[abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

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Frozen Cock Extra Large
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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Frozen Cock Extra Large » Mi 13. Jun 2018, 06:42

Das "immer" ist natürlich Unfug, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wenn man nur in §1 der StVO schaut und die Einhaltung voraussetzt, dürfte die Anzahl der Verkehrstoten, die durch "höhere Gewalt" bei Regeltreue aller Beteiligten zustande kommen, verschwindend gering sein.

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.



Irgendwie stelle ich es mir aber auch sehr unterhaltsam vor, Tiermenschgeschwister als "Verkehrsteilnehmer" zu betrachten: Maikäferbiometriedaten müssen definitiv in die Notbremsassistenzsysteme eingepflegt werden und das Konzept der Aerodynamik der Autos muss ebenso zugunsten von Flugviehschutz wieder umgedacht werden, um extra Verwirbelungen und Luftpolster um das Auto herum zu erzeugen!


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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Frozen Cock Extra Large » Mi 13. Jun 2018, 06:51

Im Supermarktregal wird es dann, aus ethischen Gründen statt "Sagrotan" nun "Sapalman" - die Nährlösung mit der optimalen Grundversorgung für 99,99% aller Viren und Bakterien - geben...


Weiterer Vorschlag: auch wenn es zwecks Überleben wirklich unvermeidbar ist, zuzulassen dass im eigenen Organismus ständig Mikroorganismen ermordet werden - ähnlich wie das Fasten in eingesessenen Religionen wäre doch eine "Immunsupprimierungswoche" o.Ä. denkbar. Im Gedanken an die kleinen Racker!


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Schnitzelschn
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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Schnitzelschn » Mi 13. Jun 2018, 09:05

Beispiel?

Merapi
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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Merapi » Mi 13. Jun 2018, 10:03

Spannender wäre für mich die Frage, wie man vegan korrekt mit den vielen Viechern umgeht, die es auf die Ernte abgesehen haben: Mäuse, Ratten, Mehlkäfer, Dörrobstmotten, Blattläuse, diverse Raupen und Würmer usw. Lässt man sich von denen das Futter wegfuttern? Und was dann? Hungern?

Und ich stelle mir grad vor, wie Palmesel seine Wohnung mit Kakerlaken, Silberfischen, Motten, Fliegen und anderem Ungeziefer teilt. Und nicht vergessen, die vielen Krankheitsvektoren wie Mücken und Zecken. Darf man die dann noch bekämpfen? Was ist, wenn Veganerlein eine Zecke am Körper sitzen hat?
Ich hätte doch Psychiater werden sollen. Da bekommt man wenigstens Geld, wenn man sich mit Irren befasst.

DG ne

Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon DG ne » Mi 13. Jun 2018, 10:14

Hat Palmelse doch erklärt: Fällt unter Notwehr. Und: „Dass Tiere dabei zu Schaden kommen, muss vermieden werden. Dies erfordert Anstrenungen, und ist nicht von heute auf morgen praktisch zu realisieren“.

Hört sich dämlich an, ist es auch, entspricht aber der :gaga: der Tierrechtler.

Merapi
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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Merapi » Mi 13. Jun 2018, 10:50

Das ist letztendlich eine Frage der Grenzziehung. Ist die Maus in der Vorratskammer akzeptabel oder das angefressene Gemüse im Supermarkt? Denn dieses wäre nicht mehr vegan, würden die Schädlinge bekämpft. Und die Zecke am Hintern? Darf die Maus leben, die Zecke aber nicht? Demnach wäre kein Veganer wirklich vegan.
Ich hätte doch Psychiater werden sollen. Da bekommt man wenigstens Geld, wenn man sich mit Irren befasst.

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Palmesel » Mi 13. Jun 2018, 11:54

Schnitzelschn hat geschrieben:Unser Gespräch habe ich beendet, weil es sich im wesentlichen darauf herunterbrechen lässt, dass ich moralische Konstrukte ablehne, die man nichtmal in der Theorie umsetzen kann, du damit aber kein Problem hast.
Ich weigere mich, Tierleid zu verhindern, als moralischen Imperativ anzuerkennen, weil ich dann permanent dagegen verstoßen müsste, du hast damit kein Problem.
Ich denke, es lässt sich sehr viel umsetzen. Es ist halt ein Prozess. Hunde, Katzen und Primaten haben in Deutschland rechtlich gegenüber anderen Tieren bereits erweiterten Schutz, weil das vielen Menschen wichtig war. Auch dieser Schutz besteht nur in der Theorie, hält in der Praxis aber nicht stand.
100% geht praktisch nirgendwo; kein Grund, gar nix zu tun. Ich denke, dass ich immer mehr Tierleid vermeide, das mich früher nicht gekümmert hat. Heute schaue ich auf den Weg, damit ich nicht auf eine Schnecke trete: das kostet nichts. Ich verstoße nicht. Meine Fahrlässigkeit weicht Bewusstheit. Und ich bin immer seltener an Unfällen beteiligt.
Aber Moral ist eine persönliche Sache. Man kann sie niemandem überstülpen, man kann nur für moralische Standpunkte werben. Sie wird wohl nie bei allen ganz gleich aussehen. So gesehen haben wir vermutlich wirklich schon alles gesagt, das wir uns zu sagen hatten, und den beendeten Gesprächsfaden festzustellen war ein vernünftiger Schritt von Dir.

Ich habe die sachlich direkt zum Veganismus eingehenden Posts mal hier beantwortet. In diesem Faden geht es ja mehr darum, durch Schläge auf den Esel das Wohlbefinden zu steigern...
Zuletzt geändert von Palmesel am Mi 13. Jun 2018, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.

DG ne

Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon DG ne » Mi 13. Jun 2018, 11:55

Wenn es eine Frage der Grenzziehung sein sollte, worin unterscheiden sich Tierrechtler dann noch von der heutigen Rechtslage?

TierSchG §1(2):
„Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen“

Es stellt sich dann nurmehr die Frage, was ein vernünftiger Grund ist. Ernährung, Haus- und Strassenbau etc. gehören nach Palmelse dazu, und zwangslogisch auch die Jagd. Und auch wenn Veganer das ganz sicher völlig anders sehen müssen: auch die Tierzucht. Denn ohne wird es denfacto für unmöglich, sich gesund zu ernähren.

Damit erklärt Palmelse selbst - wider seinen Willen - die Diskussion um Tierrechte und Veganismus zur heissen Luft, bzw. zu viel Wind um nichts. Aber dass er nicht versteht, was er fordert, hat er bereits des öfteren erwiesen.

DG ne

Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon DG ne » Mi 13. Jun 2018, 11:58

Palmesel hat geschrieben:Ich denke, es lässt sich sehr viel umsetzen. Es ist halt ein Prozess. Hunde, Katzen und Primaten haben in Deutschland rechtlich gegenüber anderen Tieren bereits erweiterten Schutz, weil das vielen Menschen wichtig war.


Ach. Welchen denn?

Auch dieser Schutz besteht nur in der Theorie, hält in der Praxis aber nicht stand.
100% geht praktisch nirgendwo; kein Grund, gar nix zu tun. Ich denke, dass ich immer mehr Tierleid vermeide, das mich früher nicht gekümmert hat. Heute schaue ich auf den Weg, damit ich nicht auf eine Schnecke trete: das kostet nichts. Ich verstoße nicht. Meine Fahrlässigkeit weicht Bewusstheit. Und ich bin immer seltener an Unfällen beteiligt.


Offenbar baust du keinen Salat im eigenen Garten an. :facepalm:

Aber Moral ist eine persönliche Sache. Man kann sie niemandem überstülpen, man kann nur für moralische Standpunkte werben. Sie wird wohl nie bei allen ganz gleich aussehen. So gesehen haben wir vermutlich wirklich schon alles gesagt, das wir uns zu sagen hatten, und den beendeten Gesprächsfaden festzustellen war ein vernünftiger Schritt von Dir.


Moral, die nicht begründet werden kann, ist Ideologie.

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Palmesel » Mi 13. Jun 2018, 12:00

DG ne hat geschrieben:Moral, die nicht begründet werden kann, ist Ideologie.
Ganz recht - wie der Anspruch, Tiere killen zu dürfen. Dies ist die Ideologie des Karnismus.
Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Quarry » Mi 13. Jun 2018, 12:10

Der Mensch muß´Tiere töten dürfen um zu überleben. Das kapierst du immer noch nicht?
Oh Captain, my Captain.

Andreas Bär Läsker - der Donald Trump des Veganismus. XOND Rocks. :kotz:

Mrs Thatcher

Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Mrs Thatcher » Mi 13. Jun 2018, 12:17

Lieber Palmesel,

Ganz recht - wie der Anspruch, Tiere killen zu dürfen. Dies ist die Ideologie des Karnismus.


Aber Veganer sehen das doch im Grunde genauso - das ist ja ein Knackpunkt, der mir immer wieder auch während der veganen Zeiten bigott erschien.
Man darf Tiere nicht umbringen, außer es geht nicht anders oder man hat Kopfläuse oder oder oder ...
Entweder hat man das Recht Tiere zu töten oder nicht.

Aber ein Recht darauf nur manche Tiere töten zu dürfen ...? Das ist meines Erachtens scheinheilig.

Klar wirst du jetzt sagen, dass es besser ist, weniger Tiere zu töten als mehr und bliblablubb, aber unterm Strich bleibt bestehen, dass auch Veganer finden, das Anrecht haben, tiere zu töten unter bestimmten Umständen, für ihren eigenen Komfort.

Worin besteht iin der veganen Geisteshaltung diesebzüglich genau der Unterschied eine Wühlmaus für den Salat zu opfern oder einen Almochsen für ein Filet?

Liebe Grüße

Maggie

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Palmesel » Mi 13. Jun 2018, 12:42

Mrs Thatcher hat geschrieben:Entweder hat man das Recht Tiere zu töten oder nicht.
Wie beim Menschen: man hat es nicht. Das bedeutet nicht, dass Notwehr verboten sei. Gegen Schädlinge kann man vorgehen, wie man es auch gegen Einbrecher tut: mit physischen Maßnahmen. Die Schädlingsabwehr in der bio-veganen Landwirtschaft setzt auf Vorbeugung. So kann man anbauen, ohne töten zu müssen. Einziges Problem: das Angebot an Waren aus solcher Produktion ist noch viel zu gering. Deshalb nehmen auch Veganer, was sie bekommen können, ohne verhungern zu müssen. Bei der Nutztierhaltung muss aber auch Futteranbau erfolgen, und die benötigte Fläche macht ein Vielfaches aus. Die pflanzliche Ernährung ist also selbst aus konventionellem Anbau das geringere Übel.
Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.

DG ne

Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon DG ne » Mi 13. Jun 2018, 12:45

Palmesel hat geschrieben:
DG ne hat geschrieben:Moral, die nicht begründet werden kann, ist Ideologie.
Ganz recht - wie der Anspruch, Tiere killen zu dürfen. Dies ist die Ideologie des Karnismus.


Tiere darf man nur aus vernünftigem Grund töten, so das Gesetz. Das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern mit differenzierter Abwägung.

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Stellopan » Mi 13. Jun 2018, 13:16

Palmesel hat geschrieben:
Mrs Thatcher hat geschrieben:Entweder hat man das Recht Tiere zu töten oder nicht.
Wie beim Menschen: man hat es nicht. Das bedeutet nicht, dass Notwehr verboten sei. Gegen Schädlinge kann man vorgehen, wie man es auch gegen Einbrecher tut: mit physischen Maßnahmen. Die Schädlingsabwehr in der bio-veganen Landwirtschaft setzt auf Vorbeugung. So kann man anbauen, ohne töten zu müssen. Einziges Problem: das Angebot an Waren aus solcher Produktion ist noch viel zu gering. Deshalb nehmen auch Veganer, was sie bekommen können, ohne verhungern zu müssen. Bei der Nutztierhaltung muss aber auch Futteranbau erfolgen, und die benötigte Fläche macht ein Vielfaches aus. Die pflanzliche Ernährung ist also selbst aus konventionellem Anbau das geringere Übel.


Wie ich bereits gestern schrieb, das bloße Säubern eines geernteten Wurzelgemüses tötet Kleinstlebewesen. Auch wirtschaftlich nicht umsetzbares, manuelles Unkrautjäten bedeutet den Tod allerlei Getiers. Ich gebe Maggie recht, die willkürliche, vegane Definition von „Unvermeidbarkeit“ ist bigott und absurd.

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Die schwarze Acht » Mi 13. Jun 2018, 13:21

Palmesel hat geschrieben:Wie beim Menschen: man hat es nicht. Das bedeutet nicht, dass Notwehr verboten sei. Gegen Schädlinge kann man vorgehen, wie man es auch gegen Einbrecher tut: mit physischen Maßnahmen.
(...)

...das heißt also, ich habe dann zu erwarten, dass bei jeder Maus, die ich aus meiner Mausefalle schäle, jedesmal, wenn die Kinder wieder Kopfbewohner aus der Kita mit heimgebracht haben und ich in der Apotheke eine Packung Läusemittel kaufe und später zum Einsatz bringe, oder ich einer Mücke den finalen Rettungsschlag verpasst habe, die Spurensicherung und die Kriminalpolizei nebst Staatsanwaltschaft auf der Matte stehen werden, um einzuschätzen - vielleicht sogar in einer Verhandlung vor Gericht - ob bei der Notwehr die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt wurde?
Radikale Veganer sind ja nicht deshalb bescheuert, weil sie Veganer sind, sondern weil sie radikal sind.

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Merapi » Mi 13. Jun 2018, 13:45

Gegen Schädlinge kann man vorgehen, wie man es auch gegen Einbrecher tut: mit physischen Maßnahmen.
(...)


In einem Privathaushalt mag es vielleicht gehen. Nun stelle Dir das mal in einer großen Lagerhalle oder in einem verarbeitendem Betrieb vor. Es ist ja nicht nur das Problem, dass Lebensmittel weggefressen werden, sondern auch eine Sache der Hygiene. Stelle Dir mal vor, im Müsli wären Mäuseköttel und die Puppenteste irgendwelcherr Insekten. Das ist nicht nur eklig, sondern kann auch für die Gesundheit bedenklich sein.

So nebenbei, bei Einbrechhern ergreife ich selber keine physischen Maßnahmen, sondern rufe die Polizei.
Ich hätte doch Psychiater werden sollen. Da bekommt man wenigstens Geld, wenn man sich mit Irren befasst.

Mrs Thatcher

Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Mrs Thatcher » Mi 13. Jun 2018, 14:07

Wie beim Menschen: man hat es nicht. Das bedeutet nicht, dass Notwehr verboten sei. Gegen Schädlinge kann man vorgehen, wie man es auch gegen Einbrecher tut: mit physischen Maßnahmen. Die Schädlingsabwehr in der bio-veganen Landwirtschaft setzt auf Vorbeugung. So kann man anbauen, ohne töten zu müssen. Einziges Problem: das Angebot an Waren aus solcher Produktion ist noch viel zu gering. Deshalb nehmen auch Veganer, was sie bekommen können, ohne verhungern zu müssen. Bei der Nutztierhaltung muss aber auch Futteranbau erfolgen, und die benötigte Fläche macht ein Vielfaches aus. Die pflanzliche Ernährung ist also selbst aus konventionellem Anbau das geringere Übel.


Wieso gilt bei Tieren dasselbe wie bei Einbrechern? Ein Einbrecher bricht mit dem Bewusstsein ein, sich zu bereichern und mir zu schaden. Das macht eine Laus nicht. Sie will überleben. Und wenn ich ihr dabei nicht helfe, stirbt sie eventuell. Gilt unterlassene Hilfeleistung in diesem Fall?

Du kannst nicht anbauen ohne zu töten. Du kannst weniger töten, ja, aber deine Utopie mit dem tierleidfreien Ackerbau gehört ins Reich der Fantasie. Oder du legst mir dezidiert und nachvollziehbar dar, wie Gemüse- und Obstanbau funktionieren soll, ohne damit Tieren zu schaden, sie zu vertreiben oder sie zu töten. Und bitte nicht auf ferne Technologien verweisen, die evenetuell nie erfunden werden :-)

Ich verstehe deinen Ansatz, weniger Tiere töten zu wollen, Massentierhaltung zu vermeiden etc. Da stimme ich dir total zu.
Aber die Tierrechts-Ideologien und die Unvermeidbarkeitsfalle sind immer mit der heißen Nadel gestrickt. Warum darf man ein Tier töten? Meines Erachtens, weil es Teil der Nahrungskette ist. Die Nahrungskette ist ein harmonischer Kreislauf ansich. Dass er durch Massentierhaltung, grauenhafte Nutztierhaltung pervertiert wurde, ist ein anderes Thema, bei dem wir wahrscheinlich nicht weit auseinanderliegen.

Tierrechte: Warum hat eine Laus kein Recht auf meinem Kopf zu wohnen? Sie tötet mich damit nicht, sie macht mich nicht arm, schlägt mir kein blaues Auge. Sie ist einfach nur lästig. Unter dem Aspekt müsste ich mich jedes dritten Teenagers legal mit "physischen Maßnahmen" entledigen dürfen :-)

Skepsis

Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Skepsis » Mi 13. Jun 2018, 19:08

Merapi hat geschrieben:
Gegen Schädlinge kann man vorgehen, wie man es auch gegen Einbrecher tut: mit physischen Maßnahmen.
(...)


In einem Privathaushalt mag es vielleicht gehen. Nun stelle Dir das mal in einer großen Lagerhalle oder in einem verarbeitendem Betrieb vor. Es ist ja nicht nur das Problem, dass Lebensmittel weggefressen werden, sondern auch eine Sache der Hygiene. Stelle Dir mal vor, im Müsli wären Mäuseköttel und die Puppenteste irgendwelcherr Insekten. Das ist nicht nur eklig, sondern kann auch für die Gesundheit bedenklich sein.

So nebenbei, bei Einbrechhern ergreife ich selber keine physischen Maßnahmen, sondern rufe die Polizei.

Blaukopp sieht das nicht so: Er hatte doch ganze Fotoserien, in denen er sich über seine Mitbewohner in der Küche gefreut hat. Else müsste dem eigentlich zustimmen.

Gruß

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Merapi » Mi 13. Jun 2018, 21:16

Skepsis hat geschrieben:
Merapi hat geschrieben:
Gegen Schädlinge kann man vorgehen, wie man es auch gegen Einbrecher tut: mit physischen Maßnahmen.
(...)


In einem Privathaushalt mag es vielleicht gehen. Nun stelle Dir das mal in einer großen Lagerhalle oder in einem verarbeitendem Betrieb vor. Es ist ja nicht nur das Problem, dass Lebensmittel weggefressen werden, sondern auch eine Sache der Hygiene. Stelle Dir mal vor, im Müsli wären Mäuseköttel und die Puppenteste irgendwelcherr Insekten. Das ist nicht nur eklig, sondern kann auch für die Gesundheit bedenklich sein.

So nebenbei, bei Einbrechhern ergreife ich selber keine physischen Maßnahmen, sondern rufe die Polizei.

Blaukopp sieht das nicht so: Er hatte doch ganze Fotoserien, in denen er sich über seine Mitbewohner in der Küche gefreut hat. Else müsste dem eigentlich zustimmen.

Gruß


Auf das Argument habe ich gewartet. :)
Ich hätte doch Psychiater werden sollen. Da bekommt man wenigstens Geld, wenn man sich mit Irren befasst.

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Palmesel » Mi 13. Jun 2018, 21:31

Quarry hat geschrieben:Der Mensch muß´Tiere töten dürfen um zu überleben. Das kapierst du immer noch nicht?
Nein, muss er nicht. Kapierst Du wohl nicht.

Skepsis hat geschrieben:Blaukopp sieht das nicht so: Er hatte doch ganze Fotoserien, in denen er sich über seine Mitbewohner in der Küche gefreut hat. Else müsste dem eigentlich zustimmen.
Wer ist Blaukopp? Versteh ich nicht.

Weiteres hier.
Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.

DG ne

Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon DG ne » Mi 13. Jun 2018, 22:49

Palmesel hat geschrieben:
Quarry hat geschrieben:Der Mensch muß´Tiere töten dürfen um zu überleben. Das kapierst du immer noch nicht?
Nein, muss er nicht. Kapierst Du wohl nicht.


Georg, du lieferst doch selbst genügens speziezistische Beispiele dafür, dass der Mensch Tiere töten darf. Ich kann dich immer weniger ernst nehmen, und so langsam verliere ich auch den Spass an dir.

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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Gilles » Do 14. Jun 2018, 08:31

Quarry hat geschrieben:Der Mensch muß´Tiere töten dürfen um zu überleben. Das kapierst du immer noch nicht?


+1

Das ist Voraussetzung, die ganze Natur funktioniert so.
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Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Quarry » Do 14. Jun 2018, 08:44

Palmesel hat geschrieben:
Quarry hat geschrieben:Der Mensch muß´Tiere töten dürfen um zu überleben. Das kapierst du immer noch nicht?
Nein, muss er nicht. Kapierst Du wohl nicht.


Dann hätte ich gerne mal ein paar praktikable Lösungen, die verhindern, dass man beim Hausbau, beim Straßenbau, in der Landwirtschaft, und der dazugehörigen Lagerung der Ernte keine Tiere tötet.
Oh Captain, my Captain.

Andreas Bär Läsker - der Donald Trump des Veganismus. XOND Rocks. :kotz:

Veganerversteher

Re: [abgetrennt] leichte Schläge auf den Esel fördern das persönliche Wohlbefinden

Beitragvon Veganerversteher » Do 14. Jun 2018, 10:07

Den ethisch überlegenen Tierrechtlern reicht es, wenn sie Forderungen stellen können.
Um die Umsetzung ihrer Vorstellungen haben sich natürlich die Anderen zu kümmern.
Das ist Tierrechtlerlogik.


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