Die Rosa-Höschen-Affäre

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Archivknecht

Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Archivknecht » Mo 26. Apr 2010, 10:42

Die Rosa-Höschen-Affäre war ein längerer öffentlicher Briefaustausch zwischen dem User mogges von antivegan.de und Barbara Hohensee. Im folgenden die einzelnen Beiträge in hoffentlich korrekter Reihenfolge, zunächst der Auslöser, ein Gemeinschaftswerk von Hohensee und Stefan B. Eck, dann der rhetorische Schlagabtausch:

SBE&Hohensee hat geschrieben:Die verjagte Vernunft - staatlich geduldete Triebtäter
Autor: Stefan Bernhard Eck, Barbara Hohensee | 31.05.2005

Liebe Besucher/innen,

neulich waren wir unterwegs. Mit der Bahn ging es quer durch Deutschland. Wir erblickten Frühlingsgrün, Wälder, Wiesen und bestellte Felder. Die in der Landschaft versprengten Waldstücke waren gesäumt von Hochsitzen, Ansitze in der Jägersprache. Sie drängten sich dem Blick auf - dicht gereiht huschten sie in kurzen Abständen an unserem Fenster vorüber, gleich drohenden Wachtürmen. Es fehlte etwas in diesen Landschaften. Es waren die frei lebenden Tiere und dies, obwohl es früher Abend war, die Sonne tiefer am Himmel stand, und die Zeit der verstärkten Nahrungssuche vieler Tierarten angebrochen war. So angestrengt wir auch aus dem Zugfenster nach Tieren Ausschau hielten ... nirgends waren wildlebende Tiere des Bodens zu sehen.

Die bewaffneten „Natur- und Tierschützer“, die sich gerne selbst Heger und Pfleger von Wald und Wild nennen, haben wahrlich ganze Arbeit geleistet und scheinbar Wildtier freie Landschaften erschlossen bzw. geschossen. Mit Schrot und Blei „regulierend“ in den Naturprozess eingreifen. Ökologisches Gleichgewicht aus Jägersicht!
Seltsame Ökologie! Aber dem durch das blutige Freizeitvergnügen „Jagd“ getrübten Intellekt der Waidmänner und -frauen, der zuweilen nur noch bis an die Mündung ihrer Flinten reicht, bleiben eben die realen ökologischen Zusammenhänge und Fakten anscheinend genauso verschlossen wie die kontroverse Einstellung unserer Gesellschaft zu dem archaischen und elitären Mordvergnügen in Wald und Flur.
Waidmanns Ökologie: Tiere, die sich im Wald, sofern man die Einsprengsel von größeren Baumbeständen noch so nennen kann, verstecken müssen. Tiere, deren natürlicher Lebensraum der Waldrand ist und nicht der Wald, den die Jäger mit ihren Ansitzen umzingelt haben. Und die Tiere erspüren die Drohung: Wenn Du Dich aus dem Wald wagst, dann wartet der Tod (auf Dich).

Der Tod eines empfindungsfähigen Lebewesens durch eigene Hand ist für Jäger kein Tabu und immer häufiger auch nicht für Jägerinnen. Frauen, die hinter ihren männlichen Artgenossen nicht zurückstehen wollen mit der Leidenschaft zum Töten. Gleichberechtigung und Emanzipation selbst noch im Tötungswahn, im Lustmord! Was Du kannst, kann ich auch! Von wegen schwaches Geschlecht!

Zünftig wollen sie sein, gründen Vereine Namen wie Weiberrevier. Ja, Weiber, das sind sie wohl! Flintenweiber! Schlechte Parodien ihres Geschlechts auf männlicher wie weiblicher Seite.
Jagen und töten als Ausgleich für ... ja, für was eigentlich? Für einen frustrierten Sexualtrieb? Eine nichtgeglückte Identität? Die Jagd als Kompensation für das Trauma der eigenen Vergänglichkeit? Kitschige Gefühle von „Abenteuern“ anstatt einer erlernten reifen Lebens-Kunst? Oder einfach nur elitäres Statusdenken. Die Frau gehört dazu, der grüne Rock, der Schmuck aus Hirschhorn und der Drilling als Symbole von Luxus, Macht und Sexappeal … zumindest in Jägerkreisen.

Und die nicht jagende Bevölkerung schaut weg, zwar nicht mehr so ehrfürchtig wie früher, denn Jäger erinnern an Uniformierte (von dem Kopf bis zu den Hoden, der Jägersmann trägt Lodenmoden), aber zum Protest reicht es noch lange nicht in der Untertanen-Gesellschaft. Nur nicht auffallen, nur keine Kritik üben, nur keine Zivilcourage zeigen. Am besten sich jeglicher fundierter Information über diese Grünröcke, deren Verhalten wie deren Veranstaltungen verweigern.

Wir haben nichts gewusst! Irgendwie kommt einem dieser Spruch bekannt vor! Der Lehrer, der Pfarrer, der Professor, der Wirtschaftsboss, der Politiker, viele der Besser- und Best-Betuchten finden sich in grüner Kluft ein, und sei es als geladener Gast auf Feudaljagden, die heute auch Wirtschaftsjagden genannt werden. Postaristokraten der "wilden" Landschaft, feudalistisch gesinnte Herren und Damen, denen die
Tiere die nicht mehr statthaften Leibeigenen oder der Willkür anheim gegebenen Untergebenen ersetzen. Oder Jagd als Ersatzkrieg, denn Jagen ist eine der letzten Möglichkeiten, auch außerhalb von Kriegszeiten dem Töten zu frönen. Ausleben der natürlichen, unkultivierten Triebe. Wie wäre dies risikoloser zu bewerkstelligen als gegenüber deklariertem "Frei"- Wild? In jeder Hinsicht eine sichtbare Herrenmenschenmentalität. Göring lässt grüßen!

Daneben die Sprachunkundigen, die dem Jägerlatein dieser psychisch Unterentwickelten von der nötigen Hege und Pflege und dem edlen Waidwerk aufsitzen.

Die Herren Heger und Pfleger sind sich nicht zu schade, sich als Naturschützer aufzuspielen oder den Verfolgungen und Tötungen das Mäntelchen von der ökologischen Jagd umzuhängen, obwohl sie pro Jahr Tonnen von giftigem Blei in Gewässer und Wälder schießen ...und in Tiere.

Rettet den deutschen Wald vor Wildverbiss, lautet eine schon längst widerlegte Parole.

Die Jäger schützen Wald und Feld nicht vor Wildschäden, sie provozieren diese erst durch den Jagddruck und den dadurch erhöhten Energieverbrauch der Tiere. Sollen diese Tiere von Luft und Liebe leben? Am
Waldrand stehen die Hochsitze! Dort wachsen, wenn nicht durch Menschenhand mit Spritzmitteln und Dünger verseucht, die von Natur aus den Tieren zugedachten Kräuter und Gräser. Aber dort sich blicken zu lassen, um das wenige noch Genießbare zu essen, ist für die Tiere lebensgefährlich geworden.

Auch Tiere haben ihre Erfahrungen gemacht. Die Not treibt sie schließlich dennoch an den Waldrand. Der Schuss sitzt sehr locker, zerfetzt vielen Tieren den Leib, die Läufe, ohne sie zu töten, zumal diese Jäger/innen aus Passion keine Verächter eines zünftigen Schluckes aus dem mitgebrachten Flachmann sind. Zielwasser tanken heißt die Parole. Vorher, zwischendrin und hinterher sowieso. Es soll gegen das Zittern der Hände helfen. Hochprozentiges als Stimulans, als Agens und als Beruhigungsschluck vor und nach halb/vollbrachter Tat.

Die Jagd ist aufregend - auch vom Ansitz aus. Treibjagden und Schüsseljagden sind es sowieso. Da kommen dann die etwas bewegungsfreudigeren Herrchen und Dämchen samt ihrer Hunde zum Zuge. Demokratische Gesellschaften und deren harmlose Kompensationsformen wie Kegeln, Segeln oder Flegeln sind für die Gelüste dieser Personen nicht ergiebig genug. Es muss Blut fließen. Ohne Blut nur ein halber Spaß. Auflauern, anpirschen, niederstrecken. Ungerührt aus kurzer Distanz den Fangschuss aus der Handfeuerwaffe abgeben, sofern man sich überhaupt der Mühe der Nachsuche unterzieht. Es sind ja nur Tiere!

Und wer hält sich freiwillig in dieser gewalttätigen Gesellschaft auf, auf deren Konto jedes Jahr mehr als 800 verletzte und getötete Menschen gehen. Nur diejenigen, die die Gefahr, die von diesen Schießlustigen ausgeht, nicht erkennen - sei es, weil sie selbst dazugehören, sei es, weil sie in ihrer Jugend ein paar Mal zu viel den "Förster im Silberwald" gesehen und ein verklärtes Bild der Jagd im Kopf haben. Oder weil man als Jagdgast einmal am zweifelhaften Vergnügen dieser Gesellschaft teilnehmen wollte. Die Hoffnung, dass sich die Waidmänner somit selbst den Garaus machen, bleibt allerdings vergebens, denn die Welt ist voll von Ignoranten und schießwütigen Naturen, so dass die sich lichtenden Reihen immer wieder aufgefüllt werden.

Jäger sitzen dort, wo über Sinn und Unsinn der Jagd befunden werden könnte. In Schlüsselpositionen. Es sind die altbewährten Pfade von Geld, Macht, Einfluss, Beziehungen, die demokratische Regeln außer Kraft setzen, obwohl sich der Verstand dieser Herren und Damen schon längst selbst außer Kraft gesetzt hat. Was soll es? Politik war noch niemals eine Angelegenheit des Verstandes. Was legal oder nicht legal ist, unterliegt anderen Spielregeln. Deshalb auch legal die Fallen, das Kirren, das Einrichten von Luderplätzen, selbst das Erschießen von Haustieren in Hausnähe.

Natur genießen mit Sicherheitsabstand und Hightech-Ausrüstung. Kaum eine Chance zum Entkommen für
die Eingeschlossenen und Schonzeiten nur für bestimmte Tierarten, damit sich die waidmännische Aufrüstung auch lohnt … in Form einer möglichst großen Strecke, wie es in Jägerkreisen heißt.
Da keiner genau hinsieht und man sich obendrein selbst kontrolliert, obwohl man sich selbst nicht unter Kontrolle hat, sieht es für bedrohte Tierarten, die unter ganzjährigen Schutz gestellt sind, schlecht aus.

Oh, fast vergessen! Der Sex spielt natürlich auch eine Rolle. Wie könnte es anders sein. Die Erektionen bei den Jägern leicht zu sehen, wenn man weiß, wohin man zu schauen hat, sobald die Hobbykiller zum Schuss gekommen sind. Waidmanns Geil und Waidmanns Krank: Erguss beim Schuss! Bei den Flintenweibern wird sich geschlechtsspezifisch bedingt wohl Vergleichbares im Unterleib abspielen. Die Hormone spielen verrückt: Jagdfieber! Archaische Gefühle in modischer Aufmachung. Innen pfui und außen hui bei den 0,3% der Menschen in Deutschland, welche Jäger/innen aus Gründen der Freizeitgestaltung und des Statusdenkens sind.

Eine Gesellschaft, die solche psychisch Entgleisten widerstandslos erträgt - wie ein von oben verhängtes Schicksal: Menschen, die inzwischen schamlos zugeben, dass es ihnen um die "Lust am Töten" und "die Freude am Beutemachen" geht. Welche moralische Kraft steckt noch in einer solchen Gesellschaft, deren (Buch-)Werte durch eine zahlungskräftige Minderheit ganz offen mit Füssen getreten werden können?
Welche Kraft steckt noch in einer Gesellschaft, die schon längst widerlegte Lügen der Grünröcke widerstandslos akzeptiert und sich allenfalls auf kostenlose Lippenbekenntnisse gegen die Jagd beschränkt? Wenn nicht geistige Schlaffheit, dann offenbar eine mörderische Kraft, die schweigend hinnimmt, dass jedes Jahr über 5 Millionen wildlebende Tiere von den „Killern im grünen Gewand“ umgebracht werden - oft auf grausamste Weise. Und dies ohne ökologische Notwendigkeit. Denn diese Tiere beherrschen, was dem Menschen trotz seiner überlegenen Intelligenz nicht gelingt - die Selbstregulation des Nachwuchses nach vorhandenem Nahrungsangebot.

Die Eingriffe der Jagdlustigen setzen diese natürlichen Mechanismen außer Kraft. Beweise? Genug! Man müsste sie nur zur Kenntnis nehmen wollen. Nur, seit wann akzeptiert der nichtjagende Mensch Beweise,
bewährt er sich als wahrhaft aufgeklärter Mensch, wenn das Wollen letztendlich wie beim Urahn lust- anstatt vernunftgesteuert ist? Wenn die Deutschen in der Mehrheit noch immer eher als (Wild)-Tierfleischfreunde zu bezeichnen sind denn als Tierfreunde? Oder isst man etwa seine Freunde?

"Die größte Gefahr für das Bestehen der Jagd ist die Vernunft" (Paul Parin, Ethologe, Psychologe und leidenschaftlicher Jäger).

Seien Sie gegrüßt und umarmt

Stefan Bernhard Eck / Barbara Hohensee / 31.05.2005

http://vegan-central.de/index.php?men=kol&t=37

mogges hat geschrieben:
Liebe Frau Hohensee, lieber Herr Eck,

mit Begeisterung habe ich Ihr neuestes Gemeinschaftsprojekt gelesen, welches Sie anläßlich Ihrer
Deutschlandquerreise mit der Bahn ersonnen haben. Ich hätte nie für möglich gehalten, wie gefährlich eine Bahnreise für das Gehirn doch sein kann, vor allem dann, wenn dies zwei Tierrechtler gemeinsam tun. Spaß beiseite, der Bahn kann man dies bestimmt nicht in die Schuhe schieben, sondern eher den beiden Mitreisenden - womit ich auch gleich beim Stichwort wäre - mitreissend war Ihr Beitrag zugegebenermaßen schon, vor allem was den Unterhaltungswert anbelangt. Ich war tief beeindruckt von der Tatsache, wieviel zwei Menschen NICHT wissen, dabei noch den Mut finden, dies öffentlich kund zu tun und - das wichtigste dabei- das ganze auch noch selbst glauben und als Wahrheit verkaufen zu wollen. Seien Sie hierfür von mir gegrüßt und umarmt, denn besser können Vertreter der Tierrechte kaum zeigen, wes geistes Kind sie doch sind.

Nun gut, die einen begnügen sich damit, „Antiveganer" zu sich nach Hause einzuladen, um denen mal das Maul stopfen zu wollen (O-Ton Ihrer beider Freund Hummel), die nächsten handeln sich mit menschenverachtenden Elaboraten massiven Ärger mit der Staatsmacht ein und wieder andere sinnieren bei Bahnfahrten über die Erektions- und Orgasmusfähigkeit von Jägerinnen und Jägern. „Veteranen" sprechen bekanntlich immer vom „Krieg" - sollten sich also bei Ihnen diesbezüglich Defizite breit gemacht haben, so rate ich doch an, schnellstens auch den Jagdschein zu machen und nicht nur neidisch zu uns Lustmördern herüber zu blicken.

Aber wenden wir uns lieber den Dingen zu, die Sie zu beherrschen scheinen und über deren Existenz Sie augenscheinlich ganz genau Bescheid wissen:
Sie wissen etwas über einen frustrierten Sexualtrieb, den Sie den Jägern als Grund ihres Tuns unters Lodenröckchen schieben wollen. Wenn ich das nun richtig deute, dann ist Frustration das Erlebnis einer Enttäuschung , Sexualtrieb brauchen wir nicht weiter zu erörtern. Zusammengefasst hiesse dies also einen enttäuschenden Sexualtrieb. Aber schon ein paar Zeilen weiter postulieren Sie den Waidgenossen eine Erektions und Orgasmusfähigkeit, die ihresgleichen sucht und somit alles andere als enttäuschend wäre. Wenn Sie sich also nicht dauernd widersprechen würden, könnte man zumindest ein wenig Logik in Ihrem Werke erkennen.

Richtig ist aber, dass zumindest „Freud" die Ansicht vertritt, dass ein frustrierter Sexualtrieb der Quell kreativer Aktivität ist. Ihrem Beitrag ist zu entnehmen, dass Sie sogar sehr kreativ dabei waren. Wer von Ihnen beiden ist eigentlich der Kreativere - sprich sexuell frustrierter? Oder triffts beide gleichermaßen, weil die Tunnels bei der Bahnfahrt quer durch Deutschland zu kurz waren? Tschuldigung, mir saß gerade mal wieder der Schalk im Nacken.
Weiter schreiben Sie von einer nicht geglückten Identität! So etwas kennt man eigentlich auch nur aus der Tierrechtsecke, die bislang noch nie ernst genommen wurde und Ihr Trauma der eigenen Vergänglichkeit kann auch nur mit der Bambimentalität unserer Tier- und Erdbefreier in Verbindung gebracht werden. Offensichtlich beschreiben Sie in Ihrem Beitrag nur Ihre eigenen Probleme, die Sie jedoch den Waidmännern zu unterstellen versuchen. Ein zwar geschickter, jedoch völlig mißglückter Versuch, das üben Sie besser nochmals.

Was darf nie fehlen in einem Beitrag über die bösen Tiermörder? Ach ja, der dezente Hinweis in die dunkelste Ecke unserer Geschichte. Wo haben wir es doch gleich? Hier haben wir ihn doch schon , den obligaten Göringvergleich mit der Herrenmenschenmentalität.
Ich bringe ja durchaus Verständnis dafür auf, dass Sie Ihrem Frust über die Legalität der Jagd und der, nun in weite Ferne gerückter, lang angekündigter Reformierung des Jagdrechts, ein klein wenig Ausdruck verleihen möchten. Diese von Ihnen schon gebetsmühlenartige Unterstellungen langweilen mittlerweile schon so sehr, dass sie längst keiner Erwiderung mehr bedürfen.
Könnten Sie sich nicht mal etwas anstrengen und etwas neues Erfinden, das auch für die Tierrechtsszene wenigstens etwas Erfolg versprechen würde? Dann müssen wir Jäger zumindest auch nicht immer mit den, im Dritten Reich geschaffenen, noch heute gültigen Tierschutzgesetzen kontern und wären dadurch gezwungen, auch mal was anderes zu erwidern. Sie könnten damit mit Sicherheit für etwas Ãœberraschung in Jägerkreisen sorgen, aber so....

Sehr belustigend, gleichzeitig aber auch bezeichnend für die Tierrechtsszene ist Ihrem Beitrag weiterhin zu entnehmen, dass Sie sowohl den Jägern, wie auch dem gesamten Rest der Welt, der sich nicht wie Sie gegen die Jagd ausspricht, jegliche ökologischen Kenntnisse absprechen. Das war ja mal wieder der „Schenkelklopfer" schlechthin
Abgesehen davon, dass die große Mehrzahl unserer Bevölkerung über die ökologischen Zusammenhänge auch nicht unbedingt ein großes Wissen aufweisen muss, weil sie dieses schlicht nicht benötigt, kann ich Ihnen versichern, dass zumindest der Jäger über dieses verfügt.
Ihr grenzdebiles Verhalten der Jägerschaft gegenüber ist hinlänglich bekannt und wird von ihr mit Schmunzeln wahrgenommen. Wenn Sie jedoch von einer -

Zitat: - „ Gesellschaft, die solch psychisch Entgleisten widerstandslos erträgt"
„Welche Kraft steckt in einer Gesellschaft,...., die widerstandslos akzeptiert,..."
„Wenn nicht geistige Schlaffheit,dann eine mörderische Kraft..."

Zitatende.

-schreiben,
dann stellt dies eine bodenlose Unverschämtheit gegenüber der Mehrzahl unserer Bevölkerung dar.
Einer Gesellschaft jedoch , im Gegensatz zu Ihnen, durchaus die elementarsten ökologischen Zusammenhänge in unserer kulturgeprägten Landschaft zu erkennen in der Lage ist, und nicht an den Schwachsinn der Selbstregulation durch Nahrungsangebot - zumindest in unserer Kulturlandschaft- festhält.
Was Sie wurmt ist doch nur, dass das gesamte Jagdrecht gesetzlich legitim, ökologisch notwendig, auf Nachhaltigkeit ausgelegt und die Jagd somit durchgeführt wird. Im übrigen wird es von der Mehrzahl der Bevölkerung befürwortet und als notwendig anerkannt
Und weil Sie sich dessen genau bewußt sind und jegliche Argumentationsversuche Ihrerseits in diese Richtung ein Schlag ins Leere darstellt, müssen Sie sich natürlich krampfhaft bemühen, irgendwelche witzigen Gründe gegen die Jagd zu erfinden, die Sie letztendlich nur noch immer weiter in die Ecke der weltfremdem Spinner stellt - dies aber mit recht.
Ein paar wenige Traumtänzer, wie Sie es sind, erträgt unsere Gesellschaft und erst recht die Jägerschaft mit Leichtigkeit. Sie versteigen sich immer weiter in nicht haltbare Theorien - am Ende wollen Sie wahrscheinlich noch Waffenkataloge mit Katalogbräuten aus Thailand vergleichen.

Zum Abschluß noch ein kleiner Schmunzler, einem - wie ich in Erinnerung behalten habe - auch Sie Herr Eck , nicht abgeneigt sind:
Wie Ihrem Schreiben zu entnehmen ist, postulieren Sie der gesamten Jägerschaft, keine Kostverächter des „Zielwassers" zu sein, was für viele mit Sicherheit auch zutrifft. Nur zwei Dinge in Ihrem Gedankengut sind nicht mehr ganz up to date - nämlich vor der Jagd und auch zwischendrin - ist nichts drin. Danach ja, wogegen auch nichts einzuwenden ist - sofern man den Heimweg nicht am Steuer seines Wagens antreten muss, denn auch dies würde u.U. nicht nur zum Führerscheinentzug, sondern auch zum Jagdscheinentzug führen. Zumindest in dieser Beziehung können Sie sich dann wenigstens in guter Gesellschaft wähnen, denn in den Tiefen des Forums Ihres Freundes Helmut Kaplan konnte ich einer fröhlichen Tafelrunde beiwohnen, in der folgendes zu entnehmen war:

Zitat Helmut Kaplan:
Bin gestern wieder - aber nur leicht - "abgestürzt", d. h., habe etwas zuviel getrunken. Ich vertrag aber auch immer weniger. Das Alter!!!

Zitat S.B. Eck
Verfluchte Technik .... meine Nerven !!!!! Das kostet Helmut etliche Bierchen ......

...
Fehlen eigentlich nur noch Sie, Frau Hohenfee, dann wäre die Runde vollends perfekt gewesen. Aber man kann nicht immer alles haben.

In diesem Sinn
Prost und Waidmannsheil




PS: Nur der Ordnunghalber:
Ich werde dieses Schreiben an Sie bei "Antivegan" in Eigenschaft eines Leserkomentars veröffentlichen


SBE&Hohensee hat geschrieben:Barbara Hohensee vom 05.06.2005

Ein begeisterter Brief aus Mordor

Zu unserer letzten Kolumne "Die verjagte Vernunft" erreichte uns ein begeisterter Leserbrief eines Stammlesers (M.). Er kennt keine missglückten Identitäten, und das scheint uns durchaus glaubhaft. Er verdient sein schmutziges Geld als Großschlächter mit dem massenhaften Töten von sogenannten Nutztieren. Hobbymäßig tötet er als Jäger sogenannte Wildtiere, wenn er nicht gerade auf einer anti-Website den Mord an Tieren verherrlicht und Menschen zu diskreditieren versucht, die sich für eine moralisch korrekte Behandlung von schwächeren Mitlebewesen einsetzen. Wer so gradlinig ? oder sollten wir sagen engstirnig - sein Leben führt, hat naturgemäß wenig Zeit, sich um andere Dinge den Kopf zu zerbrechen. Außerdem ist Denken anstrengend und daher nicht jedermanns Geschmack, vor allem für solche Zeitgenossen nicht, deren Neokortex mehr vom Geschmack als von rationalen Schlüssen geleitet wird. Wir können es ihm daher nicht übel nehmen, dass ihm einige Entwicklungen verborgen geblieben sind, wie zum Beispiel Meinungsumfragen über die Akzeptanz der Jagd und die Haltung der modernen Psychoanalyse zu Freuds Thesen über die künstlerische Kreativität. Gegen die Dummheit kämpfen nicht nur die Götter vergebens; wir eben auch.
Soweit er "neue" Gründe gegen die Jagd vermisst, bedauern wir, ihn enttäuscht zu haben. Diejenigen, die der Vernunft zugänglich sind, brauchen keine "neuen" Argumente. Die anderen jagen ohnehin weiter zur Befriedigung ihrer Triebe durchs Leben.

Stefan B. Eck/Barbara Hohensee (A.K.T.E)

http://vegan-central.de/index.php?bid=53

mogges hat geschrieben:Liebe Frau Hohensee, lieber Herr Eck,

dass die gesamte Tierrechtsszene ihre Inkompetenz stets damit beweist, dass sie von Dingen zu berichten weiss, von denen sie keine Ahnung hat, ist hinlänglich bekannt - zumindest was die sachliche Richtigkeit anbelangt. Solange sich dies nur auf allgemeine Themen, wie Jagd, Tiertransporte, Schlachtungen.... o. Ä. beschränkt, ist das auch nicht sonderlich schlimm, im Gegenteil - Sie tragen damit sogar mitunter zur allgemeinen Belustigung bei. Soweit, sogut.

Wenn Sie sich jedoch an Behauptungen von mir persönlich nun auch noch versuchen wollen, sei Ihnen hiermit dringend angeraten, bevor sie irgendwelche Lügen über mich verbreiten - und dieses auch noch öffentlich tun, - sich ausnahmsweise einmal vorher richtig zu informieren, auch wenn es Ihnen schwerfallen mag (notfalls über mich direkt), oder das Ganze einfach sein zu lassen, da Sie ohnehin nicht wissen, von WAS Sie schreiben.
Konkret geht es um Ihre Behauptungen:

1. )- ich würde mein Geld als Großschlächter verdienen.

Liebe/r Frau/ Herr Hoheneck , so gerne ich auch, in Anbetracht der allgemeinen Preisentwicklung
auf dem Lebensmittelsektor, mein Geld auf diese Weise verdienen würde, genauso falsch ist diese Behauptung.
Es mag ja durchaus sein, dass Ihnen die relevanten Unterschiede verschiedener Wirtschaftszweige
der Fleischwarenindustrie unbekannt sind und Ihnen diese auch auf ewige Zeit im Verborgenen bleiben werden, da offenbar Ihr Adrenalinspiegel allein schon beim Lesen des Wortes „Fleisch“ derart in die Höhe schnellt und dadurch die bekannte Denkblockade einsetzt. Ich schreibe dies nicht aus reiner Vermutung heraus, sondern aus berechtigtem Anlass, denn:
Noch im Januar anno 2005 hatte ich Herrn Eck in privatem Mailkontakt freundlich aber eindeutig darauf hingewiesen, mit was ich mein Geld verdiene, da er als Mitinitiator einer Antipelzkampagne, mich irrtümlicherweise auch schon in diese Branche schieben wollte.
Wenn also ca. 5 Monate schon ein unüberwindliches Hindernis für Sie darstellt, was das Erinnerungsvermögen anbelangt, so sei Ihnen hiermit versichert, dass ich Ihnen immer die Chance biete, sich richtig zu informieren, -nötigenfalls auch wiederholt, damit Ihre Ausführen wenigstens ein stückweit an Wahrheitsgehalt gewinnen, zumindest was mich persönlich betrifft.
Verbunden mit meinem Angebot , ergeht selbstverständlich gleichzeitig die Aufforderung an Sie, Ihre Behauptung, was mich persönlich betrifft, richtig zu stellen. Um Sie jedoch nicht gleich in die Verlegenheit bringen zu wollen, sich bei mir direkt zu erkundigen, gestehe ich Ihnen zu, auch noch maximal zwei mal raten zu dürfen - quasie zur Ãœbung. Wenns danach immer noch nicht stimmt, sollten wir - spätestens dann- uns unterhalten.

2.)- ich würde auf anti Webseiten den Mord an Tieren verherrlichen.

Das ist natürlich genau derselbe vollkommene Blödsinn, wie Ihre Unterstellung des Großschlächters.
Ich „verherrliche“ nicht Mord! Eine solche Unterstellung verbitte ich mir aufs Äusserste.
Nur weil Sie geistig dazu nicht in der Lage sind, genau definierte Begriffe aus dem strafrechtlichen Bereich unserer Gesetzgebung richtig zuordnen zu können, müssen Sie dies nicht zwangsweise mir gleichfalls unterstellen. Aus diesem Grund stellt auch diese, Ihre Behauptung eine infame Lüge dar, die der Berichtigung bedarf und diese gleichzeitig wie folgt richtig stelle: (da Sie hier selbst bei dreimaligem Raten stets daneben liegen würden)

....die Tötung von Tieren als moralisch verantwortbar und notwendig erachtet.....

- womit Ihre Unterstellung der „Verherrlichung“ auch gleich miterschlagen und berichtigt wäre.
Da Denken anstrengend sei - zumindest haben Sie das in Ihrem Beitrag zu verstehen gegeben, habe ich Ihnen hiermit diese Anstrengung nebenbei auch noch gleich abgenommen. Sie müssen nur noch abschreiben - oder können Sie das auch nicht?

Kommen wir nun aber zum unterhaltsamen Teil Ihres Beitrages:
Dass ich bestimmt andere moralische Vorstellungen dessen habe, was die korrekte Behandlung von Mitlebewesen anbelangt , ist mit Sicherheit für mich kein Maßstab von Relevanz. Ihre Ideologien enthalten und entwickeln "Moralvorstellungen", wie sie gegensätzlicher nicht sein können, nicht zuletzt deshalb, um sich selbst und Ihresgleichen damit wichtig machen zu wollen.
Dieses Wichtigmachen spiegelt sich auch deutlich in jenen Meinungsumfragen gegen Akzeptanz der Jagd wider, welche Sie mir so vollmundig - in Ihrer Annahme, diese nicht zu kennen, - wie Sauerbier anbieten wollen.
Solche Umfragen hätten Sie mir besser nicht unter die Nase reiben sollen. Ich verrate Ihnen bestimmt kein Geheimnis damit, dass ich für eine „contra“ -Umfrage bzgl. Jagd, mit mindestens 2 „pro“- Umfragen gegenhalten könnte. Aber ganz im Vertrauen - und das verraten Sie jetzt bitte niemandem-
ich messe weder den einen, noch den anderen Umfragen irgendwelche Bedeutungsrelevanz zu, da mit Suggestivfragen immer das “ jeweils gewünschte Ergebnis“ des Umfrageauftraggebers erzielt werden kann. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ein guter Schluss ziert alles - will uns zumindest der Volksmund glauben machen. Recht hat er!

Abgesehen davon dass Sie zugeben, keine anderen bzw. neuen Argumente gegen die Jagd vorweisen zu können, sondern auch weiterhin auf die Orgasmen der jagenden Zunft auf Gedeih und Verderb angewiesen sind, habe ich Ihre Erkenntnis, dass Sie vergeblich gegen die Dummheit ankämpfen, mit Erstaunen vernehmen dürfen.
Soviel Selbsterkenntnis hätte ich Ihnen nun wirklich nicht zugetraut.

mit freundlichen Grüßen



PS.: Schade übrigens, dass man keinen direkten Kommentar zu Ihren jeweiligen Berichterstattungen
abgeben kann. Wahrheiten vertragen sich offensichtlich schlecht mit Ihrer Phantasie, somit bleibt eben auch wieder nur Antivegan als Ort der - nicht Be - sondern Entgegnung.




Hohensee hat geschrieben:Latein für Jäger

Lieber Herr M.,

Ihre neueste Nachricht war sehr ergiebig, und ich danke Ihnen für die Informationen, die Sie mir zukommen ließen.

Herr Eck ist derzeit mit wichtigen Angelegenheiten zugange, so dass ich, lieber Herr Moggler vom südlichsten Hessenzipfel, die erheiternde Korrespondenz - „similia similibus curantur“ - mit Ihnen zu Ende führen werde.

Nicht wahr, lieber mogges - die Vertraulichkeit sei mir gestattet - Waffengleichheit gilt in unserem Rechtssystem für beide Seiten. Nur ist meine Waffe allein das Wort. „Difficile est satiram non scribere“.

Auch haben Sie offenbar nicht erfolgreich genug die Schule besucht, um die deutsche Rechtschreibung – ob vor oder nach der Reform – und Diktion fehlerfrei zu beherrschen. Nun ja, an ein Mitglied der Geschäftsleitung einer Gesellschaft, die Fleischwaren herstellt, an einen Metzgermeister, Schlächter, Hobbyjäger, segelnden Popeye und Hobby-Schreiber im Internet, u.a. auf den Seiten der Zeitschrift Wild und Hund, werden insoweit keine so hohen Anforderungen gestellt; allenfalls an den Geldbeutel. Den Spinat haben Sie sich jedenfalls reichlich und regelmäßig einverleibt, wenn man Ihre Proportionen betrachtet. Schade nur, nicht wahr, dass er vegetarisch ist, wo Sie doch „an der Spitze der Nahrungskette“ stehen. Olivia wird es aber dennoch freuen, dass ihr tätowierter Seemann so brav sein Gemüse isst, um groß und stark zu sein. „Tempora mutantur, nos et mutamur in illis“. Oder sind Sie etwa gar nicht der Popeye in rosa Hose namens mogges? Dann Spaß beiseite!

Sie teilen mit, dass Sie nicht der Großschlächter sind, als den wir Sie
bezeichneten, es aber gerne wären. „Volenti non fit iniuria“, aber wir räumen gerne ein, dass wir Sie überschätzt haben. Immerhin weist das Internet doch eine beachtliche Spannbreite Ihrer blutigen Aktivitäten auf,
vom Popeye einmal abgesehen. Kein Wunder also, dass Sie sich „an der Spitze der Nahrungskette“ wähnen, obwohl Sie – sprachlich, aber nicht ethisch korrekt – an deren Ende stehen, wenngleich Sie das Ende „an“ die Spitze treiben wollen. Und keine Sorge: Ich gönne Ihnen diesen „Erfolg“, da ich diesen weder anstrebe noch für mein Selbstbewusstsein oder meine Gesundheit benötige. Es gilt: „Fas est et ab hoste doceri“, indem man die Untugenden des Feindes kognitiv erfasst und nicht nachzuahmen bemüht ist, sondern im Gegenteil alle Anstrengungen unternimmt, das „integer vitae scelerisque purus“ anzusteuern.

Unter dem Gesichtspunkt, dass Sie sich mit Ihren desavouierenden Beiträgen in der öffentlichen Korrespondenz feige hinter einem Nicknamen verstecken, während ich mit meinem Echtnamen für meine Antworten an Sie einstehe, haben Sie, lieber Herr mogges, den Bogen überspannt... Jägerpech ... und damit Ihr Ziel, die Diffamierung von Menschen, die sich um die Vermittlung einer ethischen Lebensweise bemühen, nicht annähernd erreichen können. Da kann ich Sie nur enttäuschen. Allerdings würde es mich schon interessieren, wie Sie darauf kommen, ich sei die „Fee“ ... anpirschen, Nachtsichtausrüstung oder schwarze Magie? Spaß beiseite, solche Menschen wie Sie kann ich einfach nicht immer ernst nehmen ... dies nur insofern, als Sie bei Menschen anderen Kalibers als ich es bin - ich denke doch, dass Sie die Waffensprache am besten verstehen - beträchtlichen Schaden mit Ihren geistigen Ergüssen anrichten können.

AV ist für schlachtende/schächtende Menschen, leidenschaftliche Jäger und unverbesserliche Tierfleischliebhaber sicher die angemessene Plattform, und es sei Ihnen herzlich gegönnt, sich im Kreise von Gesinnungsgenossen über die vermeintliche „Inkompetenz“ der Tierrechtler auszulassen. Als etwas inkonsistent empfinde ich allerdings die Ihrem Schreiben anhaftende Mixtur aus Drohung und Schalk, mit der Sie allenfalls Ihre Sympathisanten zu beeindrucken vermögen.

Der gravierende Unterschied, der zwischen Legalität und Moralität eines Verhaltens bestehen kann und allzu oft in einer profitorientierten Gesellschaft auch besteht, scheint Ihnen noch nicht aufgegangen zu sein. Ich hoffe sehr, dass Sie das „non ridere, non lugere neque detestari, sed intelligere“ in Form einer persönlichen Weiterentwicklung eines Tages beherzigen und zu einer friedlichen Lebensführung finden können – und sei es in rosafarbenen Höschen.

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Hohensee
(Stellvertretende Leiterin/Sprecherin von A.K.T.E)



mogges hat geschrieben:Liebe Frau Hohensee,

nach einem so anstrengenden Wochenende für mich, ein noch viel anstrengenderer Text von Ihnen war nicht nett . Ich habe Ihren Kommentar auf meinen Beitrag eigentlich schon sehr viel früher erwartet. Wie auch immer, Potius sero quam numquam. Zumindest haben Sie sich endlich einmal richtig Mühe gegeben, über mich zu recherchieren. Freut mich, dass ich Ihnen so am Herzen liege,
variatio delectat .

Nun - Frau Hohensee, mit Recht haben Sie meine miserable Rechtschreibung beanstandet. Dies war aber schon seit frühester Jugend mein Problem. Schon damals war ich - wie auch Sie richtiger weise geschrieben haben - der Ãœberzeugung, dass für meinen weiteren beruflichen Werdegang die Rechtschreibung nicht von allzu großer Relevanz sei, da man sich dazu notfalls auch eine Sekretärin leisten könne. Aus diesem Grund habe ich mich schon zu dieser Zeit lieber den angenehmeren Dingen des Lebens gewidmet und meine Nachhilfelehrerin war ebenfalls sehr schnell der Ãœberzeugung, dass das mit der Rechtschreibung bei mir eh nie was werden wird. Carpe diem- dachte ich mir und aus diesem Grund wurden wir uns sehr schnell einig, sich besser für Sexualkundeunterricht zu entschieden, bei dem die Fortschritte mit jeder Stunde mehr wurden und somit von Erfolg gekrönt waren. Omnia vincit amor , o tempora o mores.
Ich will Sie aber nicht weiter mit Dingen langweilen, die in Ihrem Alter eh nicht mehr von so großer Bedeutung sind , vielleicht noch soviel zur Ergänzung: Auch heute noch lasse ich lieber die Gelehrten darüber philosophieren, ob man jenes alpenländische Tier nun Gemse oder Gämse schreiben soll, spiele dabei den tertius gaudens und erlege und verspeise dieselbe währenddessen.

Tut mir zwar Leid, dass Ihr Schuß, der unter die Gürtellinie zielen sollte, ins Leere ging - wo Sie sich doch soviel Mühe dabei gegeben haben - aber Sie dürfen meine Schreibfehler die Sie finden, getrost behalten, da bin ich doch grosszügig und quae nocent, docent.
Ich bin mir jedoch bei Ihnen ganz sicher, dass Sie noch ein paar Ideen im Kopf haben, wie Sie einen solch arroganten Typen wie mich zu demontieren wissen, schliesslich gilt für Sie ja mens sana in corpore sano - oder wollen Sie etwa schon varium et mutabile semper femina, die vegane Notbremse des Ignorierens ziehen? Istud, quod tu summum, putas est.

Kommen wir nun aber zum eigentlichen Kern Ihres Schreibens, bzw. meines Anliegens in meinem zweiten Beitrag an Sie. Mit Freude habe ich zur Kenntnis nehmen dürfen, dass Sie endlich begriffen zu haben scheinen, mit was ich mein schmutziges Geld verdiene. Pecunia non olet. Wäre es dann nicht an der Zeit, Ihren ersten Beitrag dahingehend zu berichtigen, um dem gesamten wenigstens ein klein wenig Wahrheitsgehalt zukommen zu lassen , denn tempus fugit. Sie wissen doch, e duobus malis minimum eligendum est.
Was mich jedoch diesbezüglich etwas beunruhig hat ist, dass Sie sich offensichtlich bei Ihrer „Googlerei" haben etwas von meinem Nicknamen „mogges" durcheinander bringen lassen.
Ich gehe davon aus, dass Sie dabei bestimmt auch tatkräftige Unterstützung von Ihren Leidensgenossen erhalten haben, denn für ganz so dumm, dass Sie meinen Wohnort in den südlichsten Hessenzipfel verlegen wollen, halte ich Sie persönlich nun doch nicht. Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie bestimmt bei Ihren Recherchen auch darauf gestoßen sind, dass ich mich komunalpolitisch beworben hatte, was eigentlich nur geht, wenn man auch dort gemeldet ist, oder? So etwas müsste Sie als Frau von Welt normalerweise doch etwas ins Grübeln bringen und trotz allem wähnen Sie mich in Hessen , wenn auch ganz südlich. Da haben Sie doch bestimmt wieder gedacht, noli equi dentes inspicere donati, und das ganze einfach mal wieder unreflektiert darniedergeschrieben. Ja ja, man gerät schnell quocirca via falsa , wenn man sich auf Leute verläßt, die auch nur vom Spekulieren leben, aber das kennen Sie ja. Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.

Wie Sie auf das rosa Höschen gekommen sind, habe ich übrigens auch gefunden. Also ich finds chick, wenngleich mir persönlich Lodengrün ungleich besser gefallen würde, aber das ist reine Geschmackssache. Wenigstens ist der Spinat grün, den Popeye immer genau so vollmundig zu sich nimmt, wie Sie Vermutungen von sich geben. Aber mit dem Popeye möchte ich Sie gerne noch im Unklaren lassen, ein wenig Spannung sollte doch vorhanden bleiben. Jedenfalls proximus sum egomet mihi.

In Ihrem Schreiben behaupten Sie, ich sei feige, weil ich meine Beiträge an Sie in „AV" nur mit meinem Nicknamen hinterlegen würde, Sie hingegen auf Ihrer Seite mit Ihrem Realnamen Ihre Meinung vertreten. Es sei Ihnen unbenommen, diese Auffassung zu vertreten. Ich versichere Ihnen jedoch, dass - wenn die Möglichkeit für mich bestünde, auch auf Vegan-Central meine Antworten an Sie veröffentlichen zu können, würde ich diese selbstverständlich dort auch mit meinem Namen unterzeichnen, da ohnehin bekannt ist, wer hinter meinem Nick steckt. Frank Hummel wird sie hoffentlich in dieser Beziehung mittlerweile aufgeklärt haben.
Da man sich jedoch auf fast allen veganen Seiten mit Erfolg vor der Wahrheit zu drücken versucht, bleibt mir diese Form der Erwiderung auf Ihre Verbalejakulationen leider vorenthalten.
In meinem persönlichen Mailverkehr an Sie jedenfalls, habe ich immer mit meinem Namen gezeichnet, das müsste doch genügen um zu wissen, mit wem man es zu tun hat.
Auf AV selbst bin ich jedoch unter meinem Nick bekannt, hier könnte wohl kaum jemand etwas mit meinem Realnamen anfangen, außer ein Tierrechtsexperte, der sich dann mal wieder „Gedanken" machen kann, in welcher Form er am besten Morddrohungen gegen mich bzw. meine Familie aussprechen könnte - Sie kennen diese Spielchen ja bestens aus Ihren Kreisen, in denen Sie sich aus ethischen Gründen sichtlich wohl fühlen - aber suum cuique , invenit patella operculum.

Ach ja, wo wir gerade beim Nick sind, so wollten Sie doch gerne wissen, wie ich darauf gekommen bin, dass Sie bei Vegan - Central auch unter dem Namen „Fee" schreiben. Mal nebenbei gefragt:
Wäre dies Ihrer Ansicht nach nun gleichfalls feige von Ihnen, weil Sie dies tun? Audiatur et altera pars.
Ich glaube Ihnen ja gerne, dass in dieser Beziehung in Ihnen die Neugier nagt. Mit Ihrer Vermutung anpirschen und Nachtsichtgerät liegen Sie gar nicht mal sooo falsch. Als guter Jäger aber verrät man weder seine Pirschpfade, noch sein „Wildvorkommen". Ich glaube aber, dass ich Ihnen damit nicht zuviel verrate, (wie wenn ich beichten würde, im Wald zu jagen) wenn ich Ihnen folgenden Tip gebe, um Sie zumindest nachdenklich zu stimmen:
Ich habe sehr gute Bekannte in der Gegend von Berlin, die - wie es der Zufall manchmal will - auch Sie Frau Hohenfee gut zu kennen scheinen. Sie kennen das bestimmt, - man redet von diesem und jenem und auf einmal kommt man aufs Thema Veganismus - einfach so, durch Zufall. Da erfährt man dann beiläufig oft ganz interessante Dinge. Ich möchte nun wirklich nicht zuviel verraten, aber dass Sie offenbar selbst im engsten Familienkreis Schwierigkeiten damit haben, dass Ihre Schwiegereltern
manchmal noch dem Fleischgenuß frönen und sie diese in Ihrem Ethikwahn sogar geradezu nötigen wollen, darauf vollends zu verzichten, notfalls mit Kontaktabbruch, was Ihrem Ehemann jedoch nicht so sehr behagen würde, obwohl er ähnliche Ziele wie Sie verfolgt. ....
Selbstverständlich weiß ich nicht, ob dies nun stimmt oder nicht, geredet wird ja auch viel. Daher behalte ich den Rest des Eisberges, von dem obige Aussage quasie nur die Spitze darstellt, für mich.
Außerdem gehen diese privaten Dinge nun wirklich niemanden etwas an, zumal ich die Antwort selbstredend ja auch wieder veröffentlichen werde. Wie kam ich da eigentlich nun drauf - ach ja, Ihr Nickname „Fee" - glauben Sie mir einfach - da war die Fee nun wirklich die leichteste Ãœbung dabei.
Was schrieben Sie doch noch gleich von „Waffengleichheit"? Mit Verlaub, ich besitze kein Luftgewehr - ich halte mich an Waffen, die zielbalistisch ausgewogen und treffsicher sind Jäger können mit Luft - oder Wasserpistolen nun wirklich nichts anfangen.
Gespannt wartend , ob und wie wir unsere erheiternde Korrespondenz „similia similibus
curantur" fortführen werden. Armantium irea integratio est.


Grüßen und umarmen Sie Herrn Eck von mir, er soll nicht soviel arbeiten.

Ihr
mogges


Hohensee hat geschrieben:Barbara Hohensee vom 26.06.2005

Lodengrüne Flaschengeister

Lieber mogges,

bitte sehen Sie mir nach, dass ich erneut etwas spät auf Ihre Antwort erwidere. In meinem Alter, an das Sie mich so charmant erinnerten, ist nicht jede/r mehr so schnell.

Ich fühle mich regelrecht geehrt, wenn ein Mann solch tödlichen Kalibers,wie Sie es sind, neben seinem anstrengenden beruflichen Mordsgeschäft auch noch eine Barbara Hohensee nebst völlig unbeteiligter Familie in seinemordsmäßigen Freizeitgestaltungen einbezieht. Gestatten Sie mir daher zunächst, die Inhalte unserer bisherigenöffentlichen Korrespondenz humoristisch in Kurzform wiederzugeben. Die Unterhaltung unserer gemeinsamen Leser auf das Angenehmste und Erheiterndste dürfte auch in Ihrem Sinne sein:

Eine mit Wasserpistole und Studienausgabe „Latein für Angeber“ ausgerüstete und hinsichtlich des Sexus und Alkohols aus Altersgründen abstinente Frau Hohensee, die dem veganen Ethikwahn verfallen ist und deshalb genussfeindlich auf der Spitze eines Eisbergs sitzt, lässt sich auf einen spöttischen Dialog mit einem Jäger namens mogges ein und wird von ihm prompt zur Hohenfee umbenannt. Sie muss wie Frau Fee die Erfahrung machen,dass Ihre Waffen nicht ausreichen, um wilde Jägersleute und andereMitmenschen zur Vernunft zu bringen.

Dem Jäger mogges ist beizeiten eine leidenschaftlich erfolglose Nachhilfelehrerin mit in die Wiege gelegt worden, und er scheint mit Vorliebe rosa Höschen und scharfe Waffen zu tragen, wenn er nicht gerade seine Sekretärin jägerlateinische Texte für ihn schreiben lässt. Außerdem verfügt er über sehr gute und daher wohl gleichgesinnte Bekannte in der Wohnnähe von Frau Hohensee, die behaupten, die Hohenfee gut zu kennen, und welche vertrauliche Geschichten über dieses Wildvorkommen und seine Gewohnheiten verbreiten. Dass Hohenfeen unter Schutz gestellt sind, kümmert unseren Waidmann und seine Gehilfen nicht weiter. Er pirscht sich in lodengrünem Tarnanzug an das ahnungslose Wesen heran ... ob er vorher dem Flaschengeist zugesprochen hat, wollen wir offen lassen – immerhin ist es auch für Nüchterne nicht so ganz leicht, die Hohensee, Hoheneck, Hohenfee und Fee auseinander zu halten, sieht man da nicht doppelt, sondern gleich vierfach... unverkennbar lebt aber wenigstens die waschechte Hohensee noch vergnügt und erfreut sich des Lebens. Ganz nach ihrem Motto: Leben und leben lassen!

Über diese Posse soll und darf man herzlich lachen. Lachen ist gesund und ungefährlich, ungefährlicher jedenfalls als scharfe Waffen.

Was den Kern Ihres Anliegens aus dem zweiten Beitrag an mich betrifft, bestätige ich Ihnen zum wiederholten Male, dass mogges (aus seiner Sicht leider) kein Großschlächter ist. Auch trifft es zu und habe ich nie bestritten, dass Ihre per mail übermittelten Texte mit einem Echtnamen unterzeichnet waren. Das hat Sie bestimmt viel Überwindung gekostet. Immerhin mussten Sie ja, schreiben Sie, mit Morddrohungen sogar gegen Ihre Familie rechnen. Das Märchen von den ach so gewalttätigen Tierrechtlern lässt sich doch immer wieder aufwärmen. Da fällt mir gerade die Geschichte von dem Ökometzger aus Bremen ein. Vielleicht erinnern Sie sich. Der arme Mann wurde – sehr medienwirksam – angeblich von militanten Tierschützern mit Drohungen terrorisiert. Dann brannte es – noch medienwirksamer – sogar inseinem Geschäft. Verurteilt wurde er schließlich selbst, was weniger medienwirksam war.

Lieber mogges, wo denken Sie also hin? Und Sie und Angst, wo wir doch nur Wasserpistolen haben? Da geht aber nun wirklich Ihre Jägerphantasie mit Ihnen durch. Allerdings denke ich, dass unsere kleine spottliche Auseinandersetzung den geneigten Lesern bemerkenswerte Unterschiede nicht nur inhaltlicher, sondern auch methodischer Art aufgezeigt hat. Zumindest kann ich von mir behaupten, dass ich dem Publikum Ihren Echtnamen nicht preisgab, nachdem Sie öffentlich ausschließlich als mogges erwiderten und somit erkennbar Ihre wahre Identität verhüllt lassen wollten. Dazu gehörte für mich auch der Verzicht auf für jedermann zugängliche Daten, soweit sie zu einer Identifikation Ihrer Person geführt hätten.

Sie hingegen verbreiten ungeniert Geschichten über mein Privatleben, von deren Inhalt Sie sich bereits im nächsten Satz distanzieren, um anschließend treuherzig zu beteuern, dass die privaten Dinge nun wirklich niemanden etwas angehen. Und weil dies so ist, sollten Sie das auch beherzigen. Vertraulich gesprochene Worte unter Freunden und in geschützten Räumen sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt – auch hier zeigen Sie, dass Ihre Moral so löchrig wie ein Sieb ist. Wie heißt es doch so treffend: Der Horcher an der Wand hört seine eigene Schand!

Meine vermeintliche „Nötigung“ beinhaltet die Forderung, konsequent und mutig und selbst unter Hinnahme von Verlusten zu ethischen Überzeugungen zu stehen und diese auch weiterzuvermitteln. Könnte diese Kraft den mitläuferischen Menschen aller Zeiten fehlen? Wir hatten das ja schon in der Kolumne zum Ausdruck gebracht und damit Ihre Empörung hervorgerufen. Und verwechseln Sie nicht wiederum Legalität und Moralität!

Bisher haben Sie der Öffentlichkeit sehr gut gezeigt, wes Geistes Kind Sie sind: Sie haben nichts gegen das lustvolle Töten von wehrlosen Geschöpfen, auch nichts gegen das Auflauern und Anschleichen an Geschöpfe, gleich welcher Art, einzuwenden. Nein, Sie sind sogar noch stolz auf Ihr Tun! Und kommen Sie bitte nicht auf die Idee sich damit rechtfertigen zu wollen, dass Hitler ein Vegetarier und Tierfreund gewesen sei! Das ist inzwischen genauso widerlegt wie die These Sigmund Freuds, die Sie triumphierend anführten.


Um Ihre rhetorische Frage, denn Sie wissen ganz genau, worum es geht, vollständig und konkret für anderweitig Interessierte zu beantworten: Feige ist es nicht, eine Korrespondenz unter einem Nicknamen zu schreiben, wenn es der Andere ebenso handhabt, und wenn Informationen verwertet werden, die eindeutig nicht vertraulich sind. Das hat mit dem audiatur et altera pars nichts zu tun – Sie haben ganz eindeutig keine Schwierigkeiten, sich Gehör zu verschaffen. Der Grundsatz der Waffengleichheit besagt, etwas frei übersetzt, dass die meisten Menschen (nicht unbedingt Jäger) bestimmte Vorstellungen von Fairness haben, gegen die zum Beispiel verstoßen kann, wer Schwächere verprügelt oder auf harm- und wehrlose Tiere schießt, aber auch, wer die Vertraulichkeit eines für ihn nicht bestimmten Wortes bricht. In solcherart gelagerte Köpfe bekommt man weder die Ethik der Tierrechte noch die Bedeutung einer Harke hinein, wenn in dieser partout ein Besen gesehen wird.

Eines darf ich Ihnen am Schluss aber doch noch verraten: Die Korrespondenz mit Ihnen diente auch dem Zweck, Ihnen Gelegenheit zu geben, sich selbst und Ihre Methoden dem Publikum zu präsentieren. Ich denke, dass Sie die Chance hervorragend genutzt haben, und danke herzlichst für Ihre Mitarbeit.

Mit freundlichen Grüssen

Barbara Hohensee

(Stellvertretende Leiterin/Sprecherin von A.K.T.E)

P.S.: Herr Eck bedankt sich für die Grüße und umarmt auf Ihr Wohl ein Gläschen Bier!

P.P.S.: Dem Beispiel Catos d.Ä. folgend und zur definitiven Beendigung der mit Ihnen geführten Korrespondenz in dieser Angelegenheit:

„Die größte Gefahr für das Bestehen der Jagd ist die Vernunft“ (Paul Parin, Ethologe, Psychologe und leidenschaftlicher Jäger)

http://vegan-central.de/index.php?bid=60

mogges hat geschrieben:Liebe Frau Hohensee,

mit einer so späten Antwort Ihrerseits wagte ich kaum mehr zu rechnen. Wie Sie in der Vergangenheit sicherlich bemerkt haben dürften, bin ich stets darauf erpicht, immer möglichst umgehend zu antworten, was mir dieses mal leider unmöglich war. Ein Bekannter überredete mich am vergangenen Wochenende zu einem spontanen Ausflug nach Ungarn, um lustzumorden. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen, zumal meinerseits die Möglichkeit bestand, das Wochenende für weitere 2 Tage zu verlängern. Daher bin ich auch erst heute früh zurückgekehrt und fand u. A. auch Ihr jüngstes Schreiben an mich, welches ich der Einfachheit halber und dem Stil entsprechend lediglich kurz kommentieren möchte.



Barbara Hohensee hat geschrieben:In meinem Alter ist nicht jede/r mehr so schnell.


Das liegt bestimmt nicht allein an Ihrem Alter, Frau Hohensee, sondern insbesondere an Ihrer ungewöhnlichen Lebenseinstellung. Die Verwirklichung der Tierrechte geht eben - wenn überhaupt - nur sehr langsam voran.

Gestatten Sie mir daher zunächst, die Inhalte unserer bisherigen
öffentlichen Korrespondenz humoristisch in Kurzform wiederzugeben.


Wenn Sie das als Erinnerungsstütze benötigen, gerne - ich hingegen kann mich auch ohne Ihre Kurzform noch an des Wesentliche erinnern. Ich bringe jedoch durchaus Verständnis dafür auf, dass zwei Wochen aber auch einen verdammt langen Zeitrahmen für Sie darstellt.
Aber, mal nebenbei gefragt: Haben Sie bei Ihrem Talent derartiger Zusammenfassungen schon einmal in Erwägung gezogen, sich als "Susi" bei der Fernsehsendung Herzblatt zu bewerben? Dort kommen solcherlei Kurzzusammenfassungen immer ganz toll an - und sehen würde man Sie ja nicht, nur hören - diesen Vorteil hätten Sie jedenfalls schon mal.


bestätige ich Ihnen zum wiederholten Male, dass mogges (aus seiner Sicht
leider) kein Großschlächter ist.


Dann erlaube ich mir ebenfalls zum wiederholten Male nachzufragen, warum Sie die entsprechende Textpassage im "begeisterten Brief aus Mordor" noch nicht entsprechend berichtigt haben? Etwa weil Tatsachen nicht vegan sind?

.., dass Ihre per mail übermittelten Texte mit einem Echtnamen
unterzeichnet waren. Das hat Sie bestimmt viel Ãœberwindung gekostet.


Nein, da ich im täglichen Briefwechsel, ob nun per mail oder auf normalem Postweg generell mit meinem Namen unterzeichne, halten sich meine Ãœberwindungskosten in erträglichen Grenzen. Mittlerweile ist er mir auch schon so geläufig, als sei es mein eigener.

Immerhin mussten Sie ja, schreiben Sie, mit Morddrohungen sogar gegen Ihre
Familie rechnen.


Falsch! Ich schrieb wörtlich und für alle nachlesbar:

"außer ein Tierrechtsexperte, der sich dann mal wieder "Gedanken" machen kann, in welcher Form er am besten Morddrohungen gegen mich bzw. meine Familie aussprechen könnte"

Daraus sollte zu entnehmen sein, dass ich nicht damit rechne, sondern dass wir definitiv schon einige erhalten haben.

Das Märchen von den ach so gewalttätigen Tierrechtlern
lässt sich doch immer wieder aufwärmen.


Da gebe ich Ihnen unumwunden recht, Frau Hohensee. Die vielen Tierrechtsgefangenen in einigen Ländern halten diese Märchen stets auf dem aktuellen Stand. Und wenn Sie in Bezug auf die korrekte Schreibweise von Drohbriefen etwas Nachholbedarf haben, schicke ich Ihnen gerne die "lustigsten Exemplare" Ihrer Freunde und Genossen zu. Schicken Sie mir dazu einfach einen frankierten Rückumschlag (bitte DIN A 4 mit 2,20 frankiert, da sehr umfangreich)

Da fällt mir gerade die Geschichte ein.....


Mir auch Frau Hohensee, mir auch - allerdings eine etwas aktuellere.
http://www.guardian.co.uk/animalrights/story/0,11917,1514393,00.html

Und Sie und Angst, wo wir doch nur
Wasserpistolen haben?

Eben, denn legale, scharfe Waffen bekommen eh nur diejenigen, die die entsprechenden persönliche Eignung und Voraussetzung vorzuweisen haben. Aus diesem Grund müssen Sie sich eben leider auch weiterhin nur mit Wasserpistolen begnügen. Vielleicht können Sie diese mal sinnvoll einsetzen, um die Brandsätze zu löschen, die Ihre Gesinnungsgenossen manchmal legen , hmm?

Sie hingegen verbreiten ungeniert Geschichten über mein Privatleben, von
deren Inhalt Sie sich bereits im nächsten Satz distanzieren, um anschließend
treuherzig zu beteuern, dass die privaten Dinge nun wirklich niemanden etwas
angehen. Und weil dies so ist, sollten Sie das auch beherzigen.


Erstens habe ich mich von dem Inhalt nicht distanziert, sondern habe zu bedenken gegeben, dass diese Geschichte eventuell auch nicht der Wahrheit entsprechen könnte, da ich sie nicht aus erster Hand (was von Ihnen direkt gewesen wäre) sondern nur vom Höhrensagen erfahren hatte. (Wer lesen kann ist klar im Vorteil)
Zweitens beschweren Sie sich nun darüber, dass ich vermeintlich Privates über Sie ausgeplaudert hätte und vertreten gleichfalls wie ich die Auffassung, dass private Dinge niemanden etwas angehen. Diesbezüglich wären wir uns also erstmals einig.
Wenn Sie sich schon so vollmundig und herzzerreißend ausweinen wollen, dann stellt sich doch für mich die berechtigte Frage, ob für Sie die Art meines Gelderwerbs, meine Hobbytätigkeiten, die Farbe meiner Höschen, sowie meine Essgewohnheiten u. dergl. NICHT zu meinem Privatbereich gehören? Kein Vorwurf, - nur eine Frage um zu erfahren, welche Maßstäbe Sie bezüglich der Privatsphäre anlegen, um so etwas in Zukunft vermeiden zu können. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Vertraulich gesprochene Worte unter Freunden und in geschützten Räumen sind nicht für
die Öffentlichkeit bestimmt


Da gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht. Ich wüsste jedoch nicht , was ein sehr vornehmes und gediegenes Etablissement in der Berliner Gegend, mit einem geschützten Raum zu tun haben soll? Im Gegenteil, dort ist die Öffentlichkeit geradezu erwünscht. Die Worte wurden dort auch nicht vertraulich gewechselt, noch zählten die anwesenden Gäste zu meinen Freunden, sondern waren, wie ich schon im vorherigen Schreiben anführte, lediglich gute Bekannte, weil Sie dieses Etablissement regelmäßig besuchen und man sich beim Namen kennt. Sehr oft reden Männer in solch einer Umgebung sich den ganzen Frust von der Seele. Bevor Sie jedoch wieder falsche Schlüsse über mich ziehen - ich besuche dieses Etablissement nicht aus demselben Grund
aus dem die anderen Männer dies in der Regel tun (wie Sinnig)

auch hier zeigen Sie, dass Ihre Moral so
löchrig wie ein Sieb ist.


Ist es tatsächlich moralisch "löchrig" sich die Sorgen anderer geduldig anzuhören?

Meine vermeintliche "Nötigung" beinhaltet die Forderung, konsequent und
mutig und selbst unter Hinnahme von Verlusten zu ethischen Ãœberzeugungen zu
stehen und diese auch weiterzuvermitteln.


Wollen Sie damit etwa zum Ausdruck bringen, dass das was ich erzählt bekommen hatte, jedoch nicht annähernd für möglich hielt, tatsächlich auf Sie zutrifft? Dann herzlichen Glückwunsch, denn tiefer kann man moralisch gesehen wahrscheinlich kaum mehr sinken. Und Sie wollen mir Moralpredigten halten wollen - lächerlich!

Bisher haben Sie der Öffentlichkeit sehr gut gezeigt, wes Geistes Kind Sie
sind: Sie haben nichts gegen das lustvolle Töten von wehrlosen Geschöpfen,


Nein, wieso sollte ich auch? Wäre Ihnen das lustlose Töten etwa lieber?

Also ich gehe lieber jagen als meine Schwiegereltern zu nötigen, daher - was "des Geistes Kind" anbelangt : touché


dass die meisten Menschen (nicht unbedingt Jäger) bestimmte
Vorstellungen von Fairness haben, gegen die zum Beispiel verstoßen kann, wer
Schwächere verprügelt oder auf harm- und wehrlose Tiere schießt,....


...., oder wer Schwiegereltern nötigt.....
BTW: Aus welchem Kaspertheater Sie entsprungen sind, wissen wir ja nun zur Genüge, aber wer hat Ihnen denn den Blödsinn schon wieder erzählt, dass ich Schwächere verprügeln würde?


Eines darf ich Ihnen am Schluss aber doch noch verraten: Die Korrespondenz
mit Ihnen diente auch dem Zweck, Ihnen Gelegenheit zu geben, sich selbst und
Ihre Methoden dem Publikum zu präsentieren. Ich denke, dass Sie die Chance
hervorragend genutzt haben, und danke herzlichst für Ihre Mitarbeit.


Nichts zu danken Frau Hohensee, das habe ich als Selbstverständlichkeit betrachtet. Das Vergnügen lag dabei auch auf meiner Seite, bei solch einem hervorragenden Diskussionspartner, wie Sie es waren.



P.S.: Herr Eck bedankt sich für die Grüße und umarmt auf Ihr Wohl ein
Gläschen Bier!


Endlich macht er mal etwas vernünftiges! Grüßen Sie ihn ebenfalls von mir

Mit freundlichen Grüßen

mogges

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Mooseman
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Mooseman » Mo 26. Apr 2010, 10:52

Wirklich lesenswert..... :D
Esst mehr Wildbret, denn es kommt aus dem Reformhaus der Natur!
(Urköstliche Lebensweisheit eines esoterischen Veganers)

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angel20k
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon angel20k » Mo 26. Apr 2010, 15:37

In der Tat. Auffällig, wie Babsi auf einmal vollständig auf lateinische Redewendungen verzichten kann.

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Max P
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Max P » Di 8. Mär 2011, 21:42

Was für eine spritzig-launige Korrespondenz! :cool: :anbet:

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Andrea
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Andrea » Mi 17. Aug 2011, 09:59

:rofl: Dankeschön!! Ich weiß schon, warum ich Mogges gern habe!! :wurst:

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Nihilominus
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Nihilominus » So 23. Dez 2012, 23:38

Bravo... kurzweilig, mit vielen Spitzen... so etwas liest man gern!
Were I (who to my cost already am
One of those strange, prodigious creatures, man)
A spirit free to choose, for my own share,
I'd be a dog, a monkey or a bear,
Or anything but that vain animal
Who is so proud of being rational.

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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Pharmafiosa » Mo 24. Dez 2012, 10:56

Schön das das zu Weihnachten wieder ausgegraben wurde.. :grin:
„Ich habe diese Menschensorte hinreichend kennengelernt und die Art, wie sie sich mit ihrem bisschen Weltanschauung als Individualitäten aufspielen, obwohl sie einander gleichen wie durchgepaust.“ Erich Mühsam

nulpe

Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon nulpe » Mo 24. Dez 2012, 12:50

Schade - sie könnte uns vielleicht noch heute erfreuen, - wenn sie sich nur an die Schulmedizin gewendet hätte.

Der vom Donnerstag
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Der vom Donnerstag » Mo 24. Dez 2012, 13:08

Though Fate, a dismal end did threaten,
It prov'd no worse than was desir'd.

Lord Rochester

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Mett
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Mett » Mi 26. Dez 2012, 21:17

Andrea hat geschrieben::rofl: Dankeschön!! Ich weiß schon, warum ich Mogges gern habe!! :wurst:


Jau! Ich habe ihn in den letzten Tagen schon alleine wegen seiner genialen Wildsalami lieben gelernt, jetzt wird mir der gute Mann auch menschlich immer sympathischer. :kiss:
Ich futter doch meinem Futter nicht das Futter weg!

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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon ILoveFleisch » Di 12. Feb 2013, 03:53

Lustig ist, dass einem je nach Threadthema fast immer irgendwann ganz nebenbei unterstellt wird, man würde sein Geld als "Grosschlächter", "Massentierhalter", "Pelzhändler" oder sonstwas verdienen; man wäre ein jagender Mörder und was nicht noch alles (alles schon erlebt, aber bzgl meiner Person leider total daneben).

By the Way: Und wieder hat die Evolution letztendlich den Beweis geliefert, dass in diesem Fall das vegan-central-forum nicht überlebensfähig war.

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Fleischeslüstling
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Fleischeslüstling » Sa 30. Mär 2013, 04:17

SEHR GEIL!!!

suuuuper :D
Meine Idiotentoleranz ist launenbasierend variabel
Bitte klicke hier wenn Idioten-Level 10 erreicht ist

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Max P
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Max P » Sa 30. Mär 2013, 12:59

ILoveFleisch hat geschrieben:By the Way: Und wieder hat die Evolution letztendlich den Beweis geliefert, dass in diesem Fall das vegan-central-forum nicht überlebensfähig war.

Und das, obwohl wir es über die Jahre so gepäppelt haben. Sehr schade. :embarrassed:

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Berghai
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Re: Die Rosa-Höschen-Affäre

Beitragvon Berghai » Sa 30. Mär 2013, 13:59

ILoveFleisch hat geschrieben:Lustig ist, dass einem je nach Threadthema fast immer irgendwann ganz nebenbei unterstellt wird, man würde sein Geld als "Grosschlächter", "Massentierhalter", "Pelzhändler" oder sonstwas verdienen; man wäre ein jagender Mörder und was nicht noch alles (alles schon erlebt, aber bzgl meiner Person leider total daneben).

ähh, mogges IST "Großschlächter" UND "jagender Mörder". :devil:
Kniet nieder und huldigt dem Admin! Denn er ist gottgleich und anbetungswürdig!
Möge der Bratensaft, der Mettigel und die Heilige Blutwurst mit ihm sein!


Brigitte Rondholz Triumph der UrMethodik


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