Drei Klassiker zu SBE

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Archivar

Drei Klassiker zu SBE

Beitragvon Archivar » So 18. Apr 2010, 23:18

Drei Klassiker aus dem Forum von antivegan.de zu Stefan B. Eck, inzwischen grosser Vorsitzender der Tierschutzpartei.

von -g- am Do 5. Aug 2004, 17:31
VEGANET.ORG... ums Eck gebracht
-g- hat geschrieben:"SCHLITZAUGEN" - "ENDSIEG" und SPENGLER
Eine kritische Behandlung des Textes von Stefan Bernhard Eck

"Seien sie gegruesst und umarmt.."

so schliesst Stefan Bernhard Eck seine Texte ab. Sie wie ich wissen was das be-
deutet. Es handelt sich wieder einmal um eines seiner unsicheren politischen Werke welches er am Ende mit einer Portion "cooperated identity" abschliesst um den
verunsicherten Leser wieder mit ins vegane Boot zu holen.

http://veganet.org/foren/index.php?men=news&u=k

Der Artikel, der sich "Kampf gegen Windmühlen und Endsieg" nennt und damit
in die braune Kiste der Nazi-Terminologie greift, weiss ueber das neue und sich
industrialisierende China zu berichten.

So wie einst "der Russe mit dem Messer zwischen den Zähnen ueber die Mauer in
den Westen" steigen sollte, glaub Eck jetzt:

Stefan Bernhard Eck hat geschrieben:Zuerst treibt es die "schlitz- und mandeläugigen Massen" Asiens an die Fleischtöpfe – sie haben nach Jahrhunderten, wenn nicht nach Jahrtausenden des unfreiwilligen "Darbens" einen immensen Nachholbedarf.


...und haut damit ein wenig daneben. Die Chinesen darben und darbten mitnichten.
Das was ihnen das kommunistische Mangelregime wenigstens noch bieten konnte
war Nahrung und den Freibrief fuer die Ernaehrung von Hunden und Katzen. Fast
jede mittlere chinesische Stadt verfuegt ueber ein entsprechendes Angebot. Wir
alle wissen es - erst vor kurzem machten internationale Tierschutzbewegungen
wieder einmal mobil gegen chinesische Ernaehrungsgewohnheiten.

Des weiteren reduziert er das in Kultur und Philosphie sehr hoch - weitaus hoeher
als Europaeer - stehende chinesische Volk auf "schlitzaeugige Massen" denen
es nunmehr nach dem Wegfall des Kommunismus an die - was bitte? Ja, sie haben
richtig gehoert.
Herr Eck hat da etwas vergessen. China ist eines der restriktivsten und totali-
taersten kommunistischen Regime ueberhaupt. Daran fuehrt auch die chinesische
Erkenntnis, dass HongKong, Shanghai und Peking tragend fuer die Exportwirtschaft
sind, nicht vorbei.
Eck hat geschrieben:Aber nur wenig später wird es sie zu den Statussymbolen der mobilen und morbiden Zivilisation treiben, hinter die Lenkstangen knatternder und stinkender Motorräder und hinter die Steuer schmucker PKW’s … mit Klimaanlage versteht sich.

Moeglicherweise wuerden sich die Chinesen gerne dorthin getrieben fuehlen. Jedoch
das Regime verweigert ihnen diesen Fortschritt und braucht eine Massenmigration
obdar der starken kulturellen Bindung des Volkes an sein Land nicht zu fuerchten.
Vergessen wir nicht, dass es sich um ein Land handelt, dass gerade jetzt erst alle
oeffentlichen Internetzugaenge verboten und geschlossen hat und eine geradezu
menschenverachtende Politik, Folter und Unterdrueckung betreibt.

So verdichtet er den Unsinn mit wahren Fakten...
Derzeit entfallen bereits rund ein Fünftel des weltweiten Auto-Bestands auf die Schwellen- und Entwicklungsländer.

...und schon wird daraus eine truebe, duestere Prognose fuer unsere Zukunft. Nat-
uerlich erwaehnt er nicht, dass es sich bei dem Schwellen- und Entwicklungsland
China um einen kommunistischen Staat handelt.

Das ganze nennt sich Kulturpessimimus und ist keine neue Erfindung. Kulturpessi-
mismus wurde schon vom nationalsozialistischen Regime genutzt um nach dem ver-
lorenen 1. Weltkrieg, einer hohen Arbeitslosigkeit und anderen Faktoren die Stimmung
im Volk gegen das Ausland, gegen Minderheiten im eigenen Land und andere politische
Stroemungen aufzukochen.

Zudem fragt der demokratische Leser sich warum - nachdem ja Eck nun thematisch
schon mehrfach angerissen hat, dass es sich um Chinesen handelt - dieser sich zu
einem Satz ueber "schlitzaeugige Massen die es an die Fleischtoepfe treibt" hinreissen
laesst.
Natuerlich wissen wir, es geht um Veganismus. Und natuerlich wissen wir, dass es
auch den veganen Herrn Eck sehr zur Bestaetigung seiner These gefallen wuerde,
wenn es die Chinesen zuerst nach Fleisch geluestete.
Uebrig bleibt jedoch ein ungutes Gefuehl bei jedem Demokraten und Anhaenger einer
modernen, aufgeklaerten Welt jenseits rassistischer Schranken. Ein ungutes Gefuehl
dass fragt, warum sich Herr Eck klischeehafter Ausdrucksweisen bedient.

Auch muss sich jeder der sich mit einer fremden Feder schmueckt damit auseinander-
setzen, dass sich der Leser mit dem Kleid auseinandersetzt aus welchem die Feder
gerupft wurde.
Die Feder die ich anspreche stammt aus dem Kleide Oswald Spenglers, einem deut-
schen Philosophen - uebrigens auch bekannt fuer seinen Kulturpessimismus - in Form
des Zitates: "Der Untergang des Abendlandes ist gewiss".
Wer ist Oswald Spengler? Spengler wurde am 29.05.1880 geboren. Nach dem Studium
von Physik und Mathematik promovierte er in Halle mit der Schrift "Der metaphysische
Grundgedanke der Heraklitischen Philosophie" in welcher fuer ihn der Heraclitus-Satz "Der Krieg ist der Vater aller Dinge" eine wohl bewegende Rolle spielte.
Er unterrichtete spaeter als Lehrer an einem Gymnasium bis er 1914 anfing Schriften zu veroeffentlichen in welchen er nicht
nur seine Neigung zum Diktat der Monarchie aufzeigte sondern antiparlamentarische
Programme entwickelte.
In seiner Denkschrift "An den Kaiser Wilhelm" bezeichnete Spengler den Ausbruch
des Ersten Weltkrieges als den groessten Tag der Weltgeschichte.

Sein kulturpessimistisches Werk "Der Untergang des Abendlandes" nimmt erhebliche
Wirkung auf das durch die Niederlage des 1. Weltkrieges enttaeuschte Volk. Schon
1920 setzt Spengler nach und verfaßt nach eigenen Worten aus "Ekel und Verbitterung"
die Schrift "Preußentum und Sozialismus", die "dümmste und feigste ... Revolution der Weltgeschichte" um 1923 Zuschauer des Hitlerauftritts im Muenchener Buergerbraeu-
keller zu werden.
1924 demonstriert Spengler wie so oft seine Einstellung zu Demokratie und der Frei-
heit des menschlichen Denkens und haelt eine Rede vor dem "Hochschulring deutscher
Studenten" ueber "Politische Pflichten der deutschen Jugend" und verurteilt dabei "das
Gaukelspiel allgemeiner Wahlen und einer freien Presse".

Auch 1924 er scheint sein Buch "Neubau des Deutschen Reiches" und prangert die Degeneration der "freien Verantwortlichkeit".

Spengler, der dem Nazi-Regime anfaenglich noch zutraeglich beiwirkt und befuert-
wortet wird 1933 jedoch "Joseph Goebbels" den Wunsch nach einer Rede am "Tag
von Potsdam" abschlagen. Im Juli 1933 hat er eine persoenliche Unterredung mit
Adolf Hitler, geraet jedoch in den folgenden Monaten durch seine Kritik ins Abseits
und wird von NS-Organ "Voelkischer Beobachter" angeschuldigt in seinem Buch
"Jahre der Entscheidung" nicht Hitler und die Bewegung gewuerdigt zu haben.

Dennoch wird Spengler im Sptember in den Senat der "Deutschen Akademie" ge-
waehlt.

Man darf sich fragen was zum Zerwuerfnis zw. NS-Regime und Spengler gefuehrt
hat. Fuer eine Systemkritik im Sinne eines Widerstands gegen Diktatur und Menschen-
verachtung wurde er nicht bekannt. Eher war Spengler dennoch immer jener Agi-
tator, der den Ruf nach einem autoritaeren Staat, dessen Grundlagen von einem mythisch überhöhten Nationenbegriff bestimmt waren, erschallen liess.

Spengler fordert in "Jahre der Entscheidung" (1933), dass die westliche Welt sich
der Zitat:"...vernichtenden Doppelwirkung der inneren weißen Weltrevolution und der
aeusseren farbigen Weltrevolution entwinden muesste". Dies kann laut Spengler nur
geschehen wenn eine Zitat:"...Epoche des Caesarismus: Technokratie, Imperialismus
und Sozialismus" eintritt. Bezeichned fuer Spenglers Vorstellung einer ueberlegenen
westlichen Welt ist seine Befuerchtung, dass dieses nicht die "Selbstwerdung und
Entfaltung der russischen Kultur im kuenftigen Jahrtausend verhindern koenne".

Spengler ist bis zur heutigen Zeit nicht nur die Inspiration eine jungen Philosophie die
es schaffte ihn zu wiederlegen, sondern leider auch immer wieder Quelle von Ideen
und gedanklicher Unterstuetzung fuer Zeitgenossen welche bekannt fuer ihre
nationalsozialistische Vergangenheit waren.
So auch der bekannte Verhaltensforscher Konrad Lorenz, der 1938 sich freudig an
dem Einmarsch Deutscher Truppen in Oesterreich ereiferte. Er erhoffte sich nicht nur
einen Karriereschub von den neuen Machthabern. Er unterliess keine Moeglichkeit
auf seine nationalen Tendenzen hinzuweisen und beteuerte bei seinem Eintritt in die
Partei, schon immer Nationalsozialist gewesen zu sein. Seine Anbiederungen waren
nicht nur sachfreie Zweckbekenntnisse.
Lorenz unterstuetzte die Ideologie und Rassenhygiene der Nazis indem er Aufsaetze
vortrug in welchen er den "rassischen Verfall" beklagte und eine "schärfere Ausmerzung
ethisch Minderwertiger" forderte.
Konrad Lorenz, der nach dem Kriege es schaffte wieder Karriere zu machen, wusste
dann auch 1978 vom "guten" Oswald Spengler zu zitieren: "Wenn Sie die Tatsachen an den Fingerspitzen haben, dann können Sie nicht umhin, das zu sehen, was der gute Oswald Spengler schon vor mehr als 50 Jahren gesehen hat, nämlich, dass es mit unserer Kultur rapid nach unten geht. Und zwar in einer Weise, die nicht nur kulturelle Werte zerstört, sondern im Begriff ist, die Lebensgrundlage der Menschheit zu zerstören."
Lorenz der ein radikaler Kritiker der Zivilisation wurde, mutierte zum Gruendervater
der Umweltbewegungen, unterliess es dennoch (oder gerade deswegen?) nicht, mit
der franzoesischen Neuen Rechten zu sympathisieren.

Zu einem Quell seiner Anschauung unterstuetzender Schriften wurden auch bei Francis
Yockey Parker die Werke von Spengler. Parker war militanter Rechtsextremist und
Anhaenger der Nazi-Ideologie. Er identifizierte sich mit den Schriften Spenglers so
sehr, dass er sich als den legitimen Nachfolger Spenglers bezeichnete und sogar zeit-
weise unter dessen Namen auftrat. Der 1917 geborene Parker war auch unter bei den
amerikanischen Strassenkaempfen der 30er Jahre unter den rechten "Bundisten" zu
finden. Die militanteste Gruppierung der "Bundisten" die "Silver Shirts" um William
Duyley griff in gezielten Aktionen Juden und Angehoerige ethnischer Minderheiten an,
verbreiteten antisemitische und verschwoerungstheoretische Schriften (u.a. Schriften
ueber den "durch Illuminaten kontrollierten amerikanischen Handel" und "Juden als
verantwortliche fuer den Sklavenhandel"). Yockey arbeitete kurze Zeit fuer das US-
Miltaer in Deutschland und vernahm NS-Straftaeter, gab aber diese Taetigkeit auf, weil
er die Behandlung fuer "ungerecht" hielt. Er versuchte in Deutschland Kollegen zur
Bildung von "Widerstandszellen" anzustiften und unterhielt Kontakte zu ehemaligen
Nazi-Groessen. Parker wurde in den USA inhaftiert nachdem er mit drei Paessen an-
getroffen wurde und nahm sich in Untersuchungshaft das Leben.

Auch Walter Ochsenberger, der im Jahre 2002 in Oesterreich eine Haftstrafe geniesst
und in Oesterreich als dem rechtsextremen Gedankengut zugeneigt wohl bekannt ist,
beruft sich gern auf Spengler. Zumindest meinte er dies tun zu muessen in einem
Brief an den Bundesminister fuer Justiz (einem ehemaligen Anwalt von Joerg Haider).
So kommt er denn auch nicht umhin nach einem Spengler-Zitat nochmal selber nach-
setzen zu muessen um den Untergang des deutschen Volks proklamieren zu muessen:
Zitat: "...wie unser deutsches Volk, dank des Weltpolizisten USA, vor die Hunde geht. Die deutsche Volksgemeinschaft existiert nicht mehr. Die Umerziehung unseres Volkes und die Propaganda des "American way of life" ist im Begriff alles zu zerstören, was in vielen Jahrtausenden gewachsen ist."

WAS SOLL DAS GANZE? Ich weise hier lediglich auf aus welchen Terminologien und
Quellen sich Herr Eck bedient. Ein gutes Zitat liesse sich sicherlich aus einem Kontext
loesen (man koennte gar den ursaechlichen Verfasser vergessen). Man kann es aber
auch ganz bewusst als ein Spengler-Zitat kennzeichnen und hoffen, dass niemand
recherchiert.
Man muss sich dann aber auch bewusst sein, das so etwas sehr komisch aussieht
wenn im Titel sich noch dazu das Wort "Endsieg" steht und neben eigenartigen Be-
schreibungen wie der oben erwaehnten "Schlitzaugen" hernach subsumiert, dass das
"heraufziehende Chaos" irgendwann ein Ende haben wuerde welches gefolgt waere
von den kuenftigen Generationen der Tierrechtler welche O-Ton-Eck: "... die Reste
jener alten Unkultur und Zivilisation in ihre Schranke weisen muessen..."

Es sind jedenfalls solche und andere Methoden welche mich deutlich dazu anhalten
mich von den meisten Formen politischen Veganismus deutlich zu distanzieren.

- garibaldi -


Quellen:
Konrad Lorenz / Spengler
http://www.br-online.de/kultur-szene/ca ... 921_2.html

Spengler Biographie
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/ ... index.html

Spengler Bio (engl.)
http://www.historyguide.org/europe/spengler.html

Yockey, Francis Parker / Nazi-Ideologie / Spengler
http://lexikon.idgr.de/y/y_o/yockey-fra ... parker.php

Spengler / Heidegger
http://www.wsws.org/de/2000/apr2000/hei1-a28.shtml

Spengler Grundgedanken Spenglerscher Philosophie
http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/kunst/spengler/

Spengler und die Wegbereiter des Nationalsozialismus
http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/wegb ... index.html

Spengler und andere Philosophen im NS-Regime (letzter Absatz)
http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/kunst/philosophie/

Walter Ochsenberger / Oesterreich / Spengler-Bezug
http://www.klick-nach-rechts.de/austria ... -front.htm

Agenda for a New America
http://www.all-creatures.org/articles/m ... lveg5.html

http://www.antivegan.de/forum/viewtopic.php?f=19&t=2305


von Kuckuck am Mi 11. Aug 2004, 03:05
Kuckuck hat geschrieben:Nachdem wir kritisiert haben, dass der Endsieg-Artikel verschwand, ist er jetzt wieder da, zusammen mit anderen Eck-Traktaten mit teilweise eigenwilligen, jedoch dem verquasten Inhalt durchaus angemessenen Zeichensätzen:

?Endl?g der Menschheitsfrage?, ...indifferenten Gef?st䮤e w䨲...tierquä´rischer Haltung (Legehennen, Puten, G䮳e, Kaninchen, Kä¢er, ...Brillanz von Nobelpreistr䧥rn ...geizig haushä¬ mit ihrer Nekrophilie

http://www.veganet.org/foren/index.php? ... =dtl&nid=7

Auf MeMs Anregung hin:
Wißt ihr eigentlich genaueres über Eckie, ist er der deut äh doitsche Kaplan?


Zumindest ist zu erfahren, wofür Eck sich selber hält:

Selbstbildnis des Stefan Bernhard Eck

Ich möchte nun den Versuch unternehmen, diese leidenschaftlichen Worte in normales Deutsch zu übersetzen, man könnte auch sagen, in Tacheles.

"Werbemensch", Managertyp und Lebenskünstler
= kleiner Vertreter oder Makler, der trotzdem immer so irgendwie gerade über die Runden kommt.

Ein wenig Idealist, aber vor allem Nonkonformist.
= Ein paar Ideen, aber sämtlich komplett neben der Spur liegend.

Extrovertiert und introvertiert gleichermaßen
= Wenn er nicht gerade im Internet Schaum schlägt, lauscht er in sich hinein, ob da irgendetwas ist.

Philosoph und Buddhologe aus Passion
= Er buddhelt leidenschaftlich gerne Sachen aus, die aus gutem Grund in Vergessenheit geraten sind, z.B. solche von Schleger oder Nietzsche.

ohne akademisches Zertifikat
= Studienabbrecher

mit praktischer Erfahrung durch lange Aufenthalte in Fernost
= Goldene Meilenkarte aller Tripperclipper und Bumsbomber im Bereich Bangcock und Umgebung?

jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit philosophischen Schriften
= dazu unten mehr*

Autodidakt
= nix gelernt

Tierrechtler
= nix dazu gelernt

Theravada-Buddhist
= hört sich viel besser an als nur Buddhist, hat er aber gründlich missverstanden:
"Diese Dinge lehrte mich Buddha: Rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Tun, ..."

Ganz gewiss kein Allround-Talent, sondern ein suchender Mensch mit all den kleinen Fehlern und den Schwächen, die das Menschsein so mit sich bringt.
= eigentlich bin ich GOTT selbst, aber heute habe ich meinen ganz jovialen Tag...

Saarländisches Urgestein
= polizeilich dort gemeldet

freiheitsliebender Kosmopolit
= er war schon mal in Saarbrücken und mehrmals in Bangkok.

Zuweilen ein "enfant terrible"
= mit der Betonung auf "enfant"

Sanft und oft den Tränen nahe, wenn es um die Leiden seiner Mitlebewesen geht
= ich bin ja sooo ein Gutmensch, keiner Fliege könnt ich was...

angriffslustig und polternd, wenn die Egomanie und Ignoranz der Menschen das erträgliche Maß überschreiten
= das ist dann natürlich nur der gerechte Zorn GOTTES

Leiter von A.K.T.E. unter der Prämisse "Einer unter Gleichen"
= GOTT was bin ich heute wieder bescheiden....

*jahrzehntelange Auseinandersetzung mit philosophischen Schriften
und zwar ausgerechnet hier, im veganet.org-Forum:

[url=http://www.veganet.org/foren/board_entry.php?id=59&page=0&category=Gott_und_die_Welt&order=last_answer&descasc=DESC]Was verstehen wir unter "Weltgeist"?
[/url]
Unter "jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit philosophischen Schriften" versteht Eck das Nachschlagen in einem Wörterbuch:

Was verstehen wir unter "Weltgeist"?

Liebe Freunde/Innen, liebe Forenbesucher/Innen,

romantisch ist das Wort auf jeden Fall.

Habe einmal in meiner Bibliothek gestöbert und bin fündig geworden:

"Vom Geiste des Menschen ist der Weltgeist (Universalgeist), der göttliche Geist, vom Einzelgeist der Gesamtgeist, vom subjektiven der objektive Geist, d.h. der Inbegriff geistiger Schöpfungen einer Gesamtheit zu unterscheiden. Der Zeitgeist ist die Denkweise eines Zeitalters." (Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Seite 1838)

"Weltseele ist die, von verschiedenen Philosophen angenommene Seele der Welt, d.h. das einheitliche Lebens- und geistige Prinzip, das in allen Dingen wirksam ist und von dem die Einzelseelen Teile oder Ausflüsse sind. Als Weltgeist (Weltvernunft, Weltwille) wird oft Gott betrachtet, als ein die Welt, das All geistig durchwaltendes Prinzip." (Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Seite 6412)

Ich würde vorschlagen, dass wir Weltgeist zuerst einmal (Arbeitsterminus) als die Summe unserer Wahrnehmungen und Erkenntnisse definieren. Demzufolge können wir uns in diesem Forum über Gott und die Welt den Kopf zerbrechen. Ich würde aber vorschlagen, dass wir zu Beginn - neben aktuellen Themen, die keinen Aufschub dulden - uns näher mit unserem Geist - unserer Kognitionsfähigkeit einmal beschäftigen. Vielleicht erfahren wir dann mehr über unsere "Kollektivseele". (Uuuhhh ... ich hasse das Wort Seele ... selbst im Kollektiv!)

Aber ein hoch interessantes Thema! Einverstanden?

Seid gegrüßt und umarmt

Stefan B. Eck


Hegel rotiert, und die Hegelianer mit ihm.
Eine ganze Philosophiegeschichte, aus der sich letztlich auch Marx speiste, ist - trotz "jahrzehntelanger Auseinandersetzungen mit philosophischen Schriften" - spurlos an Eck vorübergegangen.
Kein Wunder, dass er dem Begriff "Kommunismus" (Stichwort China) hilflos gegenüber steht.
Als bekennender Kant-Fan spreche ich den Hegelianern an dieser Stelle mein tiefes Mitgefühl aus.

Mehr zum Weltgeist, der sich ganz sicher nicht als "die Summe der Wahrnehmungen und Erkenntnisse von ein paar Flachschippen im veganet.org-Forum" definiert, hier:
HEGEL !
MEHR HEGEL !!!

Möge im Sinne der Dialektik durch These und Antiveganthese letztlich der Weltgeist in einer Synthese der Vernunft zumindest teilweise zu sich selbst finden.

Dass dagegen Stefan Bernhard Eck in diesem Leben noch einmal zu sich kommt, darf bezweifelt werden. Aber macht ja nichts - als Buddhist hat er noch ein paar Leben vor sich, von denen sich das nächste vermutlich in Gänze unter einem Stein abspielen wird, wenn er so weiter macht.

Für Nachhilfeschüler Stefan Bernhard Eck aber hier extra noch was Philosophisches zum Thema Hegel, mit dem er sich jahrzehntelang auseinandersetzen kann, ohne dabei überfordert zu sein:

Hegel extra für Stefan Bernhard Eck


und abschliessend

von -g- am Di 4. Jan 2005, 15:10
-g- hat geschrieben:Wie man ein "Eck" durch ein "kreisrundes Loch" bekommt?

Oder "Satanische Verse" und gestörte Selbstreflexion!

Machen wir uns nichts vor. Manchen unserer Zeitgenossen ist wenig heilig wenn es um die zwanghafte Bestätigung eigener Thesen, Theorien und Meinungsbilder geht.
"Schmutziger Journalismus" ist eine ähnlich populistische - wenn auch umsatzgeprägte - Form minderwertiger Meinungsbildung. Während hiesiger Plastikjournalismus lediglich Wert darauf legt mit seinen populistischen Phrasen ein breites Publikum - zwecks Verkauf von Schmähschriften - zu erreichen und damit höchstens manipuliert indem er völkische Meinungen überspitzt, legen es die vielen einzelnen Meinungsverbreiter auf Meinungsbildung an. Von Publizisten möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen, denn nicht jeder, der einen billigen Satz in die Welt schleudert ist ein Publizist und nicht zuletzt hat auch dieser Berufszweig eine eigentlich schützenswerte Grundlage, nämlich das Studium der Publizistik. Auch wenn es nicht selten, wie dargestellt, missbraucht wird.

Salman Rushdie, Autor des Buches "Satanische Verse", goss vor mehr als einem Jahrzehnt Wasser auf die Mühlen unserer zivilisierten Wohlstandswelt und bestätigte einmal mehr, was offensichtlich viele unter uns sich zu wünschen glauben: die mitteleuropäische Spezies Mensch sei die zivilisiertere und kann sich wieder mal über alle erheben.
Tatsache ist aber leider, dass Rushdie nicht viel mehr oder weniger als eine recht schroff-zynische Interpretation verfasst hat, die für eine muslimische Welt keinesfalls eine Allgemeingültigkeit haben kann. Ähnlich schroff ließen sich auch die Bibel oder das kommunistische Manifest interpretieren. Und leider zeigt natürlich die Geschichte, dass auch die Menschen bisweilen dazu neigten, ihr gruppendynamisches Verhalten auf solche "Leitwerke" abzustimmen.

Nun ist aber Stefan Bernhard Eck nicht Salman Rushdie und man fragt sich, wie er darauf käme, seine im Gegensatz zu Rushdies Buch geradezu kurzen Elaborate mit dem Werk Rushdies zu messen. Könnte es gar sein, dass S. B. Eck glaubt, ein ähnlich brisantes Leitwerk verfasst zu haben, oder gar nun einer weltweiten Hatz durch militant mörderische Fleischesser und Weltzerstörer ausgesetzt zu sein?

Im Geiste meint man schon die breite Masse raunen hören: "Habt ihr schon von diesem Eck gehört? Satanisch, oder?". Visionär spielen sich vor meinen Augen Bilder ab in denen "Der Spiegel" Ecks medientaugliches, charismatisches Gesicht abbildet. Unterschrift in Fettdruck: "Neu gedacht: wie ein veganer Leitphilosoph die morschen Eckpfeiler einer falschen Welt mit einem Hauch kognitiver Brillanz fällt!" Kurze Zeit darauf erscheint ein Special, alles aus dem Leben von Eck, während bereits die Welt die Eck'schen Thesen verinnerlicht hat, sich aller konsumgesellschaftlichen Penisprothesen entledigt und erneut die "genitale Trivialliteratur" auf einem großen Haufen zur nächsten Bücherverbrennung stapelt. Auf den Strassen sammeln sich die Massen, die in frenetischen Chören die Befreiung der Tiere feiern und zeitgleich die Schaltstellen der mörderischen Industriezentralen besetzen. Gleichzeitig bilden sich Sondereinheiten der Polizeien, die Schutzmaßnahmen für Eck planen und durchführen, weil es eben immer diese kleine unbelehrbare, radikale Menge von mörderischen Egoisten gibt, die nun Eck ans humane Leder wollen.

Ich schaue auf über meine Brille, sehe aus dem Fenster. Es schneit nicht. Tauwetter. Alles beim alten. Wahrscheinlich sind wir doch eher die einzigen, die sich mit den Entgleisungen radikalveganer Natur befassen. Und das ist auch gut so.

Eck - er möge es mir verzeihen - ist ein Schwafler und seine Worte stecken in dem Kostüm einer kindlichen Weltschmerzsubsumtion. Einmal mehr in diesem - wie schon in seinen anderen Pamphleten - wirft er alles Leid und diverse Missstände dieser Welt in einen Topf, gibt sich nicht einmal mehr Zeit zu kräftigen Rühren und kocht uns ein veganes Denksüppchen.
Da werden Ökosystem, Christentum und Kriege bemüht, der Menschheit emotionale Verfassung zu euphorischer Jubelsymphonie hochstilisiert und moralischer Niedergang, Sinnkrise, Dekadenz mit Atomdiskussion, Ozonloch, Grundwasser in einem Absatz zusammengestümpert und mit Meteoriteneinschlägen verglichen. Dazu garniert er die zuckenden Medienkadaver auf unseren Mattscheiben und der Meister der philosophischen Analyse schwingt sich auf zum Literaturkritiker und will "morbide und genitale Pseudo-Literatur" in den Bestsellerlisten erkennen, um gleich - eh das werte Auditorium erkennt, dass nichts dran ist an seinen vermeintlichen Einsichten - zur Technojugend, dumpfen Sounds herüberzugleiten und eine gesamte Generation zu Massendrogenkonsumenten abzustempeln.
Nebenher umschleicht er wie die "Katze den heißen Brei" die oberen Gesellschaftskreise, deren durchaus kranken Hang zur Verleugnung des Alters, deren Pelzmäntel und anderen Wohlstandaccessoires.

Man fragt sich bisweilen, ob Eck nicht tatsächlich über ein gewisses, bewusst genutztes journalistisches Geschick verfügt, wenn er die sogenannten "höheren gesellschaftlichen Kreise" und ihre vermeintliche Dekadenz nutzt, um so möglicherweise selbst die einfachsten Gemüter der Spezies Mensch anzusprechen. In der Hoffnung, sie würden ihr soziales Debakel nutzen, um ihren Hass und Neid auf die "Oberen" zu projizieren und ihm nachzueifern. Möglicherweise ist es aber auch nur sein eigenes populistisches Bauchgefühl welches ihn da leitet?

Alles andere ist kalter Kaffee. Er bedient sich einmal mehr abgestandener Skandale, welche sich heute nur noch als Geschichte bezeichnen lassen, wärmt BSE und Mast mit Antibiotika auf und macht aus Tierärzten "Tierspritzer", wohl in der Hoffnung, dass der unbedarftere Leser auf dem Bildniveau hoffentlich nicht mehr als nur ein Fragment von Erinnerung in seinem Kopfe habe und diese subjektiven Phrasen und Halbwahrheiten in sich aufnimmt und als Denkmaxime portiert.

Nebenher stellt er - ohne es natürlich auszusprechen - eine geradezu ungeheuerliche Behauptung auf und redet den Veterinärmediziner herbei, der zum Handlanger einer Gesellschaft wird, die ein Haustier nicht mehr braucht weil es auf den Teppich urinierte. Was soll das heißen? Dass ein Veterinärmediziner dieses Tier einschläfert? Nach dem Tierschutzgesetz ist eine solche Handlungsweise schlicht strafbar. Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne, wenige Tierärzte wirklich so handeln. Aber so etwas als Allgemeinbehauptung aufzustellen ist schlicht ungeheuerlich.

Eck'scher Subsumtions-Stil, besser Unstil! So geht`s dann auch "Rubbel-die-Katz" über zur nächsten wild-chaotischen Verquickung und der Tierarzt wird zum Mittäter der Humanmediziner gemacht, da er ja schließlich durch seine Behandlung von Nutztieren die fürchterlich gesundheitsschädliche omnivore Ernährung begünstigt. Oder sind diese alle gar von der CMA geschmiert?

Damit es dann nicht auffällt, dass S. B. Eck wieder einmal den Holocaust degradiert, indem er von Tier-KZ spricht, kommt er eben noch schnell in drei, vier eleganten Sätzen auf Weltkriege, Atombomben und Internierungslager zu sprechen und fragt uns alle: "Man hätte eigentlich annehmen dürfen, dass aus dieser Schande für die Menschlichkeit - die Menschheit etwas gelernt hätte. Aber unbeeindruckt des Grauens der Leichenberge, der Hekatomben Verstümmelter und Verstrahlter obsiegt wieder und immer wieder das Potential Mengele unserer destruktiven menschlichen Spezies."
Ja, Herr S. B. Eck, haben Sie denn etwas gelernt, außer zynischer, menschenverachtender Zeilen, die es in keinem Satze versäumen den Mensch in seiner Lebensweise aufs tiefste zu beleidigen und zu degradieren, nur weil seine Lebensweise IHNEN ausgerechnet nicht schmeckt? Die von Ihnen aufgelisteten Beispiele an Kriegen und menschlichen Greueltaten sind allesamt Beispiele von durch hasserfüllten Einzelpersonen dynamisierten Gesellschaften, die sich in dem vermeintlichen Glauben befanden, die Welt verbessern zu wollen. Ob nun Rassisten und Nationalisten oder Kommunisten oder vermeintliche Weltmächte.

Aber gut - lassen wir Eck fleißig weiter umherorakeln. Nicht wenig später kommt er eh wieder dahin zurück wo er sich gedanklich die ganze Zeit befand. Nicht das Leid der Kriege, sondern einzig die billige Metapher beflügelte ihn und schon geht es bunt weiter. Tierversuche und Nutztierhaltung, gemäss Eck eine Metamorphose. "Nur die Insassen wurden ausgetauscht". Und drum herum alles "Lagerkommandanten" - heute wie gestern. Eck'scher Originalton.

ABER: "Es ist noch nicht zu spät", schwieselt Eck um seinen "heißen Brei" herum. Noch scheint Zeit zu sein, das verachtende Lenkrad der Zivilisation herumzureißen und endlich auf Eck zu hören.

Diesmal lautet die Lösung des Preisrätsels AKA Eck'sche Antiphilosophie-Olympiade: KULTURELLE PRÄGUNG, welche an unserer "unethischen" Ernährungsweise Schuld sein muss. Aber es wird noch deutlicher.

Zitat: "Und dieser Rückblick zeigt doch in aller Deutlichkeit, dass das, was unsere westliche Kultur so nachhaltig prägte, nämlich die christlich-humanistisch infizierte Ethik, ja unsere ganze Philosophie, unsere Weltanschauung und unser Selbstverständnis kläglich gescheitert sind. Er zeigt, dass die zweitausendjährige mosaisch-christliche Indoktrination sogar zum größten Teil für die Misere mitverantwortlich ist, in der sich Mutter Erde und ihre Kinder heute befinden."

Ein bisschen viel Schläge für das Christentum, Herr Eck? Durch den gesamten Text zieht sich diesmal eine gewisse Abneigungshaltung gegen Religion, Christliches und diesmal auch Mosaisches.
Mosaisches? Mosaisches Gesetzt? Die jüdischen Kulturvorschriften? Haben Sie, Herr S. B. Eck, sich nicht getraut "jüdisch-christlich" zu schreiben in der Hoffnung, dass wir Ihnen diesmal nichts Böses unterstellen? Doch, wir werden es nicht versäumen, Sie wieder einmal deutlich darauf hinzuweisen, dass sie Hetzschriften verfassen, die in ihrer Subsumtion eindeutige Schuldzuweisungen tätigen! Wir werden es nicht versäumen, dauf hinzuweisen, dass Sie nach vielen Zeilen hetzerisch-emotional-chaotischer Verquickungen diesmal den Religionsgemeinschaften die Schuld zu schieben.

Und da wundert es nicht, dass Sie Mao zitieren, natürlich nicht ohne sich von seinen "Irrtümern summa summarum" (Zitat) zu distanzieren, bei welchen es sich namentlich um Verbrechen an der Menschheit handelt.

Nach dem Motto: die Kultur ist tot - es lebe die Kultur, scheint er uns einreden zu wollen, dass wir geradezu babylonisch leben und es demnach wohl nur noch ein kleiner Schritt wäre, die kulturellen Kadaver mit seinem Worthauch umzustoßen und Sekunden hernach das Eck-Vegane-Lebensmodell zu installieren. Und wo nun neuerlich ein Seebeben unsere Welt überrascht hat, fürchtet man sich jetzt schon vor seinen nächsten Ãœberlegungen.

Es liest sich bisweilen nicht unlustig, wenn Eck "welke Lippen und Brüste, Falten und Fältchen" zelebriert, fühlt man doch in seinem Inneren Denkanalogien und Gefallen an der Einsicht, dass die Gesellschaft es tatsächlich übertreibt.
Nur letztlich: was hat das alles wirklich mit Veganismus zu tun? Die Welt wäre die Welt - auch mit Veganismus würden die Menschen zunehmend mit Ãœberalterung und gleichzeitiger Unfähigkeit, die Zeichen des Alterns zu tragen, kämpfen und Lösungen finden wollen. Das Allheilmittel gegen die tatsächlichen Zeichen gesellschaftlicher Dekadenz ist sicherlich nicht Veganismus. Veganismus ist eine Ernährungsform. Oder doch nicht? Ist Veganismus mehr? Ein Politikum etwa? Eines unter dessen Deckmäntelchen ein Herr Eck immer wieder seine Giftpfeile gegen die ihm verhasste Gesellschaft schleudern kann?

Was ist denn nun wirklich IHR VEGANISMUS, Herr Eck? Ein Komplettprogramm gesellschaftlicher Neuordnung? Geht diese dann ähnlich aggressiv und verachtend voran gegen die hiesige Gesellschaft wie es Ihre Worte ahnen lassen?

S. B. Eck wird uns sicherlich eine wirkliche Antwort ersparen. Seine Fluchtversuche, erhitzte Gemüter mit der Erklärung "journalistischer Stilmittel" zu besänftigen, kann man getrost als gescheitert hinnehmen. Zu viele seiner deutliche Worte sprechenden Schriften sind schon unterwegs.

Den Traum der gesellschaftlichen Neuordnung wird Herr Eck uns gewiss nicht ersparen. Aber wir alle seien obdar seiner Worte deutlich gewarnt: Es geht bei S.B.Eck um mehr als nur das Leid der Tiere. Und die Korrektur der von ihm als Missstand aufgefassten Gesellschaft in seinem Sinne würde wohl nicht ohne Zwänge dahergehen können. Alle seien in diesem Rahmen an die Verbrechen der chinesisch-kommunistischen Kulturrevolution erinnert. Die Erfahrung zeigt, dass sich eine Gesellschaft nicht einfach nehmen lässt, was sie seit langem lebt. Was dann, Herr Eck? Sind Sie der Typ Demokrat, der dann aufsteckt und sagt: "Wenn die Menschheit nicht will, dann eben nicht?"

Und was wir vor allen Dingen nicht glauben, Herr S. B. Eck, ist, dass die Menschheit sich abschlachtet, weil sie in der Lage ist, Tiere zu schlachten. Zum einen weil es Ihrer gängigen These widerspricht, dass Menschen verdrängen und die Mehrheit ja gar nicht schlachten könne. Was allerdings auch bedeuten würde, dass Menschen in Wirklichkeit vom Fleischkonsum aggressiv werden. Ja wollen wir denn nun ins Okkulte abgleiten, Herr Eck?

Was wir glauben ist, dass ein Dogma eine gefährliche Angelegenheit ist, aus deren Grundlage heraus schon zu viele Kriege und Schlachten gegen die Menschen geführt wurden. Und Sie, Herr S. B. Eck bringen nur ein weiteres gefährlicheres Dogma hervor und zwar unter den selben emotional-mythischen Vorzeichen, unter den selben manipulativen und hasserfüllten Verquickungen und Verbalinjurien wie schon ganz andere Vorbilder unserer Zeitgeschichte.

So sehr Sie diesmal auch versuchen, die Religionen als kulturellen Bösewicht der Gesellschaftsabgründe zu benennen: Menschen konsumierten schon Fleisch, als Religionen noch in den Kinderschuhen steckten.

-gar-

P.s.: ich danke einigen Forenteilnehmern, die meinen Text - im Rahmen meines Zeitmangels - korrigiert haben und allerdings auch um meine mir zueigenen anderen Schreibweisen der Umlaute beraubten. Also GRUESSE und DANK!

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