Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

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Vrikadelle
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Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Vrikadelle » Mi 29. Aug 2012, 15:13

Diese Kolumne machte mich nachdenklich... hat einer von euch ähnliche Erfahrungen in der Jugend gemacht?

http://www.shz.de/nachrichten/lokales/s ... waren.html
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Klaus Hirschkuh
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Klaus Hirschkuh » Mi 29. Aug 2012, 15:30

Der Gipfel dieser Entfremdung sind dann die Veganer.
Ich bremse nicht für Kapern und sonstiges Fischgedöns!
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Der kleine Menschenfreund
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Der kleine Menschenfreund » Mi 29. Aug 2012, 22:03

Ja, den Artikel habe ich heute auch gelesen. Der Verfasser gehört zu einer Gruppe von angeliter Senioren, die als Gastautoren regelmäßig im Schleiboten schreiben.
Der 86jährige Verfasser wundert sich über das seltsame Verhältnis der heutigen Jugend zu Nutztieren. Er sieht eben keinen Widerspruch darin, Tiere ihr Leben lang gut zu behandeln, am Ende aber zu schlachten. Dafür sind sie eben angeschafft worden, wozu sollte ein Kleinstädter sonst ein Schwein großziehen?

Ich selbst habe nichts derartiges in meiner Jugend erlebt. Fleisch ist einfach schon lange zu billig, da lohnt sich die eigene Aufzucht eines Tieres wie Schwein oder Rind nun wirklich nicht. Hausschlachtungen durch Laien sind meines Wissens auch schon lange verboten.
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Vrikadelle
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Vrikadelle » Do 30. Aug 2012, 00:54

Der kleine Menschenfreund hat geschrieben:Ja, den Artikel habe ich heute auch gelesen.


Nanu, kommst du etwa aus der Gegend? :cool:
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BöserWolf
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon BöserWolf » Do 30. Aug 2012, 01:39

Als ich klein war, hatten meine Eltern Kaninchen. Und mein Onkel kam zum Schlachten. Ob ich sowas gegessen habe weiss ich aber nicht mehr.
Einen Schock kriegte ich einmal, als ein Nachbar ein Kaninchen schlachtete: Da lagen auf einmal dessen Augen (des Kaninchens, nicht des Nachbarn!) auf dem Tisch. Brrrr.....

Später war einer unserer Vermieter Bauer, der auch Schweine hielt. Er hielt immer einige Schweine extra für den Eigenbedarf. Nach der Schlachtung stand er mit ein oder zwei Plastiktüten vor unserer Tür und brachte uns Fleisch und Wurst. Unserer Nachbarin auch, aber die war Vegetarierin. :devil: Weil sie das Geschenk nicht ablehnen wollte, bekamen wir ihren Anteil noch dazu.
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Hans Olo
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Hans Olo » Do 30. Aug 2012, 09:35

Mein Vater war Metzger und da gab´s Kaninchen und Hühner. Schweine wurden beim Bauern geschlachtet und dann bei uns im (ausgebauten) Keller zerlegt... :essen: hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Kesselfleisch. Einer meiner ersten Kindheitserinnerungen ist Klein-Hänschen beim Wurst machen. Ich durfte die Kurbel der Wurstmaschine drehen :grin:

Jupp.
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Jupp. » Do 30. Aug 2012, 11:06

Hans Olo hat geschrieben: Einer meiner ersten Kindheitserinnerungen ist Klein-Hänschen beim Wurst machen. Ich durfte die Kurbel der Wurstmaschine drehen :grin:


Ja sowas geht fix mit Kindern, man muss sie nur mitmachen lassen. Mein Neffe ekelte sich ja schon fast panisch vor rohem roten Fleisch, da hab ich mal flux nen Fleischwolf gekauft, den hier:

http://s7.directupload.net/file/d/2998/t7nbjs7i_jpg.htm

dazu ein wunderbares Rinderfilet und ihn zuerst den Fleischwolf zusammenbauen lassen ohne Hilfe von mir, dann das Filet mit Jupps ach so gefährlichen und deswegen reizvollen, weil verbotenen Messerchen (unter Aufsicht latür) :grin: in Stücke schneiden lassen und er durfte es dann selbst durchdrehen.

Mit seinen kl. Patschehändchen noch flux zwei Eier getrennt und reingematscht, das ganze auf nen halbes Brötchen geschmiert und man durfte bestaunen wie dermaßen gut es ihm schmeckte. Er hat sich sogar noch ein paar Patschehände voll davon pur in Hals gedrückt :grin:

Mit Fisch und Leber z.B habe ich es so gemacht: Ich hab ein Wettschneiden veranstaltet, wer von uns Beiden die dünsten Scheiben schneiden kann und zwischendurch immer ein kl. Scheibchen probiert. Fand er wie erwähnt natürlich aufregend wegen der Messer, die für ihn ja eigentlich absolut tabu waren...

Tja, er hats nachgemacht und fand plötzlich gar nix mehr ekelig und findet es bis jetzt immer noch nicht eklig :devil:
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon RächerDerVerderbten » Do 30. Aug 2012, 11:09

Vrikadelle hat geschrieben:hat einer von euch ähnliche Erfahrungen in der Jugend gemacht?


Du nicht ? Die Nachbarn meiner Oma ( vom Lande ) haben einmal n Frischling ( Franz ) und einmal n Rehbock - Kitz ( Moritz )bis zur Schlachtreife aufgezogen , süss & niedlich , im Rüpelalter warnse dann allerdings auch nicht mehr so harmlos , als se in die Wurst gekommen sind wars schade , die Lämmer hab ich deswegen aber nachts nicht schreien gehört .
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Hans Olo
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Hans Olo » Do 30. Aug 2012, 11:21

@Jupp: taugt das Ding was? Suche seit einger Zeit nach einem guten Wolf :grin: .

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Jupp. » Do 30. Aug 2012, 11:30

Hans Olo hat geschrieben:@Jupp: taugt das Ding was? Suche seit einger Zeit nach einem guten Wolf :grin: .

Absolute spitze das Ding. Ich hab gerad nochmal nachgesehen, es steht leider die Marke nicht drauf und Kartons hab ich auch keinen mehr.

Ich könnte nur noch mit detaillierten Fotos dienlich sein, wenn Du unbedingt den haben willst.... findest den ja anhand der Fotos im Netz. Falls Du den nicht findest, rate ich unbedingt dazu einen aus *kompletten* Edelstahl zu nehmen. Wegen Spühlmaschine usw...

hasta luego
Jupp

Edit: Ha hier isser doch:
http://www.biber.de/artikelansicht-Flei ... 300-2.html
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Kenny » Do 30. Aug 2012, 12:14

Wie ich beim Biber-Shop gerade über das Dörrgerät gestolpert bin viel mir ein das Jupp doch mal ein Rezet für Biltong gepostet hat, was ich aber per SuFu nicht finde und wohl mit dem alten Forum verschollen ist. Hast du das Rezept nochmal, Jupp?

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Jupp. » Do 30. Aug 2012, 12:37

Kenny hat geschrieben:Wie ich beim Biber-Shop gerade über das Dörrgerät gestolpert bin viel mir ein das Jupp doch mal ein Rezet für Biltong gepostet hat, was ich aber per SuFu nicht finde und wohl mit dem alten Forum verschollen ist. Hast du das Rezept nochmal, Jupp?

Ja das hat damals aber klaus gepostet und ich habs nur nachgemacht. Ich versuche das mal aus meiner Erinnerung zu kramen, weil ich es danach nie wida gemacht habe...iss absolut nicht mein Ding....

Also man schneide Rindfleisch in dünne Scheibchen (Fingerdick) und stapelt die für ca. 12 Std. in einer Gewürztunke, die damals glaub ich aus:

*Senfkörner
*Koriander*
*Pfeffer
*?
* jeder menge Sojasauce

bestand.

So viel anrühren das eben das Fleisch bedeckt ist....

Danach auf den Trockner oder in Jutesack (unter die Zimmerlampe) damit und eben solange trocknen wie es einem beliebt.

Aber:
1. nicht ganz durch getrocknetes Fleisch ist logischerweise kaum lange haltbar. Welch Wunder auch was :grin:
2. Ist das ne verflucht salzige Angelegenheit, ich würde, sollte ich dass nochmal tun, vom Fleisch wenigsten die Sojasoße abspülen, sprich kurz wässern... unmittelbar vorm trocknen....

Ansonsten --> bon appétit :essen:
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Jupp. » Do 30. Aug 2012, 12:57

Eins noch vergessen, es sollte unbedingt mageres Fleisch sein, wegen Fett, ranzig usw.

Aber das weißt Du ja sicherlich.....
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon BöserWolf » Do 30. Aug 2012, 14:45

Hans Olo hat geschrieben:@Jupp: taugt das Ding was? Suche seit einger Zeit nach einem guten Wolf :grin: .


Wozu brauchst Du den denn? Es gibt doch einen Bösen Wolf! :devil:
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Vormund » Do 30. Aug 2012, 15:15

BöserWolf hat geschrieben:Wozu brauchst Du den denn? Es gibt doch einen Bösen Wolf! :devil:


Da steckt man oben Filet rein und ... :devil: ... spülmaschinenfest ist er auch nicht.
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon BöserWolf » Do 30. Aug 2012, 17:00

Keine Details, Herr Vorlaut! :bash:
Das Leben ist einfach zu kurz, um es durch Urkost zu verlängern!

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Vormund » Do 30. Aug 2012, 18:09

:grin:
"Tierschützer" ist ein billig zu habendes Label moralischer Selbstermächtigung. (Eckhard Fuhr, Die Welt 11.02.14)

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Vrikadelle » Fr 31. Aug 2012, 02:13

RächerDerVerderbten hat geschrieben:Du nicht ?


Nein, nicht direkt. Mein Großonkel hatte Kaninchen zum Schlachten, das wusste ich zu der Zeit aber nicht, welches Schicksal denen mal blüht.. das ist mir erst Jahre später aufgegangen.

Es hat mich einfach mal interessiert, wie ihr hier so sozialisiert worden seid in Bezug auf Tiere kennenlernen und dann essen. Ich bin so nicht erzogen worden, obwohl es auch immer Fleisch gab. Aber eben ohne direkt Verbindung zum Tier.
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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Gast 2.0 » Fr 31. Aug 2012, 08:04

Wir hatten auch alles zuhause.
Hühner, Hasen, Puten und sogar ne Ziege.
Die Doofe Ziege hat mir sogar einmal zwei Seiten meiner Hausaufgaben weggefressen. Was natürlich sehr doof war als ich vor der Lehrerin Stand und Ihr sagte das die von meiner Ziege gefressen wurde. Hat mir keiner Geglaubt :(
Trotzdem war ich etwas Traurig als sie später sterben müsste. Man Lernt halt für das Tod zum Leben dazugehört..

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Hans Olo » Fr 31. Aug 2012, 10:21

@Jupp: Danke :grin:
@Böser Wolf: Du kommst ja sicher nicht jedesmal vorbei und hackst mir mein Bambi klein, oder was :devil:

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon fromme Helene » Fr 31. Aug 2012, 10:24

Gast 2.0 hat geschrieben:Die Doofe Ziege hat mir sogar einmal zwei Seiten meiner Hausaufgaben weggefressen. Was natürlich sehr doof war als ich vor der Lehrerin Stand und Ihr sagte das die von meiner Ziege gefressen wurde. Hat mir keiner Geglaubt :(


episch :rofl:
Das Gute - dieser Satz steht fest -
Ist stets das Böse, was man läßt!

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Plumbum » Fr 31. Aug 2012, 12:39

Nur mit nem Hund wurde mir sowas auch schon präsentiert. :cool:

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Ted Crilly » Fr 31. Aug 2012, 12:42

Plumbum hat geschrieben:Nur mit nem Hund wurde mir sowas auch schon präsentiert. :cool:


Spaßig, mir auch... Klassenkamerad sagte wortwörtlich: "Mein Hund hat ins Heft gekotzt."
________________________________________________________
No vegan diet - no vegan powers...

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Plumbum » Fr 31. Aug 2012, 12:49

"Der Hund hat meinen ... Nachweis gefressen". Auch bei jungen Erwachsenen immer wieder gern genommen. Moderne Alternativen sind... ich hab einen virus auf der festplatte, mein drucker ist kaputt, meine festplatte ist abgeschmiert, meine mutter hat das verlegt, das liegt beim freund.... :D

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Re: Kameraden zum Streicheln und -teilweise- Essen

Beitragvon Katzenallergiker » So 2. Sep 2012, 19:12

Ich kenne es schon noch in etwa so wie in dem Text, weil ich auch in einem Dorf aufgewachsen bin und mehrere Landwirte in meiner Familie sind/waren.

Da liefen die Hühner noch frei herum und die fanden wir Kinder auf dem Schulweg einerseits lustig, andererseits aber eben auch nervig, bis hin zu extrem nervig und hässlich mit deren Geschrei. Zum Hals umdrehen eben ;-) Manchmal jedoch auch einfach nett anzusehen. Auf jeden Fall kann ich auch jeden verstehen, der sie einfach killt irgendwann, weil sie einem wirklich auch auf den Wecker gehen können. Jetzt gibt es da keine Hühner mehr und ich finde es wie tot - ich würde sie dort gerne wieder sehen. Jedes Mal wenn ich vorbei gehe, bedauere ich es, dass keine mehr da sind und denke an die schöne Zeit von früher.

Schafe gab es hinten noch und die fütterten wir manchmal mit Grünzeug und streichelten das kuschlige Fell. Antun hätte ich denen nichts können und mir gefiel der Gedanke nicht, dass sie geschlachtet werden sollen. Den Bauer mochte ich daher in dem Zusammenhang mal gar nicht mehr so gerne. Das waren echt viele Schafe, bestimmt 30. Einmal fuhren wir dann wieder hin zum füttern und da war kein einziges Schaf mehr da. Sie hatten alle an nur einem Tag geschlachtet. Das fand ich längere Zeit etwas traurig, denn sie waren wirklich nett. Darüber denke ich teilweise immer noch nach, immer mal wieder aus einem anderen Blickwinkel heraus.

Ich war so ca. in der 3. Schulklasse, als es Silvester bei Oma und Opa mal wieder Truthahn gab. Der war eingefroren und der Opa legte ihn auf die Werkzeugbank. Er meinte, dass man den in der Mitte auseinander sägen muss, denn "ganz wird er uns zu viel". Ich kapierte erst nicht recht, wie und ob das gehen soll. Dann meinte er so: "Markus, du machst das schon!", legte mir eine große Säge hin und ging einfach weg und ließ mich allein. Das machte mir kurz ein bisschen kalten Schweiß auf die Stirn, doch wollte ich den Job erledigen, damit sie alle was zum essen haben und der Opa nicht alles selber machen muss.
Also, Säge einfach angesetzt und ritsch, ratsch, ritsch, ratsch, den riesen Truthahn einfach in der Mitte durchgesägt. :rofl: Das war sau geil und ich hab mir so einen abgelacht. Das würde ich irgendwann nochmal gerne machen. Ja, und super war er dann, natürlich der Truthahn. Mit Kartoffelknödeln, Blaukraut und Soße und Salat dazu. Anstatt Sägespänen die ich davor schon kannte, gab es dann eben Truthahnspäne ;) Sauber gemacht hatte ich natürlich auch schön alles...

Beim Bauer beim Schweine schlachten haben uns die Alten nicht zusehen lassen. Sie meinten, dass wir dafür noch zu jung sind. Also ich stellte es mir schon grausig vor immer und wie sie dann in der Küche die Würste machten, fand ich auch nicht sooo appetitlich, aber fand es insgesamt alles schon recht gut.

Da gab es dann noch eine ganz tolle Geschichte:

Sie machten am Hof immer direkt nach der Schlachtung Würste und da kam immer jemand zu Besuch, der etwas weniger Geld hatte und das Wurstwasser mitnahm zum trinken und da voll begeistert war davon. Das brachte mich sehr lange zum nachdenken...

Die Stiere oder Ochsen im Stall hinten taten mir oft etwas leid und mit denen konnte man tatsächlich auch eine Art Beziehung aufbauen. Sie kannten einen nach der Zeit und schauten irgendwann nicht mehr so böse, außer man schaute selber böse. Wenn man sie böse anschaute, wurden sie wütend und haben manchmal auch herum gehauen gegen die Gitter. Da bekam ich schon heftig Angst, denn so ein riesen Tier kann einen schon überrumpeln. Ich entschloss einmal, immer nett zu ihnen zu sein, hab sie teils auch als meine Freunde betrachtet und sie schauten dann auch freundlich. Manche von ihnen waren jedoch so dominant, dass sie die weicheren daneben richtig angriffen, wenn sie sich so soft mir gegenüber gaben, kam mir so vor. Solchen bösen fiesen Brummern hab ich dann hin und da einen Tannenzapfen oder sowas ans Hirn gepfeffert als Strafe dafür, dass sie die anderen weg rempelten ;-) Also zu Tieren kann man schon eine engere Beziehung entwickeln und sie auch streicheln und wirklich gern haben. Doch irgendwann dann eben auch schlachten wenn der Hunger zu groß wird... sehe ich auch so.

Die kleinen Stiere waren besonders nett. Die hüpften dann immer so von vorne nach hinten, wenn man sie ein bisschen erschreckte. Denen konnte man vorne das flauschige Fell zwischen den Augen streicheln und man spürte die Wärme... war nett, ja. Da war ich teils sogar böse, dass man sie schlachtet. Viel zu nett, die Tiere. Anscheinend merkten sie das auf dem Hof und dann durfte ich nicht mehr so oft in den Stall rein. Keine Ahnung, ist schon länger her und da wurde nicht viel geredet. Nachdem die Brotzeiten dann immer super lecker waren, dachte ich mir da auch nicht mehr viel darüber. Leberwurst hatten sie immer eine besonders Gute... die war der Hammer. :essen:


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