesehen, die Grenzen überschritten haben?
Nein, zum Glück. ..."

Was soll das sein, "Polizeigewalt"?
Angeordneter unmittelbarer Zwang oder nur "private" Überschreitungen durch PVB?

Wenn ich erst nach der nachdrücklichen Aufforderung die Straße zu räumen und Gewaltandrohung meine Kamera starte und -Surprise surprise- Knüppel zu sehen sind - sieht der (Zitat Max: rotgrünversiffte) Interviewte im Video dann unprovozierte "Polizeigewalt"?
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

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Re: G20

Beitragvon Vormund » Fr 28. Jul 2017, 23:06

DG ne hat geschrieben:Das Motto "Welcome to Hell" war sicher auch eine Kooperation einer Marketingagentur mit einem Immobilienhai. :facepalm:


Hygienische urbane Sanierung als Event. :devil:
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

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Beitragvon Max P » Di 21. Nov 2017, 15:43


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Re: G20

Beitragvon Vormund » Di 21. Nov 2017, 20:55

... nur die heute-Show.
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

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Beitragvon Max P » Di 21. Nov 2017, 23:19

Vormund hat geschrieben:... nur die heute-Show.

Ja und?

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Beitragvon Schnitzelschn » Di 21. Nov 2017, 23:38

Ich glaube auch, dass er gar nicht wusste, woran er teilgenommen hat. Wahrscheinlich hat er bloß den Sonderzug nach Hamburg mit dem an die Riviera verwechselt und musste dann - aus Angst, keine Sonnencreme mehr zu bekommen - im Budni etwas handfester vorgehen. Weil ihm für die Rückreise, wir erinnern uns, er war irrtümlich nach Hamburg gereist, das Geld fehlte und die Bundesbahn sich uneinsichtig zeigte, musste er das Geld anderer Leute auf eine Art und Weise abheben, die von einigen wenigen Umstehenden in der Haspa als rustikal bezeichnet wurde. Im Bild ist einer der Kritiker zu sehen. Zeugen dafür fehlen aber.
Und dafür, dass es nachher auf den Straßen etwas unordentlich aussah, kann er doch nun wirklich nichts, schließlich waren die Mülleimer von der Stadt nicht in einen benutzbaren Zustand gebracht worden.

Nun lasst ihn doch endlich wieder zurück zu seiner Maaama nach Bella Italia!!!!111111elf!! Die Nudeln in Santa Fu sind so weich wie seine Birne!

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Re: G20

Beitragvon Max P » Di 21. Nov 2017, 23:44

Na bravo! Noch ein Anhänger des Rechtsstaats der besonderen Art.

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Beitragvon Schnitzelschn » Di 21. Nov 2017, 23:46

Ein Anhänger unzerstörter Städte.
Zuletzt geändert von Schnitzelschn am Di 21. Nov 2017, 23:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: G20

Beitragvon Max P » Di 21. Nov 2017, 23:50

Hat der besagte U-Häftling eine Stadt zerstört oder sich daran beteiligt? Vielleicht liest du den von mir verlinkten Artikel erst mal. Oder geht das nicht, weil irgendwo das Wort "taz" vorkommt und bei dir eine Kaskade pawloscher Reflexe auslöst? :gruebel:

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Beitragvon Schnitzelschn » Mi 22. Nov 2017, 00:04

Ja, hat er. Er ist in einer Gruppe von Leuten mitgelaufen, die Polizisten angegriffen hat und dabei in Kauf genommen hat, dass diese verletzt, verkrüppelt oder getötet werden. Er ist in einer Gruppe mitgelaufen, die alles brennbare in ganzen Straßenzügen angezündet hat. Er ist bereits durch das Mitmarschieren in dieser Formation straffällig geworden, denn ohne ihn und die ganzen anderen funktioniert diese Zerstörung nicht. Selbst wenn er nichts zerstört und niemanden angegriffen haben sollte, hat er ermöglicht, dass andere das tun. Wären die gaaanz wenigen "echten" Straftäter nach TAZ-Definition auf sich selbst gestellt gewesen, hätten sie ganz einfach an den Straftaten gehindert werden können. Anderes Beispiel für dieses Prinzip : Ein KZ-Wärter, der nie einen Gefangenen erschossen hat, ist der zu verurteilen? Ja, denn auch er hat ermöglicht, dass Unrecht geschieht. Hätte er nicht seinen Dienst getan, wäre es den Gefangenen möglich gewesen zu fliehen.

Zum Bergriff Rechtsstaat: In einem Rechtsstaat wird nach Gesetzen gehandelt und nicht nach dem, was die TAZ oder Amnesty international oder die Bundeskanzlerin oder der Gottkalif Erdogan meint. Das ist hier gegeben. So steht das auch in dem Heise-Text. Wenn du oder einer der oben genannten die Gesetze nicht gut findet, dann soll er sich dafür einsetzen, dass diese geändert werden und nicht mit Begriffen um sich werfen, die er nicht versteht oder verstehen will.

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Beitragvon Max P » Mi 22. Nov 2017, 00:13

Schnitzelschn hat geschrieben:Zum Bergriff Rechtsstaat: In einem Rechtsstaat wird nach Gesetzen gehandelt

Eben. In einem Rechtsstaat wird jemand verurteilt, wenn ihm bestimmte Taten nachgewiesen werden und nicht, wenn er irgendwo "mitgelaufen" ist. Nur zur Erinnerung: Bei einer politischen Demonstration mitzulaufen, ist übrigens auch rechtsstaatlich abgedeckt.

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Beitragvon Schnitzelschn » Mi 22. Nov 2017, 00:23

In dem Artikel steht doch, dass es auch eine Straftat ist, in einer Gruppe, die Straftaten begeht, mitzulaufen.

Und nein, das war keine Demonstration, das war Krieg. In der ganzen Stadt hatten die Leute Angst, dass sie gleich hinter der nächsten Ecke stehen.

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Beitragvon DG ne » Mi 22. Nov 2017, 00:31

In Hamburg wurden die Grenzen der Demonstrationsfreiheit klar überschritten. Das kann doch niemand ernsthaft bestreiten.

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Beitragvon Max P » Mi 22. Nov 2017, 00:56

DG ne hat geschrieben:In Hamburg wurden die Grenzen der Demonstrationsfreiheit klar überschritten.

In einem Rechtsstat gibt es kein "wurden", sondern nur indivuiduelle, überführte Täter. Und das ist hier ganz offenbar nicht der Fall.

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Beitragvon Schnitzelschn » Mi 22. Nov 2017, 01:10

Und das ist hier ganz offenbar nicht der Fall.

Wieso nicht?

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Beitragvon DG ne » Mi 22. Nov 2017, 08:22

Max P hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:In Hamburg wurden die Grenzen der Demonstrationsfreiheit klar überschritten.

In einem Rechtsstat gibt es kein "wurden", sondern nur indivuiduelle, überführte Täter. Und das ist hier ganz offenbar nicht der Fall.


Blödsinn. Auch der Rechtsstaat kennt gemeinschaftlich begangene Taten. :kaffee:

Merke: Zusammenrottung schützt vor Strafe nicht.

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Beitragvon Max P » Mi 22. Nov 2017, 15:24

DG ne hat geschrieben:Auch der Rechtsstaat kennt gemeinschaftlich begangene Taten.

Aber eben kein "mitgefangen - mitgehangen". Doch genau darauf läuft die nunmehr monatelange U-Haft des Fabio V. hinaus. Den oben verlinkten Artikel zugrunde gelegt, konnte keinerlei konkreter Tatverdacht auf irgendetwas nachgewiesen oder auch nur plausibel gemacht werden. Offenbar hat die (vermutlich unter Erfolgsdruck stehende) Staatsanwaltschaft seine pure physische Präsenz als Grundlage genommen, allgemeine Anschuldigungen zu erheben. Selbst wenn das rein formal korrekt sei sollte, ist es de facto die Anwendung von "mitgefangen - mitgehangen".

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Beitragvon Schnitzelschn » Mi 22. Nov 2017, 15:39

Aber eben kein "mitgefangen - mitgehangen".

Doch. Hier wird ein einzelnes Gesetz kritisiert, was durchaus legitim ist, und nicht, dass gegen die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit verstoßen wird, was auch offensichtlich nicht der Fall ist. Um der Argumentation mehr Gewicht zu verleihen versuchen der Schreiber des Textes und diejenigen, die seiner Argumentation folgen, uns weiszumachen, es ginge hier um den Rechtsstaat, weil das ein tolles Schlagwort ist und ein höheres Empörungs-Potential hat als die bloße Kritik an einem Gesetz.

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Re: G20

Beitragvon Max P » Mi 22. Nov 2017, 16:04

Schnitzelschn hat geschrieben:Um der Argumentation mehr Gewicht zu verleihen versuchen der Schreiber des Textes und diejenigen, die seiner Argumentation folgen, uns weiszumachen, es ginge hier um den Rechtsstaat, weil das ein tolles Schlagwort ist und ein höheres Empörungs-Potential hat als die bloße Kritik an einem Gesetz.

Ja natürlich, Telepolis im Allgemeinen bzw. dieser Artikel im Besonderen hat halt irgendwie eine linke Tendenz und ist schon von daher lächerlich. Und wer sich wie dieser Fabio V. in der Nähe einer linken Krawalldemo rumgetrieben hat, sitzt natürlich völlig zu Recht seit Monaten im Knast, auch wenn es nicht den geringsten realen Anhaltspunkt gibt, dass er irgendetwas Unrechtes getan hat. Irgendjemanden muss man schließlich verhaften. Dass zwei Gerichtsinstanzen die Freilassung angeordnet haben, liegt vermutlich daran, dass der linksgrüne Siff auch vor der Justiz nicht haltmacht. Man kann nur hoffen, dass die nächste Instanz, an die die Staatsanwaltschaft sich in ihrer Not gewandt hat, noch Richter von rechtem Schrot und Korn aufweist.

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Re: G20

Beitragvon Schnitzelschn » Mi 22. Nov 2017, 16:51

Wer in diesen Tagen in Hamburg war, weiß, dass man nicht einfach zufällig dort hineingeraten sein kann. Also ist er bewusst hergekommen, und das ganz bestimmt nicht, um gegen die Vereinnahmung der Stadt durch die bösen Politiker zu demonstrieren. Diese Ausrede funktioniert nur bei Hamburgern, vielleicht noch anderen Norddeutschen, die sich sonst hin und wieder in der Stadt aufhalten, aber ganz sicher nicht bei Italienern!

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Re: G20

Beitragvon Saugstauber » Mi 22. Nov 2017, 18:34

Wer in diesen Tagen in Hamburg war,


Warst du denn da?
Andreas Bär Läsker (XOND) Ich hab so die Faxen dick von diesem Obdachlosenthema. Ich gönne niemandem einen Gänsebraten.....keinem Millionär, keinem Obdachlosen [...] Und damit ist das Thema für mich jetzt ein für allemal vom Tisch.... (25.02.2017)

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Re: G20

Beitragvon Max P » Mi 22. Nov 2017, 20:12

Schnitzelschn hat geschrieben:Wer in diesen Tagen in Hamburg war, weiß, dass man nicht einfach zufällig dort hineingeraten sein kann. Also ist er bewusst hergekommen, und das ganz bestimmt nicht, um gegen die Vereinnahmung der Stadt durch die bösen Politiker zu demonstrieren. Diese Ausrede funktioniert nur bei Hamburgern, vielleicht noch anderen Norddeutschen, die sich sonst hin und wieder in der Stadt aufhalten, aber ganz sicher nicht bei Italienern!

Das ist kaum eine Begründung für mehrmonatige U-Haft. Aber du bist offenbar mindestens so schlau wie die Hamburger Staatsanwaltschaft, die Fabio V's Gedanken und Absichten lesen kann und auf jeden Fall schlauer als die beiden Gerichtsinstanzen, die die U-Haft verworfen hatten. Im Übrigen war der G20-Gipfel ein internationales Großereignis, zu dem auch aus allen möglichen Ländern Kritiker angereist waren. Dir mag das ja unverständlich sein, aber für manche ist so etwas tatsächlich ein Politikum, das sie motiviert, auch eine längere Reise auf sich zu nehmen. Was übrigens völlig legal ist. Und warum soll die Aussicht, mal eine bekannte und interessante deutsche Stadt zu sehen, nicht auch einen jungen Italiener zusätzlich motivieren? Deine übelwollende, bräsige Unterstellung, Fabio V. könne gar nichts anderes als Krawall und Zerstörungswut im Sinn gehabt haben, ist haltlos. Und selbst wenn er solche Absichten gehabt haben sollte, muss rechtsstaatlich ein hinreichend durch Indizien belegter Verdacht auf ganz konkrete Taten vorliegen. Bloße An- und Absichten, aus denen keine illegalen Handlungen folgen, sind nicht strafbar.

DG ne

Re: G20

Beitragvon DG ne » Mi 22. Nov 2017, 20:27

Wo ist das Problem? Schwerer Landfriedensbruch, versuchte gefährliche Körperverletzung und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte wird einem Ausländer mit Fluchtbefahr vorgeworfen - und die Staatsanwaltschaft schöpft ihre rechtlichen Möglichkeiten aus.

Kann passieren, in einem Rechtsstaat.


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