Eine Tierrechts-Demo in Luxemburg! Mann, war DAS erbärmlich!

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Der vom Donnerstag
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Eine Tierrechts-Demo in Luxemburg! Mann, war DAS erbärmlich!

Beitragvon Der vom Donnerstag » Mo 19. Sep 2016, 18:25

https://web.archive.org/web/20070210005 ... ivegan.de/


Eine Tierrechts-Demo in Luxemburg! Mann, war DAS erbärmlich!
Ein Gastbeitrag von FoieGrasPoêlé

Erst mal eine Mettwurst mit Senf, knackig, heiss - direkt vom Grill…..



Hier die Demo gegen die Misshandlung alter Menschen gleich neben dem TR-Stand. Spielen wir mal ein bisschen CSI-New York: Guckt euch die Dame mit dem Megafon und dem schreiend roten Ostler-Zobel genau an. Und klickt anschliessend folgendes Foto einer Luxemburger Antijagd-Vereinigung an: http://www.bof.lu/B-Battue%20Grengewald6x.jpg. Auf dem Rückspiegel erkennt man die Fotografin der beiden „Lust-Töter“. Haargenau das gleiche verkniffene Gesicht mit der gespannten Mumienhaut, die selbe Topfschnitt-Frisur und die selbe rote Jacke.



Charisma sieht anders aus. Zu verstehen war auch nix. Womöglich besser so.



„Skinned alive“? Na, da hätte man bei so einem (vegan??) wohlgenährten Wonneproppen aber was zu tun…! Ausserdem: Werden Lippenbalsam-Stifte nicht an Tieren getestet? Auch wenn man sie verschämt hinter der Hand versteckt?



Hier mal die ganze Szenerie. Lahm-lächerlich-grotesk. Luxemburger Tierrechtler halt.



Da wurde irgendein „aufrüttelndes Film-Dokument“ abgespielt. Hätte aber genau so gut ein altes Teresa-Orlowski-Video sein können. Zu erkennen war jedenfalls nichts.



Wozu die Käfige dienen sollten, hab ich nicht mehr mitbekommen.



Noch im Weggehen geknipst: Selbst die Handzettel wollte kein Schwein haben. Hihi.



Erstmal musste ich den „Info-Stand“ der Tierrechtler aufspüren, denn der befand sich nämlich nicht – wie anfangs angekündigt – vor dem „Cercle“-Gebäude, sondern in der Fussgängerzone. Möglich, dass die armen TR-ler als überzeugte Veganer den Anblick der McDonald’s-Filiale („McMurder“!!) gleich nebenan sowie den Geruch all der Würstchenbuden vom ebenfalls direkt benachbarten Christ-Markt nicht ertragen hätten, sich deshalb prophylaktisch verpissten und kurzerhand ihre Zelte vor dem „Roude Pëtz“ in der Fussgängerzone aufschlugen. Ist zwar nur zwei Gehminuten entfernt, aber wenn man’s nicht weiss, kann man lange suchen…

Freilich wusste ich noch nichts von jener Programmänderung als ich händeringend vor dem „Cercle“ stand. Ohne näheren Anhaltspunkt fing ich in meiner Verzweiflung sogar an, nach Soja-angereichertem Achselschweiss, unzureichend gewaschenen Baumwollfetzen aus Dritte-Welt-Boutiquen und billigem Gras zu schnuppern – eben den vegan-typischen Duftspuren schlechthin. Vergebens. Das vom Markt herüberwehende köstliche Aroma von Glühwein, Bratwürsten, Sauerkraut, Reibekuchen und Käse-Fondue überdeckte alle Spuren. Das Glück sollte mir aber hold sein: Beim Tierrechtler-Tracking im Gewühl des Christ-Markts bemerkte ich zufällig ein paar zerlumpte, auf Punk zurechtgemachte Gestalten mit Hakenkreuz-geschmückten (sic!) Anti-Amerika-Stickern und ähnlichen Symbolen pathologischen Bescheuertseins, die ebenfalls den Eindruck vermittelten, als ob sie angestrengt nach etwas suchten. Ich denen also hinterher – unpassenderweise mit meiner soeben erstandenen Grill-Mettwurst in der Hand. Unterwegs gabelten wir eine einsame „Performancerin“ auf, die vor der Tür eines Kürschners mit einer pink-besudelten, nach akutem Floh- und Mottenbesatz aussehenden Plüschdecke rang, welche wohl einen blutigen Pelz darstellen sollte. Die Gute war sichtlich genervt – wahrscheinlich weil sie ganz allein auf weiter Flur stand und partout niemand von den vielen-vielen Passanten sie beachten wollte, nicht mal zum auslachen. Sie schloss sich daraufhin den von mir verfolgten Sex-Pistols-Imitaten an und schliesslich fanden wir uns nur wenig später glücklich vor dem Tierrechts-Informations-Stand wieder, neben dem gerade drei oder vier Leutchen mit Demo-Schildern in Hab-Acht-Stellung standen und für eine RTL-Kamera posierten. Der Stand selber war eher bescheiden: Ein voll gekritzelter Anhänger mit aufgeklebtem Riesen-Plakat mit den handelsüblichen dummen Sprüchen über „Freiheit“ und so. Davor ein Tisch hinter dem ein paar der üblichen Binnen-i-Benutzer auf Kundschaft für ihr „Info-Material“ warteten. So weit ich sehen konnte vergeblich, weil ganz einfach keine Sau sich dafür interessierte. Selbst gegen meine heissgeliebte Foie Gras (Stopfleber) wurde auf einem Plakat gewettert. Deppen! Kulturbanausen! Tofuschmelz-Barbaren!

Ich beschloss, erst mal meine Wurst aufzuessen und dem von den Passanten vollkommen gleichgültig zur Kenntnis genommenen Spektakel diskret aus einer Ecke heraus zuzuschauen. Nachdem ich mir den letzten Rest Dijon-Senf von den Fingern geleckt hatte und genauer hinsehen konnte, wurde mir klar, dass diese von RTL gefilmten Demonstranten im Grunde nichts mit dem TR-Stand zu tun hatten, sondern mit ihren Schildern auf die Verwahrlosung und die Misshandlung alter Menschen in Alten- und Pflegeheimen aufmerksam machen wollten.
Sicher ein ehrenwertes Anliegen - das mir dann aber doch reichlich spanisch vorkam. Erstens weil Pflegemissbrauch an sich zwar möglicherweise auch hier in Luxemburg ab und an mal traurige Realität sein mag, aber doch bisher nie in einem Ausmass, das eine öffentliche Diskussion - ganz zu schweigen von einer Demo - notwendig gemacht hätte. Auch in der Presse war in letzter Zeit nichts zum Thema aufgetaucht. Der zweite Umstand der auffiel war, dass es sich bei der Frontfrau der Demonstranten um eine notorische Tierrechts-Aktivistin und Jagdgegnerin handelte, von der ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie sich neben den Rechten ihrer krankhaft vermenschten Wuffis und Mauzis jetzt auf einmal auch für pöse-pöse „menschliche Tiere“ stark machen sollte. Und dann auch noch ausgerechnet für Alte und Kranke, denen doch nach streng tierrechts-philosophischen Überlegungen weniger Rechte zustünden als gesunden Hunden oder Pferden.
Ich nehme deshalb mal an, dass diese bereits nach zwei Minuten versandete Neben-Demo als purer Publicity-Trick gedacht war, um wenigstens ein paar Presseleute anzulocken. Die haben nämlich kaum noch Lust, unsere kleine einheimische TR-Gemeinde bei ihren linkischen „Aktionen“ zu knipsen.
Na ja – der Trick hat geklappt. Denn der RTL-Mann bedachte denn auch gnädigerweise den Info-Stand der Tierspinner mit einem kurzen Kameraschwenk.
Den Kamera-Mann kannte ich übrigens. Ein Mann, der schon so ziemlich überall war, von Afrika bis Sibirien, wo er jede Menge Elend und Armut dokumentierte. Schätze, er weiss was es heisst, wenn Leute wirklich Probleme am Hals haben, und nicht bloss zwischen zwei Partys die „Betroffenen“ spielen. Ich winkte ihm kurz zu und fragte mich, was in ihm vorgehen mochte, während er diese pubertierenden Wohlstandsmaden filmen musste, wie sie da mitten im Über-Überfluss mit ihren lächerlichen Klamotten ein bisschen auf schlechtes Gewissen machten und sich mit ihrem Theater als Bessermenschen inszenierten.

Übrigens: Nömi war nirgends auszumachen. Ich gebe zu, ich war sehr enttäuscht.

Nach ein paar Minuten schnappte ein junger TR-Schnösel sich ein Mikro und fing an, von einem Blatt einen Text abzustottern, während von einem Beamer ein Film auf eine Leinwand projiziert wurde, von dem man jedoch nicht das Geringste erkennen konnte, da es viel zu hell war.
Bei dem Text wird es sich wohl um einen der altbekannten Achim-Stösser-Himmelsbriefe gegen „Speziesismus“ oder so einen Kack gehandelt haben. Worum es genau ging, kann ich aber nur vermuten. Denn entweder funktionierte der Verstärker nicht, oder das Mikro war gar nicht eingeschaltet. Jedenfalls war akustisch rein gar nichts zu verstehen. Zudem verhaspelte der Typ sich andauernd und verirrte sich auch noch das eine oder andere Mal in den Zeilen und musste dann wieder von vorn anfangen. Jedenfalls war sein Vortrag erbärmlich und wurde dementsprechend von den Passanten „gewürdigt“.

Ehrlich gesagt wurde es mir ab da zu doof. Meine Grill-Mettwurst war eh aufgegessen, und auf meinem Handy hatte ich auf einmal eine SMS von einer Freundin, die fragte wo ich denn sei, ob mir nicht kalt sei und ob ich keine Lust hätte, ihr beim Schmücken des Weihnachtsbaums zu helfen und dabei eine Tasse heisse Schokolade zu trinken.

Was genau die Tierrechts-Spinner mit den Maschendrahtkäfigen anfangen wollten, die sie dann auf einmal neben dem Stand aufstellten, kann ich also nicht mit Bestimmtheit sagen. Ich vermute, dass da wieder mal eine „aufsehenerregende Performance“ abgezogen werden sollte. Na ja - hab ich’s eben verpasst. Dafür hat mich meine SMS-Schreiberin anschliessend voll entschädigt…

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Max P
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Re: Eine Tierrechts-Demo in Luxemburg! Mann, war DAS erbärmlich!

Beitragvon Max P » Mo 19. Sep 2016, 19:17

Der vom Donnerstag hat geschrieben:https://web.archive.org/web/20070210005926/http://www.antivegan.de/

Eine Tierrechts-Demo in Luxemburg! Mann, war DAS erbärmlich!
Ein Gastbeitrag von FoieGrasPoêlé
...

Um so besser der nebenstehende Kochkurs vom alten :anbet: Admin :anbet:: https://web.archive.org/web/20070209101 ... hkurs.html
Ich bin der festen Überzeugung!

Grundiger
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Re: Eine Tierrechts-Demo in Luxemburg! Mann, war DAS erbärmlich!

Beitragvon Grundiger » Di 2. Mai 2017, 18:45

Leider etwas langatmig geschrieben.


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