Kalorienrestriktion

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nurn gast

Kalorienrestriktion

Beitragvon nurn gast » Mi 13. Jun 2018, 17:41

Moin!

Ich hatte gestern eine Diskussion mit einem Ami, der folgende Behauptung aufgestellt hat: "je weniger man ißt, desto länger lebt man."
Das haute mich echt um - wenn ich also nichts esse, lebe ich ewig? Diese Frage führte dazu, daß er mich als engstirning und ungebildet bezeichnete.
Das ganze geht auf eine "Ernährungsweise" genannt Kalorienrestriktion ( https://de.wikipedia.org/wiki/Kalorienrestriktion / engl.: calorie restriction) zurück. Angeblich belegen Studien, daß manche Tierarten dadurch länger leben... z.B. Fruchtfliegen und (mein Favorit:) Hefe... ( https://academic.oup.com/ajcn/article/78/3/361/4689958 ) Wir reden hier nicht von einer "Diät", also ein paar Wochen, sondern von PERMANENTER Kalorienrestriktion!
Hunde, wollt ihr ewig leben? Gesunde, ausgewogene Ernährung verstehe ich ja noch - man muß ja nicht gleich 500 kg wiegen... aber absichtlich weniger essen als der Körper verbraucht und das permanent, ohne übergewichtig zu sein, ehrlich? hungern, um länger hungern zu können?
Veganer habe ich ja noch so halbwegs verstanden - Tiere streicheln und so - aber das .. ich meine ... mal ehrlich... vielleicht bin ich einfach zu alt für sowas...

(p.s. folge diesem Forum nur sporadisch, wenn ich mal was zum lachen brauche. Sollte das schonmal angesprochen worden sein, könnt ihr den Beitrag gerne löschen!)

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GustavGans
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon GustavGans » Mi 13. Jun 2018, 17:49

Thermodynamisch unmöglich.
Macht ihr den Scheißdreck weil ihr blöd seid oder hat euch der Scheißdreck erst so richtig blöd gemacht?

nurn gast

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon nurn gast » Mi 13. Jun 2018, 17:55

GustavGans hat geschrieben:Thermodynamisch unmöglich.


ja... aber die HEFE :rofl: . Daß das nicht möglich ist, verstehe ich schon, was ich nicht verstehe ist, wie man a) auf den Gedanken kommt sowas zu versuchen und b) es zu versuchen.

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Max P
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Max P » Mi 13. Jun 2018, 17:58

Das mit der Kalorienrestriktion ist hier schon lange bekannt. Altgediente User dieses Forums wissen z.B., dass Brigitte R., größte Ernährungswissenschaftlerin zwischen Quickborn und Bangok, nachgewiesen hat, wie jeder Mensch mit einem Apfel sowie ein wenig trockenen Brombeerblättern, Flechten, einer Handvoll Algen und einer Schüssel Giersch am Tag 180 Jahre alt werden kann.

Schnitzelschn
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Schnitzelschn » Mi 13. Jun 2018, 18:02

Wenn man wie ein Pilz oder eine Fruchtfliege alt werden will - bitte sehr.

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BöserWolf
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon BöserWolf » Mi 13. Jun 2018, 18:07

Ausserdem soll ständiges Hungergefühl auch mächtig aufs Gemüt gehen, bis hin zum Koksmißbrauch. Las mal einen Bericht über Models in der Modebranche.
Ob schlecht gelaunte Hefe schuld daran ist, dass das letzte der 20 Bierchen, die man gelegentlich trinkt, verdorben ist?
Das Leben ist einfach zu kurz, um es durch Urkost zu verlängern!

Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt. (J.E. Coleridge)

Wer lästert so spät noch in Degerloch: Es ist der Läsker, der lästert noch.

DG ne

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon DG ne » Mi 13. Jun 2018, 18:13

Nennt sich Lichtkost bzw. Lichtnahrung.

https://youtu.be/Jj3F0A53gro

https://youtu.be/FMqf3k9_gS4

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GustavGans
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon GustavGans » Mi 13. Jun 2018, 18:19

nurn gast hat geschrieben:
GustavGans hat geschrieben:Thermodynamisch unmöglich.


ja... aber die HEFE :rofl: . Daß das nicht möglich ist, verstehe ich schon, was ich nicht verstehe ist, wie man a) auf den Gedanken kommt sowas zu versuchen und b) es zu versuchen.


Es gibt Leute, die schütten sich Rohrreiniger in den Arsch, weil sie glauben, das wäre gesund.

Einfache Erklärung: Menschen sind zum Teil strohdumm und handeln dementsprechend.
Macht ihr den Scheißdreck weil ihr blöd seid oder hat euch der Scheißdreck erst so richtig blöd gemacht?

Caine n.e.

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Caine n.e. » Mi 13. Jun 2018, 19:10

Absichtlich immer weniger zu essen, als der Körper verbraucht, führt mittelfristig zum Tod.

Aus gesundheitlicher Sicht ist es allerdings so, dass man im unteren Bereich des Normalgewichts die besten Aussichten auf ein langes Leben hat (BMI 19-22). Das passt also durchaus zu einer niedrigkalorischen Ernährung.

Schnitzelschn
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Schnitzelschn » Mi 13. Jun 2018, 19:28

Ich habe mehrfach das Gegenteil gelesen, und zwar, dass leicht übergewichtige am längsten leben sollen. Eine Hypothese war, dass das in Fällen hilft, in denen (z.T. temporär) weniger Nahrung aufgenommen kann als nötig, und dass bei den Personen mit Übergewicht so erst später das Licht ausgeht, oder die Reserven bis zur Genesung reichen.

nurn gast

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon nurn gast » Mi 13. Jun 2018, 20:03

Caine n.e. hat geschrieben:Absichtlich immer weniger zu essen, als der Körper verbraucht, führt mittelfristig zum Tod.

Aus gesundheitlicher Sicht ist es allerdings so, dass man im unteren Bereich des Normalgewichts die besten Aussichten auf ein langes Leben hat (BMI 19-22). Das passt also durchaus zu einer niedrigkalorischen Ernährung.


und genau das glaube ich nicht (und es gibt Langzeitstudien dafür und dagegen).
Meiner Ansicht nach wird der BMI überbewertet - z.B. Mike Tyson hatte zu seinen besten Zeiten einen BMI von 35. Hättest Du ihn als fettleibig bezeichnet (wobei ich jetzt nicht behaupte, daß Boxen ein lebensverlängernder Sport ist)? Es geht meiner Meinung nach mehr um den Fettanteil im Körper - und ein Untrainierter mit BMI 22 kann einen höheren Fettanteil / schlechtere Durchblutung / weniger relatives Lungenvolumen etc. als Tyson haben. Warum sollte das gesünder / lebensverlängernd sein?

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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Schnitzelschn » Mi 13. Jun 2018, 20:58

Ich glaube, dass das auch eine Frage der individuellen Körpermerkmale ist, und dass da mehr Zufall/Chaos drinsteckt, als sich die meisten eingestehen möchten.

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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon BöserWolf » Mi 13. Jun 2018, 21:31

Zufallsfund:

https://www.spektrum.de/news/wann-hunger-auf-die-stimmung-schlaegt/1571110?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

Wann Hunger auf die Stimmung schlägt
Unterzuckerung, ein äußerer Anlass und kaum Einsicht in die eigene Gefühlslage: Das ist das Rezept für schlechte Laune.


Das Phänomen ist derart bekannt, dass es einen eigenen Eintrag im englischen Oxford Dictionary bekommen hat: »hangry«, eine Mischung aus »hungry« (hungrig) und »angry« (verärgert, wütend). Der umgangssprachliche Ausdruck bezeichnet den reizbaren, übellaunigen Zustand, in den manche Menschen geraten, wenn sie eigentlich nur Hunger haben.
Das Leben ist einfach zu kurz, um es durch Urkost zu verlängern!

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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon GustavGans » Mi 13. Jun 2018, 21:48

nurn gast hat geschrieben:
Caine n.e. hat geschrieben:Absichtlich immer weniger zu essen, als der Körper verbraucht, führt mittelfristig zum Tod.

Aus gesundheitlicher Sicht ist es allerdings so, dass man im unteren Bereich des Normalgewichts die besten Aussichten auf ein langes Leben hat (BMI 19-22). Das passt also durchaus zu einer niedrigkalorischen Ernährung.


und genau das glaube ich nicht (und es gibt Langzeitstudien dafür und dagegen).
Meiner Ansicht nach wird der BMI überbewertet - z.B. Mike Tyson hatte zu seinen besten Zeiten einen BMI von 35. Hättest Du ihn als fettleibig bezeichnet (wobei ich jetzt nicht behaupte, daß Boxen ein lebensverlängernder Sport ist)? Es geht meiner Meinung nach mehr um den Fettanteil im Körper - und ein Untrainierter mit BMI 22 kann einen höheren Fettanteil / schlechtere Durchblutung / weniger relatives Lungenvolumen etc. als Tyson haben. Warum sollte das gesünder / lebensverlängernd sein?


Mike Tyson war Profisportler und in vielerlei Hinsicht ein absolutes Ausnahmetalent.

Der BMI ist höchstens ein Schätzeisen und dementsprechend liegt man bei Leuten wie Tyson meilenweit daneben.
Macht ihr den Scheißdreck weil ihr blöd seid oder hat euch der Scheißdreck erst so richtig blöd gemacht?

nurn gast

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon nurn gast » Do 14. Jun 2018, 10:57

GustavGans hat geschrieben:
Der BMI ist höchstens ein Schätzeisen und dementsprechend liegt man bei Leuten wie Tyson meilenweit daneben.


genau das ist ein Punkt. Wenn der BMI keine "exakte Wissenschaft" ist, kann man schwerlich Aussagen treffen, wie "BMI von 19-22 verlängert das Leben" und wie oben erwähnt spielt wohl Glück eine grössere Rolle als alles andere, ansonsten wäre ein kettenrauchender, fettleibiger Antisportler, wie Churchill, mit 40 gestorben und nicht mit 90.

nulpe

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon nulpe » Do 14. Jun 2018, 12:23

nurn gast hat geschrieben:....... ansonsten wäre ein kettenrauchender, fettleibiger Antisportler, wie Churchill, mit 40 gestorben und nicht mit 90.

Der bekannte Rat zur Lebensverlängerung:"No sports", lässt sich von ihm nicht nachweisen, ebenso seine angebliche Aussage zur Statistik.
Bis ins mittlere Lebensalter war Churchill ausgesprochen sportlich , besonders Reiten und Polo, in dem er die indische Meisterschaft gewann - obwohl er sich bei der Anlandung in Indien die Schulter ausgerenkt hatte, offenbar mit Bänderriss, also chronisch.
Das war auch der Grund, weshalb er beim Mahdi-Aufstand eine Mauser-Pistole führte statt eines Säbels.
Diese rettete ihm bei einer Attacke vermutlich das Leben.
Und seine spektakuläre wochenlange Flucht aus der Gefangenschaft bei den Buren war auch nicht ohne eine gewisse Kondition denkbar.
Sehr lesenswert von ihm und amüsant geschrieben: "Meine frühen Jahre".

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Klaus Hirschkuh
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Klaus Hirschkuh » Do 14. Jun 2018, 13:39

Max P hat geschrieben:Das mit der Kalorienrestriktion ist hier schon lange bekannt. Altgediente User dieses Forums wissen z.B., dass Brigitte R., größte Ernährungswissenschaftlerin zwischen Quickborn und Bangok, nachgewiesen hat, wie jeder Mensch mit einem Apfel sowie ein wenig trockenen Brombeerblättern, Flechten, einer Handvoll Algen und einer Schüssel Giersch am Tag 180 Jahre alt werden kann.

Heilerde! Du hast Heilerde vergessen!
Und sowas will ein altgedienter AVler sein. tzz

Kein Wunder wirst du nur 130! :rolleyes:
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(c) Klaus Hirschkuh 2011
Das benutzen dieser Phrase ohne schriftliche Genehmigung stellt eine strafbare Handlung gem. §3b STFU dar.

HaPennyBacon

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon HaPennyBacon » Do 14. Jun 2018, 13:58

Bei dem Thema gibt es fast unendlich viel zu Diskutieren. Wissenschaftler wie Valter Longo haben da allerhand geforscht und außer der Lebenszeitverlängerung bei Hefe, Würmer und Fliegen ist nicht viel rüber gekommen. Die sogenannten Cronies essen sehr wenig und schlucken täglich über hundert Pillen um die Mikronährstoffe auszugleichen. Die folgen damit ihrem Guru Walberg der an der Biosphäre 2 Mission beteiligt war. Die Leute sind ja damals fast bei dem Experiment verhungert. Dem Walberg hat es übrigens auch nichts gebracht. Beeindruckend waren auch die Forschungen von Ancel Keys beim Minnesota Starvation Experiment. Tolle Bilder gibts dazu und ich behaupte mal das "Gesundheit" etwas anderes ist :devil:

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Max P
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Max P » Do 14. Jun 2018, 14:09

Klaus Hirschkuh hat geschrieben:
Max P hat geschrieben:Das mit der Kalorienrestriktion ist hier schon lange bekannt. Altgediente User dieses Forums wissen z.B., dass Brigitte R., größte Ernährungswissenschaftlerin zwischen Quickborn und Bangok, nachgewiesen hat, wie jeder Mensch mit einem Apfel sowie ein wenig trockenen Brombeerblättern, Flechten, einer Handvoll Algen und einer Schüssel Giersch am Tag 180 Jahre alt werden kann.

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Ted Crilly
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Ted Crilly » Do 14. Jun 2018, 18:58

Gast hat gerade die vegane Logik entdeckt:

Iss nichts mehr und Du wirst ewig leben!
Lass ganz viel Lebensmittel weg und Du wirst eine größere Vielfalt haben!

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Caine
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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Caine » Do 14. Jun 2018, 21:21

nurn gast hat geschrieben:
Caine n.e. hat geschrieben:Absichtlich immer weniger zu essen, als der Körper verbraucht, führt mittelfristig zum Tod.

Aus gesundheitlicher Sicht ist es allerdings so, dass man im unteren Bereich des Normalgewichts die besten Aussichten auf ein langes Leben hat (BMI 19-22). Das passt also durchaus zu einer niedrigkalorischen Ernährung.


und genau das glaube ich nicht (und es gibt Langzeitstudien dafür und dagegen).
Meiner Ansicht nach wird der BMI überbewertet - z.B. Mike Tyson hatte zu seinen besten Zeiten einen BMI von 35. Hättest Du ihn als fettleibig bezeichnet (wobei ich jetzt nicht behaupte, daß Boxen ein lebensverlängernder Sport ist)? Es geht meiner Meinung nach mehr um den Fettanteil im Körper - und ein Untrainierter mit BMI 22 kann einen höheren Fettanteil / schlechtere Durchblutung / weniger relatives Lungenvolumen etc. als Tyson haben. Warum sollte das gesünder / lebensverlängernd sein?


Schon. Allerdings sind die Ausreißer in Richtung "hoher BMI bei niedrigem Körperfettanteil" deutlich seltener als die in die andere Richtung - die nämlich beim BMI im Normalbereich noch deutlich zuviel Körperfettanteil haben: http://journals.plos.org/plosone/articl ... ne.0033308

A cross-sectional study of adults with BMI, DXA, fasting leptin and insulin results were measured from 1998–2009. Of the participants, 63% were females, 37% were males, 75% white, with a mean age = 51.4 (SD = 14.2). Mean BMI was 27.3 (SD = 5.9) and mean percent body fat was 31.3% (SD = 9.3). BMI characterized 26% of the subjects as obese, while DXA indicated that 64% of them were obese. 39% of the subjects were classified as non-obese by BMI, but were found to be obese by DXA. BMI misclassified 25% men and 48% women. Meanwhile, a strong relationship was demonstrated between increased leptin and increased body fat.


Das erklärt auch zwanglos, warum ein niedrigerer BMI im Normalbereich eher von Vorteil ist: weil dann einfach die Wahrscheinlichkeit eines gesunden Körperfettanteils höher ist.

Dazu kommt: Wenn Du Mike Tyson oder The Rock bist, weißt du, dass du nicht fett bist - und beschwerst doch auch nicht über einen hohen BMI. Oder um es mal frei mit Arnold zu sagen: wenn es schwabbelt, sind es keine Muskeln, sondern fett! http://www.lovethispic.com/uploaded_ima ... ts-Fat.jpg
Gittiplag ODER Urkost: besser essen – besser leben - besser plagiieren

Eigentlich lebe ich ja grün. Ich trenne meinen Müll. Ich ernähre mich halb vegan, halb vegetarisch, esse aber auch mal ein Stück Huhn, wenn ich weiß, es ist bio. - Marusha

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Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon Caine » Do 14. Jun 2018, 21:41

Einige neuere Studien zum Thema "Wie schädlich ist Übergewicht wirklich":

https://www.sciencedaily.com/releases/2 ... 143719.htm - Ältere Studien, die einen BMI > 25 als optimal identifiziert haben, haben nicht gegen den Faktor kontrolliert, dass Leute, die am Ende ihres Lebens Normalgewicht haben, häufig übergewichtig angefangen haben und wegen der Krankheit, die dann zum Tod geführt hat abgenommen haben. Wenn man die Gewichtshistorie mit berücksichtigt, verschwindet dieser Effekt.

http://www.bristol.ac.uk/news/2017/dece ... ality.html - Eine weitere Studie basierend auf Daten des norwegischen HUNT-Projekts, versucht diesen Faktor über einen Proxy (BMI der Kinder) zu kontrollieren, und kommt zu ähnlichen Schlüssen.
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nurn gast

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon nurn gast » Fr 15. Jun 2018, 08:21

Caine hat geschrieben:Einige neuere Studien zum Thema "Wie schädlich ist Übergewicht wirklich":

https://www.sciencedaily.com/releases/2 ... 143719.htm - Ältere Studien, die einen BMI > 25 als optimal identifiziert haben, haben nicht gegen den Faktor kontrolliert, dass Leute, die am Ende ihres Lebens Normalgewicht haben, häufig übergewichtig angefangen haben und wegen der Krankheit, die dann zum Tod geführt hat abgenommen haben. Wenn man die Gewichtshistorie mit berücksichtigt, verschwindet dieser Effekt.

http://www.bristol.ac.uk/news/2017/dece ... ality.html - Eine weitere Studie basierend auf Daten des norwegischen HUNT-Projekts, versucht diesen Faktor über einen Proxy (BMI der Kinder) zu kontrollieren, und kommt zu ähnlichen Schlüssen.


ich vermute, daß wir aneinander vorbeireden / bzw unsere meine in Wirklichkeit so ähnlich ist, daß eine weitere Diskussion sinnlos wäre. Mike Tyson und Co. habe ich nur als Beispiele gewählt, weil sie absolute Ausnahmen sind, um aufzuzeigen, daß der BMI als weniger wichtig betrachtet werden sollte, als der Körperfettanteil. Ich glaube nicht, daß unter normalen Umständen ein hoher BMI gut ist. Ich verteidige nicht Fettleibigkeit o.ä. als gesund!
Jedoch glaube ich, daß jemand der sich ausgewogen ernährt, Sport treibt und nen BMI von 24 hat, gesünder sein kann als jemand mit nem BMI von 19, der sich nur von Gummibärchen ernährt und Sport nur ausm Fernseher kennt. Das is Alles, mehr nich, ehrlich...

nurn gast

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon nurn gast » Fr 15. Jun 2018, 08:28

(Fortsetzung vom vorhergehenden Post, da ich die Option Post bearbeiten nicht finden konnte)

Solange man sich im "normalen" BMI Bereich befindet, gesund ernährt etc., sollte man sich nicht Gedanken darum machen, ein oder zwei BMI Punkte zu verlieren, bloß weil ne Studie der Ansicht ist, daß 21 besser ist als 23. Irgendwann wirds doof...

bambi

Re: Kalorienrestriktion

Beitragvon bambi » Fr 15. Jun 2018, 18:54

nurn gast hat geschrieben:Jedoch glaube ich, daß jemand der sich ausgewogen ernährt, Sport treibt und nen BMI von 24 hat, gesünder sein kann als jemand mit nem BMI von 19, der sich nur von Gummibärchen ernährt und Sport nur ausm Fernseher kennt. Das is Alles, mehr nich, ehrlich...

der ist dann aber nicht wg des bmi sondern TROTZ dessen gesund. so wie man als raucher auch gesünder leben kann als jmd der nicht raucht, wenn man halt dafür gesund ernährt, sich viel bewegt etc.


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