die herren vegetarianer

Digest aus altem und neuem Forum
Forumsregeln
Bitte benehmt euch halbwegs! Wenn ihr einen Beitrag gar nicht ertragen könnt, meldet ihn mit dem Ausrufezeichen rechts oben im Beitrag und begründet, was wieso gelöscht werden soll. Oder schickt uns eine Mail an kontakt at antiveganforum.com..
Benutzerinavatar
pünktchen
Grillmeisterin
Beiträge: 401
Registriert: Fr 16. Apr 2010, 12:35

die herren vegetarianer

Beitragvon pünktchen » Sa 1. Mai 2010, 11:23

frisch aus dem googlecache gefischt:

Meyers Neues Konversations-Lexikon beschrieb das Phänomen mit großem Befremden. "Vegetarianer", hieß es in der Ausgabe von 1860, seien "eine Sekte aus England." Die seltsamen Menschen verzichteten auf den Verzehr tierischer Lebensmittel und ernährten sich ausschließlich von pflanzlicher Kost.

Als "ersten Apostel" der Bewegung bezeichnete das Lexikon den Briten John Frank Newton, Autor der Schrift "Return to nature, or a defense of the vegitable regimen". Der Schriftsteller predige seine "merkwürdigen Lehren und Deutungen" einer wachsenden Schar von Gläubigen.

http://www.sueddeutsche.de/,tt7m1/gesun ... 5832/text/

1873 FANDEN SIE EINGANG in Meyers Lexikon: «Vegetarianer (lat.), Leute, die sich ausschliesslich von ungewürzter Pflanzenkost nähren.» Die fleischversessene Bevölkerungsmehrheit jedoch hatte da bereits einen anderen Namen gefunden - «Kohlrabi-Apostel».

http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b26 ... b7b39.aspx

nietzsche hat geschrieben:Gefahr der Vegetarianer. — Der vorwiegende ungeheure Reisgenuss treibt zur Anwendung von Opium und narkotischen Dingen, in gleicher Weise wie der vorwiegende ungeheure Kartoffelgenuss zu Branntwein treibt —: er treibt aber, in feinerer Nachwirkung, auch zu Denk- und Gefühlsweisen, die narkotisch wirken. Damit stimmt zusammen, dass die Förderer narkotischer Denk- und Gefühlsweisen, wie jene indischen Lehrer, gerade eine Diät preisen und zum Gesetz der Maße machen möchten, welche rein vegetabilisch ist: sie wollen so das Bedürfnis hervorrufen und mehren, welches sie zu befriedigen im Stande sind.

http://www.textlog.de/21315.html

nietzsche hat geschrieben:Ich denke an die erste Nacht des Diogenes: alle antike Philosophie war auf Simplicität des Lebens gerichtet und lehrte eine gewisse Bedürfnisslosigkeit, das wichtigste Heilmittel gegen alle socialen Umsturzgedanken. In diesem Betracht haben die wenig philosophischen Vegetarianer mehr für die Menschen geleistet als alle neueren Philosophien; und so lange die Philosophen nicht den Muth gewinnen, eine ganz veränderte Lebensordnung zu suchen und durch ihr Beispiel aufzuzeigen, ist es nichts mit ihnen.

http://www.nietzschesource.org/texts/eKGWB/NF-1873,31
Johann Most hat geschrieben:Eine kleine Sekte komischer Schwärmer lässt hie und da ihr Lichtlein leuchten, um der armen verirrten Menschheit den Weg zu zeigen, der dahin führt, wo Kulis und Hindus schon lange angekommen sind; und um der Sache auch einen gelehrten Anstrich zu geben, nennen sich ihre Gläubigen „Vegetarianer“.

Es fällt mir nun durchaus nicht ein, diese sonderbaren Kostgänger eines Besseren belehren zu wollen, denn dies ist ganz unmöglich, weil Leute, welche solch naturwidrigen Extravaganzen huldigen, unstreitig an einer unheilbaren fixen Idee leiden; was ich beabsichtige, ist lediglich präventiver Natur, läuft auf eine Warnung an all diejenigen hinaus,
welche von der Krankheit der freiwilligen Asketik noch nicht erfasst, wohl aber der Gefahr ausgesetzt sind, dieselbe eingeimpft zu bekommen.
(...)
Andere Fleischverächter aber treiben den Pflanzenfraß dagegen sehr ernst. Sie verdammen auch Eier, Milch und Fett und lassen nur die in Wasser gekochte oder roh aufgetischte Pflanzenkost gelten, ja, man kann gar nicht wissen, ob diese Leute nicht bald bei der reinen Wurzel- und Kräuterfütterung der mythischen Waldmenschen angelangen werden. Solange es nun diese Sonderlinge bei der Fröhnung ihres an sich höchst unschuldigen Hanges bewenden lassen, hat man sich in diese ihre Privatangelegenheit auch nicht einzumischen, sobald sie jedoch das Wurzel- und Kräuterevangelium förmlich predigen oder sich gar vermessen, den Vegetarianismus als Mittel zur Lösung der sozialen Frage in Vorschlag zu bringen, muss ihnen kräftigst entgegengetreten werden.
(...)
Schließlich erlaube ich mir noch die Frage aufzuwerfen, wie sich eine Gesellschaft, welche ausschließlich dem Vegetarianismus huldigt, der Tierwelt gegenüber verhalten soll? Das Leben könnte man den Tieren doch nicht durchgängig schenken, da sie sonst bald so zahlreich würden, dass kaum genug Pflanzen zu deren Nahrung wüchsen und den Herren Vegetarianern demnach eine unliebsame Konkurrenz bereitet würde. Ausrotten könnte man die Tiere aber auch nicht, weil man deren Dünger, Felle usw. nicht zu entbehren vermöchte. Nach wie vor hätte man also Viehzucht zu treiben, der Unterschied wäre nur der, dass man im vegetarianischen Zeitalter nicht mehr wie jetzt das Fleisch äße, sondern wegwerfen würde resp. zu untergeordneten Zwecken verwendete!

Man mag die Sache drehen und wenden wie man will, immer stößt man sofort – mit Verlaub! – auf den krassesten Unsinn, der hoffentlich für immer beredt genug spricht, um die Menschheit davor zu bewahren, dass sie sich in der Sackgasse des Vegetarianismus verrennt.

http://prodomo.50webs.net/11/die_vegetarianer.pdf

friedrich engels hat geschrieben:Am wesentlichsten aber war die Wirkung der Fleischnahrung auf das Gehirn, dem nun die zu seiner Ernährung und Entwicklung nötigen Stoffe weit reichlicher zuflossen als vorher, und das sich daher von Geschlecht zu Geschlecht rascher und vollkommener ausbilden konnte. Mit Verlaub der Herren Vegetarianer, der Mensch ist nicht ohne Fleischnahrung zustande gekommen, und wenn die Fleischnahrung auch bei allen uns bekannten Völkern zu irgendeiner Zeit einmal zur Menschenfresserei |450| geführt hat (die Vorfahren der Berliner, die Weletaben oder Wilzen, aßen ihre Eltern noch im 10. Jahrhundert), so kann uns das heute nichts mehr ausmachen.

http://www.mlwerke.de/me/me20/me20_444.htm

friedrich engels hat geschrieben:Und wie sich an die Arbeiterpartei in allen Ländern alle Elemente herandrängen, die von der offiziellen |454| Welt nichts zu erwarten oder bei ihr ausgespielt haben - Impfgegner, Mäßigkeitsleute, Vegetarianer, Antivivisektionisten, Naturärzte, freigemeindliche Prediger, denen die Gemeinde aus dem Leim gegangen, Verfasser neuer Weltentstehungstheorien, erfolglose oder verunglückte Erfinder, Dulder wirklicher oder vermeintlicher Ungerechtigkeiten, die von der Bürokratie als "unnütze Querulanten" bezeichnet werden, ehrliche Narren und unehrliche Betrüger -, so ging es den ersten Christen auch.

http://www.mlwerke.de/me/me22/me22_447.htm

Albert Albu hat geschrieben:Die Träger dieser Ethik in der öffentlichen Meinung sind durchwegs Männer, die ihre eigenen sozialen und sittlichen Anschauungen haben, entweder weil sie eine von Natur aus in ihrem Denkvermögen und ihrer Gemütsverfassung von der Allgemeinheit abweichende Auffassung repräsentiren, oder, weil sie von den Stürmen eines schicksalsreichen Lebens geschüttelt, von Weltschmerz angekränkelt, unverbesserliche Pessimisten geworden sind, die allenthalben zu mäkeln und zu bessern haben.

An solchen Männern, die mehr in ihrer eigenen Ideenwelt, als in der Wirklichkeit leben, ist die zerstückelte Geschichte des neuzeitlichen Vegetarismus ausserordentlich reich. Es sind Männer von so sonderbarer Art, wie jener Diogenes, oft geistig hochbefähigte Menschen, aber mit einseitiger Entwicklung ihrer Gedankenwelt, excentrische, ungezügelte Naturen, die sich von allem Hergebrachten lossagen und stets zum Aussergewöhnlichen neigen, die im Vollgefühl ihrer Genialität leicht überschäumen und in der überstürzenden Hast ihrer Gedankenarbeit schnell auf intellektuelle Abwege geraten. Solche Köpfe sind vielfach gerade die Vorkämpfer für die Lehre des Vegetarismus gewesen.
(...)
Die Vegetarier zählen ihre Scharen in Deutschland auf rund 2000. Dies Häuflein ist verschwindend klein, in einer Seelenzahl von fast 50 Millionen, aber es weiss stets von sich reden zu machen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. (...) Von jenen 2000 Vegetariern gehören etwa 1300 zur Zeit dem deutschen Vegetarierbund an, der seine Mitglieder wie eine politische Partei oder eine religiöse Sekte in bewundernswerter Zucht zusammenhält. So sehr die intelligentesten unter den Vegetariern sich auch immer dagegen zu sträuben pflegen, so lässt sich doch die Thatsache unzweideutig erkennen, dass sie wie eine in sich abgeschlossene Glaubensgemeinde dastehen, die wenig Beziehungen nach aussen hat und sucht. Sie haben ihre eigenen Ansichten von Menschen und Welt und machen oft für ihre Überzeugung Propoganda mit einem Feuereifer in Wort und Schrift, der einer besseren Sache würdig wäre. Die Inzucht ihrer Ideen in den Kreisen ihrer Anhänger, welche die Kritik Aussenstehender weit abweisen, ist die Ursache der auffälligen Erscheinung, dass selbst hochbefähigte Männer in diesem Bannkreise oft Logik und kritischen Sinn verlieren und sich in ihre vorgefassten Meinungen so verrennen, dass sie alle Dinge der Welt von dem einseitigen Standpunkte vegetarischer Weltanschauung betrachten. Nur so erklärt sich die Häufigkeit von Persönlichkeiten unter den Vegetariern, wie man sie gemeinhin als „Sonderlinge" zu bezeichnen pflegt.
(...)
Doch gelangt nur ein kleiner Teil der Vegetarier in unerbittlicher Konsequenz ihrer Logik zu solch kuriosen Absurditäten. Es ist jene schon früher einmal gekennzeichnete Gruppe, deren Denkfähigkeit hart an der Grenze des Normalen steht, wenn sie nicht gar schon pathologisch geworden ist. Der Hass gegen alles Tierische ist bei ihnen zur fixen Idee geworden, sie sind in ihren Ideen meist um so mehr versessen, jemehr sie sehen, dass sie von anderen perhorresziert werden oder unbeachtet bleiben. Sie selbst sind unzugängig für jede andere Art des Denkens und Empfindens und halten sich selbst für die besten, geistig reifsten Menschen, ihre Weltanschauung für die abgeklärteste und sittlich höchst stehende.

Diesen geistig „Verbohrten" reiht sich eine andere Gruppe mit ausgesprochen pathologischem Charakter an, diejenigen mit dem physiologischen Schwachsinn, mit der angebornen geistigen Minderwertigkeit: die Imbezillen, bei denen nicht der Verstand, sondern das Gemüt das Übergewicht im allgemeinen hat und bei ihnen auch die Triebfeder des Vegetarismus ist. Ihr Motiv ist das Mitleid mit dem lieben Vieh, das hier Hand in Hand mit dem tiefen Hass gegen die Vivisektion geht. Die Humanitätsphrase und die Gefühlsduselei sind hier die Triebfedern, meist unbewusste Empfindungen, die sich vor dem Verstand nicht zu rechtfertigen wissen. Das sind die Menschen, die über jeden Tropfen Blut, den sie fliessen sehen, einen Schauer empfinden und sich gruselnd von dem Schlächterladen abwenden, in dem ein ausgenommenes Kalb hängt. Bei aller Achtung für die tiefe Gefühlsempfindung dieser Menschen kann man mit ihnen über geistige Interessen kaum rechten, sie liegen über dem Niveau der Hirnproduktionen dieser Menschen. Unter den Vegetariern, welche mit dem Gefühls- und Humanitätsmotiv ihre Anschauung zu begründen versuchen, rangiert die Mehrzahl der weiblichen Anhänger.

Geistig unreif ist auch zumeist das grosse Kontingent von Anhängern, welches den Vegetarismus ständig aus den Reihen jugendlicher, noch nicht erwachsener Personen zuströmt. Es ist eine Seltenheit, dass sich ein älterer, schon auf der Höhe seines Lebens befindlicher Mann noch dem Vegetarismus anschliesst. Die meisten begeistern sich dafür am Ende des zweiten oder höchstens dritten Lebensjahrzehnt, nicht aus tieferer Erkenntnis der Beweggründe, die den Vegetarismus stützen sollen, sondern infolge unklarer Vorstellungen, die. in ihnen durch halbverdaute Lektüre vegetarischer Schriften oder die werbende Kraft der überzeugenden Redegewandtheit irgend eines älteren Gesinnungsgenossen geweckt werden. Das Gemüt der Jugend ist leicht empfänglich und leicht zu Thaten bereit, wo der Verstand noch nicht fertig ist.

http://www.norbertmoch.de/_vegetarismus ... ,_1902.htm

franz kafka hat geschrieben:Erstens hat es mich sehr gefreut, dass Du im Herzen Vegetarianerin bist. Die wirklichen Vegetarianer liebe ich eigentlich gar nicht so sehr, denn ich bin ja auch fast Vegetarianer und sehe darin nichts besonders Liebenswertes, nur etwas Selbstverständliches, aber diejenigen, welche in ihrem Gefühl gute Vegetarianer, aber aus Gesundheit, Gleichgültigkeit und Unterschätzung des Essens überhaupt, Fleisch und was es gerade gibt wie nebenbei mit der linken Hand aufessen, die sind es, die ich liebe.

http://homepage.univie.ac.at/werner.haa ... 12-047.htm
brot - der unvermeidbare holocaust auf deinem teller
peta - der mitfühlende holocaust in deinem tierheim

Benutzerinavatar
zacharias
Gänsestopferin
Beiträge: 895
Registriert: Mo 19. Apr 2010, 23:22

Re: die herren vegetarianer

Beitragvon zacharias » Sa 1. Mai 2010, 11:43

Nicht schlecht, diese Sammlung.

Wie hast du sie zusammengetragen? Einfach Google oder bist du eine Textsammlung durchgegangen?
„I friss nix, wås mehr åls vier Haxn håt.“ – Zitat Zacharias bezüglich Meeresfrüchte.

Benutzerinavatar
pünktchen
Grillmeisterin
Beiträge: 401
Registriert: Fr 16. Apr 2010, 12:35

Re: die herren vegetarianer

Beitragvon pünktchen » Sa 1. Mai 2010, 11:56

einfach googlen nach dem hübschen wort vegetarianer, welches mir im anfangs zitierten artikel der sueddeutschen entgegensprang, der sonst nichts taugt.
brot - der unvermeidbare holocaust auf deinem teller
peta - der mitfühlende holocaust in deinem tierheim

Benutzerinavatar
zacharias
Gänsestopferin
Beiträge: 895
Registriert: Mo 19. Apr 2010, 23:22

Re: die herren vegetarianer

Beitragvon zacharias » Sa 1. Mai 2010, 12:35

Verstehe.

Nun, offenbar hat sich die letzten paar hundert Jahr nix geändert, Veggietum = ideologische Sekte ohne Realitätsbezug.

... Hast du vielleicht eine Ahnung, wo ich - Voltaire war ja auch ein Vegetarier - Quellen darüber finden könnte, wo sich seine Zeitgenossen über seinen Moralin-Eifer ärgern? Ich suche das schon seit geraumer Zeit, werde aber nicht fündig, weil irgendwie 99,99% aller Sucheinträge dazu einfach Veggie-Seiten sind, wo halt drinnen steht, dass Voltair ein Vegetarier war.

Ich habe keine Ahnung mehr, wo ich diese erheiternden Kommentare seiner Zeitgenossen damals gesehen habe.
„I friss nix, wås mehr åls vier Haxn håt.“ – Zitat Zacharias bezüglich Meeresfrüchte.

Benutzerinavatar
pünktchen
Grillmeisterin
Beiträge: 401
Registriert: Fr 16. Apr 2010, 12:35

Re: die herren vegetarianer

Beitragvon pünktchen » Sa 1. Mai 2010, 12:53

war voltaire denn wirklich vegetarier? die behauptung findet sich auch immer nur auf veggerlseiten, die kein quelle angeben. die einzige quellenangabe, die ich fand, ist auch nicht besser:

Gewiss ist es, dass dieses scheussliche Blutbad, welches unaufhörlich in unseren Schlachthäusern und Küchen
stattfindet, uns nicht mehr als ein Übel erscheint, im Gegenteil betrachten wir diese Scheusslichkeiten, welche
oft pestilenzialisch wirken, als einen Segen des Herrn und danken ihm in unseren Gebeten für unsere Mördereien.
Kann es denn aber etwas Abscheulicheres geben, als sich beständig von Leichenfleisch zu ernähren?
Quelle: Der Vegetarier, Nr.3 1988

http://www.vegetarismus.ch/pdf/b02.pdf

klar belegt ist hingegen, dass er ein übler antisemit war.
brot - der unvermeidbare holocaust auf deinem teller
peta - der mitfühlende holocaust in deinem tierheim

Benutzerinavatar
zacharias
Gänsestopferin
Beiträge: 895
Registriert: Mo 19. Apr 2010, 23:22

Re: die herren vegetarianer

Beitragvon zacharias » Sa 1. Mai 2010, 13:12

Oh mei... Da fällt mir ein, die Internationale Vegetarier-Union hat da immer sehr zuverlässige Angaben, und sie schreibt unter http://www.ivu.org/history/renaissance/voltaire.html

Note: we have no evidence that Voltaire actually practised vegetarianism, though his writings were clearly sympathetic to the idea


Immanuel Kant war sicher kein Vegetarier, Rosseau auch nicht, aber es kann durchaus sein, dass Voltaire seinen Mitmenschen auf den Geist gegangen ist mit seinem Vegetarismus, obwohl er ihn selber nicht praktiziert hat. Leicht möglich, und wär auch absolut typisch für Veggies.
„I friss nix, wås mehr åls vier Haxn håt.“ – Zitat Zacharias bezüglich Meeresfrüchte.

Benutzerinavatar
Berghai
AVA Agentin
Beiträge: 7544
Registriert: Fr 16. Apr 2010, 13:22

Re: die herren vegetarianer

Beitragvon Berghai » Sa 1. Mai 2010, 13:56

Ehrlich gesagt, ist es mir wurschtegal wer, warum, wann Vegetarier war oder ist oder nicht war oder nicht ist.

Das bei den Veggerln so beliebte Auflisten von Personen, die Vegetarier sind ist an Dämlichkeit und Arroganz nicht zu überbieten. Eine Folge von Bessermenschentum oder Hilflosigkeit?
Kniet nieder und huldigt dem Admin! Denn er ist gottgleich und anbetungswürdig!
Möge der Bratensaft, der Mettigel und die Heilige Blutwurst mit ihm sein!


Brigitte Rondholz Triumph der UrMethodik

Benutzerinavatar
zacharias
Gänsestopferin
Beiträge: 895
Registriert: Mo 19. Apr 2010, 23:22

Re: die herren vegetarianer

Beitragvon zacharias » Sa 1. Mai 2010, 15:03

Von beidem. Ist miteinander verknüpft.
„I friss nix, wås mehr åls vier Haxn håt.“ – Zitat Zacharias bezüglich Meeresfrüchte.

Benutzerinavatar
heterodyne
Pelztierfarmerin
Beiträge: 4069
Registriert: Mo 26. Apr 2010, 14:22

Re: die herren vegetarianer

Beitragvon heterodyne » Fr 7. Mai 2010, 10:27

Ich finde es äußerst interessant, daß schon 150 Jahre auf dem Buckel dieser Ideologie sitzen. Ähnlich wie bei Homöopathie rührt sich da nix mehr.

Benutzerinavatar
pünktchen
Grillmeisterin
Beiträge: 401
Registriert: Fr 16. Apr 2010, 12:35

Re: die herren vegetarianer

Beitragvon pünktchen » Fr 7. Mai 2010, 10:52

nachtrag:
Trall unterscheidet die vegetarische Bewegung, ähnlich wie Hahn, in verschiedene Kategorien: Die "Bibel-Vegetarianer" glauben an die Heilige Schrift, die "wissenschaftlichen Vegetarianer" an die Natur. Die "Vegetarianer aus Wohlwollen" halten Tiermorde um der Nahrung willen für ungerechtfertigt und grausam. Die "ästhetischen Vegetarianer" können das Schöne nur ohne Schlachthäuser erblicken. Die "ökonomischen Vegetarianer" sehen im Verzicht auf "tierische Nahrung eine ungeheure Ersparnis an Bodenfläche". Schließlich gibt es noch die "Vegetarianer aus Erfahrung", die bemerkt haben, dass sie bei dieser Ernährung gut leben und "ihre Gesundheit verbessern". Die größte Anzahl stellen aber die "Vegetarianer aus Notwendigkeit", die sich wegen einer Krankheit einer Wasserkur und "Diätkur unterwerfen": Diese werden oft als "Vollblut-Vegetarianer" bezeichnet, die manchmal als "abschreckendes Beispiel der fleischlosen Kost" gelten (ebd., S.34).


aus: Jörg Melzer: Vollwerternährung. Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch

ebd = russell trall, 1867 = literaturverzeichnis fehlt bei google

http://de.wikipedia.org/wiki/Russell_Trall
http://www.ivu.org/history/usa19/trall.html
brot - der unvermeidbare holocaust auf deinem teller
peta - der mitfühlende holocaust in deinem tierheim


Zurück zu „Best of Antivegan“



Wer ist online?

Mitgliederinnen in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gästin