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Kenny
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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Kenny » Sa 24. Feb 2018, 12:35

Donnervogel hat geschrieben:
Skepsis hat geschrieben:Witz des ganzen ist noch zusätzlich: Federführend verantwortlich für den Komplex war Siemens

Sicher ist eines: man erhält nur Schund.

Oder wie mein Großvater einst zu sagen pflegte: "Willst Du was Gescheites oder was von Siemens?"

So ist es meist eher nicht sinnvoll.

Habra
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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Habra » Sa 24. Feb 2018, 19:11

Einar n.e. hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:Wer erinnert sich noch an den Juchtenkäfer ...
Gut möglich, dass die Projektgegner das „Problem“ künstlich erschaffen haben


Gerüchte ähnlicher Art gibt es auch bei anderen Verkehrsprojekten.
Sollte man den Umweltaktivisten hier was nachweisen können, so hoffe ich, dass sie nicht nur geächtet werden, sondern auch für alle Kosten, die ihre Verzögerungstaktik verursacht hat, aufkommen müssen.
Wegen solch antisozialer Typen verzögert sich ein dringend nötiges Projekt bei uns bereits seit 8 Jahren und wird wohl, wenn überhaupt, erst mit 15 Jahren Verspätung fertig.


Man kann nun zu Stuttgart21 stehen, wie man will, aber mit diesemProjekt besteht die Chance den Stuttgarter Talkessel etwas zu entlasten und Bauflächen in Stuttgart zu bekommen. (Da das Projekt schon mindestens seit Anfang der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts im Gespräch ist, bestand durchaus die Möglichkeit, schon weit vor Baubeginn gerichtliche Schritte dagegen einzuleiten.)

Was mich aber etwas irritiert ist, dass die Möglichkeit der künstlichen Erschaffung von Hinderungsgründen für ein Projekt so plötzlich möglich zu sein scheint. Bedeutet das womöglich, dass auch Filmer von Peta oder Soko Tierschutz vielleicht eigenes Beweismaterial mitbringen, wenn sie tote oder verletzte Tiere bei Tierhaltern filmen und irgendwelchen sensationssüchtigen Fernsehschaffenden anbieten? Dass womöglich filmende Affenpfleger in Tübingen die Tiere selbst in den gewünschten für Tierversuchsgegner aussagekräftigen Zustand bringen könnten, dass sogar Filmgeschwindigkeiten beeinflußt werden, um einem Zoo die Quälerei von Elefanten zu beweisen?

Übrigens: Vor längerer Zeit existierte eine Internetseite "Feldhamsterverleih.de", die obwohl reine Satire, auf Grund irgendwelcher Proteste und Shitstorms vom Netz genommen wurde. Darin wurden exakt solche (vermuteten) tierischen Bauverhinderungen auf die Schippe genommen. :grin:

bambi

Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon bambi » Sa 24. Feb 2018, 23:35

da das bauprojekt aber ja angeblich schon so lange in planung ist, hätte man ja auch genug gelegenheit gehabt, entgegenstehende belange zu prüfen und sich drum zu kümmern, anstatt zu warten bis sich interessenverbände melden um auf probleme hinzuweisen.
hätte man alles im vorfeld ausräumen können... selbst schuld wenn s dann zu verzögerungen kommt.

Einar n.e.

Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Einar n.e. » So 25. Feb 2018, 06:23

Nun ja, wenn (und falls) "entgegenstehende belange" aber erst aus niederen Beweggründen erfunden werden, kann man sie eben nicht zuvor prüfen.

DG ne

Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon DG ne » So 25. Feb 2018, 13:25

bambi hat geschrieben:da das bauprojekt aber ja angeblich schon so lange in planung ist, hätte man ja auch genug gelegenheit gehabt, entgegenstehende belange zu prüfen und sich drum zu kümmern, anstatt zu warten bis sich interessenverbände melden um auf probleme hinzuweisen.
hätte man alles im vorfeld ausräumen können... selbst schuld wenn s dann zu verzögerungen kommt.


Interessenverbände hätten sich auch im Rahmen der gesetzlichen Genehmigungsverfahren melden können, anstatt,urz vor Baubeginn richtig Ramba-Zamba zu veranstalten. Letzteres ist natürlich öffentlichkeitswirksamer, und man muss sich nicht etwa fachlich gesichert argumentieren, sondern es genügt, krude Thesen und Behauptungen aufzustellen und nützliche Idiotenzu finden, die drauf reinfallen. Also quasi Eisenbahn-Veganer. Dumme aufstacheln funktioniert immer.

Ich bin ja dafür, dass jeder Depp sagen können soll, was er denkt. Dass aber jeder Depp Gehör findet, bereitet mir Sorgen. S21 ist ein prägnantes Beispiel dafür.

bambi

Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon bambi » Mo 26. Feb 2018, 06:19

Einar n.e. hat geschrieben:Nun ja, wenn (und falls) "entgegenstehende belange" aber erst aus niederen Beweggründen erfunden werden, kann man sie eben nicht zuvor prüfen.

doch. man fragt bei entsprechenden naturschutzverbänden etc an, ob in der gegend naturschutz/artenschutz-wesen leben und wenn die sagen nö, dann können die nicht hinterher kommen. wär schon etwas sehr auffällig, wenn die dann zufällig doch noch irgendwas entdecken würden.

als bauherr sollte man aus eigeninteresse schauen dass das ding auf festen beinen steht. die anderen sind nicht verpflichtet, ständig zu gucken, was wo geplant ist, um es dem bauherrn so bequem wie möglich zu machen.

Einar n.e.

Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Einar n.e. » Mo 26. Feb 2018, 08:02

Die Öffentlichkeit (und damit auch Umweltverbände) wird bei solchen Projekten früh beteiligt, es gibt eine Umweltverträglichkeitsprüfung und es wird fleißig geklagt. Und natürlich können Naturschutzvereine auch hinterher noch kommen und nachlegen.
Und das machen sie auch liebend gern, wenn sie meinen, ein neues seltenes Tierchen (oder Pflänzchen) entdeckt zu haben, das durch ein Projekt gefährdet wird.

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Holzbock » Mo 26. Feb 2018, 08:29

Es gab mal eine ausführliche Hintergrundgeschichte im SPIEGEL, die sich damit auseinandersetzte wie seinerzeit ein Bundesverkehrsminister (damals gerade ein Schwabe), der Chef der Bahn (dto.), der MiniPrä von BaWü und der OB von Stuttgart (naturgemäß ebenfalls Schwaben) auf eine tolle Idee kamen, die das beste für die BRD die Bahn das Ländle (na ja, die allein zählende schwäbische Hälfte) und Stuttgart bringen würde.
Wie dann gut 16 Jahre zwischen Verkündung und Baubeginn vorübergingen, kaum jemand an die Realisierung glaubte und die entsprechenden Fristen und Gutachten mehr halbherzig wahrgenommen wurden...


:devil:
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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon DG ne » Mo 26. Feb 2018, 09:12

Da kamen die maßgeblichen Entscheidungsträger auf eine Idee - und haben die auch umgesetzt.

Ei der dass, welch ein Skandal. Wer hätte das sonst machen können? Die Journalisten vom Spiegel?

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Max P
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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Max P » Di 27. Feb 2018, 16:37

Einar n.e. hat geschrieben:Ich verstehe jetzt auch nicht, warum ausgerechnet die Grünen hier verteidigt werden,

Tut ja keiner. Ich für meinen Teil weise nur darauf hin, dass sie nicht an allem Schuld sind, z.B. insgesamt für sämtliche Bauverzögerungen und Kostensteigerungen bei S21.

DG ne hat geschrieben:
Entspannungswandler hat geschrieben:Aber bei Stuttgart 21 haben die Grünen Rech: Es ist ein Überflüssiges Geldvernichtungs Projekt
wleches nur die korrupte CDU Führung für ihre Geldgeilen Spezl braucht. Sonst niemand!

Ausser natürlich all diejenigen, die es für eine Zumutung halten, zwischen Stuttgart und Ulm mit dem ICE genauso langsam zu fahren wie zu Kaisers Zeiten, mit der Dampflok.

Freilich. :rolleyes: Ansonsten soll man dereinst 20 Minuten oder so schneller in Zürich oder Mailand sein, WENN der neue Bahnhof kein Nadelöhr wird, was etliche Experten befürchten (es soll tatsächlich Experten geben, die S21 nicht aus grüner Gesinnungslumperei, sondern aus praktischen Gründen sehr kritisch sehen).

Oder die paar Hanseln die finden, dass einige hundert Hektar in einer der teuersten Innenstädte Deutschlands besser genutzt werden können als als Schotterfeld.

Meines Wissens haben sich die Spekulationserwartungen der Bahn - der eigentliche Grund für S21 - bei weitem nicht erfüllt.
"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretirt, es kömmt aber darauf an, sie zu verändern."

Karl Marx (geb. 05. Mai 1818)

DG ne

Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon DG ne » Di 27. Feb 2018, 17:35

Max P hat geschrieben:Freilich. :rolleyes: Ansonsten soll man dereinst 20 Minuten oder so schneller in Zürich oder Mailand sein, WENN der neue Bahnhof kein Nadelöhr wird, was etliche Experten befürchten (es soll tatsächlich Experten geben, die S21 nicht aus grüner Gesinnungslumperei, sondern aus praktischen Gründen sehr kritisch sehen).


Ein Nadelöhr ist der völlig veraltete Kopfbahnhof aus Kaisers Zeiten. Ist doch logisch, wenn jeder Zug erst mal wenden muss. Ansonsten wird die Fahrt Ulm - Frankfurt auf etwa 90 Minuten sinken, heute ist es eine Stunde länger. Wenn man Glück hat.

Oder die paar Hanseln die finden, dass einige hundert Hektar in einer der teuersten Innenstädte Deutschlands besser genutzt werden können als als Schotterfeld.

Meines Wissens haben sich die Spekulationserwartungen der Bahn - der eigentliche Grund für S21 - bei weitem nicht erfüllt.[/quote]

Meines Wissen geht das Land erstmal an die Stadt Stuttgart, eben genau um Landspekulationen zu verhindern. Aber klar, dass du alles, wo ums Geld geht, "sehr kritisch" siehst. :rofl:

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Max P » Di 27. Feb 2018, 18:35

DG ne hat geschrieben:Ein Nadelöhr ist der völlig veraltete Kopfbahnhof aus Kaisers Zeiten. Ist doch logisch, wenn jeder Zug erst mal wenden muss.

Als ausgewiesener Bahnfachmann müsstest du eigentlich wissen, dass heute - ganz anders als zu Kaisers Zeiten - fast alle Züge Wendezüge sind, die ohne Rangieraufwand rein und sofort wieder raus fahren können. Außerdem verfügt(e) gerade der Stuttgarter Hbf über großzügige Überwerfungsbauten im Gleisvorgeld, die einen schnellen Zugwechsel ermöglichten. Ich weiß jetzt nicht, wieviele Bahnsteige der alte Bahnhof hat, aber es dürften deutlich mehr sein als der geplante unterirdische. Dass der alte Bahnhof signaltechnisch und in sonstiger Hinsicht modernisierungsbedürftig gewesen wäre, hat auch nie jemand bestritten.

Meines Wissen geht das Land erstmal an die Stadt Stuttgart, eben genau um Landspekulationen zu verhindern. Aber klar, dass du alles, wo ums Geld geht, "sehr kritisch" siehst. :rofl:

Ja, nach massiven Protesten. Ganz zu Anfang wollte die Bahn das Gelände schon weitestgehend für sich allein vermarkten. Wie gesagt, das war, zumindest anfänglich, die eigentliche Motivation der Bahn hinter dem ganzen Projekt.
"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretirt, es kömmt aber darauf an, sie zu verändern."

Karl Marx (geb. 05. Mai 1818)

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon bambi » Di 27. Feb 2018, 19:32

DG ne hat geschrieben:
Max P hat geschrieben:Freilich. :rolleyes: Ansonsten soll man dereinst 20 Minuten oder so schneller in Zürich oder Mailand sein, WENN der neue Bahnhof kein Nadelöhr wird, was etliche Experten befürchten (es soll tatsächlich Experten geben, die S21 nicht aus grüner Gesinnungslumperei, sondern aus praktischen Gründen sehr kritisch sehen).


Ein Nadelöhr ist der völlig veraltete Kopfbahnhof aus Kaisers Zeiten. Ist doch logisch, wenn jeder Zug erst mal wenden muss. Ansonsten wird die Fahrt Ulm - Frankfurt auf etwa 90 Minuten sinken, heute ist es eine Stunde länger. Wenn man Glück hat.

frankfurt, übrigens der größte kopfbahnhof deutschlands mit über 450.000 reisenden jährlich, also doppelt so viel wie stuttgart. nur da kommt keiner auf solche spinnerten ideen.

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Fopper » Di 27. Feb 2018, 19:48

bambi hat geschrieben:nur da kommt keiner auf solche spinnerten ideen.

Noch nicht. Irgendwann möchte da auch jemand sein Denkmal haben.

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon hämorrhoide » Di 27. Feb 2018, 20:19

Der ICE 692, gemäß DB App, braucht von Ulm nach Frankfurt 137 Minuten. Der Aufenthalt in Stuttgart dauert 5min, in Mannheim 3min. Es ließen sich in Stuttgart etwa 2min sparen. Dafür den Stuttgarter Bhf für ein paar Milliarden umzubauen erscheint mir etwas übertrieben.
bambi hat geschrieben:frankfurt, übrigens der größte kopfbahnhof
deutschlands mit über 450.000 reisenden jährlich,

Die Zahl 450.000 ist höchstwahrscheinlich falsch. Das wären nur 1250 Reisende täglich.

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Das Höchste der Geflügel » Di 27. Feb 2018, 20:47

hämorrhoide hat geschrieben:Der ICE 692, gemäß DB App, braucht von Ulm nach Frankfurt 137 Minuten. Der Aufenthalt in Stuttgart dauert 5min, in Mannheim 3min. Es ließen sich in Stuttgart etwa 2min sparen. Dafür den Stuttgarter Bhf für ein paar Milliarden umzubauen erscheint mir etwas übertrieben.
bambi hat geschrieben:frankfurt, übrigens der größte kopfbahnhof
deutschlands mit über 450.000 reisenden jährlich,

Die Zahl 450.000 ist höchstwahrscheinlich falsch. Das wären nur 1250 Reisende täglich.


Bahn
Blick auf den Hauptbahnhof © Stadtbildstelle, Foto: H.-P. Günther
Dieses Bild vergrößern.
Der Frankfurter Hauptbahnhof ist die wichtigste deutsche Verkehrsdrehscheibe im Zugverkehr. Täglich verbinden über 1100 Züge die Stadt mit zahlreichen nationalen und internationalen Zielorten und ca. 700 S-Bahnen bringen die Fahrgäste zu Stationen innerhalb Frankfurts und ins Umland. Über 350.000 Reisende und Besucher aus dem In- und Ausland nutzen jeden Tag diesen Bahnhof. Um dieses große Verkehrsaufkommen bewältigen zu können, verfügt der Hauptbahnhof über 25 Gleise in fünf Bahnsteighallen.


Hier

Jährlich- Täglich... das ist in Bambis Welt relativ. :lolli:
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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon GustavGans » Di 27. Feb 2018, 21:21

Zahlen sind nicht vegan.
Macht ihr den Scheißdreck weil ihr blöd seid oder hat euch der Scheißdreck erst so richtig blöd gemacht?

DG ne

Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon DG ne » Di 27. Feb 2018, 21:22

Max P hat geschrieben:Als ausgewiesener Bahnfachmann müsstest du eigentlich wissen, dass heute - ganz anders als zu Kaisers Zeiten - fast alle Züge Wendezüge sind, die ohne Rangieraufwand rein und sofort wieder raus fahren können. Außerdem verfügt(e) gerade der Stuttgarter Hbf über großzügige Überwerfungsbauten im Gleisvorgeld, die einen schnellen Zugwechsel ermöglichten. Ich weiß jetzt nicht, wieviele Bahnsteige der alte Bahnhof hat, aber es dürften deutlich mehr sein als der geplante unterirdische. Dass der alte Bahnhof signaltechnisch und in sonstiger Hinsicht modernisierungsbedürftig gewesen wäre, hat auch nie jemand bestritten.


Was haben denn die Überwerfungsbauten mit dem Zugwechsel zu tun? Hast du irgendwo gelesen, ohne zu verstehen worum es geht, oder?

Der heutige hat 16, der künftige 8, wobei heute 1 Zug auf einem Gleis stehen kann, künftig 2 pro Gleis. Heute blockieren sich die Züge gegenseitig bei ein- und Ausfahrt, künftig wird das optimiert. Soll ich weitermachen?

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Donnervogel » Di 27. Feb 2018, 22:08

DG ne hat geschrieben:Der heutige hat 16, der künftige 8, wobei heute 1 Zug auf einem Gleis stehen kann, künftig 2 pro Gleis. Heute blockieren sich die Züge gegenseitig bei ein- und Ausfahrt, künftig wird das optimiert. Soll ich weitermachen?

Ich muss zugeben, dass sich meine Kenntnisse bezüglich der Eisenbahn hauptsächlich auf Nahverkehr und die Modelleisenbahn beschränken. Trotzdem erlaube ich mir die Frage, wie denn bitte zwei Züge auf einem Gleis stehen sollen. Hintereinander wahrscheinlich. Aber wenn ich mir den neuen ICE 4 anschaue, der ja die neueste Generation von Hochgeschwindigkeitszügen darstellt, dann passen nur von den siebenteiligen Triebzügen (200 Meter Länge) gerade so zwei Stück hintereinander auf die 400 geplanten Meter Bahnsteiglänge von Stuttgart 21. Sicherheitsabstand? Fehlanzeige. Die alten Bahnsteige beim Kopfbahnhof waren lt. Wikipedia zwischen 370 und 470 Meter lang. Allerdings gab es da acht Bahnsteige mit sechzehn Gleisen und nicht vier Bahnsteige mit acht Gleisen. Zudem werden grade im internationalen Fernverkehr (z.B. nach Frankreich) nicht nur die kurzen, siebenteiligen Kombinationen fahren, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit längere Züge. Schon reduziert sich die Anzahl auf einen Zug pro Bahnsteiggleis. Blockiert haben sich die Züge im alten Kopfbahnhof auch nicht dauernd gegenseitig bei der Ein- und Ausfahrt. Und wie schon gesagt wurde: Die meisten Züge - gerade Fernverkehrszüge wie der ICE - sind heute wendefähig, entweder weil es sich um Triebzüge, oder aber um reguläre Züge mit Steuerwagen an dem der Lok entgegengesetzten Ende, handelt. Die nötige Dauer für den Richtungswechsel beträgt also gerade einmal die Zeit, in der der Lokführer vom einen Ende des Zuges zum anderen geht. Die brauchen die Passagiere aber auch fürs Ein- und Aussteigen, für das Verstauen des Gepäcks usw.

Überdies sehe ich bei S21 Probleme in zu schmalen Bahnsteigen mit einem doch recht deutlichen Gefälle (6 Meter Höhenunterschied auf 400 Metern Länge). Leute mit Rollstühlen, Kinderwagen oder anderen rollfähigen Passagieraccessoires könnten da Probleme kriegen. Ich halte von dem neuen Bahnhof nicht viel und bin froh, dass ich Stuttgart wohl auch zukünftig nur sehr selten mit der Bahn anfahren muss. Aber ich bin schon gespannt, wann es da die ersten Schwierigkeiten, wenn nicht gar Unfälle gibt, und wie dann die Erklärungen und Lösungsansätze (so vorhanden) der Verantwortlichen lauten. Allerdings sind die, die das zu verantworten hatten, zu dem Zeitpunkt entweder schon in Pension/Rente, oder aber sie tun es der Bahn gleich und sind bereits unter der Grasnarbe verschwunden. ;)
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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon DG ne » Mi 28. Feb 2018, 09:11

Fährt ein Zug aus Westen ein und fährt Richtung Osten weiter, blockiert er zwangslogisch eine Zeit lang den kompletten Bahnhof. Einen Teil bei der Einfahrt, den Rest bei der Ausfahrt. Geht ja gar nicht anders. In sofern muss ein Durchgangsbahnhof schon vom Prinzip her erheblich leistungsfähiger sein. Ansonsten hätte man ja in der Anfangszeit überall Kopfbahnhöfe gebaut.

In Frankfurt ging man einen anderen Weg: man baute einen leistungsfähigen Durchgangsbahnhof an den Flughafen und fährt halt auch noch den ollen Kopfbahnhof an. Wer Vom Süden in den Nordwesten reist - oder andersrum - hält da. Der riesige Güterbahnhof wurde abgerissen und der heutige Hbf erheblich verkleinert. Also nicht das Gebäude, sondern die Gleiswüste. Da stehen heute Bürogebäude.

Aus meiner Sicht wäre das auch eine gangbare Alternative für Stuttgart gewesen: Fetter ICE-Bahnhof am Flughafen und die Güterzugwüste in der Stadt eingestampft. Den Kopfbahnhof von 16 auf 8 Gleise zurück gebaut. Von mir aus mit einer Verbindung zwischen FH und Hbf mit Dampflok, die erstmal komplett um den Talkessel fährt, damit jeder den schönen Ausblick geniessen und nostalgisch werden kann. Das Gleisbett hätte massiv verkleinert werden können, alle hätten bekommen, was sie wollen.

Die Entscheidung war eine andere, die ich allerdings auch recht charmant finde. Sie ist konsequenter und fördert Hi-Tech im Bauwesen, was wir gut brauchen können. Die Milliarden werden lokal verbaut und nicht in Hinterarschlow verbrannt.

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Max P » Mi 28. Feb 2018, 13:11

DG ne hat geschrieben:Fährt ein Zug aus Westen ein und fährt Richtung Osten weiter, blockiert er zwangslogisch eine Zeit lang den kompletten Bahnhof.

Unter anderem dafür sind Überwerfungsbauten und genügend Gleise da. Ansonsten bin ich leider zu dumm, um zwangslogisch nachvollziehen zu können, warum ein Zug den kompletten Bahnhof blockiert, weil er am Bahnsteig steht. Blockiert werden wirst du auf deinen Fahrten zwischen Stuttgart und Ulm, wenn die Züge vor Stuttgart im Stau stehen, weil irgendein Ereignis im Netz den Fahrplan durcheinander gebracht hat und der neue Hbf keine Ausweichkapazitäten hat...
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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Donnervogel » Mi 28. Feb 2018, 13:45

Wahrscheinlich meint DG die Zeit, in der ein Zug gerade in den Bahnhof einfährt bzw. ihn verlässt, und sich dabei durch die dem Bahnhof vorgelagerte Weichenstraße schlängelt. Dieser Zeitraum ist zwar weder überdimensional lang (immerhin sind wir nicht in den Staaten mit ihren meilenlangen Güterzügen), noch wird dadurch beide Male der komplette Bahnhof lahmgelegt, wie das gern von den Befürwortern propagiert wird. Aber er ist zweifellos vorhanden. Also lassen wir das mal so als Argument im Raum stehen.

Wie man zwei (meist ohnehin zu lange) Züge gleichzeitig praktikabel und pannenfrei auf einem Gleis unterbringt, ohne dass es z.B. beim schnellen Umsteigen - und das wird bei nur acht Gleisen unabdingbar sein - immer wieder zu Verwechslungen kommt, habe ich leider noch nicht begriffen. Ebensowenig, wie die Gefahr von zu schmalen Bahnsteigen mit Gefälle und zu knapp dimensionierten Fluchtwegen abgewendet werden kann. Von der Möglichkeit eines Zugunglücks oder gar eines Brandes in einem der Tunnel will ich gar nicht reden, sonst wird mir vermutlich schlecht. Aber zum Glück habe ich ja keine Ahnung von der Eisenbahn. Das sollen die verantwortlichen Leute im Ländle, die mehr davon verstehen als ich, mal selber auskaspern. Ich lasse mir von denen ja auch nicht in die Gestaltung meiner Modellbahn reinreden. ;)
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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Gulasch » Mi 28. Feb 2018, 14:17

Die Sache mit den 2 Zügen auf einem Gleis scheint mit auch nur schwer vorstellbar da ein Zug immer erst den nächsten Abschnitt befahren darf, wenn der vorherige diesen geräumt hat.
Eher wird dieser nicht freigegeben. Bei Überfahren eines roten Signals wird zwangsgebremst.
Um bei den nicht unerheblichen Bremswegen (x00 m) die Sicherheit zu gewährleisten sind die Abstände immer groß genug gewählt.

Mancher wird sich schon gewundert haben, weshalb eine Bahnschranke schließt, obwohl der Zug erst noch am Bahnsteig davor hält: es könnte ja sein der Lokführer "verbremst" sich und fährt bis auf den Übergang.

Bei den ICE verhält es sich anders. Da wird der Abstand durch ein Sendekabel in der Gleismitte geregelt. Signale haben die nicht. Ob das in Bahnhöfen anders läuft, kann ich nicht sagen - bin da schon über 20 Jahre raus.

Bei Gelegenheit muss ich meinen ehemaligen Mitlehrling dazu mal befragen. Er arbeitet inzwischen in der Zentrale in Süddeutschland, das interessiert mich schon.
Was lehrt uns das? Das wohl größte ökologische Verdienst des Ernährungsethikers besteht darin, eines schönen Tages den Würmern als Speise dienen zu dürfen. C'est la vie. Mahlzeit! Udo P.

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon DG ne » Mi 28. Feb 2018, 16:46

Gulasch hat geschrieben:Die Sache mit den 2 Zügen auf einem Gleis scheint mit auch nur schwer vorstellbar da ein Zug immer erst den nächsten Abschnitt befahren darf, wenn der vorherige diesen geräumt hat.


Die Bahn behauptet das jedenfalls: "Zudem können an einem Bahnsteiggleis zwei Züge hinterein- ander halten."

http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de ... ruende.pdf

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Re: Sammelthread Zeitungsmeldungen

Beitragvon Max P » Mi 28. Feb 2018, 16:59

DG ne hat geschrieben:
Gulasch hat geschrieben:Die Sache mit den 2 Zügen auf einem Gleis scheint mit auch nur schwer vorstellbar da ein Zug immer erst den nächsten Abschnitt befahren darf, wenn der vorherige diesen geräumt hat.

Die Bahn behauptet das jedenfalls: "Zudem können an einem Bahnsteiggleis zwei Züge hinterein- ander halten."

http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de ... ruende.pdf

Eine neue Strecke Stuttgart-Ulm ließe sich auch unabhängig von S21 diskutieren bzw. bauen. Und dieses hier verstehe ich nicht:
Der neue Durchgangsbahnhof wird eine höhere Leistungsfähigkeit haben. Zukünftig acht statt heute nur fünf Zu- und Abfahrtsgleise ermöglichen mehr Zugfahrten pro Tag.

Der alte Hbf hat doch mehr als 5 Zu- und Abfahrtsgleise. :gruebel: Abgesehen davon hätte man ihn modernisieren können.
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